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#CHANGE4DESTINATION – 13 proposals for the future of publicly financed tourism marketing

Change is inherent to the digital revolution. And change is also our daily companion at Tourismuszukunft. Hardly a day goes by where the digital world isn’t moving, and there are very few opportunities to catch your breath. That’s why our work and our many different projects are subject to a continual process of change. We are constantly monitoring what this process means for us, e.g. from a technological and strategic perspective, and we let relevant aspects directly influence our recommendations and decisions.

 #Change4Destination – what is it?

Change4Destination is just such a change process. For a number of years now we have been helping destinations to navigate the digital revolution. We look to solve strategic, technological and operational questions or to address them step by step as part of an ongoing process of development. We can see the challenges that many destinations face and know that change not only needs commitment but also comprehensive support as well as its own space for development.

Change4Destination is there to provide this space. The starting point was a think tank of experts from the tourism industry that came together in June. Over the course of two days the future of publicly financed tourism marketing was discussed and 13 proposals were formulated in various group discussions.

 

The outcome of Change4Destination: there are opportunities everywhere.

The 13 proposals represent opportunities. They do not provide one-size-fits-all solutions, nor should they be understood as a potential action plan. The proposals cannot do both of these things, and that’s not what they’re there for. But what they hopefully can do is provide some food for thought as well as impetus for further debate. We need a discussion on the topic of change in destination marketing organisations, and should not shy away from tackling difficult, and perhaps inconvenient, questions – it is the only way to ensure that such organisations remain relevant.

#CHANGE4DESTINATION – 13 proposals for the future of publicly financed tourism marketing ? 

 

If you don’t move with the times, you’ll be left behind.

The digital revolution is in full swing, and brings with it continuous change for companies, organisations and society. Let’s help drive forward this change, give it the space it needs to develop and thereby shape the future of public tourism marketing.

We look forward to receiving your opinions, ideas and suggestions. Anyone who wants to continue and support this discussion is welcome to do so in this blog, but we are also happy to hear from you directly.

FAST FACTS:

Change4Destination was a two-day think tank that took place on 16 and 17 June in Hamburg. It was run by Tourismuszukunft and Innovation Norway. Various experts from the travel industry were invited to exchange views on the future of publicly financed tourism marketing and to discuss feasible approaches and ideas. The outcome is a published research paper available in German and English. We are getting the word out about the think tank via all our social media channels using the hashtag #Change4Destination.

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#CHANGE4DESTINATION – 13 Thesen zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings

Veränderung ist der Digitalisierung innewohnend. Veränderung ist bei Tourismuszukunft unser täglicher Begleiter. Es vergeht kaum ein Tag an dem die digitale Welt stillsteht bzw. es gibt eigentlich keinen Tag an dem sie das tut und uns eine Verschnaufpause gönnt. Insofern ist auch unsere Arbeit, unsere vielen verschiedenen Projekte, in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Was dieser bedeutet, z.B. aus technologischer oder aus strategischer Perspektive, verfolgen wir permanent und lassen relevante Aspekte in unseren Empfehlungen und Entscheidungen direkt einfließen.

#Change4Destination – was ist das?

Change4Destination ist so ein Veränderungsprozess. Seit vielen Jahren begleiten wir Destinationen im digitalen Wandel und versuchen strategische, technologische oder auch operative Fragestellungen zu lösen oder zumindest in Teilen und damit in einem stetigen Entwicklungsprozess zu beantworten. Wir sehen mit welchen Herausforderungen viele Standorte zu tun haben und wissen, dass Veränderungen nicht nur Konsequenz, sondern auch vielfältige Unterstützung und einen eigenen Entwicklungsraum benötigen.

#Change4Destination Think Tank
#Change4Destination Think Tank

Change4Destination soll und kann dieser Entwicklungsraum sein. Ausgangspunkt ist ein im Juni durchgeführter Think Tank bestehend aus verschiedenen Experten der Tourismusbranche. An zwei Tagen wurde über die Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings gesprochen und in verschiedenen Gruppendiskussionen 13 Thesen erarbeitet.

Change4Destination-Ergebnisse: Chancen überall!

Diese 13 Thesen stellen vor allem Chancen dar. Sie liefern keine allgemeingültigen Antworten und auch sind sie nicht als möglicher Maßnahmenplan zu verstehen. Beides können und sollen diese Thesen nicht leisten. Was sie aber hoffentlich tun, ist, zum Nachdenken anregen sowie zum offenen Austausch anstoßen. Wir brauchen eine Diskussion zum Thema Wandel in DMOs und sollten uns nicht davor scheuen auch schwierige, vielleicht auch manchmal unbequeme, Fragen zu stellen – nur dann bleiben DMOs relevant.

CHANGE4DESTINATION – 13 Thesen zur Zukunft des öffentlich finanzierten Tourismusmarketings 

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Die Digitalisierung ist im vollen Gange und damit eine kontinuierliche Veränderung in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Verändern wir mit und gestalten wir einen Entwicklungsraum und damit die Zukunft des öffentlichen Tourismusmarketings.

Wir freuen uns auf Eure Meinungen, Anregungen und Vorschläge. Wer die Diskussion weiterführend begleiten möchte, ist herzlich eingeladen dass hier im Blog zu tun bzw. auch gerne im direkten Kontakt mit uns.

KURZ UND KNAPP:

“Change4Destination” ist ein zweitägiger Think Tank der vom 16. – 17. Juni in Hamburg stattfand. Durchgeführt wurde dieser von Tourismuszukunft und Innovation Norway. Eingeladen waren verschiedene Experten aus der Reiseindustrie, um sich über die Zukunft von öffentlich finanziertem Tourismusmarketing auszutauschen sowie realisierbare Ansätze und Ideen zu besprechen. Ergebnis ist ein öffentlich publiziertes Thesenpapier in Deutsch und Englisch. Die Kommunikation zum Think Tank läuft über unsere gesamten Social Media Kanäle unter dem Hashtag #Change4Destination.

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Google Trips – Ein Weckruf für DMOs

Vor ein paar Tagen hat Google seine Travel App „Google Trips“ veröffentlicht. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um daran einige der größten Veränderungen und Herausforderungen, denen DMOs aktuell gegenüberstehen, zu veranschaulichen und euch ein paar Empfehlungen an die Hand zu geben.

Was kann Google Trips eigentlich?

Für alle, die sich noch nicht näher damit beschäftigt haben, hier ein kurzes Video:

Der Leistungsumfang von Google Trips ist also eigentlich recht überschaubar. Das, was es kann, macht es dafür ziemlich gut.

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In einer Übersicht zeigt mir die App eine Übersicht meiner vergangenen und anstehenden Reisen. Alles automatisch aus meinen Emails und Kalendereinträgen importiert, versteht sich. Wähle ich dann eine Reise aus, bekomme ich Informationen, die in vier Unterkategorien abgebildet werden:

  • Reservierungen: Hier sind meine Flug, Hotel, Mietwagen Buchungen, etc. hinterlegt
  • Saved Places: Habe ich selbst schon Orte in der Region meiner Reise markiert, sind diese hier hinterlegt. Das funktioniert für die persönliche Auswahl an POIs genauso, wie beispielsweise für die Wohnorte von Freunden, Treffpunkte, etc.

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  • Food & Drink: Empfehlungen für Restaurants, Bars, usw.
  • Things to do: Löst endgültig den Reiseführer ab. Neben Bildern, Bewertungen, Öffnungszeiten, Entfernung und Empfehlung für die beste Besuchszeit lassen sich die POIs nach bekannten Kategorien sortieren. Indoors, Outdoors, Kindergeeignet, … und besonders spannend: „For You“, hier schlägt mir Google die spannendsten POIs für mich vor, basierend auf meinen Interessen und meinem Verhalten.
  • Je nach Reiseziel stehen noch zusätzliche Kategorien zur Verfügung. „Day Plans“ bietet Vorschläge für komplette Tagestouren, teils zu einem bestimmten Motto. „Getting Around“ beinhaltet alle Infos zu Verkehrsmitteln, bzw. zur Mobilität am Reiseziel allgemein. „Need to know“ stellt wichtige Infos kurz und knapp zusammen, wie zur Gesundheitsversorgung für Notfälle, Einkaufsmöglichkeiten oder die Verfügbarkeit von offenen WLAN Hotspots.

Ach ja, die gesamten Inhalte sind für jede Reise mit einem Fingertipp auch offline verfügbar, so dass die gesamte Funktionalität auch ohne Roamingpaket oder WLAN gewährleistet ist. Und ja, ich höre die Datenschutz Freaks unter euch schon schreien… Aber das soll an dieser Stelle mal keine Rolle spielen. Ich für meinen Teil bin gerne bereit, für einen solchen Mehrwert mit meinen Daten zu bezahlen.

Ist halt wieder mal eine neue App – warum ist das relevant?

Warum ich euch das alles erzähle? Weil Google Trips nur das aktuellste – und vllt. anschaulichste – Beispiel dafür ist, was sich für DMOs gerade massiv verändert. Digitale Assistenten wie Siri und große Player wie Booking oder Tripadvisor befeuern die gleiche Entwicklung:
Für DMOs wird es immer schwieriger, den Gast direkt zu erreichen!
Klar, das Smartphone ist immer dabei und Diensten von Google und Co hat man gelernt zu vertrauen. Außerdem bieten die Apps meist eine erstklassige Usability. Da rücken andere Medien und Formate und auch die subjektive Wahrnehmung vor Ort schon mal in den Hintergrund…

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Das Smartphone als omnipräsenter Urlaubsbegleiter

Welche Auswirkungen hat das?

  • UGC, 3rd Party Content, Nutzerdaten, … und deren Aufbereitung durch Google Trips und Co. erhalten noch stärkeren Einfluss aufs Gästeverhalten vor Ort.
  • Als DMO „guten“ Content zu produzieren und auszuspielen wird immer anspruchsvoller. Ihr bekommt immer stärkere Konkurrenz und verliert gleichzeitig zunehmend die Hoheit über Kanäle und das Umfeld des Medienkonsums. Die transportierten Botschaften müssen also unabhängig davon funktionieren. Außerdem muss mehr denn je der Mehrwert für den Gast, bzw. Nutzer im Vordergrund stehen, um überhaupt Relevanz zu erreichen.
  • Produkt- und Markenerlebnis werden immer wichtiger! Durch die ersten beiden genannten Punkte und die steigende Transparenz ist die tatsächliche Ausgestaltung und die gefühlte Qualität der touristischen Erlebnisse von so zentraler Bedeutung wie noch nie! Aus Gästesicht doch gar nicht so schlecht, oder? “Gute” Destinationen und starke Marken haben dadurch auch wenig zu befürchten.

Wo gilt es jetzt anzupacken?

  • Denkt eure (touristischen) Marken holistisch, eine Marke ist nicht nur ein Logo und ein Claim! Eben nicht nur „Look“, sondern „Look and Feel“. Und seid an dieser Stelle ehrlich zu euch selbst und fokussiert euch! Welche Gefühle, welche Emotionen verkörpert eure Region oder Stadt wirklich? Richtet all eure Gästeerlebnisse gezielt darauf aus. Wenn jedes Erlebnis eure einmalige Identität in sich trägt, wird ganz automatisch das „richtige“ Bild von euch nach außen transportiert!
  • Arbeitet an eurem Produkt, am Gästeerlebnis! Erhöht nicht nur den objektiv messbaren Standard, sondern richtet euch nach den spezifischen Wünschen und Bedürfnissen eurer Zielgruppe. Habt den Mut auch ganz bewusst bestimmte Personengruppen nicht anzusprechen!
  • Geht eure Contentproduktion und Kommunikation strategisch an, ansonsten seid ihr in der Irrelevanz verschwunden, noch bevor ihr den neuen Wander-Folder produziert habt! Schafft in jedem Fall Grundlagen, pflegt eure Daten und stellt diese standardisiert zur Verfügung. Sensibilisiert eure Akteure!

Nochmal kurz und knackig bitte

Arrangiert euch mit dem veränderten Mediennutzungsverhalten eurer Gäste und kämpft nicht gegen Windmühlen! Nutzt anstatt dessen einen Großteil eurer Ressourcen für die Arbeit am Gästeerlebnis vor Ort. Holt euch dazu so viele Akteure und lokale Gruppierungen mit ins Boot wie möglich, denn das Gästeerlebnis hört nicht an der Hoteltür auf!
Ja, das ist aufwändig und anstrengend und erfordert ehrliches Commitment der Tourismusverantwortlichen, der Politiker, der Akteure vor Ort und aller Beteiligten. Zu allem Überfluss braucht es, neben einem grundsätzlichen Umdenken, vielerorts auch noch eine Neuformulierung des politischen Auftrags… Aber es lohnt sich. Langfristig ist es der einzig erfolgreiche Weg!
Seht euch als DMO als Identitätsstifter, Qualitätsprüfer, Unterstützer, Vermittler, Vordenker, Motivator, Kommunikator, … seid Enabler für euren (touristischen) Standort!

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Zehn Jahre touristisches Bloggen – explizit KEINE Liebeserklärung.

Wow – wie die Zeit vergeht. Zehn Jahre wird heute am 21. September unser Tourismusblog alt: 1671 Blogbeiträge, 5.615 Kommentare, unzählige Stunden Arbeit und jede Menge Ideen stecken darin. Jens Oellrich und meine Wenigkeit hätten nicht gedacht, dass das so eine Erfolgsgeschichte wird – und vor allem so eine lange. Ich möchte diese zehn Jahre zurückblicken, aber auch generelle Entwicklungstendenzen für das touristische Bloggen davon ableiten – und keine Liebeserklärung aussprechen!

Tourismusblog
Unsere Webseite – ein Blog von Anfang an (c) GregSnell

2006-2008: Die Zeit der Pioniere

2006: Twitter erblickte das Licht der Welt, Facebook war noch in den Kinderschuhen, YouTube feierte den ersten Geburtstag. Die Blogger-Szene v.a. im Tourismus war überschaubar. Neben uns schrieben damals im deutschsprachigen Raum nur ausgewählte Akteure wie z.B.  Niclas Götz mit seinem Touristikblog, Detlev Mayer mit seinem Travel Technology-Blog und Karin Schmollgruber mit ihrem Passion PR-Blog über digitale touristische Themen. Nach unserer damaligen Einordung, die übrigens auch heute noch sehr gut funktioniert, waren das alles B2B-Blogs, mit einem klaren Fokus auf der Kommunikation von Wissen, Erfahrungen und Neuigkeiten, der Steigerung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens/ Experten und der Marke und der Schaffung neuer Netzwerke und Kontakte. Die C2C-Szene war noch mehr als überschaubar (erste Akteure waren hier der Gastrogewerbe Gedankensplitter oder Le Gourmand). Einen internationalen Überblick versuchte die T-List – daraus entstand auch der erste Blogger Summit auf der ITB 2008 – und wir mittendrin.

2008-2010: Der Gipfel der überzogenen Erwartungen

Dann begann die Zeit der überzogenen Erwartungen an Blogs – jedes Unternehmen, das innovativ sein wollte, begann das Medium für seine Zwecke in Wert zu setzen. In Deutschland wurden ausgewählte Tech-Blogs sogar für 46.902 Euro verkauft – ohne Redakteur, nur der Name und die alten Inhalte – verrückt aus heutiger Perspektive. Auch im Tourismus griff das Blogphänomen um sich. Zahlreiche Akteure auch im Tourismus starteten mit viel Enthusiasmus ihre Blogaktivitäten, wie z.B. das Lammertal,  der Salzkammergut Glücksgeschichten Blog oder der Wanderblog in Rheinland-Pfalz. Bezeichnend, dass keiner dieser drei genannten Blogs heute mehr online ist – aber zum Tal der Tränen kommen wir noch. Auch im B2B-Bereich wurden zahlreiche Blogs ins Leben gerufen – insbesondere Medien (fvw eblog), Agenturen und Dienstleiter sind hier zu nennen. Ebenso begann im C2C-Bereich der große Hype. Jeder, der etwas schreiben konnte, nutzte einen Blog, um von seinen Urlauben zu berichten.

2011-2012: Das Tal der Tränen

Viele Blogs schliefen ein – das Tal der Tränen war da. Bloggen ist harte Arbeit und kein Zuckerschlecken. Das merkten die Akteure nachdem der erste Enthusiasmus verflogen war. Strukturelle und strategische Schwächen (unangepasste Organisations- und Personalstrukturen, unklare Markenidentitäten,  etc.) wurden bei vielen Akteuren offensichtlich. „Was sollen wir denn erzählen? Wer kümmert sich denn um den Blog? Das bringt doch eh nichts… wir bekommen eh kein Feedback. Andere können das eh viel besser.“ Zusätzlich läuteten große Player wie Facebook und Google den Angriff auf Blogs ein und reduzierten konsequent die organische kostenlose Sichtbarkeit zu Gunsten eigener Dienste und Technologien. In der Konsequenz reduzierte sich die Zahl der aktiven B2B- und B2C-Blogs bzw. transformierte sich das Bloggen.

2013-2016: Der Pfad der Erleuchtung

Glaubwürdigkeit, Persönlichkeit und relevante (markenkonforme & zugängliche) Geschichten – das war immer unser Tenor für erfolgreiches Bloggen, und er ist es heute noch.  Viele (Content-) Elemente, die früher ausschließlich auf Blogs auftauchten, findet man allerdings heute auf vielen digitalen touristischen Angeboten/Websites/Kanälen. Man nennt es markenkonformes Storytelling oder Content-Marketing und es ist Bestandteil zahlreicher ausgezeichneter Kommunikationskonzepte wie z.B. Südtirol bewegt oder relevanter Bestandteil existenter Webpräsenzen, wie z.B. im Allgäu. Aber nicht nur die Denkweisen sind überall – nein, auch die Technologie hält Einzug in den Tourismus. Hotelwebsite-Frameworks auf WordPress setzen sich zusehends durch, die Bayern Tourismus Marketing entwickelt einen neuen Portalauftritt auf WordPress-Basis. Erfolgreiche Portale wie Urlaubsguru nutzen erfolgreich – trotz zahlreicher Restriktionen – das BlogCMS.

Aber auch der C2C-Bereich erlebte seine Erleuchtung. Das betreiben eines „erfolgreichen“ Reiseblogs erfordert Zeit, Geld und viel Leidenschaft. Die Professionalisierung ist im Tourismus angekommen. Kollektive gründen sich, Kodexe werden verabschiedet und die Akteure entwickeln Ansprüche an die Branche – und umgekehrt. Blogger sind heute oft keine ausschließlichen Blogger mehr. Ihre Akzeptanz richtet sich sehr oft nach der Reichweite auch in anderen sozialen Medien (instagram, Facebook oder Snapchat) – C2C-Blogger sind zu Influencern mit unterschiedlichen Schwerpunkten geworden – der Blog nur einer von vielen Kanälen – und oft gar nicht mehr der Wichtigste.

Quo vadis touristisches Bloggen?

Eine extrem spannende Frage in Zeiten von Schema.org, Google AMP und Facebook Instant Articles, da sich vieles nachhaltig radikal verändern wird. Die Loslösung des Inhalts vom Design-Rahmen ausgelöst durch die neuen Spielregeln der Global Player haben wir ja mehrfach bebloggt. Die Konsequenzen für die Inhaltsebene ist offensichtlich – Qualität, Qualität, Qualität.  Es geht um die Geschichten & Inhalte, die wir erzählen, und das mehr denn je. Ein Blog ist hierfür nach wie vor ein wunderbar Ort – einer von vielen. Es nicht mehr wichtig, ob es ein Blog oder eine Website oder ein anderer hoheitlicher Kanal ist, auf dem die Inhalte kommuniziert werden. Vielleicht ist es zukünftig auch gar nicht mehr wichtig, ob der Kanal hoheitlich ist oder nicht – d.h. man volle Kontrolle über den Rahmen bzw. die Inhalte an sich hat. Wir werden sehen – das ist das schöne an der (Tourismus-)Zukunft;

Liebeserklärung
Bloggen – echte Liebe? (c) Greg Snell

10 Jahre Tourismusblog – explizit KEINE Liebeserklärung!

10 Jahre Blog – viel Schweiß und Arbeit. Und auch heute nicht einfach in der Organisation und Abwicklung. Ob es den Tourismusblog in 10 Jahren noch gibt – keine Ahnung! Das ist auch aus unserer Sicht nicht so wichtig: unsere Mission, den Tourismus digitaler werden zu lassen und nachhaltig Spuren zu hinterlassen, hängt nicht vom Tool oder Kanal ab. Wir lieben die digitale Kommunikationswelt und werden sie für uns und unsere Mission in Wert setzen, ob das nun ein Blog ist, Snapchat, Facebook oder instragram. Oder was auch immer noch kommen mag…

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft über digitale Innovationen zu schreiben – und natürlich auf den Dialog mit Euch!

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Ausverkauft – 125 Hotelcamp-Fans voller Vorfreude!

Vom 27. bis 29. Oktober 2016 veranstalten die HSMA Deutschland e.V. und Tourismuszukunft – Realizing Progress das bereits achte Barcamp für die Hotellerie im hotel friends Mittelrhein in Bendorf.
Das Internet vernetzt die Menschen weltweit, Gäste jagen virtuelle Monster, Informationen sind so schnell und so reichhaltig wie noch nie verfügbar und finden durch intelligente semantische Technologien zum Nutzer. Dennoch und vielleicht auch deswegen sind persönliche Treffen für den Wissensaustausch sehr beliebt. Seit 2005 finden viele dieser Treffen weltweit unter dem Stichwort „Barcamp“ statt. Interessierte treffen sich an einem Wochenende, um über das Internet, seine Entwicklung und neue Anwendungen zu sprechen.

Hotelcamp 2016

Barcamps sind anders… und das ist gut so.

Das besondere bei diesen so genannten Un-Konferenzen ist, dass im Vorfeld keine Redner definiert, keine Vorträge festgelegt werden und dass es keine Zuhörer, sondern nur Teilnehmer geben sollte. Zu Beginn jedes Barcamps werden Vorschläge für die Referate und die einzelnen Themen gesammelt, welche gemeinschaftlich zu einem Stundenplan für das Wochenende zusammengestellt werden. Mit diesem besonderen Vorgehen werden zwei Ziele verbunden:
Zum einen liegt die Auswahl der Themen nah an den Interessen der Teilnehmer, zum anderen findet am Beginn der Veranstaltung eine Interaktion zwischen den Anwesenden statt. Diese Interaktion ist auch das wesentliche Merkmal der Barcamps. Der Ideenaustausch zwischen den Teilnehmern ist aktiver und kreativer als bei einer normalen Konferenz und soll vor allem auch der Weiterentwicklung der Akteure dienen. Bei kaum einer anderen Veranstaltungsart stehen der Austausch und die „Flurgespräche“ derartig im Vordergrund wie bei den Barcamps.

Voll, voller, Hotelcamp!

Nach diesen Grundprinzipien richtet sich auch das achte Hotelcamp, welches  im Mittelrheintal stattfinden wird. Hauptsächlich geht es beim Hotelcamp um neue Entwicklungen und Trends rund um das Thema Internet/ Online-Vertrieb / Social Media und wie diese gewinnbringend und zielführend in der Hotelbranche eingesetzt werden können. Aber auch klassische Themen wie z.B. Fachkräftemangel oder Revenue Management können Thema bei dieser Veranstaltung sein.
Die Nachfrage nach den Teilnehmerplätzen ist so groß wie nie – bereits seit Wochen ist die Anmeldeliste geschlossen. Teilnehmen werden Hotelbetreiber, Fach- und Führungskräfte aus der Hotellerie, Hersteller von Hotelsoftware, sowie weitere Fachleute, Berater und Multiplikatoren der Hotelbranche. Unterstützt wird das Hotelcamp in diesem Jahr von Goldsponsor Protel sowie den Premiumsponsoren Customer Alliance, Vioma, Conichi und OnlineRes.

Ihr wollt mit dabei sein?

Das geht in diesem Jahr leider nur noch digital! Unter dem Hashtag #hcb16 werden über die unterschiedlichen digitalen Kanäle (Facebook, Twitter, etc.) auch andere Akteure vom Hotelcamp berichten. Natürlich ist ein Barcamp auch immer offen für Input von außen – über was sollen wir diskutieren? Welche Themen interessieren Euch? Ihr habt eine Meinung – nur her damit!

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#TCYF16 live – der Echtzeit-Report vom Touristikcamp Young Future

Header Touristikcamp Young Future 2016

Samstagmorgen. An der FH Wien geht es bereits hoch her: Seit 8:30 Uhr finden sich Jung-Touristiker ein, um sich beim Touristikcamp Young Future 2016 einen ganzen Tag lang Gedanken zur Zukunft des Reisevertriebs zu machen. Bereits zum zweiten Mal agiert die FH Wien der WKW als Gastgeber unseres Barcamps für Reiseprofis bis 35 – und zum zweiten Mal könnt auch ihr mit dem Hashtag  #TCYF16 auf Twitter mitdiskutieren!

Um euch die Barcamp-Diskussionen möglichst unmittelbar nahezubringen, sind wir von Tourismuszukunft doppelt im Einsatz – Michael Faber als Moderator und ich als Twitter-Livereporter auf @guenterexel. Zugleich bringen wir euch das Touristikcamp gleich mehrfach ins Haus, damit ihr es am Samstag in Echtzeit oder später als Multimedia-Nachbericht mitverfolgen könnt:

Also … Los geht’s! Wir freuen uns auf einen inspirierenden, amüsanten, aufregenden Touristikcamp-Tag mit euch!


 

Alles Wissenswerte zum Touristikcamp Young Future #TCYF16 auf eine Blick:

Website | Teilnehmer | Programm | Anreise

Das Touristikcamp im Social Web:

Facebook | Twitter | Google+

Wir bedanken uns für die Unterstützung:

ÖRV | Institut für Tourismus-Management der FH Wien | AIDA Kreuzfahrten | Costa Kreuzfahrten | Europäische Reiseversicherung | Kuoni | Oruvision

 

#TCYF16 Livereportage

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Burg, Berg, Barcamp: Tourismuszukunft am Castlecamp

CastleCamp 2016 auf der Burg Kaprun, Salzburger Land

Ich weiß nicht, wie es euch geht … Aber wir freuen uns in diesem Jahr ganz besonders aufs Castlecamp in Kaprun! Eineinhalb Tage lang werden bei dieser traditionsreichen „Unkonferenz“ aktuelle Trends im E-Tourismus diskutiert. Aber das Castlecamp ist noch viel mehr: Sommerausklang im Salzburger Land, Klassentreffen mit langjährigen Freunden, Kontaktbörse für neue Ideen, Party, Jam Session und einfach nur Flausch … Heuer sind wir von Tourismuszukunft zu viert vertreten – Florian, Kristine, Johannes und ich.

Neben Auhof-Abend, Whisky-Verkostung, Russian Ice Divers und Baumbar gibt es (bereits zum siebten Mal seit 2010!) eine weitere Castlecamp-Tradition: meine Twitter-Livereportage. Auch heuer ist der zweitägige Report auf www.castlecamp.at und www.guenterexel.com mitzuverfolgen:

Und was tut sich gerade jetzt beim #cczk16? ???????? #dasisteinhashtag #aufdenkannmanklicken

Was Florian (@bauhuber), Kristine (@kristinehonig), Johannes (@joboehm) und ich (@guenterexel) zu Burg, Berg und Barcamp twittern, findet ihr jedenfalls hier im #cczk16 Live-Fenster:


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Projekteinblick: Zielgruppenprozess in Rheinland-Pfalz

Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) und die Regionen in Rheinland-Pfalz wollen ausgewählte Zielgruppen für die Gastlandschaften Rheinland-Pfalz begeistern. Dieser Fokus erfordert eine Neuausrichtung unterschiedlicher Bereiche. Wir begleiteten die RPT und die Regionen bei diesem Prozess.

 

Einsatz von Service-Design-Methoden im Zielgruppenprozess

Mit Hilfe von Service-Design-Methoden, wie beispielsweise Customer-Journey-Workshops, wurden relevante Berührungspunkte mit den definierten Zielgruppen und entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Indem der Alltag des Kunden und dessen eigene Sicht im Mittelpunkt stehen, anstelle der sonst üblichen Anbieterperspektive, ergeben sich komplett neue Einsichten zur Ansprache und Servicierung der potentiellen Kunden.

Der gesamte Prozess erfolgte in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den touristischen Regionen in Rheinland-Pfalz sowie mit den Orten und Leistungsträgern. Diese waren in die Customer-Journey-Workshops aktiv eingebunden, sodass ihr Know-how bereits für die Entwicklung möglicher Handlungsempfehlungen berücksichtigt wurde.

Teil-Ergebnis eines Customer Journey Workshops
Teil-Ergebnis eines Customer Journey Workshops

Einsatz aktueller Marktforschungsmethoden

Mit Hilfe innovativer Marktforschungsmethoden wurden reale Vertreter der definierten Zielgruppen befragt, um die ermittelten Maßnahmen zu validieren. Dabei standen nicht nur die Kommunikationsmaßnahmen oder die Gestaltung des Angebotes auf dem Prüfstand, auch die Produkte in den Regionen selbst. Wir setzten hierfür unterschiedliche Marktforschungsmethoden ein, um die aktuelle Sicht der definierten Zielgruppe auf ausgewählte Referenzprodukte zu untersuchen. Die Techniken stellen dabei eine Mischung aus klassischen Methoden (z. B. begleitende Beobachtung) sowie mobiler Ethnographie (z. B. Feedback via eine App) dar. Die Auswahl der eingesetzten Methoden erfolgt jeweils passend zum entsprechenden Referenzprodukt und der Persona.

Shadowing (Begleitende Beobachtung)
Shadowing (Begleitende Beobachtung) als Marktforschungsmethode

Florian freut sich über dieses Projekt:

Den Kunden im Blick und Service Design im Herz. Wir freuen uns sehr, unsere Perspektiven und Methoden in Rheinland-Pfalz zu implementieren.

 

Ergebnisse des Zielgruppenprozesses

Ziel des insgesamt zweijährigen Prozesses ist es, die touristischen Produkte und ihre Kommunikation auf die gewählten Personas auszurichten. Kommunikationsmittel wie Infografiken und Checklisten sorgen für die weiterführende Kommunikation der erarbeiteten Maßnahmen an alle touristisch wirksamen Akteure (Hotels, Touristinformationen etc.). Die grundsätzliche Hierarchie und Struktur im rheinland-pfälzischen Tourismus wird in Zusammenarbeit mit der dwif–Consulting GmbH dabei ebenso überprüft.

 

Weitere Hintergrundinformationen zum Prozess

Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) ist als Landesmarketingorganisation für das Bundesland Rheinland-Pfalz für das landesweite touristische Marketing zuständig. Sie hat im Zuge der Evaluierung und Weiterentwicklung der Tourismusstrategie 2015 für das Reiseland Rheinland-Pfalz und seine Regionen eine reiseverhaltensbezogene Marktforschung durchgeführt. Der Ansatz beruht auf einer reiseverhaltensbasierten Zielgruppensegmentierung, die es ermöglicht, eine fundierte und abgesicherte Verknüpfung von Themen (durch Urlaubsarten und –aktivitäten), Zielgruppen, Marken und Quellgebieten zu liefern. Für Rheinland-Pfalz wurden fünf Zielgruppen für das zukünftige Tourismusmarketing identifiziert. Die entscheidenden Kriterien für die Auswahl dieser Zielgruppen waren Reisedauer, Ausgabenverhalten sowie die Urlaubsaktivitäten. Berücksichtigt wurden auch der Marktanteil der Zielgruppen am deutschen Markt sowie der Anteil, den Rheinland-Pfalz von diesen Zielgruppen bereits erreicht hat. Diese Personas liegen den touristischen Akteuren visuell in Form von Bild und Video vor, um sie in deren Köpfen zu verankern.