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Tourismuscamp Eichstätt – das war´s…

Das war die Schock-Nachricht der ersten Minuten des Camps: das letzte Tourismuscamp in Eichstätt – und was für eins!!! Zum Teil mehr als 220 Personen auf der Teilnehmerliste – obwohl wir nur 150 Teilnehmer (inkl. Orga) zum Camp zulassen – mehr Nachfrage als jemals zuvor. Das Camp lebt auch bei der neunten Auflage. Und trotzdem braucht es Veränderung – auch Tourismuszukunft hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt.

Tourismuscamp 2016

Entlokalisierte Barcamps für noch mehr Innovation

Wir sind nicht mehr lokal in Eichstätt verankert, sondern ein entlokalisiertes Netzwerkunternehmen – unser Camp entsprach nicht mehr zu 100% unseren Werten: das Streben nach Wandel, Innovation und Neugier ist eine Essenz unserer Unternehmenskultur. Bestehen bleiben soll das Format des Tourismuscamps, denn die Offenheit von Barcamps ist ein zentraler Erfolgsfaktor.  In Folge kann nur ein neuer Ort, mit neuen soziotechnischen Konstellationen und vielleicht ein paar neuen Gesichtern einen Schlüssel zur Innovation darstellen – wir freuen uns schon riesig darauf.

Tourismuscamp Eichstätt – es war uns ein Fest

Das neunte Tourismuscamp war wohl das schönste Camp in Eichstätt. Das lag auch am Wettergott, der den Russischen Eistauchern (leider nur in kleiner Besetzung aber dafür mit extra langen Programm vor Ort) alle Ehre machte. Ein fantastischer Schneefall am Freitag ermöglichte ein wildromantische Fackelwanderung zum Hotel Schönblick über den Dächern Eichstätts. Aber auch der Partyabend im Braugasthof Trompete war ein Erlebnis – tolle Musik, leckere Schäuferle und zahlreiche Hochmoorgeist-Runden – sie werden uns fehlen.  Aber auch auf inhaltlicher Ebene gab es wieder viele tolle Diskussionen – während und abseits der Sessions.

Zukunftstrends im Tourismus

Das Team des Unstrut Radweges hat in einer Storify das Camp inhaltlich zusammengefasst; gleiches hat auch das Anja Wendling für das Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz gemacht – herzlichen Dank hierfür. Zusätzlich haben wir auch in diesem Jahr ein Video mit Statements der Teilnehmer produziert.

Tourismuscamp 2017 – Bewerbungsphase gestartet…

Eichstätt ist Geschichte – nun suchen wir eine neue Heimat für das Tourismuscamp nächstes Jahr. Und ihr könnt Euch darauf bewerben – egal ob Destination, Hotel oder touristisches Unternehmen. Auf der Tourismuscamp-Seite haben wir zusammengefasst, was wir uns vom Gastgeber für die 10. Jubiläumsausgabe 2017 wünschen und welche Vorteile und Mehrwerte sich für den Gastgeber ergeben.

Wir würden uns freuen, wenn wir bei Euch die Innovationen im Tourismus diskutieren können!

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Das Tourismuscamp geht in seine neunte Runde

Das inzwischen 9. Tourismuscamp in Eichstätt steht vor der Tour. Am kommenden Wochenende ist es endlich soweit und die Katholische Universtität Eichstätt-Ingolstadt öffnet erneut ihre Tore um 150 Tourismusverrückte zum Barcampen zu empfangen. Damit ihr auf alles vorbereitet seid, fasse ich nachfolgend die wichtigsten Informationen für euch zusammen.

Was ist am Freitagabend geboten?

Am Freitag findet die Abendveranstaltung in einer neuen Location statt: im Wellnesshotel Schönblick über den Dächern von Eichstätt. Da das Restaurant nicht direkt im Zentrum Eichstätts liegt, möchten wir euch dazu einladen uns mit einer kleinen Fackelwanderung auf dem Panoramaweg mit traumhaftem Blick über Eichstätt zu begleiten. Für ausreichend Fackeln haben wir gesorgt, dennoch wäre es gut, wenn ihr euch eine Taschenlampe mitnehmen könntet, da der Weg nicht beleuchtet ist – außer durch unsere Fackeln. 😉 Festes Schuhwerk wäre außerdem von Vorteil.

Rahmenplan am Freitagabend:

  • 17:30 Uhr Treffpunkt VOR dem Braugasthof Trompete für die Fackelwanderung
  • 19:00 Uhr Abendessen im Restaurant des Wellnesshotel Schönblick (Hohes Kreuz 11, 85072 Eichstätt)

Wie verläuft der Samstag?

Am Samstag startet das Tourismuscamp ab 9 Uhr mit dem Frühstück. Zur Begrüßung und Themenfindung um 10 Uhr solltet ihr dann spätestens am Veranstaltungsort in den Räumlichkeiten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sein. Eichstätt ist nicht groß und der Weg dorthin ausgeschildert.

Abends treffen wir uns ab 19 Uhr wie gewohnt im Hotel Braugasthof Trompete in Eichstätt. Hier können wir den Abend gemütlich miteinander ausklingen lassen.

Rahmenplan am Samstag

  • 9:00 Uhr Frühstück in den Räumlichkeiten der Uni
  • 10:00 Uhr Vorstellungsrunde und Themenvergabe
  • 19:00 Uhr Abendveranstaltung in der Trompete

Was ist für Sonntag geplant?

Am Sonntag findet das Frühstück auch wieder um 9 Uhr statt. Die Sessionplanung beginnt am letzten Tourismuscamp-Tag aber schon um 9:30 Uhr. Nach den Sessions bitten wir um 12 Uhr zur Feedbackrunde und anschließend zum Mittagessen. Wie gewohnt wollen wir den Sonntagnachmittag zu einer gemeinsamen Aktivität nutzen. Deshalb haben wir die Sporthalle der Universität angemietet. Hier können wir uns ab 13:30 Uhr sportlich betätigen. Geplant ist aktuell Volleyball zu spielen, wobei wir da auch flexibel sind. Ihr solltet euch also Sportsachen und Hallenschuhe mitnehmen. Danach könnt ihr die Umkleidekabinen und Duschen im Sportbau nutzen.

Rahmenplan am Sonntag

  • 9:00 Uhr Frühstück
  • 9:30 Uhr Sessionplanung
  • 12:00 Uhr Feedbackrunde
  • 13:30 Uhr Volleyball in der Sporthalle der Uni

Das gesammte Programm könnt ihr auf den entsprechenden Seiten des Tourismuscamps einsehen.

Was solltet ihr mitbringen?

Neben guter Laune, Neugierde, Interesse am Wissensaustausch sowie etwas Hunger und Durst solltet ihr für das Rahmenprogramm möglichst noch folgendes mitnehmen:

  • Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe für die Fackelwanderung am Freitag
  • Sportkleidung, Hallenschuhe und ggf. Handtuch für die Sport-Session am Sonntag

Was noch wichtig ist

Sprecht über das Tourismuscamp! Bloggt, twittert, facebookt, instagramt, snapchattet und was es nicht alles gibt über das Tourismuscamp! Der offizielle Hashtag für das Tourismuscamp 9 ist #tce16. Bitte verwendet diesen in den Sozialen Netzwerken, wenn ihr etwas zum Camp veröffentlicht. Weißt uns auch gerne auf Blogartikel zum Tourismuscamp hin. Im Nachgang werden wir einen Rückblick schreiben und dort auch alle Blogartikel zum #tce16 verlinken.

Auch dieses Jahr möchten wir eure Meinung und Erfahrung sammeln um nächstes Jahr wieder ein Stück besser zu werden. Hierzu setzen wir erneut die App ExperienceFellow ein. Dazu ladet euch diese doch bitte auf euer Smartphone (Google Play Store, Apple iTunes-Store) und nehmt an dem Projekt teil.

QR-Code zur Teilnahme am ExperienceFellow-Projekt zum #tce16

Hierzu scannt ihr den nebenstehenden QR-Code oder gebt den Token ein: e7fb6d404a61. Anschließend könnt ihr ein neues Erlebnis anlegen und dieses dort bewerten, beschreiben und mit Bildern oder Videos belegen. Bitte denkt danach noch an das Synchronisieren der Erlebnisse.

Wir alle von Tourismuszukunft freuen uns schon sehr auf das kommende Wochenende und sind wieder einmal auf zweieinhalb tolle Tage mit euch in Eichstätt gespannt.

Schöne Grüße und hoffentlich bis Freitag,

Ben

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Team Touristische Trends Veranstaltungen

Digitaler Neujahrsempfang

Zum Start des Neuen Jahres möchten wir gerne einen digitalen Neujahrsempfang mit euch begehen.

Digitaler Neujahrsempfang?

Genau. Digital. Lasst uns gemeinsam am 12.1.16 in einem Webinar-Raum treffen und über die Trends 2016 reden.

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Destinationen Hotel MaFo/ Marktentwicklung Marketing & Vertrieb Technik/ Web & Tech Touristische Trends

Wandel der Aufgaben von DMOs – Vertrieb kommt, Vertrieb geht…

Seit Jahren changiert die Relevanz des Themas Vertrieb in touristischen Organisationen/DMOs. Getrieben auch von den jeweilig entscheidenden und handelnden Akteuren erlebt das Thema entweder ein Revival oder wird in die Tonne getreten.  Unterschiedliche externe Entwicklungen auf dem Markt verändern allerdings die Konstellationen, wodurch das Pendel im tourischen Vertrieb wieder in Bewegung kommen dürfte.

Vertrieb im Tourismus - Digital

Entwicklung 1: Der Dominator Booking

Booking hat seine Marktposition nicht nur in Deutschland massiv ausgebaut – Markus Luthe geht zum Beispiel davon aus, dass 2/3 aller Online-Buchungen in Deutschland über Booking abgewickelt werden. Dafür sind unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend – eine exzellente Usability v.a. bei der App, tolle Betreuung der Hotel-Kunden, tolle Kundenbindung & extrem gutes (Online-)Marketing in allen Bereichen – mal abgesehen von den vollen Kriegskassen mit dem Wettbewerber problemlos gekauft oder technologisch überholt werden können. In Folge sind online buchbare Kontingente zu einem Großteil auch in Booking verfügbar – allerdings nicht in den Booking-Systemen (feratel, Tomas und Co.) der Destinationen. Unser qualitative Marktforschung, die wir im Rahmen zahlreicher Zielgruppen-/Persona-Prozesse durchführen, zeigen, dass vor allem bei gesellschaftlichen Leitmilieus Booking zentral im Handeln verankert ist – das wird auch noch eine Weile so bleiben…

  • Problematisch aus DMO-Perpektive: Booking ist in allen genannten Bereich professioneller aufgestellt als DMOs; es wird schwierig werden eigene Vertriebsanteile zu halten.

Entwicklung 2: Die Preiseparität ist gefallen

Vor Weihnachten war es so weit – die IHA-Beschwerde war erfolgreich. Das Kartellamt hat die Anwendung der Paritätsklauseln in jeglicher Form in Deutschland untersagt (wir gehen davon aus, dass auch andere Länder wie Österreich hier nachziehen werden). Somit haben die Hoteliers nun wieder volle Hoheit über die Preisgestaltung auch auf ihren eigenen Vertriebskanälen (z.B. der eigenen Website) – Booking hatte diese Freiheit den Hotels zwar auf anderen Vertriebskanälen zugestanden, aber nicht auf der eigenen Website.  In Folge werden nun Hotels, wenn sie einigermaßen rational agieren, ihre Preise auf der eigenen Seite stabil halten und die Vertriebskosten on top auf diese Webseitenpreise addieren. Je nachdem welche Strategie Destinationen nun wählen (Nullprovision vs. aktives Geschäftsmodell)  werden sie entweder den günstigsten Preis vom Hotel erhalten oder eben einen höheren Preis als auf der eigenen Webseite des Hotels. Der Gast weiß allerdings nicht, welche Strategien die jeweilige Destination wählt und ob er bei der Destination den tatsächlich besten Preis erhält.

  • Problematisch für DMOs mit Gewinnerzielungsabsicht: höhere Preise als auf der Website der Hotels werden es schwer machen, das Geschäftsmodell tatsächlich aufrecht zu halten.

Entwicklung 3: Preistransparenz wird wichtiger

Aufgrund der Entwicklung 2 ist es folgerichtig, dass das Thema Preistransparenz eine enorme Bedeutung zukommt. Anbieter von Preisvergleichen und Metasuchen wie Trivago, Google und Kayak werden von dieser Unsicherheit auf Seiten des Kunden profitieren. Hotels und auch DMOs müssen hierzu Lösung anbieten um dem Kunden direkt auf den jeweiligen Webseiten Preistransparenz zu visualisieren. Dienstleister wie Triptease & Liverate, die die Preise auf den jeweiligen Kanälen visualisieren, werden automatisch wichtiger.

  • Problematisch für DMOs: Tatsächliche echte Preisvergleiche sind bisher nicht üblich und auch nicht gewünscht.

Welche Fragen zum Thema Vertrieb muss ich mir stellen?

Eine pauschale Antwort, in welche Richtung sich DMOs entwickeln sollen, kann man sicher aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen nicht geben. Allerdings sollte sich jede DMO folgende Fragen stellen:

Aus Gastperspektive

  • Kann ich dem Gast / meiner Zielgruppe tatsächlich relevante Kontingente auf meinen Vertriebskanälen bieten?
  • Kann ich dem Gast einen echten Mehrwert (z.B. durch die Bündelung von Einzelleistungen) bei der Buchung bieten?
  • Kann mein Gast auf Basis meiner Webseite eine Entscheidung für die Buchung einer Unterkunft treffen oder fehlen ihm relevante Informationen für seine Buchung (z.B. Preisvergleich)

Aus Anbieterperspektive:

  • Habe ich die persönlichen und finanziellen Kapazitäten das Thema Vertrieb ernsthaft zu betreiben?
  • Habe ich das Know-How in meiner Institution die Entwicklungen im digitalen Umfeld nachzuvollziehen?
  • und vor allem: was ist meine (tatsächliche) Aufgabe als DMO im System Tourismus? Und welche Aufgabe kann niemand anderer in meiner Destinationen übernehmen?

Detaillierter werde ich auf das Thema in unserem Digitalen Neujahrempfang eingehen und natürlich wird uns das Thema auch beim Tourismuscamp in Eichstätt beschäftigen. 2016 wird jedenfalls ein entscheidendes Jahr für das Thema Vertrieb – die Hotellerie hat es selbst in der Hand, DMOs können helfen aber nicht hexen.