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Google führt Google+ Local ein. Die Places 2.0

Gestern hat Google eine Veränderung bei den Places vorgenommen die auch Google+ berührt. Das Ganze nennt sich Google+ Local. Es gibt nun in der Navigation innerhalb von Google+ einen neuen Button, über den Google Places gesucht werden können. Die Inhalte aus den Places werden dann direkt in Google+ dargestellt. Ähnlich wie bei Qype kann ich zum einen also sagen was ich suche und zum anderen wo. Auf eine entsprechende Nachfrage kann ich mir beispielsweise also alle Restaurants in München anzeigen lassen.

Screenshot von der Places-Ansicht in Google+

Wer jetzt aber denkt die Places werden direkt in die Google+-Seiten des jeweiligen Unternehmens integriert wird leider enttäuscht. Eine direkte Verbindung existiert nicht, Seite und Place sind derzeit (noch) klar voneinander getrennt.

Nichts wirklich Neues also? Doch ein bisschen schon, denn: Mir als Google+ Nutzer wird jetzt gezeigt ob einer meiner Kontakte einen Place schon einmal bewertet hat. Das ist etwas, was man durchaus als spannendes Feature bezeichnen kann. Eine Bewertung einer meiner Kontakte oder Freunde ist sicherlich glaubwürdiger als Bewertungen von Leuten, die ich gar nicht kenne. Außerdem wird der Place, wenn ich aus Google-Maps auf diesen zugreife und ich gleichzeitig in Google+ eingeloggt bin, direkt auch dort angezeigt. Habe ich als Nutzer keinen Google+ Account und rufe einen Place auf, wird mir dieser im Google+ Design angezeigt. Dort werde ich dann aufgefordert mir einen Account beim sozialen Netzwerk anzulegen.

Screenshot einer Bewertung durch einen kontakt

Weiterhin hat Google mit der Neuerung auch den Google Place selbst ein wenig angepasst. Aus der Akquise von Zagat die Google vor einiger Zeit abgeschlossen hat, werden nun auch Inhalte in Form von Bewertungen in den Place integriert. Die Bewertungsskala geht hier von 0 bis 30. Nähere Informationen zu den Zagat-Bewertungen, und inwiefern diese mit den alten Bewertungen des Places vermischt wurden, gibt es nicht. Bewertungen können nach wie vor vom Nutzer im Place abgegeben werden. Dabei (und das ist schon eine durchaus interessante Neuerung) sind nun die Kategorien Qualität, Räumlichkeiten und Service vorgegeben. Sie Skala geht dabei jeweils von 0 (schlecht) bis 3 (hervorragend). Google macht erst beim Thema Bewertungen! Es bleibt abzuwarten ob und wie die Betreiber der Bewertungsportale reagieren.

Was ändert sich nun für die Betriebe? Eigentlich nicht viel, es bleibt erst mal bei denselben Hausaufgaben wie vor der Umstellung. Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit in und über Google+ zu erlangen, geht nur über den Einzelnen. Der Einzelne Gast muss mit einem tollen Produkt überzeugt werden, er muss sich  über einen Kontakt in Google+ an den Gastgeber binden wollen. Im Optimalfall springt dann noch eine gute Bewertung heraus. Faustformel hier: Qualität = Aufmerksamkeit.

Wir sehen also, Google lässt mal wieder die Muskeln spielen. Man macht einen weiteren Schritt bei der immer enger werdenden Verknüpfung der einzelnen Dienste und schafft es auf diesem Weg, dass sich die Dienste gegenseitig befeuern.

Google hat weitere Updates angekündigt. Welche Erweiterung würde Sinn machen? Vielleicht die Verknüpfung von Place und Google+-Seite?

Google

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MaFo/ Marktentwicklung Touristische Trends

Netzwerkanalyse im Tourismus als Erfolgsfaktor – Herangehensweisen

Hallo liebe Leser :),

Heute besuchen Janina Mülheims (Bereichsleiterin Market Research) und ich die Tagung Praxisanwendungen der Netzwerkforschung. Wir sind heute vor allem zum Lernen da. Nachdem wir uns gestern mit zwei Online-Strategieworkshops (beim Travel Industry Club und bei einer DMO) total verausgabt haben, tut das auch mal gut – Wissen konsumieren…

Aus der Tagung kann ich einige Aspekte mitnehmen. In zahlreichen kurzen und knackigen Vorträgen wird beleuchtet, wie die Netzwerkforschung und Netzwerkanalyse in der Praxis angewendet kann. Fast alle Vorträge bewegten sich dennoch auf einem sehr wissenschaftlichen Niveau.

Was haben wir / ich heute gelernt?

Social Software als Prozessoptimierungstool

Für unsere Beratung im Bereich „Anwendung digitaler Entwicklungen in der Unternehmensorganisation touristischer Unternehmen„, einem von vier Schwerpunktfeldern unserer eTourismus-Beratung, war ein Vortrag zu Social Software spannend. Letztendlich ist ein entsprechendes Tool (Yammer beispielsweise) schnell eingeführt in einem Unternehmen. Jedoch hängt das tatsächliche Funktionieren davon ab, ob das Tool im internen und auch (!) in externen Netzwerken des Unternehmens – Stichwort Open Innovation – so eingesetzt wird, dass keine Überflutung sondern eine Clusterung nach relevanten Subnetzwerken im Unternehmen stattfindet. Aus der Nutzung des Tools können zugleich Daten gewonnen werden, um einen im ersten Schritt ein Prozess data driven Service Design im Tourismus anzustoßen – nur eben für die Kommunikationsstruktur IM Unternehmen.

Netzwerkanalyse zur Generierung von Daten für Service Design oder Strategieprozesse

Service Design im Tourismus beginnt oftmals mit der Definition für WEN eigentlich der Service gedacht ist. Auch jede strategische Beratung beschäftigt sich anfangs oder in der Maßnahmenplanung mit dem Netzwerk. Dazu eignet sich die Netzwerkanalyse (z.B. nach VENN oder mit passender Software) ziemlich gut. Man sammelt alle relevanten Akteure, untersucht / dokumentiert in einem zweiten Schritt deren Vernetzung anhand passend zu wählender Analyseebenen (Kommunikationshäufigkeit, räumliche Nähe etc.).

Bezogen auf Servicedesign kann man anhand des Netzwerkes einzelne Personas viel besser beschreiben (Nähe versus Distanz – Ähnlichkeit versus Verschiedenheit – Einfluss versus Multiplikation – etc.).

Bezogen auf einen Strategieprozess kann man zB Entscheidernetzwerke darstellen und dann zielorientiert entlang der Netzwerkachsen bearbeiten. Bezogen auf Destinationsnetzwerke lassen sich Strategien damit noch zielgenauer ausrollen…

Wir werden an dem Thema dran bleiben! Ihr auch?

Viele Grüße,

Daniel

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Allgemein News & Infos Team

Experiment Eichstätt – zwischen Weißwurst und WorldWideWeb

Seit Anfang Januar bin ich nun als Praktikantin ein Teil von Tourismuszukunft. Vom Auslandssemester im pulsierenden Budapest hat es mich in das etwas ruhigere Eichstätt verschlagen.

Zwischen Dirndl, Bier und Lederhosen sitzt mitten in Eichstätt das Büro von Tourismuszukunft.

In den ersten Wochen meines Praktikums hatte ich einen Buddy, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand und mir alle wichtigen Dinge gezeigt und erklärt hat. Zu Beginn des Praktikums habe ich diverse Aufgaben aus den unterschiedlichen Abteilungen bekommen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Dabei warten jede Menge spannende Herausforderungen auf die Praktikanten.

Das bedeutet kein langweiliges Kaffee kochen, kein kopieren und keine langweiligen Praktikanten Jobs.

Sondern hier bekam ich eigene Projekte bei denen ich mich kreativ ausleben konnte und viel Verantwortung bekam.  Seit drei Monaten unterstütze ich nun tatkräftig das Team der Servicestelle im Bereich Community Management.

Zu meinen Aufgaben zählt zum Beispiel das Erstellen, Monitoren und Auswerten von Facebook Werbekampagnen, die Gestaltung von Präsenzen in den diversen Sozialen Netzwerken und auch die Unterstützung unserer Kunden bei Fragen rund um soziale Netzwerke.

Außerdem befasst sich der Bereich Community Management mit den Themen Social Media Betreuung, Social Media Monitoring und dem Erstellen von Social Media Guidelines für unsere Kunden. Auch Recherchen zu aktuellen Themen rund um Social Media und daraus folgende Blog Artikel haben mich während meines Praktikums beschäftigt.

Als Praktikant bei Tourismuszukunft gibt es ab und an auch mal die Möglichkeit mit auf Kundentermine zu fahren. Dies sehe ich als einen sehr interessanten Teil des Praktikums an, denn hier kann man live erleben wie mit den Kunden zusammengearbeitet wird und sehen wie neue Ideen und Strategien geschaffen werden.

Meine persönlichen Highlights des Praktikums waren diverse Außentermine, auf die ich die Chefs und Consultants begleiten durfte und natürlich auch das Tourismuscamp, das bereits am Anfang meines Praktikums stattgefunden hat.

Auch wenn hier in Eichstätt nicht immer das pulsierende Leben stattfindet, so machen es die Kollegen  einem sehr leicht sich schnell einzuleben. Gelegentlich werden im Büro gemeinsame Spieleabende veranstaltet, bei denen das ganze Team auch außerhalb der Arbeitszeit zusammen Spaß hat.

Katrin Hummel - Praktikantin Tourismuszukunft

Ein weiterer wichtiger Fortbildungsschwerpunkt bei Tourismuszukunft ist das Thema kickern ;-). Nach dem Mittagessen wird regelmäßig gekickert und die Kickerfähigkeiten werden ausgebaut.

Möchtest auch du ein Teil von Tourismuszukunft werden dann schau hier nach unseren aktuellen Stellenausschreibungen vielleicht ist für dich ja das passende dabei!

Viele Grüße

Katrin

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Destinationen MaFo/ Marktentwicklung News & Infos

Facebook Städtenamen – ein Appell an Facebook!

Facebook Städtenamen Ade! unser Blogbeitrag von gestern schlägt gerade Wellen nicht nur im Internet sondern auch Offline. Aber lasst uns doch mal gemeinsam etwas darüber nachdenken! Was macht Facebook hier gerade! Laut Facebook: „kann niemand eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen.“

Ist dem so? Was passiert hier gerade?

Facebook nimmt gerade jeder Stadt oder Region, die durch eine Mail verständigt wurde, den Markennamen weg und zwingt ihn diesen zu verändern (innerhalb 3 Wochen)! Die Regionen und Städte werben jedoch in der Realität nicht mit Visit Nürnberg – nein, sie werben mit Nürberg! Das wäre doch genauso, wenn Sie zu Bayern München sagen würden, bitte wirb nicht mit Bayern München, da niemand Städtenamen und Ländernamen beanspruchen darf.

Nürnberg, München und Dortmund sind Marken – und sie haben jahrelang diese Marken hart und mit viele Geld und Zeit aufgebaut. Die Äußerungen z.B. von Matthias Rothermund – GF von Dortmund Tourismus – sind nur allzu verständlich:

„Grundsätzlich ist die Richtung, in die das Ganze geht, meiner Meinung nach sehr betrüblich: Wir schaffen mit unserer Arbeit guten Content und viel Traffic. Facebook nimmt sich nun den Ortsnamen, akkumuliert die wertigsten Inhalte zu der jeweiligen Destination unter diesem Namen und schafft sich somit die Facebook-Destinationsplattform überhaupt. Das Geldverdienen fällt dann natürlich wesentlich leichter. Wir “füttern” also deren Destinationspage und machen somit einen Großteil der Arbeit für die. Es ist halt ein großer Unterschied, ob ich eine Stadt “like” oder nur den touristischen Zweig. Ich bin gespannt, ob wir grundsätzlich auch von dieser Entwicklung profitieren können.“

Deshalb hier unser klarer Appell an Facebook – natürlich hat jemand Anspruch auf Städtenamen – die offizieller Inhaber und Vertreter der Marke! Es macht überhaupt keinen Sinn – auch für Euch nicht, wenn folgende Aussage auf der Fanpage von allfacebook stimmt: „Facebook hat uns gegenüber gerade klar gestellt, dass man diese Seiten nicht selbst nutzen wird.“

 

Wie seht Ihr das?

 

 

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Destinationen Marketing & Vertrieb News & Infos Technik/ Web & Tech

Facebook macht Ernst! Städtenamen Ade!

Nachdem Mitte Februar die Facebook Seite von München mit rund 400 000 Fans verschwunden war haben sich viele gefragt was Facebook damit bezweckt  und wie es anderen Städten damit ergehen wird.

Nun erreichte uns (und vermutlich auch einige andere Inhaber von Länder und Städte Seiten) heute eine E-Mail von Facebook in der sie erläutern wie es mit den Fanseiten weitergeht.

Laut Facebook: „kann niemand eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen.“

Facebook bietet den Städten und Ländern nun an ihre Namen zu ändern. Dabei machen Sie folgende Beispiele: „für Städte wie München wären die Optionen u.a. München.de, VisitMunich, München Touristik oder StadtportalMünchen, BesucheMünchen.“

Die betroffenen Städte und Länder Seiten haben nun 3 Wochen Zeit, sich einen neuen Namen auszudenken und bei Facebook die Umbenennung zu beantragen. Geschieht dies nicht innerhalb des gegebenen Zeitfensters können ggf. die Administratorenrechte verloren gehen.

Dies bedeutet, dass Fans und Reputationen verloren gehen können und dass viel investierte Zeit und Arbeit unwiederbringlich ist. Deshalb ist es wichtig den Namen zeitnah umzustellen um die Facebook Fanseite zu sichern.

Für die Seitennamen gelten folgende Richtlinien:

– Nutzernamen müssen aus mindestens 3 Zeichen bestehen, dürfen aber nicht mehr als 35 Zeichen haben

– Seiten-Namen müssen mit einem Großbuchstaben oder einer Zahl beginnen
– Seiten-Namen müssen korrekt in Bezug auf Grammatik, Zeichensetzung und Abstand sein

Seitennamen dürfen nicht:

– Wörter beinhalten, die nur Groß- oder Kleinbuchstaben verwenden – außer der Name ist ein Akronym
– nur Kleinbuchstaben verwenden
– Symbole beinhalten (*,©, _, ^, {, }, ~, etc.
– überflüssige Erklärungen oder unnötige Vermerke beinhalten („offiziell“, „Fan“, „Seite“, etc.)
– Ort-Verweise beinhalten (z.B. Facebook – Austin)
– Versalien innerhalb eines Wortes beinhalten (z.B. FaceBook)
– ein generischer Ortsname sein

Die vollständigen Seiten-Richtlinien sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.facebook.com/page_guidelines.php

 

Fazit: für viele Städte und Länder, welche hierdurch gezwungen sind, ihren Namen anzupassen erscheint dies als ein hartes Urteil für das Marketing von Destinationen im sozialen Netzwerk Facebook. Dies liegt daran, dass mit dem Namen oftmals eine gewisse Markenidentität  und Assoziation seitens der Fans gegeben ist. Dennoch ist es von höchster Relevanz die lang aufgebaute Reichweite und Reputation an dieser Stelle zu erhalten und das Potenzial nicht zu verschenken. Es handelt sich weiterhin um einen äußerst wichtigen Kanal für die Kommunikation mit Fans und Interessenten, insbesondere bei einem immateriellem Produkt wie dem Tourismus.

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: schaut doch mal bei unseren Seminaren vorbei – hier könnt ihr u.A. lernen wie man Facebook (und andere Plattformen) erfolgreich im Tourismus nutzen kann!

Viele Grüße!

 

 

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MaFo/ Marktentwicklung News & Infos Team

Neues Stellenangebot – Praktikum im Bereich Market Research

Diesmal haben wir ein spannendes Angebot für Studierende aus dem Bereich Wirtschaftsinformatik! Wir bieten ein Praktikum von je 2-3 Monaten im Bereich Market Research am Standort Eichstätt!

Termine: 1.10. 2012 bis 31.12. 2012 oder 15.2.2013 – 15.4.2013

Ablauf deines Praktikums:

  • Eingewöhnungsphase – Kennenlernen der 3 Teilbereiche des Unternehmens (Institut für eTourismus, Servicestelle für eTourismus und Akademie für eTourismus), anschliessend
  • Spezialisierung im Bereich Market Research und unterstützt hier die Produktentwicklung
    und Projektarbeit.

Interesse?

Ausführliche Infos findest Du wie immer auf www.tourismuszukunft.de/jobs/

Wir freuen uns von Dir zu hören !

Viele Grüße,

Eure Daniela

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News & Infos Publikationen

Neues Fachbuch zum Thema Kongresse, Tagungen und Events

In dem letzten Monat erschienenen Buch Kongresse, Tagungen und Events – Potenziale, Strategien und Trends der Veranstaltungswirtschaft von Prof. Dr. Michael-Thaddäus Schreiber (Hrsg.) beleuchten 28 Autoren, darunter Wissenschaftler, Kongressmanager und Entscheidungsträger, in 18 Artikeln die MICE-Branche genauer. Hierbei werden die vielfältigen Erscheinungsformen und Entwicklungsprozesse der Branche analysiert und interessierten Lesern näher gebracht.

Aufgegliedert ist das Buch in drei Kapitel:
Das Kapitel „Innovationen und Trends“ geht unter anderem auf die Themen Green Meetings, Social Media sowie Event-Controlling ein und gewährt einen Blick in die Zukunft. Das erste Kapitel „Phänomene und Potenziale“ hingegen bespricht neben weiteren Themen zum Beispiel die Internationale Bedeutung des Geschäftstourismus für Deutschland sowie die Marktforschung im Veranstaltungssegment und beschreibt die strategische Neuausrichtung des GCB. Das zweite Kapitel „Destinationen und Strategien“ stellt, wie der Name schon sagt, Strategien im MICE-Sektor verschiedener Destinationen wie beispielsweise Brandenburg, Heidelberg und Köln vor. Ein weiterer Artikel beschreibt das Konzept „Conference meets Entertainment“ des Europapark Rust.
Auch Daniel A., Florian, Jens und ich haben einen Artikel mit dem Thema „Social Media im MICE-Segment“ zu dem Buch beigesteuert. Wir gehen hierbei zu Beginn kurz auf die Grundlagen des Web2.0 bzw. des Social Web ein und stellen anschließend die Implikationen von Social Media auf die Tagungswirtschaft vor. Hier gehen wir beispielsweise der Frage nach, wie sich Social Media auf die Customer Journey von Tagungen sowohl aus Anbieter- als auch aus Kundensicht auswirkt und wie Tagungsort, Tagungsveranstalter und Tagungsteilnehmer sich in den einzelnen Phasen der Customer Journey verhalten.
Natürlich spielt in unserem Artikel auch die Tagungsform der Barcamps eine wichtige Rolle. Myobis und Amiando als neue Vertriebsformen werden ebenso behandelt wie der Einfluss von Crowdsourcing auf die Veranstaltungsorganisation und Veranstaltungen selbst.
Die Kernaspekte unseres Artikels sind die Auswirkungen von Social Media auf die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen, die Veränderung des Marketings und von Unternehmensstrukturen, sowie Entwicklungen der verschiedenen Social Media Plattformen vom reinen Informationsangebot zu virtuellen Orten der Vernetzung. Mehr hierzu und zu weiteren Aspekten aktueller Entwicklungen der Tagungs- und Veranstaltungswirtschaft könnt ihr in dem Buch dann selbst nachlesen.

Wir können uns dem Vorwort des Buches nur anschließen, in dem es heißt, dass es sich bei diesem Buch um ein Grundlagenwerk handelt, dass sich sowohl an Profis aus dem Kongress- und Tagungsgeschäft, als auch an Studierende der Tourismus- und Eventwirtschaft richtet. Es wird zu den wichtigsten Bereichen der MICE-Branche ein guter Überblick gegeben und interessante Best Practices vorgestellt.
Das Buch kann man selbstverständlich auch bei Amazon für einen, aus meiner Sicht, sehr fairen Preis von 34,80 EUR erwerben.

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MaFo/ Marktentwicklung Publikationen

Netnography im Tourismus / in der Touristik – nicht nur Theorie!

„Qualität ist kein Zufall; sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“ (John Ruskin)

Getreu diesem Zitat und unserem akademischen Background schreiben wir im Institut uns stets auf die Fahnen, Entwicklungen in neuen digitalen Medien mit probaten wissenschaftlichen Methoden, Techniken und Vorgehensweisen abzugleichen. Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns mit Analysen, in deren Fokus die Online-Kommunikation rückt – aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel sprechen wir hier von der Methode Netnographie. Der Kunstbegriff Netnographie, der aus den Begriffen Ethnographie und „Internet“ hervorgeht, wurde bereits in den 90er Jahren (!) durch Robert Kozinets geprägt. Folglich versteht man unter dem Begriff die Übertragung ethnographischer Forschungsmethoden auf das Internet… in anderen Worten ist sie im Kern „(…) eine schriftliche Dokumentation von Feldarbeit, deren Daten auf (…) internetbasierter Kommunikation beruhen“. Wie auch bei der Ethnographie handelt es sich um eine nicht-teilnehmende Beobachtung, die zum Ziel hat, Meinungen und Erfahrungen einzelner Mitglieder einer Online-Community sowie deren Interaktion ergo Kommunikation zu identifizieren und zu analysieren.

Die Methode ist hierbei nicht auf bestimmte Daten bzw. soziale Plattformen beschränkt (einzige Restriktionen: diverse Datenschutzrechtlinien der Plattformbetreiber) – somit können jegliche Online-Narrative auf Social Network Sites wie Facebook, Blogs, Foren, etc. näher betrachtet werden.

Welchen Mehrwehrt haben diese Daten bzw. Informationen nun für (touristische) Unternehmen, Destinationen sowie Hotels?

  • Informationen über Konsumenten, deren sozialen Kontext und deren Verhalten
  • Erforschung von Meinungen und Erfahrungen in (themen-, marken- und produktspezifischen) Online-Communities bzgl. Dienstleistungen und Produkten
  • Analyse des Status Quo (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) & Rückschlüsse auf das weitere Vorgehen: Ableiten von Handlungsmaßnahmen für die komplette touristische Wertschöpfungskette (Produktentwicklung, Vermarktung, Kommunikationsverhalten, etc.)
  • Identifikation von Influenzern und Multiplikatoren

Im Gegensatz zum Web- oder Social-Media-Monitoring ermöglicht Netnographie die Erhebung qualitativer (zudem ungefilterter, alltagsnaher und konsumentenbezogener) Daten und kann quantitative Ergebnisse somit zielführend ergänzen. Da bis dato keine Software entwickelt wurde, welche den kompletten Prozess einer netnographischen Erhebung automatisiert durchführen kann, sind hierzu noch mehrere Teilanalysen notwendig – der Zeitaufwand und die Anforderungen an den Forscher sind folglich enorm hoch. Neben der Identifikation von relevanten Communities und Online-Narrativen, erfolgt in einem nächsten Schritt die Datenerhebung und -auswertung… ausführliche Informationen zum Vorgehen und weitere Details werden in einem zweiten Blogartikel folgen 😉

Summa Summarum: Mit Netnographie wird ein neues Forschungsfeld erschlossen, dessen Daten ein enormes Potential (nicht nur) für den Tourismus aufweisen!

Liebe Grüße, Hubertus & Janina

Für alle, die sich mit der Materie noch näher beschäftigen möchten, ein kleiner Literaturtipp: Robert V. Kozinets: Netnography – Doing Ethnographic Research Online

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Allgemein MaFo/ Marktentwicklung News & Infos Technologie Trends Veranstaltungen

Ein Nachruf zum Barcamp Südtirol – Meran #bcs12

Nun ist es schon wieder rum! Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Südtirol Barcamp im schönen Meran, das von der Südtirol Marketing Gesellschaft, TIS innovation park South Tirol und dem Hoteliers und Gastwirteverband Südtirol organisiert wurde.

Trotz des doch sehr durchwachsenden Wetters war das Camp – mit kleiner Teilnehmerzahl doch sehr überschaubar – eine tolle Veranstaltung. Thematisch waren die Sessions sehr breit aufgestellt. Neben einigen Diskussionen über  Produkte  ging es hauptsächlich natürlich auch um die Neuerungen rund um Google und welche Auswirkungen diese für den Tourismus haben: sprich um den Hotelfinder in Konkurrenz zu anderen Buchungsplattformen wie Booking Südtirol,  um Google Travel Ads und das neue Tier von Google, dem „Penguin Update“.  Was Google mit Letzterem erreichen will, ist eine qualitative Verbesserung der Suchergebnisse. Beim Panda-Update hieß der richtige Weg  Onpage-Optimierung – jetzt heißt es Richtung Off-Page Optimierung zu gehen! Neben den klassischen Fragstellungen rund um Social Media, Facebook Ads, SEM und SEO (wobei ich das Gefühl hier hatte, dass der strategische Gedanke von Social Media bei weitem noch nicht überall angekommen ist) ging es auch um den Einsatz von Neuromarketing Methodiken im Tourismus, mit dem wir uns auch schon seit einiger Zeit intensiv befassen. Dieser wissenschaftliche Ansatz beschäftigt sich damit, dass Kaufen eine emotional unbewusste Entscheidung ist. Konsumenten lassen sich extrem stark über Emotionen und ihr Umfeld zum Kauf einer Dienstleistung verleiten. Neuromarketing heißt demnach auch ein konsequenter Schritt weg vom USP  Richtung ESP (Emotional Selling Proposition).

Kurz und knapp mein Fazit zum Barcamp in Südtirol:

Thematisch war die Veranstaltung ganz gut aufgestellt, wobei ich mir mehr Vertreter von Destinationen unter den Teilnehmern gewünscht hätte. Berater und Agenturen haben das Bild des Camps doch sehr dominiert, was einen Wissensaustausch doch sehr stark eingeschränkt hat. Schade fand ich auch, dass die Abendveranstaltung des ersten Tages mangels Personen im Grunde genommen nicht statt gefunden hat. Lag wohl auch daran, dass ein Großteil der Teilnehmer aus der  „’näheren Umgebung“ kam.

Ich freu mich schon aufs nächste Barcamp in Südtirol!

Und wie fandet ihr das Camp?

Liebe Grüße

euer Daniel S.

Übrigens: Es war mir eine Ehre, das Barcamp auch musikalisch zu bereichern 😉

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Marketing & Vertrieb News & Infos Team

Here I am – Kundenbetreuerin Servicestelle für eTourismus

Mein Name ist Melanie Seitz und ich freue mich sehr das Team von Tourismuszukunft als Kundenbetreuerin der Servicestelle seit dem 2. Mai 2012 erweitern zu dürfen.

Wie kann der Kundenkontakt intensiviert werden und welche Aufgaben gehören dazu?

Es wird zukünftig zu meinen Aufgaben gehören die innovativen Produktportfolios der Servicestelle und der Akademie unseren Kunden bedürfnisorientiert näher zu bringen. Dabei verantworte ich unter anderem die Bereiche direct sales und crosssales der Servicestelle und der Akademie. Darüber hinaus unterstütze ich die Bereichsleiter bei der Umsetzungsphase aktueller Projekte  und bin für den Aufbau einer strategischen Kundenbetreuung der Bestandskunden zuständig.

Das bin ich:

Als typisches „Landei“ stamme ich aus dem kleinen Örtchen Kirchbuch, das gerade noch innerhalb der oberbayerischen Grenzen, aber doch mitten im Naturpark Altmühltal liegt.

Dem Tourismus bin ich – mal mehr und mal weniger – stets treu geblieben!

Nach meiner Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau / Kuren- und Fremdenverkehr beim Informationszentrum Naturpark Altmühltal habe ich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deggendorf das Fach Tourismusmanagement studiert und mich dabei auf die Bereiche Destinationsmanagement, Finanzmanagement und Medical-Wellness spezialisiert.Dabei arbeitete ich studiumsbegleitend ein Semester lang im Bereich Online-Marketing bei der DZT in New York, USA als Praktikantin. Meine Abschlussarbeit habe ich über das Thema „Vernetzung des Gesundheitswesens in der Region Ingolstadt“ bei der AUDI AG in Ingolstadt verfasst.

Die Erfahrungswerte zum Thema Gesundheit/Gesundheitstourismus vertiefte ich anschließend als Junior Projektmanagerin zum einen bei dem gemeinnützigen Verein, Health Care Bayern e.V. sowie WISO S.E. Consulting GmbH, Unternehmen für Kongressorganisation in München. Meine Tätigkeiten bezogen sich u.a. auf die Ausstellerbetreuung und -akquise für den Europäischen Gesundheitskongress München, sowie die Organisation und Durchführung von Aktionen, wie z.B. „Bayern auf gesunde Füße stellen“ oder „Rauchfrei leben – Ist Bayern schon soweit?“. Dabei arbeitete ich intensiv mit Partnern aus allen Sparten der Gesundheitsbranche zusammen.

Was mache ich sonst so?

Ich brauche viel „Auslauf“ und Bewegung und das am liebsten draußen. Dafür sorgt u.a. meine Labrador-Hündin Katy, die mich ständig auf Trab hält und auch meine Liebe zu den Bergen – Sommer wie Winter.

Aktuelle Entwicklungen und Nachrichten im Bereich der Servicestelle und Akademie bei Tourismuszukunft erfahrt Ihr natürlich auch hier im Blog!

Viele Grüße,

Eure

Melanie Seitz