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Coliving Hamburg – Realizing Progress wird unsere Marke und bleibt unser Anspruch

Fast alle mit vollständigem Impfschutz und mit großer Vorfreude auf ein reales Treffen aller jetzt 15 Netzwerkpartner*innen – so kamen wir Mitte Juli in Hamburg an. Nach den positiven Erfahrungen aus Berlin hatten wir uns wieder für ein Hotel in einer Großstadt und nicht für ein gemeinsames Ferienhaus entschieden. Und wir wussten, dass wir weitreichende Entscheidungen treffen würden.

Ein lebendiges Umfeld schafft neue Eindrücke

Doch zuerst zum Flair der Stadt – egal, wie gut viele von uns Hamburg schon kannten, die Lebendigkeit der Elbmetropole inspirierte uns alle. So machten sich viele von uns schon am zweiten Tag auf, die vielen Stadtviertel und unterschiedlichen Kieze zu erkunden. Unser Hotel war in der Hafencity, unweit der Elbphilharmonie, dem noch recht jungen Wahrzeichen Hamburgs. Und in diesem Stadtviertel konnten wir auch ganz direkt beobachten, wie Quartiersentwicklung funktioniert und welche Auswirkungen Stadtplanung auf das Verhalten und die Lebensqualität von Bevölkerung und Gästen haben kann.

Hamburg inspirierte uns auf vielfältige Weise.
Hamburg inspirierte uns auf vielfältige Weise.

Die neue Marke erblickt das Licht der Welt

Unser nach außen hin wichtigstes Thema war sicher unser Rebranding: Aus Tourismuszukunft wurde Realizing Progress. Für uns war das ein konsequenter und logischer Schritt aus der Entwicklung und der Diskussionen der letzten Monate und Jahre. Aus der Tatsache, dass Tourismus und Lebensraum immer weiter zusammenwachsen. Und aus unserem Anspruch, dass wir (nicht nur) die Tourismusbranche bei der dringend notwendigen Weiterentwicklung hin zu nachhaltigeren, resilienteren und zukunftsfähigen Strukturen und Geschäftsmodellen begleiten wollen. Realizing Progress eben – ab sofort nicht nur als Anspruch, sondern auch als sichtbare Marke. Wenn du weitere Hintergründe erfahren willst – Florian hat hier mehr dazu geschrieben.

Daneben gab es viele Themen, die nach außen nicht so sichtbar, für uns als menschenzentriertes Netzwerkunternehmen aber genauso wichtig waren. Von den ersten Grundsätzen für einen neuen Code of Conduct über einen internen Happyness Index bis zum Austausch über den Einsatz von Tools wie den Sinus-Milieus hatten wir die ganze Woche viele Themen, die wir in einem äußerst wertschätzenden und konstruktiven Umfeld diskutieren und erarbeiten konnten. Ein Interview zu den Grundsätzen unserer Existenz als Netzwerkunternehmen findest du übrigens hier.

Und nicht zuletzt – es tat uns einfach allen unglaublich gut, zu lachen, gemeinsam zu essen, zu trinken und die Stadt zu erkunden und die emotionale Nähe zu Menschen mit den gleichen Visionen und dem gleichen Wertegerüst zu spüren. Natürlich immer vor dem Hintergrund geltender Corona-Bestimmungen, dafür aber umso dankbarer für die Möglichkeit der Impfung und hoher Hygienestandards.

Konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit - die Essenz des Realizing-Progress-Teams.
Konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit – die Essenz des Realizing-Progress-Teams.

Lübeck zeigt uns gelungene Destinationsentwicklung

Viel zu schnell war die Woche um. Wir hatten unglaublich viele Ideen ausgetauscht, neue Eindrücke gesammelt und konnten in den sechs Tagen doch nur einen Bruchteil von dem wahrnehmen, was uns unser Umfeld und die Gedanken und Impulse unserer Netzwerkpartner*innen in dieser Zeit boten. Trotzdem verließen wir am letzten Morgen Hamburg Richtung Lübeck, um uns dort mit Christian Martin Lukas zu treffen, den wir bei der strategischen Neuausrichtung „seiner“ Lübeck und Travemünde Marketing GmbH begleiten durften. Von der konsequenten Orientierung an der Leitzielgruppe über die Ausgestaltung der Touristinfo bis zum unglaublichen Flair, das die Stadt bei einer Fahrt mit dem Elektroboot durch die wunderschönen Kanäle versprüht – wir waren beeindruckt und glücklich zu sehen, wie gut hier die Destinations- und Lebensraumentwicklung funktioniert. Unser Kollege Günter Exel hat unsere Eindrücke in einem kurzen Clip festgehalten.

Lübeck ist wirklich ein perfektes Beispiel für gelungene Destinationsentwicklung.
Lübeck ist wirklich ein perfektes Beispiel für gelungene Destinationsentwicklung.

Was wir mitgenommen haben

So eine intensive Woche hinterlässt bei uns allen Spuren – und genau das ist unser Ziel und unser Anspruch. Folgende Learnings haben wir dabei mitgenommen:

  • Mutig voran: Der Wechsel unserer Marke fühlt sich nach all den Planungen und Diskussionen einfach nur gut an. Es war konsequent und notwendig, diesen Schritt zu gehen. Wenn wir ihn nach außen erklären mussten, haben wir Zustimmung erfahren und wurden in unserer Entscheidung bestärkt.
  • Der Mensch steht im Mittelpunkt: Je größer und vielfältiger unser Netzwerk wird, desto mehr müssen wir uns um unsere interne Kommunikation und Zusammenarbeit kümmern. Damit wir bei zentralen Entscheidungen alle mitnehmen, damit wir weiterhin konstruktiv und produktiv arbeiten können und damit unser Netzwerk so lebenswert bleibt, wie es ist. Das schöne daran: Wir alle haben dazu die richtigen Werte und Einstellungen und jede Weiterentwicklung bei uns selbst ist es wert. Realizing Progress eben.
  • Strategisches, wertorientiertes Denken wirkt: Nicht nur beim lange vorbereiteten Launch unserer neuen Marke, sondern auch bei unserem Kunden Lübeck zeigt sich – unser Ringmodell und die Orientierung an den eigenen Werten und Bedürfnissen sowie eine konsequente Einbindung der Stakeholder schaffen außergewöhnliche Ergebnisse. Schön zu sehen, dass wir mit guten Tools und offenen, neugierigen Menschen solche Ergebnisse erreichen können!
  • Nach dem Coliving ist vor dem Coliving: So intensiv und ergebnisreich wir auch gearbeitet haben, wir sind alle mit mehr Fragen als Antworten nach Hause gefahren. Und das ist gut so! Die nächsten Monate werden wir uns weiter in kleineren Gruppen zu verschiedenen Colivings treffen und auch das nächste große Treffen im Sommer 2022 ist schon geplant (vielleicht dieses Mal wieder in einem Ferienhaus). In diesem Sinn: Lasst uns weiter an unserer eigenen Entwicklung und der attraktiver Lebensräume und erfolgreicher touristischer Akteure arbeiten.
Unser Lieblingsfotograf Greg Snell war auch wieder bei unserem Coliving dabei.
Unser Lieblingsfotograf Greg Snell war auch wieder bei unserem Coliving dabei. Hier findet ihr ein Behind-the-scenes-Video von ihm

 

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Rebranding: Tourismuszukunft wird Realizing Progress

Aus dem 2006 gegründeten Institut für eTourismus wurde ab 2013 ein internationales Netzwerk mit digitalem Mindset und Partner*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Und nun wird aus Tourismuszukunft wieder etwas Neues: Realizing Progress.

Mehrere Gründe und Gedanken führten zu dieser Umbenennung. Gerne möchten wir dich in diesem Blogbeitrag mitnehmen auf unseren Weg der Entscheidung.

Realizing Progress begleitet uns schon länger

„Realizing Progress“ war und ist schon immer unser Anspruch.

Uns treibt bereits seit unserer Gründung an, Veränderung zu erkennen und Fortschritt zu erzielen. Wir wollen etwas bewegen. Wir wollen den Wandel gestalten und Akteur*innen hierbei begleiten und unterstützen.

Es ist deshalb kein Zufall, dass wir Realizing Progress schon einige Zeit als Claim in unserem Logo und als Zusatz unserer Wortmarke und Unternehmensbezeichnung führen. Tourismuszukunft – Realizing Progress ist dir deshalb vielleicht schon einmal untergekommen, bewusst oder unbewusst. Nun also wird aus Tourismuszukunft – Realizing Progress nur noch Realizing Progress.

Hintergründe zur Entscheidung für Realizing Progress

Was treibt uns dazu an, den bisher eher nebenbei geführten Claim Realizing Progress nach oben zu heben und unsere gut etablierte Wortmarke Tourismuszukunft hierfür verschwinden zu lassen? Und warum gerade jetzt? Eine gute und eine wichtige Frage.

Es gibt tatsächlich mehrere Gründe für diese Entscheidung, die auf unterschiedlichen Ebenen spielen.

  1. Wir wollen auch in Zukunft noch verstärkt internationaler arbeiten. Tourismuszukunft war sehr oft ein Zungenbrecher für unsere englischsprachigen Partner und Kunden.
  2. Wir sind schon seit Jahren in vielen unserer Destinationsprozessen deutlich über den Kerntourismus hinaus unterwegs – weil es anders auch keinen Sinn ergibt. Tourismus als Querschnittsbranche kann – egal auf welcher Ebene – nicht losgelöst von anderen relevanten Gestaltungs- und Einflussfaktoren (auf die Lebens- und Erlebnisqualität von Einwohner*innen und Reisenden) gedacht und entwickelt werden.
  3. Spätestens seit Corona kommt diese Perspektive auch ganz zentral in der Touristik bei Reiseveranstaltern, Leistungsträgern und Mittlern an. Es hält ein Umdenken Einzug und es findet ein bewussterer Umgang mit den Effekten des Tourismus statt.

Dies sind Entwicklungen, die uns wichtig sind, denn man kann Tourismus nur sinnvoll als ein Zusammenspiel zwischen den Reisenden und der bereisten Region und den dort lebenden Menschen verstehen. Rückt man eine Seite zu sehr in den Mittelpunkt der Betrachtung, entstehen immer Probleme und Spannungen.

Auch unser 2020/2021 gemeinsam mit der Tourismusbranche erarbeitetes impulse4travel-Manifest legt hierauf einen Fokus. Unsere dort formulierte Vision für den Tourismus 2025 lautet:

Der Ansatz des Lebensraums weitet den touristischen Fokus aus: Weg von der reinen Gästeausrichtung, hin zu ganzheitlichen Überlegungen, in denen die Belange der Einheimischen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Aufgabe als Lebensraumgestalter ist es folglich, sich umfassend in regionale Prozesse und Entscheidungen einzubringen. Mögliche Einschränkungen für die Bevölkerung sollen so gering wie möglich gehalten und nachhaltig positive Einflüsse auf lokale Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft maximiert werden.

Das impulse4travel-Manifest beantwortet, welche Handlungsräume sich für die Akteur*innen im Tourismus ergeben und welche Position/Haltung hierfür notwendig ist. Auch wir sind Akteur*innen im Tourismus. Entsprechend stellten wir uns ebenso die Frage: Was bedeutet impulse4travel für uns? Sowie: Was ändert impulse4travel für uns? Die kurze Antwort auf diese Frage: Realizing Progress.

Und eben nicht nur als reine Namensänderung, sondern tatsächlich als klarer Richtungsweiser. Denn wir sehen unsere Aufgabe darin, als ganzheitlich denkende Visionär*innen & Impulsgeber*innen für lebenswerte Lebensräume an deiner Seite zu stehen.

Was genau bedeutet Realizing Progress nun für uns – und damit auch für dich?

Wir kehren „unserer Branche“, dem Tourismus, natürlich nicht den Rücken. Dennoch möchten wir mit der Anpassung unseres Namens und unserer Ausrichtung deutlich aufzeigen, dass es den Tourismus für sich alleine nicht geben kann – er ist kein abgeschlossenes Ökosystem.

Gemeinsam müssen wir alle über Branchen-, Abteilungs-, territoriale und gedankliche Grenzen hinweg integriert denken und handeln. Nur dann können die Potenziale des Lebensraumes sinnstiftend gestaltet werden und letztendlich alle davon profitieren. Dass es dafür entsprechende Strukturen braucht, erklärt sich von selbst. Auch dafür wollen wir unsere Entwicklung und unsere Marke „Realizing Progress“ als Impuls verstanden wissen.

Ansonsten bedeutet unser neuer Name aktuell eine Umstellung an unterschiedlichen Stellen. Einiges haben wir hier in unserer gemeinsamen Coworking-Woche in Hamburg bereits umgesetzt, anderes steht noch an, folgt aber zeitnah. Für dich die wichtigsten Punkte schon einmal im Überblick:

Was wollen wir als Realizing Progress mit dir tun?

Wir alle vom Team Realizing Progress freuen uns darauf, in Zukunft gemeinsam mit dir, lebenswerte Räume und Erlebnisse zu gestalten – gleichermaßen für Einwohner*innen wie für Tourist*innen.

Und wir freuen uns darauf, damit gemeinsam mit dir einen noch stärkeren Beitrag zu einer offeneren, bunteren und menschlicheren Welt leisten zu können! Du willst mehr wissen, warum wir das machen? Hier kannst Du das nachlesen.

 

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Eintauchen in unser Ringmodell: die inneren Kreise

Vor einiger Zeit haben wir euch davon berichtet, dass wir unser Tourismuszukunft-Ringmodell überarbeitet haben. So sieht es nun aus:

Ringmodell von Tourismuszukunft – Realizing Progress, 2020

Zum generellen Aufbau und Zusammenspiel der verschiedenen Ringe haben wir bereits ein bisschen was geschrieben. Gerne möchten wir Dir jedoch die Kreise und ihre Inhalte noch etwas näher erklären. Was steckt dahinter? Was bedeutet das jeweils für Dich?

Fangen wir in diesem Beitrag mit den inneren Ringen, Kern und Stakeholder an. In zwei weiteren Beiträgen gehen wir dir dann noch stärker auf die äußeren Ringe (Auftritt und Ansprache) sowie das in der Mitte stehende Produkterlebnis ein.

Ringmodell - innere Kreise
Die inneren Ringe im Ringmodell von Tourismuszukunft – Realizing Progress, 2020

Die inneren Ringe, Kern und Stakeholder, sind generell vorrangig nach der eigenen Identität und internen Bedürfnissen gestaltet, beantworten also quasi die Frage: „Wer bin ich und wofür stehe ich?“

 

Der Kern

Im Marken-Kern finden sich die Werte, natürliche Voraussetzungen und die Vision. Was steckt hier jeweils dahinter?

Der Marken-Kern ist die Grundlage für eine gemeinsame Basis und Ausrichtung.
Der Marken-Kern ist die Grundlage für eine gemeinsame Basis und Ausrichtung.
    • Natürliche Voraussetzungen: Alles was grundsätzlich so da ist: Die Landschaft, die Geschichte, Persönlichkeiten, die Mentalität der Menschen… All dies beeinflusst die eigenen Werte enorm. Die natürlichen Voraussetzungen sind im allgemeinen recht feststehend, auch Corona konnte diese nicht wirklich beeinflussen – eher sind sie dadurch deutlich zu Tage getreten. Dennoch können sich Natürliche Voraussetzungen langfristig ändern, beispielsweise durch die Folgen des Klimawandels.
    • Werte: Was genau macht uns aus? Wofür stehen wir? Und wofür treten wir ein? Diese Werte sind oft durch die Natürlichen Voraussetzungen beeinflusst. Sie sind die reduzierteste Form, um die eigene Identität zu beschreiben. Für sich alleine stehend können sie aber den Markencharakter nicht vollumfänglich erfassen; dies gelingt nur im Kontext der weiteren Aspekte des Kerns.
    • Vision: Die Vision beschreibt das Selbstverständnis und nimmt den Blick nach vorne auf: Wo wollen wir hin? Wofür wollen wir in der Zukunft stehen, was ist uns wichtig und wie wollen wir wahrgenommen werden? Dass diese Vision auf den bestehenden Natürlichen Voraussetzungen und Werten aufbaut, ja, aufbauen muss, versteht sich wohl von selbst.

Die Leitgeschichte ist in dem Kern-Ring etwas abgesetzt. Kein Wunder, denn diese kombiniert die vorab genannten drei Aspekte miteinander, formuliert die grundlegenden Antworten auf die Frage „Wer bin ich und wofür stehe ich?“ in einer für die verschiedenen Akteure verständlichen und leicht zugänglichen Form.

Die Stakeholder

In unserer 2020-Version des Ringmodells sind die Stakeholder auch visuell näher an den Kern herangerutscht. Aus Gründen. Denn die Stakeholder sind überaus wichtig, um den Kern zum Leben zu erwecken. Gleichzeitig beeinflussen die Stakeholder den Kern und bringen ihn zum Leben. Wenn es beim Kern und den Stakeholdern um die eigene Identität und die internen Bedürfnisse geht, gehören die Bedürfnisse der Stakeholder und deren Identität hier ganz eindeutig mit dazu.

Allein ist keine Option. Nur gemeinsam kann der Kern „zum Leben erwacht“ werden.
Allein ist keine Option. Nur gemeinsam kann der Kern „zum Leben erwacht“ werden.

 

Wer aber sind die Stakeholder im Tourismus?

  • Was hierzu meist als erstes einfällt: Alle touristischen Akteure, mit denen das eigene Unternehmen mehr oder weniger viel zu tun hat bzw. mit denen das eigene Unternehmen mehr oder weniger viel verbunden ist.
  • Was gerne vergessen wird: Alle nicht-touristischen Akteure, mit denen das eigene Unternehmen mehr oder weniger viel zu tun hat bzw. mit denen das eigene Unternehmen mehr oder weniger viel verbunden ist, seien es beispielsweise Lieferanten oder auch politische Gremien, andere Unternehmenszweige etc.
  • Was noch öfter vergessen wird: Die Einwohnerinnen und Einwohner. Tourismus ist immer auch Standortmarketing, entsprechend sind die Bürgerinnen und Bürger immer mit zu denken.
  • Was fast immer vergessen wird: Das gesamte eigene Team.

Worüber solltest du dir nun in Bezug auf die Stakeholder konkret Gedanken machen?

  • Akteure: Wer ist alles wichtig? Wer spielt eine bzw. wer spielt welche Rolle? Eine Stakeholder Map hilft dir dabei, die Vielzahl der verschiedenen Akteure und ihre Abhängigkeiten von- und miteinander klar zu ziehen und zu verdeutlichen. Und zwar für alle der oben genannten Gruppierungen.
  • Organisationsstruktur: Wie bist du intern organisiert? In agilen Projektteams oder in starren hierarchischen Ebenen? Wie sieht die Organisation mit deinen Partnern aus? Wer ist Mitglied, wer im Vorstand, wer ein Kooperationspartner? Und vor allem: warum? Welche Organisationsstruktur ist rein politisch motiviert, was  ist „historisch gewachsen“ und was ist bzw. wäre wirklich sinnvoll?
  • Organisationskultur: Neben der Struktur wird oft die Kultur vergessen. Wie geht ihr alle miteinander um? Spricht man miteinander oder mehr übereinander? Gibt es eine offene und konstruktive Fehlerkultur? Wird geduzt oder gesiezt? Trifft man sich nur auf Arbeit oder auch darüberhinaus?
  • Wissensmanagement: Weiterbildung ist wichtig. Dabei geht es um die Vermittlung von Kompetenzen, jedoch ebenso um die Vermittlung all der Inhalte aus dem Markenkern. Wenn die Stakeholder den Kern selbst nicht verinnerlicht haben, können sie dessen Inhalte auch nicht nach außen tragen. Wissensmanagement kann dabei digital oder analog passieren – je nach Zielstellung.
  • Kommunikation: Eng mit dem Wissensmanagement und der Organisationskultur verknüpft ist die Kommunikation. Wird alles in die große Runde kommuniziert? Oder erst in kleiner Runde? Wer kommuniziert überhaupt? Und wer muss informiert werden, wer kann informiert werden? Ist die Kommunikation ein-,  zwei- oder sogar mehrdirektional? Und nicht ganz unwichtig: Welche Kanäle, Technologien und Formate stehen zur Verfügung? Auch hier gehen wieder digitale und analoge Kanäle und Maßnahmen Hand in Hand.

Alle genannten fünf Aspekte hängen stark voneinander ab und beeinflussen sich gegenseitig, können also nicht komplett losgelöst voneinander betrachtet werden.

Gerade in Krisensituationen wie der Corona-Pandemie treten Probleme oder Unklarheiten in den fünf Aspekten stark hervor. Hattest du im Rahmen von Corona alle Akteure im Blick? Habt ihr euch zusammengetan und euch gegenseitig unterstützt? Wie habt ihr euch gegenseitig auf dem Laufenden gehalten, über neue Regelungen und neue Maßnahmen? Habt ihr die Situation auch konstruktiv genutzt, um den Blick gemeinsam nach vorne zu richten und euch zukunftsfähig aufzustellen?
Change Management beschreibt eure Fähigkeit mit Veränderungen klar zu kommen – oder noch besser: Sie für euch in Wert zu setzen – und zieht sich durch diesen gesamten Ring hindurch.

Jetzt bist du dran

Natürlich ist die gesamte Ausgestaltung von Kern und Stakeholdern abhängig vom eigenen Unternehmen. Eine DMO verfolgt ganz andere Ziele und Aufgaben als ein Restaurant oder ein Hotel. Letztendlich geht es jedoch darum, miteinander in die gleiche Richtung zu arbeiten, die gleiche Vision zu verfolgen. Nur dann profitieren alle voneinander. Welche Aspekte sind für dein Unternehmen bereits komplett deutlich und wo hakt es aktuell?

  • Ist dein Marken-Kern klar definiert? Und zwar nicht nur in deinem eigenen Kopf, sondern auch für alle Beteiligten? Herrscht ein gemeinsames Verständnis für die eigene Marke vor?
  • Sind deine Stakeholder und das gesamte Zusammenspiel von euch allen miteinander deutlich? Weißt du, wer deine Stakeholder sind und was sie in welcher Form von dir benötigen? Und sind sich ebenso diese Stakeholder deiner bewusst und wissen, was sie von dir erwarten können und was du von ihnen brauchst?

Wenn du Fragen dazu hast, dich einfach austauschen möchtest oder eine*n Sparringspartner*in brauchst – dann melde dich einfach bei uns, wir freuen uns immer auf neue Perspektiven, Einblicke und Gedanken!

 

PS: Beiträge zu den äußeren Ringen Auftritt und Ansprache sowie zum Ring Produkterlebnis folgen zeitnah. Stay tuned.

 

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Unsere Zukunftsgedanken beim Coliving in der Schweiz

Inspirierende Umgebung als Bühne für unsere Zukunftsgedanken

Atemberaubende Aussichten, eindrückliche Bergwelt, unberührte Natur, glitzernde Seen – Beschreibungen, die aus einer Werbekampagne stammen könnten. Die Summe dieser Beschreibung gibt es tatsächlich, im Berner Oberland. Hier verbringt unser Netzwerkkollege Pascal Gebert seine Freizeit beim Wandern, Gleitschirmfliegen oder Skitouren. Ich selbst, Andrea Schneider, habe in Interlaken meine Homebase und genieße das Landleben als Ausgleich zu den Inspirationstagen im urbanen Umfeld. So lag es auf der Hand, unsere Kolleg*innen aus Deutschland, Österreich und Südtirol in unsere Lieblingsregion einzuladen. Das ehemalige Bauernhaus und heutige B&B Finel oberhalb Leissigen war die ideale Location, um uns in Ruhe über unsere Zukunft Gedanken zu machen.

Colivings und Coworkings als Ergänzung zu unserem bürolosen Sein

Ein Büro haben wir längst nicht mehr, die 13 Netzwerkpartner*innen wohnen verteilt über die DACH-Länder, dazu kommt Roland Trebo, unser Kollege aus Südtirol. Wir sehen uns mindestens einmal wöchentlich zum Meeting. Dieses findet nicht physisch statt, sondern über Skype. Dazu sind wir in regem Austausch in unseren internen Kanälen Slack und WhatsApp. In letzterem gibt’s sogar einen «Flausch»-Kanal für Momente, wo wir emotionale Erlebnisse teilen oder uns eine virtuelle Umarmung holen können.

Wir sehen uns durchaus auch offline. Zum Beispiel durch unsere prozessorientierte Beratungstätigkeit, bei der wir oftmals zu zweit oder zu dritt bei Kunden sind. Dazu veranstalten wir regelmässig Coworkings und Colivings. Coworkings sind bei uns durch Projekte oder persönliche Impulse getrieben. Es sind Treffen von einzelnen Netzwerkkolleg*innen. Dann gibt es unsere Colivings. Sie finden mindestens ein- bis zweimal jährlich statt. Es sind Treffen mit möglichst allen Netzwerkpartner*innen, um uns über strategische Netzwerk-Themen zu unterhalten und Tourismuszukunft weiterzuentwickeln. Und eben so ein Coliving fand die vergangenen Tage im Berner Oberland statt.

Eingebettet in Natur mit Blick auf den Thunersee haben wir Herausforderungen benannt, Probleme diskutiert, dutzende von Post-Its «verdesignserviced», geträumt, gelacht, geweint, gestritten, uns versöhnt, gewandert, im See gebadet, gegrillt, gegessen und getrunken und bis in die frühen Morgenstunden beim Werwölfeln zugebracht, dem Lieblingsspiel des Tourismuszukunft-Netzwerkes.

 

Zusammenarbeit in einer New-Work-Organisation: Persönlich ist und bleibt wichtig!

Wenn ihr nun denkt, dass unser Netzwerk von Enthusiasten aufgrund seiner New-Work-Organisation keine klassischen Herausforderungen der Zusammenarbeit zu lösen hat, dann ist dem weit gefehlt. Gerade weil bei uns oftmals der persönliche Kontakt nicht möglich ist, werden Uneinigkeiten, die es natürlich auch bei uns gibt, nicht oder nur beschränkt ausgetragen oder notwendige Entscheidungen manchmal ungern getroffen, aufgeschoben oder verlieren sich im Konsens. Und wer kennt es nicht – durch die schriftliche, kurzgehaltene Kommunikation entstehen leicht auch Fehlinterpretationen und Missverständnisse.

Darum sind unsere Colivings essenziell zum Überleben des Netzwerks. Dieses bewusste Miteinander unter einem Dach schafft Nähe, Verständnis und vor allem viel Raum. Raum, der Distanz zum Alltag schafft und querdenken lässt. Und Basis ist fürs Miteinander, welches Inspiration, Ideen und Innovation entstehen lässt für Kunden- aber auch eigenen Projekte. Denn Spuren zu hinterlassen, dafür brennen wir, und das macht uns glücklich.

Worüber wir diskutiert & was wir beschlossen haben

Ihr wollt mehr darüber wissen, worüber genau wir denn jetzt in der Schweiz so gesprochen haben? Und vor allem, welche Entscheidungen wir getroffen haben? Hier ein Einblick in unsere Entscheidungen für euch:

Hallo persönlicher Austausch!

Wir haben uns der Digitalisierung verschrieben, und genau darum wollen wir den persönlichen Austausch verstärken. Weil er uns allen gut tut und wir ihn als Katalysator für unser ganzes Tun sehen. So wollen wir zukünftig öfter als bisher, mindestens viermal jährlich zu zweit oder dritt zu einem persönlichen Treffen zusammenkommen – bei einem Netzwerkpartner oder einer Netzwerkpartnerin zuhause oder irgendwo unterwegs. Dabei ist es uns wichtig, dass das Zeitfenster länger als nur eine lange Kaffeepause ist. Um uns auszutauschen, was uns bewegt und umtreibt, um Höhenflüge aber auch Niederlagen zu besprechen und Wünsche, Hoffnungen und Visionen zu teilen. Und weil 1 plus 1 mehr als 2 ergibt, sind wir überzeugt, dass daraus spannende Ideen entstehen werden.

Hallo Struktur!

Genau, auch New Work und Netzwerk-Organisationen brauchen Struktur, da sind wir uns nach dem Schweizer Coliving einig. Struktur, durch die wir Zeit gewinnen und Raum schaffen für Dinge, Themen und Anliegen, für die wir brennen. Der grösste Hebel dazu sind organisatorische Anpassungen – welche nichts vom Geist des Netzwerks wegnehmen werden, sondern uns vielmehr befähigen, uns mehr und intensiver mit zukunftsträchtigen Themen zu beschäftigen. Dazu kommt, dass wir interne Projekte nur noch vorantreiben, wenn sich ein*e Netzwerkpartner*in tatsächlich «den Hut hierfür aufsetzt». Das bedeutet auch: Wir werden zukünftig auch Projekte beerdigen, ganz bewusst und feierlich. Denn erst Loslassen schafft Möglichkeiten für Neues. Und weil wir wissen, dass wir nur das gut tun, was wir gerne tun und wir unsere Zeit gerne für Kunden- und interne Projekte freihalten wollen, werden wir uns überlegen, wie wir Unterstützung im Back-Office-Bereich schaffen können.

Hallo Innovation!

Nicht, dass wir bis heute nicht innovativ waren, aber wir wollen mehr davon. Querdenken, Impulse in- und ausserhalb des Tourismus holen und damit die Innovation unser Begleiter werden lassen. Dafür haben wir nicht nur Hashtags geschaffen, über welche wir die Innovationsgefässe auf unseren internen Sozialen Medien füttern, sondern die Innovation hat einen fixen Platz in unseren Sitzungen. Um strategische Innovationsansätze auch zum Leben zu erwecken und auf die Strasse zu bringen, schaffen wir zudem Veranstaltungsformate, zu welchen auch Innovation-Labs und Hackathons gehören.

Hallo Nachhaltigkeit!

Wir möchten besser werden und unseren Beitrag leisten gegen die Klimakrise. Und wir wollen dies nicht nur als Individuen in unserem persönlichen Umfeld tun, sondern zukünftig auch mit und bei Tourismuszukunft. Wir wissen dabei, dass wir auf dem Weg auch immer wieder scheitern werden, was uns aber nicht abhält, Schritte einzuleiten. Es geht uns dabei auch um die Integration in Kundenprojekten. Zum Beispiel werden wir uns eingehender mit der Frage beschäftigen, wie gewisse Zielgruppen mit Nachhaltigkeit umgehen oder wie Produkte zukünftig aussehen müssen. Wir hinterfragen unser Reiseverhalten und werden alles daransetzen, Flüge zu vermeiden und mit dem Zug zu reisen – sei dies zu Kundenterminen oder für unsere Coworkings und Colivings. Von Tourismuszukunft initiierte Veranstaltungen werden zukünftig inhaltlich wie auch ressourcenseitig nachhaltig gestaltet sein. Bezogen auf unser Tourismuscamp wird der Erreichbarkeit eine zentralere Rolle zukommen wie auch die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit der Leistungsträger vor Ort, als Beispiel das Vermeiden von Einwegflaschen. Und wichtig: Diese Massnahmen werden dem Tun dienen, und nicht der Kommunikation. 

Hallo Tourismuszukunft-Produkte und Ventures!

Richtig, wir tragen uns mit dem Gedanken, unsere Haltung und Wirken mit eigenen Produkten und Erlebnissen Ausdruck zu geben. Wie dies konkret aussehen wird, verraten wir hier noch nicht. Ihr seid aber bestimmt die ersten, welche Spruchreifes erfahren werden.

Spannend, nicht? Jedenfalls sind wir sehr zufrieden mit den Ergebnissen aus vier Tagen gemeinsamem Klarziehen unserer Gedanken und Ideen.

Wie sieht es denn aus mit euren Wünschen an Tourismuszukunft?

Habt ihr Erwartungen an unser Netzwerk? In welcher Richtung möchtet ihr uns zukünftig stärker wahrnehmen? Habt ihr gar Visionen zu Tourismuszukunft-Produkten oder -Erlebnissen? Schreibt uns! Wir freuen uns, eure Ideen auf den verschiedenen Kanälen zu lesen.

Auf bald, Andrea

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CHANGE-EXPERTIN: ANDREA SCHNEIDER VERSTÄRKT TOURISMUSZUKUNFT

„Alle haben gesagt, das geht nicht, dann kamst du und hast es einfach gemacht!“

Das sagen Freunde und ehemalige Arbeitskollegen über mich. Und es stimmt. Ich liebe Veränderung. Nicht der Veränderung wegen, sondern weil mich zielgerichtete Entwicklungen von Themen, Inhalten und Menschen glücklich machen. Der digitale Wandel und Tourismuszukunft bieten mir da ein grosses Wirkungsfeld, meine Kompetenzen bei der Marken- und Identitätsentwicklung sowie in Zielgruppenprozessen einzubringen. Dazu kommt meine Erfahrung bei Mitarbeiterentwicklung und Stakeholder Management, welche für erfolgreiche Veränderungsprozesse unabdingbar sind. Ich mag also gross und vernetzt denken, aber auch dafür sorgen, dass die verschiedenen Anspruchsgruppen im selben Boot sitzen und das Erarbeitete schliesslich auf die Strasse gebracht wird.

Glokalistin aus Interlaken

Meine Jahre in Zürich mit Projekten in Städten rund um die Welt fand ich ebenso toll wie das ländliche Leben mit der Bilderbuchnatur, welche sich mir nun im Berner Oberland bietet. Die Abwechslung machts eben aus: Kunstausstellungen, Konzerte von jungen Musikern, Entdeckung von Street Art und hippen Cafés im urbanen Umfeld, dann wieder Spaziergänge, Frischluftkuren und Stille in der Natur, beides mag ich, beides brauch ich. Und dann gehe ich manchmal auch auf innere Entdeckungsreise. Bei Yoga tanke ich Energie und nehme Anlauf für weitere Aufgaben und Projekte.

Per du mit dem Ringmodell

„Wir brauchen eine neue Website und zwar schnell!“ waren die Worte, mit denen ich bei Interlaken Tourismus bei Stellenantritt begrüsst wurde. Aus einer Website wurde ein Digitaler Wandlungsprozess.

Und so kam es, dass der Mann mit Hut (Florian Bauhuber) vorbei kam und bald war ich auch per du mit dem Ringmodell. Wen ich im Lauf des gemeinsamen Prozesses auch kennenlernte vom Netzwerk der Enthusiasten – alle haben sie fachlich und menschlich überzeugt, alle haben sie den Funken Lust auf Zukunft überspringen lassen. Einige Workshops, Projekte und Gespräche mit den Netzwerkpartnern später war die Vision für meine ideale Lebensgestaltung geboren. Und so klopfte ich bei Tourismuszukunft an.

“I am not born for one corner, the whole world is my native land”

Das waren Senecas Worte vor tausend Jahren. Und der Philosoph spricht mir damit aus der Seele. Ja, ich bin aus der Schweiz und nach Pascal Gebert die zweite Netzwerkpartnerin aus dem Land, das aufgefaltet riesig wäre. Aber eigentlich bin ich überall dort zuhause, wo ich Menschen und Inspiration finde.

 

Inspiration finde ich auf Reisen, aber auch in kleinen Dingen des Alltags, in Bildern und Situationen, Tönen und Gerüchen und im Lächeln von Menschen. Durch Inspiration finde ich oftmals Ideen und Lösungen für anstehende Herausforderungen. Damit eben solche Momente der Inspiration entstehen können, muss ich selbst bestimmen können, wann und wo ich arbeiten möchte. Wie schön, nun Teil von Tourismuszukunft zu sein, wo New Work aktiv gelebt wird.

Neugierig geworden? Dann freut euch auf den kommenden Monat, denn da werde ich euch im Rahmen der TZ-Teamkommunikation noch etwas mehr über mich verraten.

 

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Content strategisch entwickeln: Die äußeren Kreise des Tourismuszukunft Ringmodells

Immer wieder betonen wir, wie wichtig es ist, sich in der Content-Strategie von einer von Kanal und Plattformen getriebenen Denkweise zu verabschieden. Zu verschieden sind die Anforderungen im Einzelfall; zu viele Faktoren spielen bei der Konzeption einer strategischen und nachhaltig erfolgreichen  Kommunikation mit hinein.

Zentrale Grundlage unserer Strategieprozesse ist das Tourismuszukunft Ringmodell, das wir in sämtlichen Beratungsprojekten einsetzen. Es dient uns als Leitfaden für alle Marketing- und Kommunikations-Maßnahmen – beginnend vom Markenkern über die interne Kommunikation und Produktgestaltung bis hin zum Produkterlebnis, dem Auftritt und letztlich der gesamten Kommunikation nach außen.

Ringmodell reloaded – von der Markenentwicklung zum Kommunikationswerkzeug

Als Werkzeug zur Markenentwicklung, basierend auf Werten, Themen und Zielgruppen, hat Johannes Böhm  das Ringmodell Anfang des Jahres bereits in einem Blogbeitrag vorgestellt. In den letzten Monaten haben wir das Ringmodell nun konsequent in Richtung eines Kommunikationstools erweitert.

In unseren Innovationsmeetings, Hangouts und Telefonkonferenzen haben wir im Team den äußersten Kreis der Kommunikation – sprich: die Ansprache – systematisch durchdacht und grundsätzlich neu aufgesetzt. Heraus kam ein ebenso logischer wie inspirierender strategischer Ansatz: das Ringmodell Reloaded.

In etlichen Kunden-Projekten und Kommunikations-Workshops testeten wir den neuen Ansatz bereits auf seine Praxis-Tauglichkeit – und waren vom begeisterten Feedback selbst überwältigt: Das Ringmodell wird als Riesen-Gewinn in der Kommunikation nach außen wahrgenommen. „In zwei Tagen hast du es geschafft, ein neues Mindset zu etablieren, das Denken umzudrehen!“ „Das Ringmodell leitet bei konkreten Fragestellungen, es hilft bei Entscheidungen!“

Fünf Fragen – fünf Elemente der Ansprache

Die Elemente der Ansprache im Tourismuszukunft Ringmodell: Geschichte (Was?) – Funktion (Warum?) – Urheber (Wer?) – Format (Wie?) – Touchpoint (Wo?)
Die Elemente der Ansprache im Tourismuszukunft Ringmodell: Geschichte (Was?) – Funktion (Warum?) – Urheber (Wer?) – Format (Wie?) – Touchpoint (Wo?)

Warum ist das Ringmodell ebenso einfach wie hilfreich? Weil es die fünf wichtigsten Fragen in der Content-Produktion stellt, beantwortet und zueinander in Relation setzt. Den äußeren Bereich der Ansprache haben wir in drei Ebenen gegliedert, denen wir fünf Fragen zugeordnet haben:

  • Was? Die Geschichte
  • Warum? Die Funktion
  • Wer? Der Urheber
  • Wie? Das Format
  • Wo? Der Touchpoint

Und wie verhilft das Ringmodell zu besseren, multimedialen und kanalunabhängigen Geschichten? Stark vereinfacht gesagt: Wir planen Content nicht von „außen“, indem wir uns überlegen, welche Inhalte auf Facebook, Twitter & Co. „funktionieren“. Mit dem Ringmodell erarbeiten wir Content strategisch, beginnend bei den Werten und Leitgeschichten einer Marke – und plötzlich eröffnet sich ein ganzes Universum an Geschichten, an die man niemals gedacht hätte.

Tourismuszukunft Ringmodell – Außenring 1: Was? Die Geschichte

Ringmodell – Außenring 1: Was? Die Geschichte
Basierend auf den Werten einer Marke erarbeiten wir die Leitgeschichte in verschiedensten Ausformungen. Strategische Schwerpunktthemen spielen ebenso eine Rolle wie die Protagonisten der Story, deren Heldengeschichten wir formulieren. Storytelling also – erzählt aus der Perspektive des Kunden (Gastes) oder der des Anbieters.

Tourismuszukunft Ringmodell – Außenring 2: Warum? Die Funktion

Ringmodell – Außenring 2: Warum? Die Funktion
Inspirieren, Informieren, Orientieren oder Unterhalten: Die Leitgeschichte kann mit unterschiedlichen Intentionen erzählt werden. Diese Funktionen bedeuten bereits eine wichtige Weichenstellung für die Auswahl von Formaten und Touchpoints.

Tourismuszukunft Ringmodell – Außenring 3: Wer? Der Urheber

Ringmodell – Außenring 3: Wer? Der Urheber
Wer erzählt die Geschichte? Das Unternehmen? Seine Kunden oder Partner? Oder können Multiplikatoren und Celebrities gewonnen werden? Damit nicht genug: Auch die Gewichtung zwischen Owned, Paid, Earned und Shared Media ist im 3. Außenring zu treffen.

Tourismuszukunft Ringmodell – Außenring 4: Wie? Das Format

Ringmodell – Außenring 4: Wie? Das Format
Fotografie oder Video? Text oder Grafik? Einwegkommunikation oder Dialog? Bevor die Entscheidung für einzelne Touchpoints getroffen wird, sollte die strategische Gewichtung einzelner Formate geklärt werden.

Tourismuszukunft Ringmodell – Außenring 5: Wo? Der Touchpoint

Ringmodell – Außenring 5: Wo? Der Touchpoint
Jetzt, wo Urheber und Formate – die Rahmenbedingungen der Content-Produktion – festgelegt sind, ist die Entscheidung für die optimalen Touchpoints keine Sache des subjektiven Gefühls mehr. Online oder offline? Auf der eigenen Website oder auf Social Media-Plattformen? Omnichannel, lautet die Anforderung des Kunden – je nach Zeit, Personal und Budget können wir nun entscheiden, wo wir unseren Content strategisch so distribuieren, dass er die beste Wirkung entfaltet.

Content von „innen“ nach „außen“ denken

„Wir haben Social Media bisher immer von der falschen Seite aus gedacht …“ Dieses Feedback aus einem meiner Workshops zeigt sehr schön, wie das Tourismuszukunft Ringmodell die Richtung des Denkens ändern kann.

Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist, dass diese Denkweise unabhängig von Plattformen und Kanälen ist – und damit bei jeglicher technologischen Entwicklung beständig bleibt. Egal ob online oder offline, Print oder Digital – unser Content-Ansatz funktioniert universal. Und genau das bildet das Ringmodell nun auch ab.

… und plötzlich wird vieles klarer

„Plötzlich ist alles so einfach, so logisch …“ Die wichtigste Voraussetzung nachhaltiger Kommunikation ist die eigene Markenidentität und die Kenntnis der eigenen Zielgruppen. Mit der letzten Version haben wir zum ersten Mal auch im Ringmodell den Bogen von den Werten bis zum Content geschlossen.

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Immer wieder TZonntags: Top 100 Brands, #TheVideoSummit Highlights, Social Virtual Reality, Storytelling

Auch diesen Sonntag können wir euch wieder einige Leseempfehlungen zu Artikeln, die wir diese Woche gefunden haben, geben. Von Google Home und Amazon Echo (Florian), über die Top 100 Brands (Johannes) und Storytelling (Kristine) bis hin zu Social Virtual Reality Experience (Catharina) ist alles dabei. Hinzu kommen noch zwei persönliche Highlights von Günter, die er beide im Rahmen des Video Summits in Leipzig erfahren durfte und meine zwei Highlights der Woche, die mit zwei Blogartikeln zu tun haben, die diese Woche in unserem Blog  erschienen sind. Viel Spaß beim Lesen!

Hinzu kommen natürlich auch wieder unsere Veranstaltungs-Tipps: Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst.

Immer wieder TZonntags vom 9.10.2016
Immer wieder TZonntags vom 9.10.2016

Trojanische Pferde – AI first!

Empfohlen von Florian

Amazon Echo und Google Home: beide Lösungen erobern gerade das eigene Heim. Sind es trojanische Pferde? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Artikel von Martin Giesler.  Eine Anwort ist klar – wir erleben gerade einen Wandel in der Denkweise; war bis vor kurzem  „mobile first“ das Leitmotiv der digitalen Welt, so ist es ab jetzt „AI first“ – und die großen Player diktieren den Takt.

Willkommen in der neuen Welt mit vielen neuen spannenden Herausforderungen (Semantische Daten; Dekonstruktion von Websites, usw) für Touristiker.

Top 100 Brands

Empfohlen von Johannes

Von mir gibt es diese Woche das Interbrand Ranking der 100 wertvollsten Marken als Empfehlung. Ganz spannend ist, neben der eigentlichen Platzierung, vor allem auch die jeweilige Veränderung zum Vorjahr. Schaut mal rein!

 

#TheVideoSummit – meine zwei persönlichen Highlights

Empfohlen von Günter

Drei Tage Leipzig, zwei Tage Video Summit: Ich bin noch immer überwältigt von der Fülle an Wow-Momenten und Inspirationen, die der #TheVideoSummit brachte! Aus den vielen Anregungen, die ihren Weg in meine Livereportage fanden (Vorbericht | Tag 1 | Tag 2), möchte ich zwei herausgreifen.

Erstens: Caspar Diederik und Mike Corey mit ihrem Workshop „What do you need in order to create exceptional video content?“ Was macht (Reise-)Videos wirklich großartig? Wer die sieben Punkte von Caspar und Mike beherzigt, wird Videos mit einem völlig anderen Auge komponieren – nicht nur als High-End-Produktion, sondern bereits beim simplen Filmen mit dem Smartphone! Wer die komplette Session auf Video mitverfolgen möchte: Catharina streamte sie live (mit freier Hand, wow!).

Wenn ich aber etwas beim #TheVideoSummit gelernt habe, dann das: Film ist das Medium der Emotionen schlechthin. Die wohl stärksten Emotionen vermittelte in Leipzig der wunderbare, geniale, schüchterne, ja ängstliche Matty Brown. Von „scared shitless“ bis „tears and cheers and huge love“: In diesem Instagram-Posting beschreibt er seinen Weg, der ihn von einer Kindheit als obdachlosen Außenseiter bis ins Rampenlicht von Leipzig führte. Mit seinem Workshop „How to create visual travel stories“ begeisterte er Videoblogger und Tourismusmanager gleichermaßen. Ganz, ganz großes Kino – im Sinne von: ganz große Emotionen!

Social Virtual Reality Experience

Empfohlen von Catharina

Facebook und Oculus sind ja schon eine Weile mit der virtuellen Welt beschäftigt. Am Donnerstag zeigte Mark Zuckerberg wie diese derzeit aussieht. Für den einen vielleicht etwas beängstigend für den anderen faszinierend. Fakt ist, dass ist keine Szene aus einer Neuauflage von ‚Zurück in die Zukunft‘, dass ist die Zukunft. Auch beim Video Summit wurde dieses Thema in der Keynote von Nicolas Chibac vorgestellt.

 

Gelebter Enthusiasmus

Empfohlen von Ben

Mein Highlight diese Woche kommt kommt von Bastian und von Catharina. Bastian schrieb diese Woche über „sein“ Projekt eLearning und Catharina über „ihren“ Video Summit, der diese Woche in Leipzig stattfand (siehe auch Immer wieder TZonntags von Günter). Highlights sind die beiden bei uns erschienen Blogartikel nicht nur wegen ihres Inhaltes und Schreibstils, sondern weil sie mir mal wieder gezeigt haben, was Tourismuszukunft ausmacht. Bastian und Catharina haben diese Woche erneut verdeutlicht, was es heißt Netzwerkpartner bei Tourismuszukunft zu sein: Enthusiasmus leben, seine eigenen Themen und Ziele verwirklichen können und das alles in einem  Team, das einen unterstützt und trotzdem alle Freiheiten lässt. Dafür möchte ich an dieser Stelle einfach danke sagen. Und euch die beiden Blogartikel von ihnen ans Herz legen!

Storytelling

Empfohlen von Kristine

Storytelling = Geschichten erzählen? Ja, aber Storytelling ist noch mehr.

Eine Geschichte ist ein Erlebnis, das durch die Augen von anderen wahrgenommen wird. Geschichten brauchen Zeit und vor allem: Bei Geschichten steht das Geschehen und die Protagonisten im Vordergrund, nicht ein Produkt.

Mein heutiger Lesetipp zu diesem Thema ist der aktuelle Blogbeitrag von Jens Scholz.

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

  • 10.10.2016: Golf in Austria, Kitzbühel (Vortrag Michael)
  • 11.-13.10.2016: Vorlesung Bodensee Campus eTourismus, Konstanz (Michael)
  • 12.10.2016: PR-Abstimmungstreffen Oberbayern Influencer Marketing (Vortrag Catharina)
  • 14.-19.10.2016: Tourismuszukunft Innovationsmeeting, Mallorca (TZ Team)
  • 25.10.2016: Fachbeirat Online-Portale (Michael)
  • 26.10.2016: Camp Coburg.Rennsteig, Coburg (Kristine Moderation)
  • 26.-30.10.2016: DRV Jahrestagung Berlin (Michael)
  • 27.-29.10.2016: Hotelcamp (Florian)
  • 27.10.2016: social media travel day, Frankfurt (Günter, Kristine)
  • 02.-04.11.2016: Deutscher Tourismustag, Dortmund (Florian)
  • 09.-11.11.2016: DGT Jahrestagung, Worms (Michael)
  • 17.-19.11.2016: SCM Intensivkurs Marketing im Tourismus, Berlin (Catharina)
  • 18.-19.11.2016: BarCamp: Service Experience Camp, Berlin (Kristine)
  • 23.11.2016: Tourismustag Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg (Florian, Keynote / Günter, Livereportage)
  • 28.11.2016: Trendforum GBZ, Koblenz (Vortrag Bastian)
  • 02.12.2016: Bayerischer Tourismustag (Florian)
  • 08.-10.12.2016: SCM Intensivkurs Social Media im Tourismus, Berlin (Kristine)
  • 27.-29.01.2017: Tourismuscamp in Ostfriesland – ausgebucht, nur noch Sponsorenplätze! (TZ Team)
  • 10.2.2017: Future Mobility Days, Nürnberg (Florian)

 

IWTZ Teaser

 

 

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Google Trips – Ein Weckruf für DMOs

Vor ein paar Tagen hat Google seine Travel App „Google Trips“ veröffentlicht. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um daran einige der größten Veränderungen und Herausforderungen, denen DMOs aktuell gegenüberstehen, zu veranschaulichen und euch ein paar Empfehlungen an die Hand zu geben.

Was kann Google Trips eigentlich?

Für alle, die sich noch nicht näher damit beschäftigt haben, hier ein kurzes Video:

Der Leistungsumfang von Google Trips ist also eigentlich recht überschaubar. Das, was es kann, macht es dafür ziemlich gut.

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In einer Übersicht zeigt mir die App eine Übersicht meiner vergangenen und anstehenden Reisen. Alles automatisch aus meinen Emails und Kalendereinträgen importiert, versteht sich. Wähle ich dann eine Reise aus, bekomme ich Informationen, die in vier Unterkategorien abgebildet werden:

  • Reservierungen: Hier sind meine Flug, Hotel, Mietwagen Buchungen, etc. hinterlegt
  • Saved Places: Habe ich selbst schon Orte in der Region meiner Reise markiert, sind diese hier hinterlegt. Das funktioniert für die persönliche Auswahl an POIs genauso, wie beispielsweise für die Wohnorte von Freunden, Treffpunkte, etc.

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  • Food & Drink: Empfehlungen für Restaurants, Bars, usw.
  • Things to do: Löst endgültig den Reiseführer ab. Neben Bildern, Bewertungen, Öffnungszeiten, Entfernung und Empfehlung für die beste Besuchszeit lassen sich die POIs nach bekannten Kategorien sortieren. Indoors, Outdoors, Kindergeeignet, … und besonders spannend: „For You“, hier schlägt mir Google die spannendsten POIs für mich vor, basierend auf meinen Interessen und meinem Verhalten.
  • Je nach Reiseziel stehen noch zusätzliche Kategorien zur Verfügung. „Day Plans“ bietet Vorschläge für komplette Tagestouren, teils zu einem bestimmten Motto. „Getting Around“ beinhaltet alle Infos zu Verkehrsmitteln, bzw. zur Mobilität am Reiseziel allgemein. „Need to know“ stellt wichtige Infos kurz und knapp zusammen, wie zur Gesundheitsversorgung für Notfälle, Einkaufsmöglichkeiten oder die Verfügbarkeit von offenen WLAN Hotspots.

Ach ja, die gesamten Inhalte sind für jede Reise mit einem Fingertipp auch offline verfügbar, so dass die gesamte Funktionalität auch ohne Roamingpaket oder WLAN gewährleistet ist. Und ja, ich höre die Datenschutz Freaks unter euch schon schreien… Aber das soll an dieser Stelle mal keine Rolle spielen. Ich für meinen Teil bin gerne bereit, für einen solchen Mehrwert mit meinen Daten zu bezahlen.

Ist halt wieder mal eine neue App – warum ist das relevant?

Warum ich euch das alles erzähle? Weil Google Trips nur das aktuellste – und vllt. anschaulichste – Beispiel dafür ist, was sich für DMOs gerade massiv verändert. Digitale Assistenten wie Siri und große Player wie Booking oder Tripadvisor befeuern die gleiche Entwicklung:
Für DMOs wird es immer schwieriger, den Gast direkt zu erreichen!
Klar, das Smartphone ist immer dabei und Diensten von Google und Co hat man gelernt zu vertrauen. Außerdem bieten die Apps meist eine erstklassige Usability. Da rücken andere Medien und Formate und auch die subjektive Wahrnehmung vor Ort schon mal in den Hintergrund…

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Das Smartphone als omnipräsenter Urlaubsbegleiter

Welche Auswirkungen hat das?

  • UGC, 3rd Party Content, Nutzerdaten, … und deren Aufbereitung durch Google Trips und Co. erhalten noch stärkeren Einfluss aufs Gästeverhalten vor Ort.
  • Als DMO „guten“ Content zu produzieren und auszuspielen wird immer anspruchsvoller. Ihr bekommt immer stärkere Konkurrenz und verliert gleichzeitig zunehmend die Hoheit über Kanäle und das Umfeld des Medienkonsums. Die transportierten Botschaften müssen also unabhängig davon funktionieren. Außerdem muss mehr denn je der Mehrwert für den Gast, bzw. Nutzer im Vordergrund stehen, um überhaupt Relevanz zu erreichen.
  • Produkt- und Markenerlebnis werden immer wichtiger! Durch die ersten beiden genannten Punkte und die steigende Transparenz ist die tatsächliche Ausgestaltung und die gefühlte Qualität der touristischen Erlebnisse von so zentraler Bedeutung wie noch nie! Aus Gästesicht doch gar nicht so schlecht, oder? „Gute“ Destinationen und starke Marken haben dadurch auch wenig zu befürchten.

Wo gilt es jetzt anzupacken?

  • Denkt eure (touristischen) Marken holistisch, eine Marke ist nicht nur ein Logo und ein Claim! Eben nicht nur „Look“, sondern „Look and Feel“. Und seid an dieser Stelle ehrlich zu euch selbst und fokussiert euch! Welche Gefühle, welche Emotionen verkörpert eure Region oder Stadt wirklich? Richtet all eure Gästeerlebnisse gezielt darauf aus. Wenn jedes Erlebnis eure einmalige Identität in sich trägt, wird ganz automatisch das „richtige“ Bild von euch nach außen transportiert!
  • Arbeitet an eurem Produkt, am Gästeerlebnis! Erhöht nicht nur den objektiv messbaren Standard, sondern richtet euch nach den spezifischen Wünschen und Bedürfnissen eurer Zielgruppe. Habt den Mut auch ganz bewusst bestimmte Personengruppen nicht anzusprechen!
  • Geht eure Contentproduktion und Kommunikation strategisch an, ansonsten seid ihr in der Irrelevanz verschwunden, noch bevor ihr den neuen Wander-Folder produziert habt! Schafft in jedem Fall Grundlagen, pflegt eure Daten und stellt diese standardisiert zur Verfügung. Sensibilisiert eure Akteure!

Nochmal kurz und knackig bitte

Arrangiert euch mit dem veränderten Mediennutzungsverhalten eurer Gäste und kämpft nicht gegen Windmühlen! Nutzt anstatt dessen einen Großteil eurer Ressourcen für die Arbeit am Gästeerlebnis vor Ort. Holt euch dazu so viele Akteure und lokale Gruppierungen mit ins Boot wie möglich, denn das Gästeerlebnis hört nicht an der Hoteltür auf!
Ja, das ist aufwändig und anstrengend und erfordert ehrliches Commitment der Tourismusverantwortlichen, der Politiker, der Akteure vor Ort und aller Beteiligten. Zu allem Überfluss braucht es, neben einem grundsätzlichen Umdenken, vielerorts auch noch eine Neuformulierung des politischen Auftrags… Aber es lohnt sich. Langfristig ist es der einzig erfolgreiche Weg!
Seht euch als DMO als Identitätsstifter, Qualitätsprüfer, Unterstützer, Vermittler, Vordenker, Motivator, Kommunikator, … seid Enabler für euren (touristischen) Standort!

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Tourismuszukunft in Leipzig – TZLeipzsch

Schon wieder eine Woche ist es her, dass sich unser gesamtes Team in Leipzig, Catharinas neuer Wahlheimat getroffen hat. Was haben wir da getan und was ist geblieben?

Leipzig

Wir alle haben Leipzig als tolle, weltoffene Stadt erlebt, in der die Artefakte der Vergangenheit ganz natürlich mit modernen Elementen harmonisieren und diese vielfältige Einheit auch ganz alltäglich gelebt wird. Einige von uns kannten Leipzig schon vorab, einige waren zum ersten Mal für ein paar Tage dort, aber wir alle waren beeindruckt und haben uns dort sehr wohl gefühlt!

https://www.instagram.com/p/BHpkUvOhNaD/

 Warum wir überhaupt unsere #TZinno’s machen

Wir sitzen ja nicht tagtäglich im Büro an- und aufeinander und freuen uns wirklich sehr, wenn wir uns alle gemeinsam einmal wieder (physisch) treffen. Unsere #TZInno (Tourismuszukunft Innovations Meetings) dienen daher neben dem inhaltlichen Austausch auch dem – wie Kristine zu sagen pflegt – #Flausch – und vor allem dem weiterentwickeln von uns, als Netzwerk selbst.

Auch für uns selbst ist dabei immer wieder die Dynamik spannend, die wir durchlaufen. Wir sind ein eingeschworenes, vertrauensvolles, freundschaftlich verbundenes Team und doch haben und BRAUCHEN wir ab und an Punkte mit weniger positiver Energie. Um uns selbst wieder der (Mehr)Werte unseres Netzwerks bewusst zu werden und wieder konsequent und voller Enthusiasmus gemeinsam unserer gemeinsamen Vision Richtung Zukunft entgegen zu laufen!

Was hat uns das TZinno in Leipzig gebracht?

Wir für unseren Teil haben uns bei unserem Innovationsmeeting in Leipzig gleichermaßen rekalibriert. Wir haben uns selbst hinterfragt, gesammelt und neu auf unsere gemeinsame Vision eingeschworen. Zugegebenermaßen waren wir selbst fast erstaunt, wie sehr sich Kanäle, Formate – operatives Handeln allgemein – aus einer klaren Vision und einer positiven Organisationskultur fast von selbst ergeben. Gute Grundlagen sind einfach Gold wert. Wer hier zu oberflächlich vorgeht, wird irgendwann immer davon eingeholt.

https://www.instagram.com/p/BHu3o7tgG26/

Bei Tourismuszukunft leben wir in einer Organisationsstruktur mit echten Charakteren, die gewöhnliche Top-Down-Prinzipien schlicht nicht mehr funktionieren lassen. Dies betrachten wir als riesige Chance! Prozesse müssen anders angelegt werden und bekommen dadurch gleichzeitig eine ungleich höhere Nachhaltigkeit und Persistenz innerhalb der Strukturen, auch wenn es zur Aushandlung der Schritte manchmal etwas mehr Zeit und Energie braucht. Dies wird zukünftig der einzige Weg für alle erfolgreichen Akteure sein.

Wir freuen uns mehr denn je, FÜR Euch die Zukunft zu gestalten und am allermeisten sie MIT Euch zu erleben! Das digitale Zeitalter bietet uns gewaltige Möglichkeiten – lasst sie uns gemeinsam nutzen!

Ein Innovationsmeeting auch für euch – warum nicht?

Habt Ihr das Gefühl, solch ein Format könnte auch Euch vorwärtsbringen? Ihr habt schon länger das Gefühl, ihr wollt wirklich ein Stück weiterkommen, schafft aber einfach den entscheidenden Schritt nicht? Wenn Ihr es ernst meint, dann ist der Schritt heraus aus Eurer täglichen Umgebung genau der richtige!

Ein paar Tage zusammen, im richtigen Setting können wahre Wunder bewirken. Wir freuen uns, Euch bei einem Changeprozess mit einem eigenen Innovationsmeeting unterstützen zu können. Lasst uns für ein paar Tage gemeinsam der alltäglichen Welt entfliehen um sie umso mehr zu verändern, wenn wir zurückkommen!

 

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Immer wieder TZonntags: Digitaler Fußabdruck, Youtube Livestreaming, Top 100 Marken, Pinterest Visual Search, Influencer

Ich hoffe, ihr habt alle den langen Fußball-Abend gestern gut überstanden? Gut, dann können wir ja direkt mit unseren Linktipps loslegen.

Dort gibt es heute Neuigkeiten von zwei großen Social-Media-Anbietern: Catharina berichtet von Youtube Lifestreaming und bei Günter geht es um die Visual Search von Pinterest.

Johannes widmet sich den Top 100 Marken (Wer steht wohl auf Platz 1?) und Basti zeigt euch euren digitalen Fußabdruck (zumindest einen Teil davon). Von mir gibt es dazu noch einen Beitrag über Influencer.

Und wie immer: Viel Spaß beim Lesen!
Kristine
Immer wieder TZonntags: Youtube Livestreaming, Pinterest Visual Search, Top 100 Marken, Influencer

Die 100 beliebtesten Marken

Empfohlen von Johannes

Die US-Werbeagentur Moosylvania führt regelmäßig eine Befragung unter mehreren tausend Millennials durch, um deren beliebteste Marken zu identifizieren. Die aktuelle Top 100 schön aufbereitet findet ihr hier. Schaut mal rein, ich finde es sind ein paar ganz spannende Ergebnisse dabei. Nur die Topplatzierung war irgendwie vorhersehbar…

 

Twitter Dashboard? Ja, eh … Aber der Hit der Woche ist Pinterest Visual Search!

Empfohlen von Günter

Ja … Natürlich sollte ich diese Woche über den Launch des Twitter Dashboard sprechen: Monitoring, Analytics, konfigurierbare Feeds und vorprogrammierbare Tweets für kleine Unternehmen … Ach, seht es euch einfach auf dashboard.twitter.com an; dort könnt ihr Dashboard schon vor dem offiziellen Start der App nutzen!

Woran ich in dieser Woche aber nicht vorüber kann, ist etwas anderes, potenziell ganz Großes … Pinterest kündigte seine Visual Search an, die Objekte über die Smartphone-Kamera identifiziert, vergleichbare Postings findet UND sofort den Online-Einkauf ermöglicht – nicht nur über die App, sondern auch in anderen Webshops!

Streng genommen hat Pinterest Visual Search nichts mit Augmented Reality und erst recht nichts mit Virtual Reality zu tun. Dennoch bespielt sie dasselbe Feld, indem Sie eine Brücke zwischen Online und der realen Welt schlägt.

Die Tragweite von Pinterest Visual Search ist darum nicht nur für den eCommerce, sondern auch für den Tourismus nicht zu unterschätzen. „Das nennt man dann wohl ‚transmedialen Verkauf‘“, kommentierte Stefan Heinisch mein Posting auf Facebook, „Inspiration und Sales, wann immer und wo immer ich will – I like!“

Pinterest Visual Search

 

 

Live-Streaming aus der Youtube-App

Empfohlen von Catharina

Schon sehr erstaunlich, wie lange es gedauert hat, bis YouTube nun auch mit einer einfachen, mobilen und schnellen Live-Streaming-Funktion um die Ecke kommt. Periscope (Twitter) und vor allem Facebook haben es vorgemacht. Natürlich ist der Live-Stream über YouTube schneller und stabiler als die Konkurrenz. 🙂 Das Teilen und Archivieren läuft wohl ähnlich wie bei aufgezeichneten Videos ab. Man darf gespannt sein, wie die neue Funktion angenommen wird und wie die Inhalte auf der Plattform zukünftig weiter eingebunden werden können.

Quelle: YouTube
Quelle: YouTube

 

Der digitale Fußabdruck wird sichtbar

Empfohlen von Bastian

Am Dienstag bin ich über diesen spannenden Artikel bei t3n gestolpert, der den digitalen Fußabdruck bei Google einmal sichtbar macht.

Google macht euren digitalen Fußabdruck sichtbar (Bild: Google)

Schon spannend, wie oft man eigentlich täglich in den Kontakt mit irgendeinem Google Dienst kommt!

Wer selbst einmal sehen will, was er in den letzten Monaten so getrieben hat oder die ein oder andere Suchanfrage doch lieber aus seinem Verlauf löschen möchte, kann das ab sofort auf Google Myactivity tun.

 

Influencer?

Empfohlen von Kristine

Mein Link-Tipp der Woche beschäftigt sich bei der W&V mit der Frage: Woher kommen plötzlich all diese Influencer? Dabei wird auch das Thema Zahlen angesprochen. Denn nur, weil jemand viele Follower hat, ist derjenige nicht automatisch auch ein Influencer.

Das Fazit des Beitrags:

Ein Influencer ist nicht jemand, der eine möglichst große Zahl an Followern hinter sich versammelt. Ein wirklicher Influencer ist jemand, der über eine gewisse Expertise verfügt und bei seinen Followern großes Vertrauen genießt.

Qualität vor Quantität heißt die Devise für euch und eure Aktionen!

 

Veranstaltungs-Tipps

Nachfolgend unsere Veranstaltungstipps für Tagungen, BarCamps etc., auf denen ihr uns treffen könnt – auf der Bühne oder als Teilnehmer.