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Botschafter, ein Blog und das Legoland = Familienbayern!

Botschafter-Kampagnen oder -Konzepte? Das ist ja so 2011, mögen einige jetzt vielleicht denken. Das funktioniert doch heute nicht mehr. Wirklich nicht?

Eine Region, ein Blog, 25 Familien: Die Familienbayern-Botschafter-Kampagne

Wir haben im vergangenen Jahr zusammen mit dem Tourismusverband Bayerisch-Schwaben eine „neue“ Botschafter-Kampagne für ihren „Familienbayern-Blog“, ein gemeinsamer Blog der Städte und Regionen in Bayerisch-Schwaben zum Thema Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in Bayern, auf die Beine gestellt. Ziel war es, die Vielschichtigkeit der Destination, in der eigentlich nur das Legoland relevante Nachfrage erzielt, zu zeigen. Die touristischen Ressourcen (Mitarbeiter, Zeit, Kapital) sind im Vergleich zu anderen Destinationen überschaubar. In Folge musste man alternative Wege der Content-Produktion einschlagen.

Gesucht: Authentischer Content

Gesucht und ausgewählt wurden 25 Familien aus der Region Bayerisch-Schwaben sowie aus Tagesausflugsdistanz in die Destination, die im Zeitraum vom Dezember 2014 bis August 2015 über ihre Ausflüge in bzw. nach Bayerisch-Schwaben auf dem Familienbayern-Blog berichteten. Jede Familie erhielt einen sogenannten „Botschafter-Pass“, der den Familien freien Eintritt in 28 POIs in der Region gewährte. Als Gewinn lockte ein Paket bestehend aus einem Helikopter-Rundflug, einer Übernachtung im Baumhaushotel und einem Frühstück über den Dächern von Augsburg.

Und die haben wirklich gebloggt?

Das Ziel? Mehr Content zu schaffen und die Reichweite des Blogs zu vergrößern, um die Positionierung und Online-Sichtbarkeit von Bayerisch-Schwaben in Bezug auf Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten weiter zu stärken.

Das Ergebnis? 234 Blogartikel der Botschafter-Familien in einem Zeitraum von neun Monaten. (Ganz ehrlich: wir sind immer noch ein wenig sprachlos von der Masse an Beiträgen, die wir bzw. der Familienbayern-Blog da erhalten hat!). Von 25 Familien haben sich 21 mit Blogartikeln beteiligt, mit einem Ausfall muss dabei wohl immer gerechnet werden, und eine Zahl von vier Familien, die wohl nur den freien Eintritt auskosten wollten, ist zu verkraften.

Die Online-Sichtbarkeit ist im Zeitraum von Dezember bis heute von einem OVI (Online Value Index, SEO-Kennziffer des Tools Xovi) von 0,54 auf 2,69 angestiegen – klar, die Sichtbarkeit ist immer noch verhältnismäßig gering, aber die Verbesserung seit der Kampagne ist dennoch deutlich sichtbar.

Sichtbarkeit des Familienbayern-Blogs
Sichtbarkeit des Familienbayern-Blogs

Auch die Zugriffszahlen haben sich seit der Kampagne vervielfacht (ja, auch ein wenig durch Adwords-Unterstützung, aber auch die organischen Zugriffe sind deutlich mehr geworden). Das ursprünglich gesetzte Ziel von 250 Unique Visitors pro Tag wird nun erreicht – und zwar auch organisch.

Zugriffszahlen Familienbayern-Blog
Zugriffszahlen Familienbayern-Blog

Am vergangenen Sonntag fand die Auslosung des Gewinns statt, im Rahmen einer Veranstaltung in Leipheim, also mitten in Bayerisch-Schwaben. Alle Familien wurden zur Verlosung eingeladen, elf Familien kamen der Einladung nach und nahmen persönlich an der Veranstaltung teil. Und hier wurde dann nochmals offensichtlich, warum das Konzept so gut funktioniert hat: Es war nicht der Gewinn, der am Ende winkte, dieser war eindeutig zweitrangig.

Die Botschafter bei der Verlosung in Leipheim
Die Botschafter bei der Verlosung in Leipheim

Die Familien haben sich mit der Kampagne identifiziert, sie haben ihren „Job“ und Botschafter-Titel ernst genommen – und sie hatten Spaß an der Sache. Spaß an den Ausflügen und Spaß am Schreiben – so war das Ganze fast ein Selbstläufer und die Beiträge kamen von selbst, ohne dass man die Familien hätte wieder und wieder auffordern oder zum Schreiben motivieren müssen. Teilweise wurden da wirklich tolle Beiträge geschrieben, z.B. über das Museum der Augsburger Puppenkiste oder Lauschtouren – und das, obwohl kaum eine Familie Blog-Erfahrung hatte. Immer wieder war bei der Auslosung von den Familien zu hören, dass sie durch die Botschafter-Kampagne neue Ausflugsziele entdeckt haben, Museen besucht haben, in die sie sonst nie gegangen wären und vor allem, dass sie es schade finden, dass die Kampagne schon vorbei ist, weil gar nicht genug Zeit war, um alle POIs aus dem Pass zu besuchen.

Das Fazit

Der Erfolg und das Resultat der Familienbayern-Botschafter-Kampagne – 234 Blogartikel! – zeigen, dass Botschafter-Kampagnen auch heute noch funktionieren können – mit der richtigen Zielgruppe und dem richtigen Konzept.

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#TCYF15 live – der Echtzeit-Report vom Touristikcamp Young Future

#TCYF15 Seejay Social Wall
Touristikcamp Young Future #TCYF15 in Wien – die Social Wall findet Ihr auf www.j.mp/tcyf15-wall

 

Samstag, der 26. September 2015. In Wien treffen sich Jung-Touristiker zum Touristikcamp Young Future 2015, um sich zur Zukunft des Reisevertriebs auszutauschen. Ihre Gespräche werden dabei nicht auf die Räume der FH Wien beschränkt bleiben: Auch ihr könnt beim Touristikcamp mitdiskutieren, selbst wenn ihr nicht in Wien dabei seid – mit dem Hashtag  #TCYF15 auf Twitter.

Um euch die Barcamp-Diskussionen möglichst unmittelbar nahezubringen, sind wir von Tourismuszukunft doppelt im Einsatz – Michael als Moderator und ich als Twitter-Livereporter auf @guenterexel. Dabei bringen wir euch das Touristikcamp gleich mehrfach ins Haus, damit ihr es am Samstag in Echtzeit oder später als Multimedia-Nachbericht mitverfolgen könnt:

 

Alles Wissenswerte zum Touristikcamp Young Future #TCYF15 auf eine Blick:

Website | Anmeldung | Teilnehmer | Programm | Anreise

Das Touristikcamp im Social Web:

Facebook | Twitter | Google+

Wir bedanken uns für die Unterstützung:

ÖRV | Institut für Tourismus-Management der FH Wien | Amadeus Austria | Allianz Global Assistance

 

#TCYF15 Livereportage

 

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Infografik Digitalisierung im Tourismus 2014 – Augmented Reality

UPDATE: Die aktuelle Infografik zur “Digitalisierung im Tourismus

Im vergangenen Jahr haben wir bereits zur ITB eine Grafik zum digitalen Wandel in der Tourismusbranche veröffentlicht. Wir haben im Zuge unserer Konferenz zum Thema Neues Reisen im 21. Jhd. Erweiterungen diskutiert. Nun ist die neue Infografik zur Digitalisierung im Tourismus fertig. Die Grafik wurde um neue soziotechnische Konstellationen erweitert – virtuelle und augmentierte Realität. Startpunkte hierfür sind die Markteinführungen der Google Glass und der Verkauf von Oculus an Facebook – wobei wir nicht explizit die jeweiligen Produkte an sich als disruptiv empfinden, sondern die veränderte Wahrnehmung und die dadurch implizierte Verbreitung der soziotechnischen Konstellation in der Reisebranche.

Wir freuen uns natürlich wie immer über konstruktive Vorschläge und Anmerkungen zu unserer Infografik und zum digitalen Wandel im Tourismus.

Digitalisierung im Tourismus – Infografik

1709-WEB-TZ-Infografik-Fachartikel

 

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Bewegte Bilder – Mehr als ein Imagefilm

Bewegtbild, häufig als Video bezeichnet, ist in aller Munde. Verschiedene Studien zeigen auf, wie wichtig das Format für die Ansprache verschiedenster Zielgruppen, ganz speziell für die Millennials (zwischen 1980 und 2000 geboren), geworden ist und dass es bei keiner Marketingkampagne fehlen darf. Umso mehr erstaunt es, dass es derzeit nur sehr punktuell eingesetzt wird und schon gar nicht plattformübergreifend. Bewegtbild bedeutet oft immer noch ein Imagefilm oder vielleicht ein Produktvideo höchstens jedoch ein paar Kurz-Videos für den eigenen Blog.

Das ist nicht nur sehr bedauerlich, sondern auch verschenktes Potenzial.

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Auf nach Wien – zum Touristikcamp Young Future!

Touristikcamp Young Future #TCYF15, 26.9.2015 in Wien

Ein Ort, an dem junge Touristiker über die Zukunft der Reisebranche nachdenken können: Das schwebte Walter Säckl vom Österreichischen ReiseVerband, meinem Tourismuszukunft-Kollegen Michael Faber und mir vor, als wir im Frühling das Konzept eines Barcamps nur für junge Reise-Professionals entwickelten.

Kommende Woche wird dieser Gedanke Realität: Am 26. September treffen sich 70 Jung-Touristiker an der FH Wien zum Touristikcamp Young Future 2015 – Hashtag #TCYF15.

Die Teilnahme an dieser „Unkonferenz“ ist kostenlos – als einzige Erfordernis gilt: Die Teilnehmer sollten noch unter 35 sein (– okay, wir werden jetzt keine Geburtsurkunden verlangen …). Die Themen des #TCYF15 werden – wie bei jedem Barcamp – von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen. Hier einige Anregungen, wohin sich dies entwickeln könnte:

  • Wie sieht die Zukunft des Reisebüros aus?
  • Wie kann ich meinen Kunden morgen noch erreichen?
  • Welche Medien und Kanäle funktionieren im Reisevertrieb noch?
  • Wie vermittle ich Lust am Reisen?
  • Wie spreche ich neue Kundengruppen an?
  • Wie entwickle ich meine Marke, meine Produkte weiter?
  • Wohin geht die Trend bei Technik, Multimedia und Social Media
  • Was macht einen Job in der Reisebranche attraktiv für Junge?
  • Welche persönlichen Karrierechancen habe ich in der Touristik?

Alle weiteren Informationen gibt’s auf der Barcamp-Seite www.touristikcamp.at; auch die Anmeldung für die letzten wenigen Restplätze ist dort ebenfalls möglich.

Alles Wissenswerte zum Touristikcamp Young Future #tcyf15 auf eine Blick:

Das Touristikcamp im Social Web:

Die Touristikcamp-Sponsoren: ÖRV, Amadeus Austria, Allianz Global Assistance

Ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren …

Die Teilnahme am ?#?TCYF15? ist für euch kostenlos – umso mehr möchten wir jenen „Danke“ sagen, die das ?#?Touristikcamp? Young Future ermöglichen.

  • Auf Initiative des Österreichischen Reiseverbandes ÖRV ist das erste Barcamp für junge Touristiker überhaupt erst entstanden. Der ÖRV trägt auch den Großteil der #TCYF15 Kosten.
  • Die Amadeus Austria Marketing GmbH hat sich schon früh entschieden, das Touristikcamp als Sponsor zu unterstützen. Wie wird die Digitale Transformation die Zukunft des Reisebüros prägen? Bei diesem Thema darf Amadeus nicht fehlen!
  • Wohin entwickelt sich die Zukunft des Reisebüros? Wie kann ich meinen Kunden morgen noch erreichen? Welche Rolle spielen Zusatzverkäufe? Fragestellungen wie diese haben die Allianz Global Assistance überzeugt, beim ?#?TCYF15 als Sponsor dabei zu sein.

 

… und an den Gastgeber, die FH Wien der WKW!

Seid ihr schon neugierig auf die ?#?TCYF15? Location? Ich habe mir den Veranstaltungsort an der FH Wien am 7. September gemeinsam mit Walter Säckl (ÖRV) und Michael Mair (FHWien der WKW – Institut für Tourismus Management) angesehen. Hier mein Bericht von der Site Inspection:

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Tourismuscamp 9: Restplätze sichern

Wie bereits gewohnt haben wir die Anmeldung zum Tourismuscamp, das vom 15. bis 17 Januar 2016 zum neunten Mal in Eichstätt stattfinden wird, am Castlecamp-Samstag freigeschalten. (Wie das Castlecamp war, könnt ihr in Kristines Blogartikel dazu nachlesen).

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Crowdfunding im Tourismus

Letzte Woche durfte ich zum Thema Crowdfunding auf der TourNatur in Düsseldorf sprechen. Ein sehr spannendes Thema, speziell für den Tourismus, dass in den letzten Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit und Akzeptanz gewonnen hat. Die sogenannte „Schwarmfinanzierung“, eine Finanzierung durch viele Kleininvestoren, ist besonders für kleinere bis mittelgroße Projekte interessant und damit auch für eine breite Zielgruppe.

Was ist Crowdfunding?

Die Idee des Crowdfunding ist gar nicht so neu. Eines der bekanntesten, historisch dokumentierten Crowdfunding-Projekte, ist die Finanzierung des Podests der Freiheitsstatue in New York. Der Herausgeber der Zeitung „New York World“, Josef Pulitzer, rief im März 1885 eine Spendenkampage über 100.000 US-Dollar ins Leben. Alle die sich mit einer Spende in beliebiger Höhe an der Finanzierung beteiligten, wurden in der Zeitung erwähnt. 120.000 Menschen nahmen teil und finanzierten so den Sockel der Freiheitsstatue. Durchschnittlich beteiligten sie sich mit weniger als einem US-Dollar.

Vereinfachter Crowdfunding-Prozess
Vereinfachter Crowdfunding-Prozess

Formen des Crowdfunding

Heutige Crowdfunding-Kampagnen laufen natürlich nicht off-sondern online auf diversen Crowdfunding-Plattformen ab. Eine gute Übersicht findet Ihr hier. Die Art und Weise dieser Kampagnen unterscheidet sich hauptsächlich hinsichtlich der verschiedenen Formen der Vergütung. Demzufolge unterscheidet man vier verschiedene Arten von Crowdfunding. Unten stehende Infografik zeigt diese im Überblick.

Formen des Crowdfunding
Formen des Crowdfunding

Das Crowdsponsoring, ein Investment für ein materielles-oder immaterielles Dankeschön, ist wohl die bekannteste und im Tourismus am häufigsten genutzte Form. Hier sind Projekte wie das Auerworld Festival oder der Welcome Goodbye – Dokumentarfilm zu nennen. Das Crowdinvesting, eine tatsächliche Beteiligung am Unternehmen, ist bisher im touristischen Sektor noch wenig anzutreffen und Leuchtturm-Projekte wie das Hotel “Weissenhaus” an der Ostsee sind Ausnahmen.

Warum Crowdfunding?

Für einen Gründer oder Ideengeber ist es eine einmalige Möglichkeit relativ kurzfristig eine Finanzierung zu realisieren. Die eigene Idee oder ein Prototyp eines zukünftigen Produktes erfahren durch die Crowd quasi einen ersten Marktest und oftmals baut man sich durch die Crowdfinanzierung einen ersten Kundenstamm auf. Erfolgreiche Projekte haben zudem eine Signalwirkung für Investoren und Multiplikatoren außerhalb der Crowdcommunity, dich sich in der Weiterentwicklung des Startups bzw. der Idee auszahlen kann.

Nicht erfolgreiche Projekte, daher Projekte die ein gesetztes Fundingziel nicht erreicht haben, stellen für den Initiator sowie Investor kein direktes Risiko dar. Das Projekt wird nicht realisiert und die investierten Gelder gehen zurück an alle Geldgeber.

Chancen und Risiken des Crowdfunding

Mit den genannten Vorteilen sind aber auch Risiken verbunden, die man vor dem Start einer Crowdfunding-Kampagne kennen sollte. Die unten stehende Abbildung zeigt beide, Chancen und Risiken, im Überblick auf.

Chancen und Risiken des Crowdfunding
Chancen und Risiken des Crowdfunding

Wir bei Tourismuszukunft unterstützen Crowdfunding-Projekte speziell im Hinblick auf eine erfolgreiche Vermarktung und damit Realisierung. Ein durchdachtes Kommunikationskonzept und damit verbunden die Integration von Social Media-Kanälen sind entscheidend für den Erfolg. Letztlich steht und fällt eine Kampagne durch die Beteiligung der Crowd und die erreicht man hauptsächlich über die sozialen Medien.

Zu weiteren Fragen zu diesem spannenden Thema stehen wir Euch gerne jederzeit zur Verfügung.

 

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Rückblick auf das CastleCamp Kaprun #cczk15

Der #flausch vom CastleCamp Kaprun weht noch nach. Dennoch war das diesjährige BarCamp anders. Da waren zum einen leicht veränderte Rahmenbedingungen für das BarCamp mit der schönsten Location:

Und da war zum anderen die „Welt da draußen“, außerhalb des BarCamps, die mit #refugeeswelcome, #marchofhope und #nobusinessasusual auch auf der Burg in Kaprun dabei war.

Unser Team beim CastleCamp vor Ort

Tourismuszukunft auf dem CastleCamp: Roland Trebo, Kristine Honig-Bock, Günter Exel
Tourismuszukunft auf dem CastleCamp: Roland Trebo, Kristine Honig-Bock, Günter Exel (v.l.n.r.)

Wir waren dieses Jahr zu dritt vor Ort und die Konstellation zeigt deutlich, wie stark sich Tourismuszukunft in letzter Zeit geändert hat. Kein Eichstätter war – aus unterschiedlichsten Gründen – beim CastleCamp dabei. Dafür der Österreicher Günter, der erst am 1.9. offiziell neu im Team aufgenommene Südtiroler Roland und ich als Deutsche. International eben.

Sessions beim CastleCamp 2015

Thematisch wie immer bunt gemischt: Von Einsteiger-Sessions („Welche Social-Media-Kanäle brauche ich eigentlich?“) bis zum aktuellen „heißen Scheiß“ Snapchat, von Blogbeiträgen, die mal etwas anders als üblich sind bis zu Blogger Relations, von Unternehmenskultur bis zur Datenpflege, vom Newsletter bis zur Website. Und ja, auch das Wort QR-Code ist gefallen.

Session #nobusinessasusual

Günter initiierte gemeinsam mit Rainer eine Session zur aktuellen Flüchtlingsproblematik. Wie sollten Destinationen hiermit umgehen? Gibt es einen Weg, auf diese Situation richtig zu reagieren?

Mehr zu dieser Session gibt es im Storify-Rückblick von Günter.

Session BarCamps

Wir haben in den letzten beiden Jahren die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH bei ihrem BarCamp unterstützt sowie ebenso die IHK Niederrhein bei ihrem ersten TourismusCamp Niederrhein. Erfahrungen hieraus teilen und gemeinsam diskutieren, wie Organisationen zur Organisation und „Newbies“ zum Besuch von BarCamps animiert werden können, war das Ziel dieser Session von mir. Kleine Runde, dafür sehr interaktiv und kommunikativ. Ein separater Blogbeitrag hierzu folgt. -> Update: Beitrag steht online Tipps zur Organisation von BarCamps

Mehr zum CastleCamp 2015

Bei Monika & Achim gibt es einen Rückblick samt – logisch – toller Fotos vom CastleCamp. Danke an dieser Stelle für die fotografische Dokumentation! „Sag doch mal was!“ Die Meurers animieren in ihrem Rückblick BarCamp-Teilnehmer dazu, mehr zu twittern, zu posten, zu kommunizieren.

Eine Aufforderung, die Beate nicht benötigt. Sie twittert nicht nur, sie macht auch direkt ein Live-Blogging aus den von ihr besuchten Sessions in Form ihrer ganz individuellen Sketchnotes. Danke auch an dich hierfür! Sehr anschauenswert!

A propos kommunizieren und live: „unser“ Günter war traditionellerweise natürlich auch wieder fürs Live-Twittern vom CastleCamp zuständig. Seine Rückblicke der beiden Tage in Form von Storifys gibt es hier: CastleCamp Tag 1 und CastleCamp Tag 2. Danke, Mr. Twitter! 😉

Wer so viel twittert wie Günter, steht logischerweise auf Platz 1 der Meist-Zwitscherer vom CastleCamp. Hubert zeigt – in seinem sehr persönlichen Blogbeitrag – hierzu eine schöne Grafik von Brandwatch:

CastleCamp 2015: Die Meist-Zwitscherer laut Brandwatch (von Hubert)
CastleCamp 2015: Die Meist-Zwitscherer laut Brandwatch (von Hubert)

Dass man uns nicht sagen muss, „Sag doch mal was!“ zeigt diese Grafik sehr schön: Direkt nach Günter komme ich in dieser Übersicht. Und schaut mal, wer da auf Platz 8 steht. Florian! Noch nicht einmal persönlich anwesend und dennoch in den Top 10. 🙂

Was das Twittern so bringt? Günter zeigt konkrete Zahlen zu seiner Reichweite:

Hubert und Brandwatch registrierten mein #Dauerquasseln beim Castlecamp … Ein Blick in die Twitter Analytics zeigt:… Posted by Günter Exel on Tuesday, September 8, 2015

 

Herzlichen Dank!

Ein ganz besonderer Dank geht an Rainer für die gesamte Organisation sowie natürlich an die Sponsoren, ohne welche ein solches BarCamp nicht möglich wäre.

Nach dem CastleCamp…

…ist vor dem nächsten BarCamp. Wir sind in nächster Zeit hier unterwegs:

Wir freuen uns, euch dort zu sehen!

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Individuelle Entwicklungskonzepte für Tourist-Informationen – Einsatz der mobilen Ethnographie

Die Digitalisierung durchzieht sämtliche Bereiche des Tourismus und macht selbstverständlich auch nicht vor den Tourist-Informationen halt. Das Thema begleitet die Branche schon eine Weile und Ansätze sowie Ideen für eine „Tourist-Information der Zukunft“ gibt es einige. Ebenso existieren jedoch immer noch viele Herausforderungen, die weit über die Installation von Touchscreens für ein modernes Gästemonitoring hinausgehen.

Das mobile Internet sowie ein verändertes Informations- und Buchungsverhalten sind zu nennen, aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Des Weiteren neue Finanzierungsmodelle sowie Produktinnovationen und nicht zu vergessen, eine nachhaltige Integration in das touristische System der Region oder des Landes.

Speziell letztere wirft viele Fragen auf, die folgendermaßen lauten könnten:

  • Welche Rolle nimmt die TI derzeit ein und welche sollte/muss sie einnehmen?
  • Wie passt sie ins Markenbild einer Destination?
  • Wie wird bzw. muss auf ein verändertes Informations- und Buchungsverhalten reagiert werden?
  • Sind dafür notwendige personelle Strukturen und Budgets vorhanden?

Viele Fragen, auf die aus unserer Sicht in Zusammenarbeit mit dem dwif Antworten folgen müssen, denn das Nachfrageverhalten der Kunden hat sich bereits dramatisch geändert und wird sich weiter verändern. Es ist daher umso wichtiger, die eigene Position und Lage bestimmen zu können sowie darauf basierend Ableitungen für nötige Anpassungen und Änderungen zu tätigen. Die treibenden technischen Entwicklungen sollten in diesem Zusammenhang speziell als Möglichkeit zur Identifikation von Kundenbedürfnissen gesehen werden.

Die mobile Ethnographie – Eine Möglichkeit zur Identifikation von Kundenbedürfnissen

Mobile Ethnographie ist das Festhalten von Erlebnissen mit dem Smartphone im Moment des Geschehens. Mittels einer App kann daher jeder Gast einfach, schnell und flexibel an Ort und Stelle Feedback geben. Die Dokumentation erfolgt in Text- oder/und Bildform direkt in der App und wird automatisiert in eine Datenbank geladen. Die meisten Urlaubsreisenden haben ihr Smartphone auch im Urlaub immer dabei und somit stellt die Nutzung keine zusätzliche Hürde dar. Gelingt es in diesem Zusammenhang, eine ausreichende Anzahl von Produkt- bzw. Destinations-Testern zu gewinnen, erhält man sehr aussagekräftige und authentische Informationen.

exfellow

Besondere Vorteile der mobilen Ethnographie

1. Sie kann die gesamte Customer Journey, von der Informationssuche über die Buchung bis zur eigentlichen Reise sowie der Nachbereitung, abbilden. Wertvolle Einsichten, die vielen Tourist-Informationen dabei helfen können, ihre Prozess- und Serviceleistungen zu optimieren. Speziell für Leistungen vor Ort.

2. Es können auch Ergebnisse von Gästen einfließen, die bisher noch nicht in die Tourist-Information gehen bzw. noch nicht deren sonstige Offline- oder Onlineangebote in Anspruch nehmen. Die mobile Nutzung mit dem eigenen Smartphone und einer online zugänglichen App machen dies möglich. Die Tourist-Information kann damit beispielsweise gezielt herausfinden, warum diese Gäste ihren Service und ihre Produkte noch nicht nutzen.

3. Die von den beteiligten Produkt- bzw. Destinations-Testern hochgeladenen Feedbacks werden augenblicklich in eine Datenbank geladen. Eine Auswertung ist somit täglich möglich und daher auch eine schnelle Reaktion seitens der Anbieter.

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem dwif setzen wir die mobile Ethnographie zielgerichtet ein, um individuelle Entwicklungskonzepte zur Professionalisierung und zur zukünftigen Ausrichtung von Tourist-Informationen zu erarbeiten.

Noch weitere Fragen zur mobilen Ethnographie? Wir beantworten sie gern.  Das Einsatzfeld ist vielfältig und spannend.

 

 

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Weiter geht es im Süden! – Roland Trebo startet bei Tourismuszukunft.

Wieder ein neues Gesicht und eine neue Stimme hier im Blog, diesmal aus dem Süden, genauer gesagt aus Südtirol. Ab 1. September 2015 bin ich nun offiziell neuer Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft und freue mich schon, auch hier meinen Beitrag zu geben.

Wer bin ich?

Ich darf mich kurz vorstellen: Roland Trebo, 42 Jahre, atypischer #Südtiroler mit Hang zum #Querdenken, #Netzwerken, #Abstrahieren, #Hinterfragen und #Analysieren, sehr #neugierig, #weltoffen und #reiselustig. Ich bin technik- und sportbegeistert und dementsprechend aktiv.

Roland

Meine Heimatstadt Bruneck ist mit 16.000 Einwohnern ein kleines Juwel, sie wurde vor ein paar Wochen zum zweiten Mal in Folge zur italienischen Kleingemeinde mit der höchsten Lebensqualität gewählt. Tourismus ist der treibende Wirtschaftsfaktor, und dementsprechend viel Gewicht wird der ganzen Thematik hier auch gegeben.

Als Südtiroler pendle ich ständig zwischen den Kulturen und Märkten, was mich und meine persönliche und berufliche Entwicklung im Lauf der Jahre stark geprägt hat. Mit meiner Agentur bin ich in Südtirol seit mehreren Jahren vor allem im Webmarketing und Webdesign unterwegs und nutze als offizieller Google Partner für Adwords auch diese Position als Schnittstelle zwischen den Märkten. Unsere Kunden befinden sich in Südtirol, Österreich, Deutschland und Italien, und ebenso breit gefächert sind auch die Zielmärkte der Kunden.

Mein großes Interesse gilt aber auch der Start-Up Szene, die hier in Südtirol leider relativ klein ist. Mein Blick geht hier neben Deutschland vor allem nach Kalifornien, wo Entwicklungen und Trends meist Jahre früher sichtbar sind als bei uns und die Bereitschaft für Innovation einfach atemberaubend ist.

Warum Tourismuszukunft?

Mit Tourismuszukunft in Kontakt gekommen bin ich zuerst im Jahr 2009 beim Tourismuscamp in Eichstätt. Als überzeugter Netzwerker haben sich unsere Wege auf den diversen Veranstaltungen dann öfters gekreuzt, erste Gespräche über eine Zusammenarbeit gab es schon im letzten Jahr, ernst wurde es dann in den letzten Monaten. Ausschlaggebend für meine Entscheidung waren schlussendlich 2 Gründe. Zum einen war es die Netzwerk-Struktur von Tourismuszukunft, die es mir erlaubt, selbstständig zu bleiben und weiterhin auch meinem Agenturgeschäft nachzugehen, trotzdem aber in einem großen und kompetenten Team mit internationaler Ausrichtung zu arbeiten und mich dadurch weiterentwickeln zu können. Und auf der anderen Seite waren es die Menschen, die Netzwerk Partner, von denen ich einige schon kannte und andere schon vor meiner Entscheidung dann auch noch kennenlernen durfte. Eine Gruppe, in der man sich wohlfühlt, wo jeder er selbst ist und das Team dadurch bunt und interessant macht.

Was mache ich?

Ich werde in Tourismuszukunft meine langjährige Erfahrung im Online-Consulting, Webmarketing, SEO und Controlling, sowie mein Wissen aus verschiedenen Märkten einbringen. Geografisch und sprachlich kann ich Wege Richtung Italien öffnen und meine Erfahrungen auf diesem Markt zur Verfügung stellen. Mein technischer Hintergrund erlaubt mir zudem einen anderen Blickwinkel auf viele Dinge und ist mir oft sehr nützlich, auch etwas an der Oberfläche zu kratzen, Hintergründe aufzuzeigen und somit Sachlagen breiter zu bewerten. Meine Tätigkeit im Webdesign und Webmarketing erlaubt mir zudem, diesen Blickwinkel noch weiter zu fassen.

Let’s go!

Ich freue mich nun endlich starten zu können, bei Tourismuszukunft und auf diesem Blog. Wir sehen uns vielleicht schon am Wochenende beim Castlecamp in Kaprun (#cczk15), ich freue mich auf spannende Gespräche!

Roland