Kategorien
Destinationen Dienstleister Hotel Kommunikation Marke

Eintauchen in unser Ringmodell: die äußeren Kreise

Wie angekündigt nehmen wir uns aktuell in diversen Blogbeiträgen unser Tourismuszukunft-Ringmodell etwas genauer vor.

Ringmodell von Tourismuszukunft – Realizing Progress, 2020

Vor kurzem ging es um die inneren Ringe, Kern und Stakeholder. Heute schauen wir uns die äußeren Ringe, Auftritt und Ansprache, etwas genauer an, bevor wir in einem später folgenden Blogbeitrag näher auf das mittig platzierte Produkterlebnis eingehen.

Äußere Ringe des Ringmodell von Tourismuszukunft – Realizing Progress, 2020

Die äußeren Ringe, Auftritt und Ansprache, sind vorrangig nach den Anforderungen und Wünschen der Kund*innen und Partner gestaltet. Sie beantworten also quasi die Frage: „Wie soll ich nach außen auftreten?“

Der Auftritt

Mit dem Ring Auftritt werden die Grundlagen für die konkrete Kommunikation nach außen gelegt. So finden sich im Auftritt die folgenden Aspekte wieder:

  • Zielgruppen: Wer ist eigentlich mein Wunsch-Gast? Auf wen zielen alle meine Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, aber ebenso mein konkretes Produkt ab? Wen möchte ich besonders zufrieden stellen?
    Unser liebstes Zielgruppenmodell sind dabei die Sinus-Milieus: wertebasiert und ein echtes Abbild der Gesellschaft formend, sind sie zugleich untersetzt mit umfangreichen Marktforschungsdaten, welche letztlich die konkrete Umsetzung vereinfachen.
  • Themen: Ganz eng mit der eigenen Zielgruppe verbunden sind jene Themen, die von der Kommunikation in den Fokus gestellt werden.
  • Corporate Design: Kommunikation besteht aus Schriften, Bildern, Farben, Logos … Ein ausformuliertes Corporate Design legt die grundsätzliche Ausrichtung all dieser Teilbereiche fest, natürlich passend zur entsprechenden Zielgruppe und den definierten Themen.
  • Vertriebsstruktur: Welche Vertriebskanäle stehen im Fokus – der Direktvertrieb über das eigene Unternehmen oder externe Plattformen? Welche Provision bin ich zu zahlen bereit?
  • Preisgestaltung: So, wie Zielgruppen und Themen miteinander verbunden sind, sind auch Vertriebsstruktur und Preisgestaltung miteinander verbunden. Sie bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. In die Preisgestaltung fließen Aspekte wie Upselling, Rabatte, Nudging sowie die grundsätzliche Frage ein: Wieviel ist mein Produkt wert? Oder, konkreter: Wieviel ist mein Produkt meiner gewünschten Zielgruppe wert?

Wie bei allen anderen Ringen hängen auch hier alle Aspekte stark voneinander ab: Die Zielgruppe beeinflusst z.B. die Preisgestaltung – und beide zusammen wiederum das Corporate Design.

Was an dieser Stelle nicht vergessen werden darf: Abhängigkeiten und Einflussnahmen bestehen nicht nur zwischen Aspekten innerhalb der jeweiligen Ringe, sondern genauso zwischen den Ringen selbst. So sollte die ausgewählte Zielgruppe auch zum eigenen Kern passen – zu den eigenen Werten und den Natürlichen Voraussetzungen. Gleichermaßen sind auch Vertriebsstruktur und Preisgestaltung in Zusammenhang mit den eigenen Werten zu sehen – genauso wie sie in Verbindung mit den eigenen Stakeholdern stehen sollten.

Veränderst du einen Aspekt, so ändern sich oft automatisch auch andere Aspekte bzw. müssen entsprechend angepasst werden.

Die Ansprache

So wie in unserer 2020-Version des Ringmodells die Stakeholder visuell näher an den Kern herangerutscht sind, so kommen sich im aktuellen Ringmodell auch Auftritt und Ansprache näher. Dies ist eine logische Konsequenz: Der Auftritt ist die Grundlage für die Ansprache – er liefert den Rahmen für letztere.

Seminarreihe Digitales Marketing

Bei der Ansprache steht die Kommunikation mit deinen (potenziellen) Kund*innen im Mittelpunkt. Dabei sind folgende Aspekte und Fragestellungen relevant:

  • Geschichte & Funktion: Um zu wissen, was du erzählen willst und warum, solltest du dir Gedanken über die Bedürfnisse deiner Zielgruppen machen. Welche Produkterlebnisse bevorzugen diese, welche Geschichten kannst du ihnen dazu erzählen (Stichwort: Storytelling)? Und: Welche Ziele hat deine Kommunikation?
  • Urheber & Format: Um zu wissen, wie und vom wem du deine Geschichte erzählen willst, solltest du die Mediennutzung deiner Zielgruppen kennen. Welche Formate bevorzugen diese? Welchen Protagonisten bringen sie besonderes Vertrauen entgegen? Kannst du deine Wunschgäste über Partner oder Influencer erreichen? Mit welchen Formaten kannst du deine Geschichte begeisternd verpacken? Wie kannst du visuelle Inhalte, Fotos und Videos selbst erstellen?
  • Touchpoint: Um zu wissen, wo du deine Geschichte erzählen willst, solltest du dir Gedanken über die Kanäle machen, auf denen du deine Zielgruppen erreichen kannst.

Bei der Frage, was genau du erzählen sollst und kannst, helfen dir die Leitgeschichte und die Werte aus dem Markenkern. In diesen sind die wesentlichen Elemente versammelt, die dich und deine Marke ausmachen. Von der Leitgeschichte ausgehend, kannst du Stories für deine Kommunikation ableiten.

Jetzt bist du wieder dran:

  • Hast du deinen Markenauftritt definiert?
  • Hast du eine Strategie für deinen Content entwickelt, die deine Werte, Zielgruppen und Themen berücksichtigt?
  • Weißt du, was du warum wie und von wem wo erzählen solltest?

 

Kategorien
Allgemein Destinationen Immer wieder TZonntags Kommunikation Marketing & Vertrieb News & Infos Social Media Termine Veranstaltungen Webinare

Immer wieder TZonntags: Social Media Plattformen 2017 / Bitcoin im Tourismus / Themen & Zielgruppen / SCM Intensivkurs Tourismuskommunikation / Webinarreihe Social Media / VIR-Seminar Social Media

Heute haben wir wieder eine ganz bunte Mischung an Themen für euch zusammengestellt.

Catharina schaut ins Jahr 2017: Welche Social-Media-Kanäle sind dann relevant? Auch Florians Tipp, die Bezahlung via Bitcoins im Tourismus ist größtenteils noch Zukunftsmusik. Wieso eigentlich?

Doch auch aktuelle Themen beschäftigen uns: Wie gestaltet sich der Übergang vom Themenmarketing zum themenorientierten Zielgruppenmarketing in Rheinland-Pfalz?

Wer Interesse daran hat, tiefer in bestimmte Themen einzusteigen, dem seien die Seminar-Tipps von Günter (Intensivkurs Tourismuskommunikation und -markting) sowie von Michael (Webinar-Serie Social Media im Reisebüro) zu empfehlen.

Viel Spaß und einen schönen Sonntag,
Kristine

Bitcoins im Tourismus, Social Media 2017, Themen und Zielgruppen, Seminare/Webinare

 

Bezahlung via Bitcoin im Tourismus?

Empfohlen von Florian

Bitcoin und Blockchain – zwei Themen, die den Tourismus noch massiv verändern werden.  Erste Einflüsse sind schon sichtbar – so hat die bekannteste spanische OTA Destinia seit 1. Januar 2014 bereits die Zahlungsmöglichkeit via Bitcoin.

Zwei spannende Trends ergeben sich seitdem:

  • Bitcoin-Kunden sind bereit, mehr Geld für einzelne Reisen auszugeben – durchschnittlich 16 Euro pro Reise
  • Enorme Einsparung von Transaktionskosten durch das Einsparen der Zahlungsdienstleister – es können Rabatte von 50 € pro Reise für Bitcoin Nutzer gewährt werden.

Und nu? Warum nutzen andere Akteure Bitcoin nicht? Diese Frage stelle ich mir auch – deutsche Piloten herzlich Willkommen!

SCM Intensivkurs Tourismuskommunikation & Marketing, Berlin

Seid ihr bereit für den SCM-Intensivkurs „Tourismuskommunikation und -marketing“?

Empfohlen von Günter

In wenigen Wochen starten wir mit SCM, der School for Communication and Management, in den zweiten gemeinsamen  Schulungsherbst. Zwischen Oktober und Dezember halten Catharina, Kristine und ich im Rahmen des Intensivkurses Tourismuskommunikation und -marketing drei dreitägige Workshops in Berlin ab, die einzeln oder – günstiger! – im Paket gebucht werden können. Hier alle Termine und Themen im Überblick:

  • „PR im Tourismus“ (Günter Exel): 20. – 22. Oktober
  • „Marketing im Tourismus“ (Catharina Fischer): 17. – 19. November
  • „Onlinekommunikation und Social Media im Tourismus“ (Kristine Honig): 8. – 10. Dezember

Interesse? Alle Infos samt Anmeldeformular findet ihr auf der SCM-Website.

9-teilige Webinarserie „Social Media für Reisebüros“ & VIR-Kompaktseminar am 10.10.2016

Empfohlen von Michael

Wir haben eine neunteilige Webinarreihe zum Thema Social Media aufgelegt, die auch gleichzeitig als terminunabhängiges Online-Learning genutzt werden kann. Die Module können als ermäßigtes Paket zu 199,- € oder als Einzelmodule hier gebucht werden: www.tourismuszukunft.de/akademie.

achimmeurer.com
achimmeurer.com

Die Module splitten sich dabei in folgende Themen auf:

  • Grundlagen Social Media
  • Facebook Marketing Grundlagen
  • Facebook Marketing Content & Konzept
  • Facebook Werbeanzeigen
  • Instagram
  • Bloggen
  • Video-Marketing
  • Twitter
  • Messenger-Marketing

Die Inhalte richten sich an Reisebüros und alle interessierten Touristiker, die Social Media professionell einsetzen möchten.

PS: Für das VIR-Kompaktseminar „Social Media“ am 10. Oktober in München gibt es noch Restplätze hier.

2017: Relevante Social Media Plattformen

Empfohlen von Catharina

Sicher, 2017 ist noch nicht ganz zu sehen, doch man kann es schon erahnen. Die Planung der Social Media-Aktivitäten ist somit bestimmt schon auf der ein oder anderen Liste für die nächsten Monate vermerkt und daher macht es Sinn, sich einmal die relevantesten Plattformen für das nächste Jahr anzusehen. SocialMediaToday hat hierzu einen Überblick veröffentlicht.

Insgesamt schließe ich mich dieser Aufstellung an. Ich möchte aber betonen, dass je nach Zielgruppe, Zeit, Budget und Know-How eine Fokussierung auf ausgewählte Plattformen erfolgreicher ist und sicher oftmals notwendig. In diesem Zusammenhang wären Facebook, Instagram und YouTube meine erste Wahl im deutschsprachigen Raum. International sollte man Twitter und  Pinterest nicht vergessen.

Sinnvoll: Vom Themenmarketing zum themenorientierten Zielgruppenmarketing

Empfohlen von Kristine

Sinnvolles Marketing hat einerseits etwas mit der Auswahl passender Kanäle zu tun (siehe der obige Beitrag von Catharina), jedoch ebenso mit der Fokussierung auf relevante Themen und Zielgruppen. Themen, Zielgruppen – was genau steht im Fokus? Wie erfolgt der Einstieg im Marketing?

Die touristischen Akteure in Rheinland-Pfalz haben bisher ihr Marketing auf die Themen Wandern, Radfahren, Weinerlebnis sowie Gesundheit/Wellness ausgerichtet. Als Folge des in der letzten Zeit durchgeführten Zielgruppenprozesses entwickelt sich aus diesem Themenmarketing ein themenorientiertes Zielgruppenmarketing. Was das genau bedeutet, welche Relevanz die Themenkompetenz auch weiterhin hat und wie sich die (vorherigen) Themen in den einzelnen Zielgruppen widerspiegeln – all das gibt es auf dem Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz nachzulesen.

Veranstaltungs-Tipps

Und hier gibt es wieder unsere wöchentliche Veranstaltungsübersicht:

 

Kategorien
Destinationen Touristische Trends

Potentialanalyse: Potentiale einer Destination richtig bewerten

Im Raum steht die hochwissenschaftliche Frage, die im Kern so lauten könnte:

Wie valide sind Befragungen/Marktstudien zur Identifikation von Themen und Leitbildern für eine Destination?

Diese Frage stellt sich nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern lässt sich auch aus Sicht jeder DMO formulieren:

Werden die richtigen Themen vermarktet und werden diese auch so vom Gast mit der Destination in Verbindung gebracht und entsprechend nachgefragt?