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Immer wieder TZonntags: Wertlose Hashtags, Digitalisierung als Chance, 5 Vorteile Influencer Marketing, Persona-Aktualisierung, Kooperation statt Kirchturm

Einer der letzten Sommersonntage: und wir können es trotzdem nicht lassen, über die wichtigsten Links aus unserer Perspektive in der letzten Woche zu schreiben. So seid Ihr fit für die nächste Woche und könnt Euch den Digitalisierungs- und Change-Kritikern mit breiter Brust stellen. Wir wünschen Euch wie immer viel Spaß beim Lesen und blicken selbst schon mit viel Vorfreude auf unsere Sommerverlängerung #TZinno !

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Sommer, Sonne & viel Neugierde! (c) GregSnell

Natürlich enthalten unsere Veranstaltungs-Tipps wieder alle Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst.

 

Empfohlen von Florian

Personas aktualisieren? Wann?

Ein interessanter Artikel bei usability.ch beschäftigt sich mit der Frage, wie häufig man Personas aktualisieren soll und zitiert dabei aus einer Studie, in der Unternehmen zu ihrem Persona-Aktualisierungsverhalten untersucht wurden. Eine zentrale Erkenntnis würde ich gerne teilen, da der Satz mir im Kopf blieb:

Ein quartalsmässiger Kontrollintervall lohnte sich für viele Projekte.Diese Trends zeigen, dass Teams, die ihre Personas aktuell halten, ihre Projekte als erfolgreicher zur Verbesserung des Nutzererlebnisses des Endprodukts einstufen, als Teams, die ihre Persona-Daten nicht aktualisieren.

Um auch noch kurz auf die Ergebnisse der Studie einzugehen. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46%) aktualisiert Personas alle 1-4 Jahre. Die anderen Antworten waren relativ gleichmässig verteilt: 28% der befragten Unternehmen aktualisieren ihre Personas jedes Quartal oder öfter und die verbleibenden 26% nehmen Revisionen nach 5 Jahren oder gar nicht vor.

Empfohlen von Johannes

Begreift die Digitalisierung endlich als Chance!

Viele Menschen sind Gewohnheitstiere und begreifen jegliche Veränderung als Angriff auf ihren Lebensentwurf, als bedrohlich und negativ. Persönlich ticke ich da etwas anders und tue mich folglich ziemlich schwer mit dieser Sichtweise. Wird doch dabei übersehen, welche riesigen Chancen auf so vielen Ebenen die großen Treiber von Veränderung, wie die Digitalisierung, mit sich bringen – und vor allem auch, wie viele positive Entwicklungen sie bereits ausgelöst haben!

Der Artikel „Die Digitalisierung ist der größte Gleichmacher unserer Zeit“ der Süddeutschen Zeitung spricht mir daher aus der Seele. Begreift die Digitalisierung und die Veränderungen, die sie mit sich bringt, endlich als Chance! Als Chance für uns als Individuen, aber auch als Chance für uns als Gesellschaft. Lasst uns neugierig und offen nach vorne schauen und uns die riesigen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen!

Sind Hashtags wertlos? Soll man überhaupt noch twittern? Foto: Pixabay
Sind Hashtags wertlos? Soll man überhaupt noch twittern? Foto: Pixabay

Empfohlen von Günter

Hashtags sind wertlos? Plappert nicht jeden Unsinn nach!

Unsinn bleibt Unsinn. Auch wenn er fleißig verbreitet und weiter publiziert wird … „Hashtags Are Worthless“, resümmierte Venngage kürzlich eine Auswertung von 137,052 Tweets. Eine Analyse von Hashtags wie #Advertising, #Business oder #Marketing ergab, dass deren Verwendung wenig Sinn mache. Zu wenig originärer Content. Zu viele Bots und Fake-Accounts. Daraus resultierend: Falsche Signale und falsche Marketing-Entscheidungen. Fazit: Stop using Twitter. Never use hashtags. Chase engagement, not vanity metrics.

Hashtags sind für Unternehmen wertlos: Diese plakative Schlagzeile verbreitete sich prompt – und taucht seitdem auch im deutschen Sprachraum in zahlreichen Follow-up-Artikeln auf.

Warum hinkt diese Untersuchung? Weil sie auf völlig falschen Voraussetzungen beruht – und daraus die falschen Schlüsse zieht. #Money. #Business. #GrowthHacking. #SocialMedia … Ja, Hashtags wie diese SIND wertlos. Daraus zu schließen, dass der Einsatz von Hashtags auf Twitter wertlos ist, halte ich für Humbug. Warum? Das erläutere ich hier

Empfohlen von Catharina

Influencer Marketing: Was machen diese Meinungsführer überhaupt?

Eine oft – und mir erst kürzlich – gestellte Frage und anscheinend für viele noch nicht zu beantworten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkle bringen.

Die Zusammenarbeit mit Influencer hat viele Facetten. Influencer sind nicht nur Meinungsführer bzw. Einflussnehmer, sondern auch Content-Produzenten und/oder Social Media-oder Themenspezialisten.  Hier meine Top 5 Vorteile einer Zusammenarbeit:

  1. Content – Content ist DAS Unterscheidungskriterium im Online Marketing. Vielseitiger, auf die Zielgruppe zugeschnittener, sowie qualitativ hochwertigen Content können Euch Influencer liefern.
  2. Reichweite – Professionell aufgebaute Plattformen und eine persönlich geführte Kommunikationen sind die Basis für (interaktive) Reichweiten und der Zugang, durch den Influencer, zu neuen Kunden.
  3. Zielgruppen  – Influencer bedienen viele Zielgruppen, da Influencer nicht nur auf YouTube existieren und Bibi heißen. Familie, Natur, Kultur, Food etc. um nur einige thematische und damit interessante Themenfelder für verschiedene Zielgruppen zu nennen.
  4. Social Media – Professionelle Influencer haben bzw. investieren ständig in ihr Social Media Marketing. Kanäle die einige hunderttausende Follower haben müssen täglich bespielt und „gepflegt“ werden. Diese Expertise, auch dahingehend was funktioniert und was nicht, könnt Ihr gewinnbringend einsetzen.
  5. SEOGuten Content sucht man, sehr guten Content findet man von ganz allein. Letzterer ist Schwerpunkt einer jeden Zusammenarbeit und DAS, siehe oben, Unterscheidungskriterium im Online Marketing.

An dieser Stelle auch nochmal der Verweis auf meinen Artikel zur ITB.

Empfohlen von Bastian

Kooperation statt Kirchturm

Die Woche möchte ich euch ein kleines Projekt von mir vorstellen, das der ein oder andere von euch vielleicht ja bereits in den Sozialen Medien gesehen hat: Der Relaunch der Eifel-Tourismus Website und den angeschlossenen Subdestinationen. Ich durfte den Prozess strategisch begleiten, die  infomax websolutions GmbH wurde mit der technischen Umsetzung betraut.

Das neue Gesicht der Eifel und diversen Subdestinationen!

In einem idealtypischen Service-Design-Prozess wurden interne und externe Anforderungen und Ziele definiert und konsequent in eine technische Infrastruktur überführt. So wurde aus zehn Einzelprojekten ein gemeinsamer großer Website-Relaunch über mehrere Hierarchie-Ebenen hinweg, von dem alle beteiligten Partner profitieren und Synergien optimal genutzt werden. Weitere Details findet ihr im Tourismusnetzwerk Rheinland-Pflaz.

Für mich zeigt das Projekt in toller Art und Weise, dass Kooperation und vor allem Offenheit zwischen den Partnern zu Ergebnissen führt, die der Einzelne niemals in annähernd ähnlicher Qualität realisieren könnte. Dies gilt natürlich nicht nur für Relaunch Projekte sondern für fast alle denkbaren Prozesse!

Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und das Vertrauen in mich und uns!

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

  • 12.09.2016: DRV Versammlung Säule E, Hamburg (Michael)
  • 15.09.2016: Travel One Kompass, Frankfurt (Michael)
  • 17.09.2016: Touristikcamp Young Future, Wien (Michael, Günter)
  • 20.09.-21.09.2016: STS Social Travel Summit, Schottland (Vortrag Catharina)
  • 25.-27.09.2016: Bits&Pretzels (Roland)
  • 27.09.2016: Tourismustag Fläming (Vortrag Kristine)
  • 04.10.2016: Seminar Der eigene Blog als Kommunikationskanal, Boppard (Kristine)
  • 05.10.2016: Seminar Unbekannte(re) Social-Media-Kanäle, Boppard (Kristine)
  • 04.-05.10.2016: Video Summit Leipzig (Catharina, Günter, Florian)
  • 07.10.2016: Tourismustag Region Stuttgart (Vortrag Florian)
  • 12.10.2016: PR-Abstimmungstreffen Oberbayern Influencer Marketing (Vortrag  Catharina)
  • 14.-19.10.2016: Tourismuszukunft Innovationsmeeting, Mallorca (TZ Team)
  • 20.-22.10.2016: SCM Intensivkurs PR im Tourismus, Berlin (Günter)
  • 26.10.2016: Camp Coburg.Rennsteig, Coburg (Kristine Moderation)
  • 26.-30.10.2016: DRV Jahrestagung Berlin (Michael)
  • 27.-29.10.2016: Hotelcamp (Florian)
  • 27.10.2016: social media travel day, Frankfurt (Günter, Kristine)
  • 02.-04.11.2016: Deutscher Tourismustag, Dortmund (Florian)
  • 09.-11.11.2016: DGT Jahrestagung, Worms (Michael)
  • 17.-19.11.2016: SCM Intensivkurs Marketing im Tourismus, Berlin (Catharina)
  • 18.-19.11.2016: BarCamp: Service Experience Camp, Berlin (Kristine)
  • 23.11.2016: Tourismustag Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg (Florian, Keynote / Günter, Livereportage)
  • 28.11.2016: Trendforum GBZ, Koblenz (Bastian)
  • 08.-10.12.2016: SCM Intensivkurs Social Media im Tourismus, Berlin (Kristine)
  • 27.-29.01.2017: Tourismuscamp in Ostfriesland – ein letzter freier Platz für Plattformen/Intermediäre

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Roland Trebo, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm

 

 

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Marketing & Vertrieb News & Infos

Rechtliche Rahmen: Spam Versand in sozialen Netzwerken

Neulich habe ich bereits ein rechtliches Thema zu Twitter und der Impressumspflicht dargelegt. Dieser Artikel widmet sich der Problematik von Spam in sozialen Netzwerken. Auch hier gilt wieder, dass wir keine Experten auf diesem Gebiet sind und die Diskussion und Inhalte so gut es geht versuchen wiederzugeben. Diese Diskussion habe ich auf dem Blog von Dr. Carsten Ulbricht gefunden.

Spam Versand in sozialen Netzwerken

Viele kennen die Einschränkungen bzgl. des Email Versandtes. Dieser darf zu werblichen Zwecken nur dann erfolgen, wenn man vorher die Einwilligung des Empfängers erhalten hat. (Opt-In Verfahren) Wie sieht diese Fragestellung z.B. in Twitter (direct messages) aus oder darf ein Unternehmen allen Xing Kontakten eine Botschaft schicken?

In seinem Artikel kommt er klar zu dem Ergebnis, dass Nachrichten in Netzwerken ebenso dem Gesetz des unlauteren Wettbewerbs unterliegen und daher die vorherigen Zustimmung des Empfängers benötigen. Bei Twitter differenziert er zwischen dem Folgen und einer direct message. Während beim Folgen der Empfänger sich bewusst für die Nachrichten entscheidet und somit von einem Opt-In ausgegangen werden kann, sieht der Fall anders aus, wenn man als Unternehmen direct messages verschickt.

In diesem Zusammenhang kommt eine weitere spannende Frage auf: Ab wann ist eine Nachricht als Werbung einzustufen. Gerade Videos oder Botschaften, die sich viral verbreiten sollen, verschleiern ihren werblichen Charakter. Als Beispiel führt er an, dass die Viral-Kampagne von Horst Schlämmer zu VW rechtswidrig war, da hier bewusst die Werbebotschaft verschleiert wurde.

Als Lösung schlägt er vor, am Ende eines Viral-Videos kurz die Information einzubauen, dass dieses Video eine Werbung darstellt, so dass jedem User diese Information zur Verfügung steht.

Auch in dieser Fragestellung ist es so, dass es noch keine Rechtsurteile gibt und daher noch keine Rechtssicherheit. Die hier vorstellten Überlegungen sind Argumentationen, die von einem Gericht noch nicht bestätigt wurden.