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10 Tipps für die passenden Texte zur Gästeansprache

Überall, wo du mit deinem (potenziellen) Gast in Kontakt kommst, gibt es Texte. Auf der Website. Auf Informationstafeln am Wanderweg. Beim direkten Gespräch in der Tourist-Information. Texte – so einfach und doch so kompliziert. Denn: Was sind die passenden Wörter? Was die passenden Formulierungen? Und vor allem: Warum braucht es immer so lange, bis der fertige Text steht?

Hier ein paar Tipps, wie du deine Texte optimieren kannst bzw. wie du besser ins Schreiben kommst.

 

1. Ein Ziel für deinen Text haben

Was soll dein Text erreichen? (Foto: Greg Snell)

Wenn du einen Text schreiben willst, gibt es einen Grund dafür. Welcher ist das? Sicherlich nicht, dass zwei leere Seiten im neuen Magazin darauf warten, von dir gefüllt zu werden. Stattdessen: Was soll dein Text erreichen? Was soll dieser mit den Lesenden machen? Sollen sie am Ende denken „Hey, das klingt wirklich interessant, da sollte ich mal tiefer eintauchen.“ oder eher „Super, ich habe jetzt alle Informationen, um mich direkt auf den Weg zu machen.“?

Geht es also darum, die Lesenden zu inspirieren mit deinem Text, sie zu informieren, ihnen Orientierung zu geben oder vielleicht auch einfach nur darum, sie zu unterhalten? Dieses Ziel solltest du im gesamten Prozess des Textens vor Augen haben: Was ist der Mehrwert deines Textes für die Lesenden? Warum sollen sie ihre wertvolle Zeit in diesen Text investieren?

 

2. Gegen das weiße Blatt anschreiben

Einfach loslegen, ob am Rechner, per Hand oder an der Schreibmaschine – ganz, wie es für dich am besten funktioniert (Foto: Greg Snell)

Der größte Feind beim Texten ist das weiße Blatt, die größte Herausforderung für viele das Anfangen. Schreib einfach drauf los. Hab nicht den Anspruch, dass die ersten Wörter und Sätze direkt perfekt sind. Lass einfach all deine Gedanken in die Tastatur fließen. Das „richtige“ Formulieren kannst du machen, wenn du im Fluss bist und die Grundidee für deinen Text hast.

Ein Text über das Texten. Ich könnte mit den Zielgruppen anfangen. Allerdings sind die ja alle unterschiedlich. Da konkrete und dennoch allgemeingültige Tipps rauszuziehen, wird schwierig. Und wenn ich wieder mit direkt zum Einstieg mit dem Markenkern als Basis komme, denken alle, „boah, schon zig mal gelesen“. Besser also deutlich pragmatischer angehen.

 

3. Eine Idee für deinen Text haben

Nach den ersten Fingerübungen kristallisiert sich oft bereits eine Idee heraus, in welche Richtung dein Text laufen kann. Bei längeren, umfangreicheren Texten hilft mir persönlich auch oft, noch eine Nacht drüber zu schlafen. Dann ergibt sich oft von selbst, ob der Text in Form eines persönlichen Erlebnisberichts, einer Checkliste oder einer sachlichen Beschreibung am besten funktioniert.

 

4. Das Wichtigste an den Anfang

Bei Terminen ist es der Kaffee. Was ist das Wichtigste für den Beginn deines Textes? (Foto: Greg Snell)

Du kennst es: Nicht alle Texte, die wir zu lesen anfangen, lesen wir bis zum Schluss. Pack deshalb das Wichtigste, was deine Lesenden mitnehmen sollen, direkt an den Anfang. Auch ein Ausblick, was die Lesenden in deinem Text erwartet, hilft ihnen dabei zu entscheiden, ob der Text für sie sinnvoll ist.

 

5. Eine Inspirations-Liste anlegen

Erstell dir eine Liste passender Wörter und Formulierungen. Das funktioniert wunderbar über eine Mindmap, am besten ausgehend von deinen Themen.

Sammle passende Wörter und zugehörige Synonyme oder Formulierungen. Hab die Liste immer präsent und passe diese kontinuierlich an. Auf diese Weise erhältst du einen großartigen Fundus, der dir weiterhilft, wenn es beim Texten mal hakt.

Wandern – schlendern, straffen Schrittes, mit weit ausholenden Schritten, durch den Wald streifen, den Hinweisschildern folgen, den Berg erklimmen, über den federnden Waldboden…

 

6. Eine Vermeidungs-Liste anlegen

Ab in die Tonne mit allen Wörtern, die du nicht verwenden magst. (Foto: Greg Snell)

Leg dir ebenso eine Nicht-Liste an, also sammle Wörter und Formulierungen, welche du vermeiden willst (zum Beispiel „schön“, „gut“). Du hast eine persönliche Schwäche für bestimmte Füllwörter, welche deinem Text keinen weiteren Inhalt hinzufügen oder deine Aussagen schwächen („ziemlich“, „eigentlich“)? Ab auf die Nicht-Liste mit ihnen.

 

7. Die fünf Sinne durchlaufen

Was siehst, hörst, riechst, schmeckst oder fühlst du bzw. dein*e Protagonist*in in der Situation? Was genau passiert beim Wandern durch den Wald? Gerade diese Details machen deinen Text ansprechend. Erschaffe mit deinen Texten Bilder im Kopf des Lesenden. Nutze Beschreibungen, Vergleiche, Lautmalereien.

Wichtig hierbei: Achte darauf, dass deine Inhalte glaubwürdig bleiben. Pack also nicht die Sichtungen von Reh, Wildschwein und Wildkatze in deinen Text (es sei, denn, es handelt sich um den Besuch eines Wildparks…).

 

8. Kontrolle

Der inspirierendste Text holt deine Leserin bzw. deinen Leser aus dem Lesefluss heraus, wenn sie über Rechtschreibfehler, fehlende oder doppelte Wörter stolpern. Deshalb: Bevor du deinen Text irgendwo veröffentlichst, immer noch einmal Korrektur lesen (lassen).

Die Rechtschreibprüfung in Word oder WordPress hilft dir dabei, einige Flüchtigkeitsfehler auf einen Blick zu sehen. Aber lass dich nicht irritieren: Manche rot unterkringelte Wörter – wie bei mir hier gerade „unterkringelt“ – sind doch richtig geschrieben.

 

9. Ausmisten

Storytelling (Tourismuszukunft)
Alles weg, was stört. Schließlich willst du am Ende gelesen werden. (Foto: Greg Snell)

Nicht nur die Kontrolle auf Rechtschreibung und fehlende oder doppelte Wörter ist wichtig. Schau bei der Kontrolle noch einmal darauf, ob dein Text wirklich sein Ziel erfüllt, ob der Aufbau passt, ob du deine Füllwörter vermieden hast. Dies ist der perfekte Moment, um noch einmal zu checken: Hast du aktiv geschrieben statt passiv? Verwendest du Verben und Adjektive anstelle von einer Substantivierung nach der anderen?

Lies dir deinen Text am besten einmal laut vor. Dabei merkst du am schnellsten, wo es hakt.

 

10. Die richtige Basis

Dieser Punkt gehört an sich gaaaaanz an den Anfang dieses Beitrags. Und damit habe ich bereits meinen eigenen Tipp Nummer 4 nicht berücksichtigt: Das Wichtigste an den Anfang. Aber ich glaube, wenn du hier öfter mitliest, kennst du mein Mantra mittlerweile und hast dies bereits verinnerlicht:

  • Du musst wissen, wer du bist und wofür du stehst, damit du weißt, worüber du schreiben kannst. Dein vielbeschworener Markenkern, deine Identität.
  • Du musst wissen, wen du ansprechen willst und was der- oder diejenige an Bedürfnissen hat, damit du weißt, worüber du schreiben sollst. Dein vielbeschworener Wunschgast.
  • Du musst wissen, wie dein Wunschgast angesprochen werden will, damit du weißt, in welcher Form du am besten schreibst. Solltest du Fachwörter und Anglizismen verwenden oder besser nicht? Lieber kunstvoll verschachtelte oder besser kurze Sätze? Lieber tiefgängige Interviews und Reportagen oder besser schnell greifbare Checklisten und Tipps?

All diese Fragen gehören ganz an den Anfang deines Textens. Und all diese Fragen sollten Bestandteil deiner Strategie sein.

 

Unterschiedliche Leute für unterschiedliche Texte

Uns ist hier letztens noch einmal bewusst geworden, wofür wir selbst alles Texte schreiben:

  • Beim Zusammenstellen einer Gesamtstrategie oder einer Content-Strategie.
  • Beim Verschriftlichen einer Leitgeschichte als Kondensat all deiner Werte und natürlichen Voraussetzungen.
  • Beim Erstellen von Checklisten oder von erklärenden Texten (bspw. zum Thema Open Data) für Leistungsträger.
  • Aber auch beim Erstellen von Beispieltexten für ausgewählte Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
  • Und natürlich – nicht zu vergessen – beim Schreiben von Blogbeiträgen für dich, wie diesen hier.

All diese Texte haben eine andere Ausrichtung, gehen unterschiedlichen Leuten im Team leichter oder schwerer von der Hand. Entsprechend verteilen wir, wer welche Texte übernimmt.

Welche Texte begleiten dich in deinem beruflichen Alltag? Was sind deine Herausforderungen und was sind deine persönlichen Hacks? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

 

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Destinationen Kommunikation MaFo/ Marktentwicklung Marketing & Vertrieb

Was Service Design ist und was es leisten kann

Wir sind neugierig. Deshalb steht der enge Austausch im Team bei uns sehr zentral. Doch auch der Austausch mit anderen Unternehmen und Menschen, der Besuch von Veranstaltungen oder Barcamps sowie natürlich die generellen Weiten des Internets mit all seinen Alerts, Webinaren, Newslettern und Whitepapern. All dieser Input kommt uns selbst und letztlich natürlich auch unseren Auftraggeber*innen zugute.

Letztens waren Andrea und Kristine ganz „oldscool“ bei einem dreitägigen Seminar. Thema: Service Design. Durchgeführt wurden diese sogenannten Service Design Essentials von Marc Stickdorn, Adam Lawrence und Markus Hormess.

Die Zielstellungen für uns für diese drei Tage waren:

  • Das uns bekannte Vorgehen in Service-Design-Projekten hinterfragen und optimieren.
  • Ideen für neue sinnvolle Service-Design-Maßnahmen erhalten – sowohl für uns bei Tourismuszukunft intern, als auch natürlich mit Blick auf unsere Auftraggeber*innen und deren Gäste/Kund*innen.

Ein paar Punkte möchten wir gerne direkt auf diesem Weg mit dir teilen.

Oft wird Service Design hierauf reduziert: Post-its schreiben, kleben, sortieren
Wesentlicher Part von Service Design: Post-its schreiben, kleben, sortieren

Tipps rund um Service Design

Was ist Service Design eigentlich?

Bei Service Design geht es darum, Services zu designen, also Dienstleistungen zu gestalten. Das Produkterlebnis gestalten – das geht deutlich über die Größe des Bettes in einem Hotelzimmer hinaus.

Verschiedene Begriffe schwirren hierfür durch die Gegend: UX-Design, Design Thinking, Experience Design… Aber ganz ehrlich: Letztlich ist der Begriff selbst egal. Es kommt auf die Inhalte, die Umsetzung an. Das gilt auch, wenn du intern in deinem Unternehmen Service-Design-Methoden einsetzen möchtest – manchmal sind diese einfacher umzusetzen, ohne das Wort Service Design nur einmal in den Mund zu nehmen. Einfach machen.

Was sind Merkmale von Service Design?

Zu beachten sind die folgenden Rahmenbedingungen für Service-Design-Prozesse:

  • User-centered: Bedingungslose Orientierung an Kund*innen/Gästen.
    Es geht nicht darum, was du als Unternehmen möchtest oder kannst. Es geht immer darum, was deine Kund*innen möchten.
  • Co-creative: Gemeinsamer Prozess mit den Kund*innen/Gästen.
    Um zu wissen, was die Kund*innen möchten, fragt man sie am besten selbst. Beobachtet sie. Lässt sie neue Dinge austesten.
  • Sequencing: Service als Sequenz vieler einzelner Berührungspunkte.
    Es geht nicht nur um das Hotelzimmer und wie dieses gestaltet ist oder darum, wie ich als Gast an der Rezeption empfangen werde. Vielmehr beginnt das Produkterlebnis damit, wie sich mir die Destination bei der Ankunft präsentiert. Und gehen wir noch ein paar Schritte zurück, dann sind wir bei der Inspirationsphase und der gezielten Informationssuche vor der Buchung. Kurz: viele einzelne Kontaktpunkte, die sich wiederum in viele kleine einzelne Kontaktmomente aufschlüsseln lassen. Und in jedem steckt das Potential, die Kund*innen zu begeistern.
  • Evidencing: Schaffung physischer Evidenzen für nicht greifbaren Service.
    Der Klassiker hier: Wie wird dem Hotelgast gezeigt, dass das Bad geputzt wurde? Indem das Toilettenpapier zu einem Dreieck gefaltet wird. Service, Dienstleistungen also sichtbar machen.
  • Holistic: Ganzheitlicher Blick statt zu kleiner Fokus.
    Du kannst einzelne Produkte nicht losgelöst vom Umfeld betrachten: Wenn du einen Tisch verkaufen willst, solltest du das Wohnzimmer kennen, in welchem dieser Tisch stehen soll, die Anwendungsmöglichkeiten für den Tisch etc. Es geht beim Thema Ganzheitlichkeit immer auch um Pre-Service (die Erwartungshaltungen), den Service selbst (das tatsächliche Erlebnis) sowie den Post-Service (Ist der Gast zufrieden oder nicht? Wie gehen dieser und ich als Unternehmen hiermit um?).

Was sind Methoden von Service Design?

Die Kund*innen bzw. Gäste stehen, wie du siehst, im Mittelpunkt dieser Arbeitsweise. Eine Methode aus dem Service Design, die Persona, macht dies besonders gut deutlich: ein idealtypischer Vertreter der Zielgruppe wird anhand eines Art Steckbriefs persönlich mit all seinen Werten und Einstellungen, seinem Konsum- und Informationsverhalten gestaltet. Bei neu zu entwickelnden Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen sowie Produkten kann dann immer geschaut werden: Was genau ist für diesen Gast wichtig?

Dieser Persona-Steckbrief macht noch einen wesentlichen Bestandteil von Service Design deutlich: Die Visualisierung. Ob Visualisierung mittels Post-its, mittels Steckbriefen, mittels Canvas, mittels Prototyping… – beim Einsatz von Service Design entstehen jede Menge Daten, welche strukturiert und aufbereitet werden müssen.

Base your customer journey on f***ing research
Base your customer journey on f***ing research

Tipps für deine Service-Design-Prozesse

  • Daten sind die Basis für alles. Es geht nicht darum, sich beispielsweise als Persona eine Wünsch-dir-was-Person zusammen zu basteln. Alles gilt es, mit Daten zu hinterlegen, idealerweise mit Daten aus mindestens drei verschiedenen Quellen bzw. Marktforschungsmethoden. Hier heißt es dann auch: Geh raus und sprich mit deinen Gästen! Sie wissen am besten, was für sie wichtig ist. Hinterfrage so lange, bis du nichts Neues mehr erfährst. Und hinterfrage gut. Die richtige Antwort ist nicht unbedingt die erste.
  • Service Blueprint für den Blick hinter die Kulissen. Oft beschäftigen sich Projekte rein mit der Außenwirkung. Tolle Maßnahmen und Aktivitäten in Richtung der Gäste werden entwickelt. Was bedeuten diese aber für das Unternehmen inklusive seiner Partner und Dienstleister? Konkrete Ableitungen für die verschiedenen Abteilungen sind notwendig, egal ob die Produktentwicklung, die Informationsabteilung, die Presseabteilung oder auch die Buchhaltung. Wer muss was konkret tun? Wer muss mit wem worüber reden? Wer benötigt ein Lager? Was passiert also überall da, wo die Kunden nicht hinschauen können?

Soweit nur zwei erste Tipps. Mehr gibt es sicherlich in unseren anstehenden Projekten sowie in unseren Erfahrungsberichten über diese.

 

Für uns als stark digital organisiertes Unternehmen war generell die Teilnahme an einem Offline-Seminar sehr spannend. Sehr schön, mal auf der anderen Seite im Seminar zu stehen – rein als Teilnehmerin, nicht als Referentin. Einige Ideen für Moderationstechniken haben wir hiervon ebenso mitnehmen können. Und für dich haben wir noch ein paar Tipps für deinen nächsten Seminarbesuch zusammengestellt.

Tipps für deine nächste Seminarteilnahme

Prototyping: Ideen konkretisieren und testen - wesentlicher Bestandteil im Service Design
Prototyping: Ideen konkretisieren und testen

Was nehmen wir von unserem dreitägigen Seminar mit – losgelöst vom Inhalt?

  • Wenn du an einem Seminar teilnimmst (egal, wie lange dieses dauert), dann sorg dafür, dass du tatsächlich an diesem teilnehmen kannst, Du also nicht von laufenden Projekten abgelenkt bist, sondern dich voll und ganz auf das Seminar konzentrieren kannst.
  • Falls du mit Kolleg*innen zusammen an dem Seminar teilnimmst, dann werdet in  verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv. Wenn jeder an einem anderen Arbeitstisch steht, lernt ihr mehr Leute kennen, lernt mehr andere Sicht- und Herangehensweisen kennen und bekommt so auch mehr Input.
  • Falls du mit Kolleg*innen zusammen an dem Seminar teilnimmst, dann nehmt euch am Abend die Zeit, das am Tag Gelernte gemeinsam zu besprechen und hinterfragen zu können: Was bedeutet das für uns? Was können wir wie damit anfangen? Gerade dieser Part hat uns beiden sehr viel gebracht und trägt sicherlich auch zur Nachhaltigkeit des Seminars bei. Deshalb auch direkt die folgende Empfehlung:
  • Wenn jemand aus deinem Team an einem Seminar teilnehmen möchte, schau, für wen dieses außerdem interessant sein könnte. Denn das Erlebte direkt austauschen zu können und gemeinsam Ableitungen und Konsequenzen für die zukünftige Arbeitsweise im Unternehmen zu entwickeln, bringt nicht nur frischen Wind, sondern macht außerdem viel Spaß.

 

Du hast Fragen zu Service Design oder auch zu unserem besuchten Seminar? Dann gerne her damit!
Andrea & Kristine

 

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Destinationen Marke Marketing & Vertrieb Technik/ Web & Tech

Warum Thüringen im Tourismus ein echtes Best Practice ist!

Wir arbeiten an vielen Tourismusstrategien in Bundesländern, Regionen und Orten. Jede einzelne hat einen individuellen Zugang und ist flexibel an die Ausgangssituation angepasst. Was uns bei der Tourismusstrategie 2025 des Landes Thüringen ganz besonders freut, ist die konsequente Fokussierung. Sei es in der Phase der Strategieformulierung bis hin zur aktuell laufenden Umsetzung dieser Strategie. Was uns bei der Thüringer Tourismusstrategie darüber hinaus glücklich macht: Dass wir als Team von Tourismuszukunft unsere verschiedenen individuellen Kompetenzen einbringen und miteinander vernetzen konnten.

Ein kleiner „Werkstattbericht“.

Werkstattbericht Thüringen
Werkstattbericht Thüringen

Konsequenter Fokus bei Zielgruppen und Produkten

Gleiche Instrumente, unterschiedliche Ergebnisse

Am Ende sind doch alle Tourismusstrategien gleich. Alle machen jetzt auf SINUS-Milieus und alle wollen dort die oberen Segmente abgreifen.

So oder ähnlich formuliert hören wir das öfter. Und die Antwort hierauf lautet: Jein.

Zum einen nutzen nicht alle die SINUS-Milieus. Wir empfehlen diese allerdings tatsächlich sehr oft als Zielgruppensystematik. Weil die SINUS-Milieus auf umfangreichen Marktforschungsdaten aufbauen, wertebasiert aufgesetzt sind, regelmäßig weiterentwickelt werden, auch auf internationale Märkte übertragbar sind und sehr klare Hinweise für die eigene Produktentwicklung und das Marketing liefern.

Zum anderen: Ja, nahezu alle wollen die oberen Segmente ansprechen, gerade auch, weil diese als Leitzielgruppen für die darunter liegenden Milieus dienen. Aber zwischen Konservativ-Etabliertem Milieu und Milieu der Performer gibt es schon gewaltige Unterschiede. Darüber hinaus findet sich gerade auch die mittlere Ebene mit dem Milieu der Bürgerlichen Mitte und dem Adaptiv-Pragmatischen Milieu sehr oft in touristischen Tourismusstrategien wieder.

Thüringer Tourismusstrategie 2025: Fokus, Fokus, Fokus

Was hat Thüringen in diesem Rahmen gemacht? Thüringen setzt konsequent auf vier konkrete Leitprodukte, welche im Inspirationsmarketing ganz vorne an stehen und einen eigenen Reiseanlass darstellen, und hat diesen Leitprodukten vier passende Zielgruppen zugewiesen:

  • Konservativ-Etabliertes Milieu, Reisemotiv: Kennerschaft -> Leitprodukt: Weimar
  • Liberal-Intellektuelles Milieu, Reisemotiv: Faszination -> Leitprodukt: Wartburg
  • Sozialökologisches Milieu, Reisemotiv: Sehnsucht -> Leitprodukt: Rennsteig
  • Adaptiv-Pragmatisches Milieu, Reisemotiv: Neugierde -> Leitprodukt: Erfurt

Umsetzung dieser Strategie mittels Service Design

Gemeinsam mit Florian aus unserem Team wurden die genannten Milieus auf Basis der Leitprodukte ausgewählt sowie Personasteckbriefe hierzu entwickelt, validiert durch qualitative Interviews. Ergänzend zu den Personasteckbriefen wurden ebenso Videos zu den einzelnen Zielgruppen mit echten Zielgruppenvertretern produziert. Die wohl aktuell schönsten und besten Persona-Videos im Tourismus, sehenswert!

Kristine übernahm und lief mit den neu geschaffenen Reisemotivgruppen in Thüringen – das heißt den touristischen Vertreter*innen von Regionen, Städten sowie konkreten Attraktionen, passend zum jeweiligen Milieu – die Customer Journey der Zielgruppen durch. Hieraus ergaben sich ergänzende Anforderungen an die konkreten Produkte sowie die Kommunikation von diesen, die in Smaply – einem Tool zur Visualisierung & Dokumentation von u.a. Customer Journeys – überführt wurden. Abgeleitet hieraus: Kriterien zur Auswahl von Kompetenzbeweisen. Kompetenzbeweise ergänzen die Leitprodukte, zielen ebenso auf die konkreten Bedürfnisse der Zielgruppen ab und sind einen Umweg während der Reise wert. Sie sind wichtig, um auch anderen Produkten im Land eine Vermarktungs- und Entwicklungsperspektive zu geben.

Infografik Produkte in Thüringen
Infografik der Thüringer Tourismus GmbH: Produkte in Thüringen

Unterschiedliche Milieus benötigen eine unterschiedliche Ansprache. Basisinformationen sind in den Daten vom SINUS-Institut zu finden. Für die Content-Planung sind diese Informationen allerdings nicht ausreichend und wurden deshalb über weitere Interviews ergänzt. Catharina überführte all diese Informationen – von der Strategie bis zur operativen Umsetzung – in einen Content-Leitfaden, sodass die Akteure im Land eine klare Guideline an die Hand bekommen, wie und mit welchen Formaten sie welche Zielgruppe am besten ansprechen können.

Content-Anforderungen Konservativ-Etabliertes Milieu/Reisemotiv Kennerschaft
Beispiel Content-Anforderungen Konservativ-Etabliertes Milieu/Reisemotiv Kennerschaft

Unterstützung bei strategischer Produktentwicklung

Nicht nur Marketing, sondern konkrete Umsetzungshilfen

Strategien beschäftigen sich sehr oft mit der Marketingkomponente. Als Grundlage für die Umsetzung werden herausragende Produkte genannt. Wo genau diese herkommen und wie diese entstehen, bleibt teilweise sehr nebulös.

In Thüringen wird ganz konkret Unterstützung bei der eigenen Produktentwicklung im Sinne der Thüringer Tourismusstrategie angeboten. Die bereits genannten Kompetenzkriterien bieten eine sehr konkrete Basis, in welche Richtung es mein Produkt zu entwickeln gilt.

ErlebnisWerkstatt Thüringen

Erlebniswerkstatt Thüringen
Screenshot ErlebnisWerkstatt Thüringen

Die sogenannte ErlebnisWerkstatt dient als digitaler Assistent bei der Produktentwicklung. Mit Hilfe von Story Mapping und Rapid Prototyping wurde ein Konzept unter Begleitung von Florian entwickelt, das den Nutzer – in dem Fall touristische Akteure aus Thüringen – in den Blick nimmt. Egal, ob der entsprechende Akteur erst einmal nur Inspiration sucht, schon eine Idee für ein Produkt hat oder sogar bereits ein konkretes Produkt vorweisen kann – für alle Schritte bietet die ErlebnisWerkstat Hilfe und Unterstützung:

  • Best-Practice-Beispiele, Trends sowie Studien zur Inspiration
  • Check einer Idee auf Passgenauigkeit zur Zielgruppe sowie zur Marke Thüringen
  • Informationen zu Fördermöglichkeiten, Ansprechpartner*innen etc. für konkrete Produkte
  • Check eines konkreten Produktes auf die Kriterien der Familienmarke sowie der Zielgruppenbedürfnisse
  • Informationen, wie man Familienmitglied der Familienmarke werden kann

KOMFORTDENKER-Netzwerk

Was immer wieder deutlich ist: Digital ist gut und schön. Aber manchmal ist dann doch eine persönliche Betreuung notwendig. Hierfür wurde das KOMFORTDENKER-Netzwerk von der Thüringer Tourismus GmbH entwickelt. Dieses steht für persönliche und individuelle Betreuung. Informationen werden hier gebündelt und Vernetzung mit passenden Expert*innen angeboten.

 

Klingt gerade alles sehr komplex? Deshalb werden im Rahmen des Thüringer Tourismusnetzwerkes konkrete Informationen hierfür zur Verfügung gestellt. In Zusammenarbeit mit uns von Tourismuszukunft und der Grafik-Designerin Sibylle Exel-Rauth entstanden darüberhinaus Infografiken (genau, einige sind auch hier im Beitrag integriert), welche den jeweiligen Mehrwert verdeutlichen.

 

Konsequenter Fokus beim Umgang mit Daten

Open Data überall, Thüringen first.

Open Data ist in aller Munde. Viele Landesorganisationen sind im Zuge der Entwicklungen rund um die DACH-KG, aber auch in Bezug auf das German Open Data Projekt in Bewegung. Thüringen beschäftigt sich mit dem Thema schon etwas länger. Bereits vor Erarbeitung der Tourismusstrategie wurden erste Gedanken zu einer Content Strategie für den Tourismus erarbeitet, die dann im Rahmen der Tourismusstrategie konkretisiert wurden. Nicht nur die Öffnung der Daten, sondern auch eine zukunftsorientierte Datenhaltung in einer graphbasierten Datenbank (GraphDB) steht hier im Zentrum. Hier ist Thüringen definitiv die erste Landestourismusorganisation in Deutschland, die auf eine GraphDB setzt und diese gerade auf Basis der schema.org- Logik erstellt. Ziel dieser Datenhaltung ist es, Inhalte für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz aufzubereiten.

Thüringen & der Knowledge Graph (Infografik)
Thüringen & der Knowledge Graph – Infografik der Thüringer Tourismus GmbH

Thüringer Content-Architektur Tourismus (ThüCAT)

Diese neue Architektur, die zusätzlich z.B. ein Website-Framework oder ThüCAT-Widgets für alle Akteure im Thüringen Tourismus umfasst, wird ThüCAT genannt. Sie bildet das Rückgrat des Datenmanagements im Land und besteht nicht nur aus der neuen GraphDB, sondern auch aus Schnittstellen zu existenten Systemen und Datenquellen. Explizites Ziel hierbei ist es, Inhalte zur einem Ort, Weg oder Produkt nur einmal zu pflegen und es auf möglichst vielen Kontaktpunkten beim Gast zu platzieren/distribuieren: egal ob Lösung eines Global Player, Start-ups oder lokalen Anbieters. Hintergrundinformationen zur ThüCAT gibt es auch in diesem Podcast mit Detlef Klinge von der Thüringer Tourismus GmbH, aufgenommen von unserer Catharina im Rahmen des Thüringer Tourismustages 2019.

Thüringer Content-Architektur Tourismus (Infografik)
Thüringer Content-Architektur Tourismus (Infografik der Thüringer Tourismus GmbH)

Neben der neuen technischen Architektur wurden deshalb konsequenterweise die dazugehörigen Organisationsstrukturen angepasst (Stichwort Kompetenzzentrum 4.0) sowie die Arbeitsteilung für die Erarbeitung & Pflege der Inhalte für Leitprodukte, Kompetenzbeweise und Basis-Content erarbeitet. Und zum Thema Fokus: Es wurden explizit Prozesse beendet und bisherige Aufgaben reduziert, um Ressourcen für den Prozess zu schaffen. Florian begleitete hier die Erarbeitung der Content Strategie von der Zielsetzung, der Grobkonzeption bis hin zu den Workshops rund um Arbeitsteilung und organisationale Konsequenzen.

Erster Hackathon auf Basis offener Daten im Tourismus

Dem allen nicht genug, geht Thüringen auch noch neue Wege beim Ausrollen der Datenbank. In der ersten Umsetzungsphase wurde zu einem Hackathon geladen, den auch Florian moderierte: dem ThüCAThon! Ziel von diesem war es,…

  • … zum einen die neue ThüCAT unter den Programmierer*innen, Agenturen und Anwender*innen in Thüringen bekannt zu machen,
  • … aber auch Erfahrungen zu sammeln, welche Anforderungen Anwender*innen der ThüCAT auf technischer Seite haben.
ThüCAThon
Wir waren dabei – ThüCAThon 2019

Zusätzlich wurden tolle Ideen entwickelt, die dem Thüringen Tourismus über den Hackathon hinaus helfen werden, z.B. ein Smart Switch, mit welchem Hüttenwirte am Rennsteig ihren Öffnungsstatus direkt in die ThüCAT melden können, ohne dass es eine explizite Datenbank-Erfahrung benötigt. Thüringen beweist Mut, auch neue Formate auszuprobieren, geht frühzeitig mit technischen Lösungen an die Öffentlichkeit und geht auch transparent mit den Baustellen und Herausforderungen um. So und nicht anders, muss das heute im Technologie-Umfeld passieren – perpetual beta gelebt: bravo!

 

Die Thüringer Tourismusstrategie und ihre Umsetzung in Kurzform

Fokus, Fokus, Fokus. Bei den Zielgruppen. Bei den Produkten. Beim Umgang mit Daten.

Gleichzeitig aber Offenheit für neue Ansätze und für unterschiedlichste Formen der Vermittlung, ob Video, Infografik oder Podcast.

Wir lieben es einfach! Und was denkt ihr so?

Liebe Grüße,
Florian & Kristine

 

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News & Infos Team

CHANGE-EXPERTIN: ANDREA SCHNEIDER VERSTÄRKT TOURISMUSZUKUNFT

„Alle haben gesagt, das geht nicht, dann kamst du und hast es einfach gemacht!“

Das sagen Freunde und ehemalige Arbeitskollegen über mich. Und es stimmt. Ich liebe Veränderung. Nicht der Veränderung wegen, sondern weil mich zielgerichtete Entwicklungen von Themen, Inhalten und Menschen glücklich machen. Der digitale Wandel und Tourismuszukunft bieten mir da ein grosses Wirkungsfeld, meine Kompetenzen bei der Marken- und Identitätsentwicklung sowie in Zielgruppenprozessen einzubringen. Dazu kommt meine Erfahrung bei Mitarbeiterentwicklung und Stakeholder Management, welche für erfolgreiche Veränderungsprozesse unabdingbar sind. Ich mag also gross und vernetzt denken, aber auch dafür sorgen, dass die verschiedenen Anspruchsgruppen im selben Boot sitzen und das Erarbeitete schliesslich auf die Strasse gebracht wird.

Glokalistin aus Interlaken

Meine Jahre in Zürich mit Projekten in Städten rund um die Welt fand ich ebenso toll wie das ländliche Leben mit der Bilderbuchnatur, welche sich mir nun im Berner Oberland bietet. Die Abwechslung machts eben aus: Kunstausstellungen, Konzerte von jungen Musikern, Entdeckung von Street Art und hippen Cafés im urbanen Umfeld, dann wieder Spaziergänge, Frischluftkuren und Stille in der Natur, beides mag ich, beides brauch ich. Und dann gehe ich manchmal auch auf innere Entdeckungsreise. Bei Yoga tanke ich Energie und nehme Anlauf für weitere Aufgaben und Projekte.

Per du mit dem Ringmodell

„Wir brauchen eine neue Website und zwar schnell!“ waren die Worte, mit denen ich bei Interlaken Tourismus bei Stellenantritt begrüsst wurde. Aus einer Website wurde ein Digitaler Wandlungsprozess.

Und so kam es, dass der Mann mit Hut (Florian Bauhuber) vorbei kam und bald war ich auch per du mit dem Ringmodell. Wen ich im Lauf des gemeinsamen Prozesses auch kennenlernte vom Netzwerk der Enthusiasten – alle haben sie fachlich und menschlich überzeugt, alle haben sie den Funken Lust auf Zukunft überspringen lassen. Einige Workshops, Projekte und Gespräche mit den Netzwerkpartnern später war die Vision für meine ideale Lebensgestaltung geboren. Und so klopfte ich bei Tourismuszukunft an.

“I am not born for one corner, the whole world is my native land”

Das waren Senecas Worte vor tausend Jahren. Und der Philosoph spricht mir damit aus der Seele. Ja, ich bin aus der Schweiz und nach Pascal Gebert die zweite Netzwerkpartnerin aus dem Land, das aufgefaltet riesig wäre. Aber eigentlich bin ich überall dort zuhause, wo ich Menschen und Inspiration finde.

 

Inspiration finde ich auf Reisen, aber auch in kleinen Dingen des Alltags, in Bildern und Situationen, Tönen und Gerüchen und im Lächeln von Menschen. Durch Inspiration finde ich oftmals Ideen und Lösungen für anstehende Herausforderungen. Damit eben solche Momente der Inspiration entstehen können, muss ich selbst bestimmen können, wann und wo ich arbeiten möchte. Wie schön, nun Teil von Tourismuszukunft zu sein, wo New Work aktiv gelebt wird.

Neugierig geworden? Dann freut euch auf den kommenden Monat, denn da werde ich euch im Rahmen der TZ-Teamkommunikation noch etwas mehr über mich verraten.

 

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Destinationen Immer wieder TZonntags MaFo/ Marktentwicklung Marketing & Vertrieb Technik/ Web & Tech Technologie Trends

LTS Thüringen 2025, Google Bildersuche, Customer Journey, Digitalisierung in Deutschland – Immer wieder TZonntags

Tourismuszukunft - Immer wieder TZonntags
„Immer wieder TZonntags“ – der aktuelle Wochenrückblick mit Linktipps und Leseempfehlungen aus dem Tourismuszukunft-Team.

Landestourismusstrategie Thüringen 2025

Empfohlen von Florian

Vergangene Woche wurde die Landestourismusstrategie Thüringen (LTS) 2025 veröffentlicht – sie steht frei zum Download zur Verfügung. Wir haben an zwei Aspekten intensiv an dieser Strategie mitgearbeitet:

1. Wertorientierte Zielgruppendefinition & -ansprache

2. Digitalisierung und Content Strategie

Herzlichen Dank an das DWIF und das Land Thüringen für das Vertrauen – ich freue mich die Umsetzung weiterhin begleiten zu dürfen. Packen wir es an – es gibt viel zu tun.

Digitalisierung in Deutschland

Empfohlen von Catharina

Digitalisierung in Deutschland oder auch nicht. So müsste die Überschrift eigentlich heißen. Warum? Das erfahrt Ihr in diesem lesenswerten Interview mit Frank Thelen.

Zusammengefasst:

Die haben alle den Krieg noch nicht gesehen. Aber der Krieg kommt. In jeder einzelnen Industrie.

Keiner wird diese neue Zeit unverändert überstehen, doch vielen ist das nicht bewusst bzw. es geht ihnen immer noch zu gut.

Von der Persona zur Customer Journey

Empfohlen von Kristine

Für viele der Leser hier sicherlich nichts Neues: Die Customer Journey deiner Kunden. Dennoch bekomme ich oft Fragen dazu, was genau das denn bedeutet, wenn wir die Customer Journey der vorab definierten Persona durchlaufen. Wie das abläuft. Und was das bringt.

Unter anderem geht es bei der Customer Journey darum, wie du Kunden überhaupt erst einmal auf dich aufmerksam machen kannst, bevor sie dich kennen. Und es geht darum, wie du die Bedürfnisse deines (potentiellen) Kunden an jedem Kontaktmoment so genau wie möglich befriedigst.

Wie erreichst du deine (potentiellen) Kunden?
Wie erreichst du deine (potentiellen) Kunden? (Foto: Greg Snell)

Zukünftig verlinke ich bei Fragen zum Thema Customer Journey dann einfach meinen eigenen Blogbeitrag Die Customer Journey – noch mehr über deine Kunden erfahren. Übrigens auch ein möglicher Grund für Blogbeiträge. 😉

Google Bildersuche aufgebohrt

Empfohlen von Roland

Eine kleine aber nicht unbedeutende Neuerung hat Google in der Bildersuche präsentiert. Bei einigen Bildern werden Badges angezeigt, die hinweisen dass zu dem Bild weitere Informationen vorliegen, wie z.B. ein zugehöriges Rezept oder ein Produkt, das man kaufen kann. Ein Klick darauf zeigt dann diese zusätzliche Information direkt in Google an. Die Info wird von Googles Algorithmus automatisch erkannt, es bedarf keiner weiteren Tätigkeit des Publishers. Trotzdem gibt Google aber den Tipp, Seiten mit Rezepten, Shops oder Videos eigens mit einem Markup zu kennzeichnen, um daraus genauere Infos ziehen zu können.

Google Bildersuche mit Badges für Produkte und mehr
Google Bildersuche mit Badges

Genauere Infos dazu findet man unter anderem in diesem Artikel.

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

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Immer wieder TZonntags: Social Media Plattformen 2017 / Bitcoin im Tourismus / Themen & Zielgruppen / SCM Intensivkurs Tourismuskommunikation / Webinarreihe Social Media / VIR-Seminar Social Media

Heute haben wir wieder eine ganz bunte Mischung an Themen für euch zusammengestellt.

Catharina schaut ins Jahr 2017: Welche Social-Media-Kanäle sind dann relevant? Auch Florians Tipp, die Bezahlung via Bitcoins im Tourismus ist größtenteils noch Zukunftsmusik. Wieso eigentlich?

Doch auch aktuelle Themen beschäftigen uns: Wie gestaltet sich der Übergang vom Themenmarketing zum themenorientierten Zielgruppenmarketing in Rheinland-Pfalz?

Wer Interesse daran hat, tiefer in bestimmte Themen einzusteigen, dem seien die Seminar-Tipps von Günter (Intensivkurs Tourismuskommunikation und -markting) sowie von Michael (Webinar-Serie Social Media im Reisebüro) zu empfehlen.

Viel Spaß und einen schönen Sonntag,
Kristine

Bitcoins im Tourismus, Social Media 2017, Themen und Zielgruppen, Seminare/Webinare

 

Bezahlung via Bitcoin im Tourismus?

Empfohlen von Florian

Bitcoin und Blockchain – zwei Themen, die den Tourismus noch massiv verändern werden.  Erste Einflüsse sind schon sichtbar – so hat die bekannteste spanische OTA Destinia seit 1. Januar 2014 bereits die Zahlungsmöglichkeit via Bitcoin.

Zwei spannende Trends ergeben sich seitdem:

  • Bitcoin-Kunden sind bereit, mehr Geld für einzelne Reisen auszugeben – durchschnittlich 16 Euro pro Reise
  • Enorme Einsparung von Transaktionskosten durch das Einsparen der Zahlungsdienstleister – es können Rabatte von 50 € pro Reise für Bitcoin Nutzer gewährt werden.

Und nu? Warum nutzen andere Akteure Bitcoin nicht? Diese Frage stelle ich mir auch – deutsche Piloten herzlich Willkommen!

SCM Intensivkurs Tourismuskommunikation & Marketing, Berlin

Seid ihr bereit für den SCM-Intensivkurs „Tourismuskommunikation und -marketing“?

Empfohlen von Günter

In wenigen Wochen starten wir mit SCM, der School for Communication and Management, in den zweiten gemeinsamen  Schulungsherbst. Zwischen Oktober und Dezember halten Catharina, Kristine und ich im Rahmen des Intensivkurses Tourismuskommunikation und -marketing drei dreitägige Workshops in Berlin ab, die einzeln oder – günstiger! – im Paket gebucht werden können. Hier alle Termine und Themen im Überblick:

  • „PR im Tourismus“ (Günter Exel): 20. – 22. Oktober
  • „Marketing im Tourismus“ (Catharina Fischer): 17. – 19. November
  • „Onlinekommunikation und Social Media im Tourismus“ (Kristine Honig): 8. – 10. Dezember

Interesse? Alle Infos samt Anmeldeformular findet ihr auf der SCM-Website.

9-teilige Webinarserie „Social Media für Reisebüros“ & VIR-Kompaktseminar am 10.10.2016

Empfohlen von Michael

Wir haben eine neunteilige Webinarreihe zum Thema Social Media aufgelegt, die auch gleichzeitig als terminunabhängiges Online-Learning genutzt werden kann. Die Module können als ermäßigtes Paket zu 199,- € oder als Einzelmodule hier gebucht werden: www.tourismuszukunft.de/akademie.

achimmeurer.com
achimmeurer.com

Die Module splitten sich dabei in folgende Themen auf:

  • Grundlagen Social Media
  • Facebook Marketing Grundlagen
  • Facebook Marketing Content & Konzept
  • Facebook Werbeanzeigen
  • Instagram
  • Bloggen
  • Video-Marketing
  • Twitter
  • Messenger-Marketing

Die Inhalte richten sich an Reisebüros und alle interessierten Touristiker, die Social Media professionell einsetzen möchten.

PS: Für das VIR-Kompaktseminar „Social Media“ am 10. Oktober in München gibt es noch Restplätze hier.

2017: Relevante Social Media Plattformen

Empfohlen von Catharina

Sicher, 2017 ist noch nicht ganz zu sehen, doch man kann es schon erahnen. Die Planung der Social Media-Aktivitäten ist somit bestimmt schon auf der ein oder anderen Liste für die nächsten Monate vermerkt und daher macht es Sinn, sich einmal die relevantesten Plattformen für das nächste Jahr anzusehen. SocialMediaToday hat hierzu einen Überblick veröffentlicht.

Insgesamt schließe ich mich dieser Aufstellung an. Ich möchte aber betonen, dass je nach Zielgruppe, Zeit, Budget und Know-How eine Fokussierung auf ausgewählte Plattformen erfolgreicher ist und sicher oftmals notwendig. In diesem Zusammenhang wären Facebook, Instagram und YouTube meine erste Wahl im deutschsprachigen Raum. International sollte man Twitter und  Pinterest nicht vergessen.

Sinnvoll: Vom Themenmarketing zum themenorientierten Zielgruppenmarketing

Empfohlen von Kristine

Sinnvolles Marketing hat einerseits etwas mit der Auswahl passender Kanäle zu tun (siehe der obige Beitrag von Catharina), jedoch ebenso mit der Fokussierung auf relevante Themen und Zielgruppen. Themen, Zielgruppen – was genau steht im Fokus? Wie erfolgt der Einstieg im Marketing?

Die touristischen Akteure in Rheinland-Pfalz haben bisher ihr Marketing auf die Themen Wandern, Radfahren, Weinerlebnis sowie Gesundheit/Wellness ausgerichtet. Als Folge des in der letzten Zeit durchgeführten Zielgruppenprozesses entwickelt sich aus diesem Themenmarketing ein themenorientiertes Zielgruppenmarketing. Was das genau bedeutet, welche Relevanz die Themenkompetenz auch weiterhin hat und wie sich die (vorherigen) Themen in den einzelnen Zielgruppen widerspiegeln – all das gibt es auf dem Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz nachzulesen.

Veranstaltungs-Tipps

Und hier gibt es wieder unsere wöchentliche Veranstaltungsübersicht: