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Die Wochen der Veränderung im touristischen Vertrieb!

Früher war alles einfacher… jedenfalls wenn man den touristischen Vertrieb betrachtet. Früher gab es klare Grenzen zwischen den Akteuren. Google war eine Suchmaschine, bei Booking konnte man Hotels kaufen, bei Tripadvisor fand man Bewertungen zu touristischen Leistungen, Accor war eine Hotelkette und verkaufte auf seiner Website seine Zimmer. Die Liste lässt sich ewig so fortführen – Portale und Akteure hatten für den Kunden klar abgegrenzte Aufgaben und Funktionen. In den letzten Wochen hat sich daran einiges verschoben…  Hero Grafik

1.) Hotelketten werden zu OTAs

Auch wenn sie selbst sagen, dass sie keine OTAs werden, werden sie es de facto sein – schön erkennen kann man das am Beispiel Accor. Sie wollen 10.000 “ausgewählte unabhängige Stadthotels im Mid- und Up­scale-Bereich” in 300 Städten weltweit auf accorhotels.com vermarkten – also Hotels über ihr eigenes Portfolio hinaus. Mal sehen, ob das der Kunde versteht – abgesehen vom Verständnis des Wettbewerbs… äh, Partners… äh, Kunden.

2.) Bewertungsportale werden zu Buchungsportalen

Book, Book, Book… wer dieses Bellen im Kopf hat, denkt wohl gerade an die Werbung von Tripadvisor im TV. Massive Fernsehpräsenz, nicht nur in Deutschland, verdeutlicht diese neue Strategie von Tripadvisor, Instant Booking genannt.

Holidaycheck steht dem übrigens in nichts nach, jedenfalls wenn man die Werbung betrachtet “Urlaub buchen beim Testsieger” – die Zwänge nach Monitorisierung im Wettbewerb lassen den Bewertungsportalen keine andere Chance als direkt zur Buchungsplattform, egal ob mit eigenen oder fremden Kontingenten, zu werden.

3.) Suchmaschinen schließen Mittler aus und binden GDS direkt an

Und jetzt der Supergau für die diversifizierte Online-Vertriebswelt. Google testet gerade die direkte Anbindung von GDS und somit die direkte Buchung bei Google. Wenn dieser Test erfolgreich verläuft, wird Google zum OTA (lite) und schließt die Mittler aus der Vertriebskette aus. Übrigens zählen diese Mittler wie Priceline (Booking, Kayak), Expedia und Co. zu den wichtigsten Adwords-Kunden von Google. Und der Kunde? ist es ihm egal wo er sein Zimmer am günstigsten bucht?

Ein weiterer Aspekt ist, dass Google auch weiter in touristische Plattformen investiert. Ein Beispiel hierfür ist Secret Escapes, das 60 Millionen in der aktuellen Finanzierungsrunde von Google erhalten hat. Der Reisemarkt scheint mehr als interessant für Google zu sein.

4.) Buchungsportale werden zu Metasearchern oder umgekehrt

Auch bei Booking & Kayak, d.h. im Priceline-Konzern tut sich einiges. Booking testet mit dem Travel Explorer eine Kayak-Integration und visualisiert Flüge. Umgekehrt arbeitet Kayak an einer Vollintegration von Booking. Die Grenzen verschwimmen auch hier. Ein noch extremeres Beispiel in Deutschland ist Escapio, die sich mittlerweile ebenso zum Metasearcher transformiert haben.

Konsequenzen für Destinationen

Pauschale Aussagen sind hier schwer zu treffen, da in den Destinationen unterschiedliche Ausgangsbedingungen vorliegen. Allerdings eines ist offensichtlich – einfach ein IRS einführen und hoffen, dass dies erfolgreich ist, wird nicht funktionieren. Aber das sollte eh jedem Touristiker klar sein. Was gerade am Markt stattfindet ist eine Konzentration der Mächte. Und alle versuchen direkt die Kontigente an sich zu binden und direkt buchbar zu sein.

In Folge wird es für Destinationen immer schwerer überhaupt noch Kontingente zu bekommen, da ein Großteil des Vertriebs über die großen Player verläuft oder die Hotels versuchen sich direkt zu verkaufen. Erwarten Gäste nicht auch alle verfügbaren Kontingente von den Destinationen? Viele unserer Kunden wie z.B. das Salzkammergut oder das Allgäu gehen diesen Weg und visualisieren auch Kontingente z.B. von Booking und anderen OTAs.

Konsequenzen für Hotels

Das große Zauberwort Direktvertrieb geistert durch die Hotellerie. Ich will jetzt nicht über generelle Veränderungen sprechen, sondern nur über Konsequenzen aus obigen Entwicklungen. Schon das allein ist allerdings unmöglich pauschal für alle Hotels – aber es gibt generelle Empfehlungen:

  • Der Vertrieb wird unübersicherlicher; das Wissen über den Verbleib eigener Kontingente ist essentiell.
  • Testing, Testing, Testing – nur so bekommt man raus welcher Vertriebskanal funktioniert!
  • Vertriebskosten im Blick halten – hierfür macht es Sinn die Vertriebskosten einer ganzheitlichen Analyse zu unterziehen.
  • Vertrieb wird nicht günstiger sondern teurer; Konzentration von Akteuren bedeutet immer auch höhere Kosten, was ja in den letzten Jahren durchaus schon der Fall ist.

 

Freu mich auf Eure Gedanken,

Florian

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Visionäre Gedanken in klassischem Gemäuer – Innovationsmeeting in Bonn

Vor kurzem trafen wir uns wieder einmal zu einem unserer regelmäßigen Innovationsmeetings. Dieses Mal organisierte Kristine das Treffen und so waren wir vom 15. bis 17. Juli zu Gast in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Als Kontrast zum letzten #TZInno in Wien, wo ein hipper Coworking Space den Rahmen bildete, tagten wir diesmal in den alt ehrwürdigen Mauern des Münster Carré.

Eingang zum Münster Carré in Bonn

Aber nicht nur der Rahmen war anders, sondern wir hatten auch eine andere Zielsetzung im Gepäck. Nachdem wir beim Frühjahrsmeeting unsere aktuellen Projekte in den Mittelpunkt gestellt hatten, wollten wir dieses Mal wieder einen visionären Blick in die zukünftige Entwicklung des Tourismus wagen.

Das Tourismuszukunft Team beim Innovationsmeeting im Münster Carré in Bonn

So diskutierten wir z.B. über die stetig wachsende Bedeutung strukturierter Daten (Stichwort schema.org) für die Informationsaufbereitung. Die unterschiedlichen Geräte, von der Smartwatch, über Smartphones, Laptops und Co., bis hin zum Auto und die Unterschiedlichen Kontexte, in denen wir Informationen konsumieren, benötigen standardisiert aufbereitete Daten, um dem Nutzer in jedem Moment einen möglichst großen Mehrwert bieten zu können.

Weiteres Thema war der Bereich Video, inklusive Livestreaming, welcher ja generell boomt, dem aber, speziell beim sonst kaum greifbaren Produkt Tourismus, aufgrund seiner visuellen Mächtigkeit und seiner hohen Emotionalität, eine besonders herausragende Rolle zukommt.

Außerdem beschäftigen wir uns damit, wie sich Wissen und Kompetenzen effizient vermitteln lassen. Dass wir heute in einer wissensbasierten Ökonomie arbeiten und leben, wissen wir nicht erst seit gestern. Und trotzdem stellt es Betriebe und Organisationen immer wieder vor Herausforderungen, alle Mitarbeiter, bzw. Mitglieder auf demselben, aktuellen Wissensstand zu halten. Wir denken, dass sich dies mit fortschrittlichen Methoden für alle Beteiligten deutlich verbessern lässt!

Auch den ein oder anderen internen Punkt hatten wir auf unserer Tagesordnung stehen. Lasst Euch überraschen, mit welchen Neuigkeiten wir demnächst auf Euch zukommen werden!

Das Tourismuszukunft Team beim gemeinsamen Tagesausklang im Rahmen des Innovationsmeetings in Bonn

Nach den intensiven Tagen in Bonn fühlen wir uns bestens aufgestellt, mit Euch gemeinsam alle Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, die der Wandel der Zeit mit sich bringt! Wenn Ihr Euch von einem Thema besonders angesprochen fühlt, oder konkrete Problemstellungen und Herausforderungen habt, kontaktiert uns gerne jederzeit!

Die persönliche Zeit mit den Netzwerkpartnern kam natürlich auch in Bonn nicht zu kurz.

Die Tourismuszukunft Netzwerkpartner Ben Gottstein und Günter Exel beim Innovationsmeeting in Bonn

Es ist unglaublich toll und motivierend Mitglied eines Teams zu sein, in dem Jede(r) ihre/seine Persönlichkeit nicht nur einbringen darf, sondern dies Kernbestandteil der Organisationskultur- und Identität ist. Danke!

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Kristine für die super Organisation und dafür, dass Sie uns gezeigt hat, dass Bonn auch seine schönen Seiten hat!

 

Liebe Grüße

Johannes

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Destinationen Hotel Kommunikation Marketing & Vertrieb Reiseveranstalter Termine Veranstaltungen

Intensivkurs Tourismuskommunikation & -marketing – Kooperation mit SCM

In diesem Herbst startet SCM mit einem komplett neuen Intensivkurs zum Thema Tourismuskommunikation und -marketing. Wir freuen uns sehr, diesen Kurs mitgestalten zu dürfen – sowohl in der inhaltlichen Planung als auch tatsächlich als Referenten der einzelnen Module vor Ort.

SCM (School for Communication and Management) mit Sitz in Berlin bietet Weiterbildung zu Interner Kommunikation, Public Relations, Social Media und Onlinekommunikation. Der Intensivkurs Tourismus ist diesen Herbst erstmals im Angebot.

SCM: Intensivkurs Tourismuskommunikation & -marketing
SCM: Intensivkurs Tourismuskommunikation & -marketing

 

Die Module des Intensivkurses Tourismuskommunikation und -marketing

Der Intensivkurs Tourismuskommunikation und -marketing besteht aus insgesamt drei Modulen:

Modul 1: PR im Tourismus

  • 08.-10.10.2015
  • Referent: Günter
  • Themen des Moduls:
    • 1. Tourismus-PR im Umbruch
    • 2. Neue Medien, neue Zielgruppen, neue Aufgaben
    • 3. Social Media in der Pressearbeit
    • 4. Digital und Mobile Storytelling im Tourismus
    • 5. Videomarketing und Livestreaming in der Tourismus-PR
    • 6. Klassische Pressearbeit
    • 7. Online-PR, SEO und Wiki-Management
    • 8. Presse- und Bloggerreisen
    • 9. Krisen- und Beschwerdemanagement in der Tourismus-PR

In den letzten fünf Jahren hat sich das Berufsbild des PR-Professionals im Tourismus dramatisch geändert: neue Zielgruppen, neue Medien, neue Aufgaben. Bei der Planung  dieses Moduls habe ich darum alles Lehrbuch-Wissen entsorgt und mit einem weißen Blatt Papier begonnen. Unser (wenig bescheidenes) Ziel: die Neuausrichtung der gesamten Unternehmens-Kommunikation. Wir hinterfragen die bisherige  Pressearbeit kritisch. Selektieren, was sich heute noch bewährt – und was nicht. Und suchen nach maßgeschneiderten Wegen, wie man als Tourismus-Unternehmen im Jahr 2015 erfolgreich kommunizieren kann. Ich freue mich auf eine spannende Reise mit Euch! Günter

 

Modul 2: Marketing im Tourismus

  • 19.-21.11.2015
  • Referentin: Catharina
  • Themen des Moduls
    • 1. Die Customer Journey kennen und erfolgreich bedienen
    • 2. Vom Marketingkonzept zur erfolgreichen Kampagne
    • 3. Die Herausforderung: Eine sinnvolle Vernetzung von online und offline
    • 4. Content(marketing) is King: Von der Idee bis zur Distribution
    • 5. Eine Geschichte erzählen: Storytelling richtig nutzen
    • 6. Bewegte Bilder: Vom Social Video bis zum Imagefilm
    • 7. Marketing in „Echtzeit”: Real-time Marketing für sich nutzen
    • 8. Up to date: Aktuelle Entwicklungen und Trends

Tourismusmarketing im digitalen Zeitalter verlangt ein interdisziplinäres, agiles und oftmals auch schnelles Zusammenspiel verschiedener Bereiche im Unternehmen. Damit sind natürlich einige Herausforderungen, aber auch viele Chancen verbunden. Mir ist es ein persönliches Anliegen, speziell letztere anhand von verschiedenen Beispielen aus der Praxis sowie eigenen Erfahrungen aufzuzeigen. Neue Entwicklungen und Trends spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da sie einerseits entscheidende Impulse geben können, sowie andererseits langfristig erfolgsentscheidend werden. Das ist spannend und herausfordernd zugleich. Ich freue mich auf Berlin. Catharina

 

Modul 3: Onlinekommunikation und Social Media im Tourismus

  • 10.-12.12.2015
  • Referentin: Kristine
  • Themen des Moduls:
    • 1. Grundlagen Onlinekommunikation und Social Media für den Tourismus
    • 2. Das erfolgreiche Online/SoMe Konzept/ Strategie
    • 3. Content und Digital Storytelling im Tourismus
    • 4. Corporate Blogs im Tourismus
    • 5. Blogger-Relations
    • 6. SEO – Suchmaschinenoptimierung
    • 7. Monitoring & Erfolgsmessung
    • 8. Beschwerdemanagement und Krisenkommunikation im Social Web

Online- und Social Media Marketing sind nur ein Unterteil im gesamten Marketingmix eines Unternehmens. Allerdings ein Unterteil, dessen Bedeutung in den letzten Jahren extrem zugenommen hat und dies definitiv auch zukünftig wird. Gerade bei Social Media finden ständige Entwicklungen statt. Umso wichtiger ist es, nicht in Kanälen, sondern in Zielen und Konzepten zu denken. Diese werden in diesem Modul deshalb auch im Mittelpunkt stehen. Wir sehen uns in Berlin! Kristine

 

Alles Wichtige zum SCM-Intensivkurs Tourismus

Die Module sind separat oder auch – mit Rabatt – komplett buchbar.

Was bei allen Modulen im Mittelpunkt steht: der direkte Link zum Tourismus. Es mag zwar auf den ersten Blick einige Überschneidungen innerhalb der Module geben, doch sorgen wir drei in enger Abstimmung dafür, dass sich Teilnehmer des gesamten Intensivkurses definitiv nicht zu langweilen brauchen.

Alle Inhalte und weiteren Informationen sowie die Anmeldung findet ihr auf scmonline.de.

 

TOURImag – der Tourismus-Newsletter von SCM

In Hinblick auf den neu gestalteten Intensivkurs Tourismuskommunikation und -marketing hat SCM einen neuen Newsletter entwickelt.

Die aktuelle Ausgabe beinhaltet unter anderem Einblicke in die Kampagne „Berge statt City“ der Tirol Werbung sowie ins Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz, einen Beitrag über die Zusammenarbeit mit Bloggern sowie einen über die Ergebnisse der Trendstudie „Werbung & Kommunikation im Tourismus“ von MAIRDUMONT MEDIA. Unsere Empfehlung: Lesenswert!

Schaut deshalb einfach mal rein! Den gesamten Newsletter gibt es hier als PDF.

Wir freuen uns schon darauf, euch beim Seminar in Berlin zu sehen!

Catharina, Kristine und Günter

 

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Hotel Termine Veranstaltungen

Protel erster Gold-Sponsor des Hotelcamps, ever!

Das Hotelcamp ist Tradition – das zeigt sich allein daran, dass in diesem Jahr bereits die siebte Auflage vom 22.-24. Oktober in Bendorf stattfindet. Im siebten Jahr sind wir (d.h. das Orgateam aus HSMA Deutschland  & Tourismuszukunft) für Innovationen gut! Es gibt das erste Mal einen exklusiven Gold-Sponsor: protel (hier geht es zum neuen Protel-Blog).

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Das Interview:

Jeremy Armes, Marketingleiter der protel hotelsoftware GmbH, hat sich die Zeit genommen, unsere Fragen zur Gold-Sponsorship aber auch zur Zukunft von Hotel Management Software zu beantworten. Herzlichen Dank hierfür und viel Spaß beim Lesen.

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1.) protel ist der erste Gold-Sponsor der Hotelcamp-Geschichte. Sag uns bitte warum Ihr das macht?

Learning ist nie verkehrt. Aber Learning mit gleichgesinnten, motivierten und hoch-karatigen Individuen aus der aktuellen Hotellandschaft ist einfach unübertroffen. Als Sponsor (seit Anfang an dabei in 2009) haben wir zwei klare Ziele: Erstens leisten wir einen Beitrag um dieses wertvolle “Happening” weiterhin zu ermöglichen, zweitens zeigen wir mit unserer Marke, dass protel einen hohen Wert auf freien Gedankenaustausch, Individualität, Innovation und sogar Querdenken legt – innerhalb der Industrie, die wir lieben.

Man hofft immer, dass das nächste Seminar oder der nächste Round-Table, wo man gerade hinfährt, einen handfesten Gedankenanstoß liefert.  Nirgendwo sonst habe ich ein halbwegs vergleichbares Feeling bekommen, als hier beim Hotelcamp in Bendorf, wo ich selbst seit 2012 voll dabei bin. So viele Experten vom Hotelleben teilen kollaborativ ihre Einsichten über das operative Hier und Jetzt, und stellen ihre Tipps, Tricks, Tools aber auch die eigenen Verzweiflungen dar, sodass wir gemeinsam in der Runde den “Aha-Effekt!” erarbeiten. In den Spontanreferaten, beim Spaziergang, beim Essen, sehen wir ganz genau wie unsere eigenen Roadmaps die ein oder andere Unterstützung/Umleitung gebrauchen könnten. Ganz unparteiisch. Einfach ehrlich. Ganz nach meinem Geschmack.

Nur unter uns: Wer möchte nicht sowas Geiles unterstützen?
Und zum ersten Gold-Sponsoren des Hotelcamps: protel ist aus Dortmund – da kennen wir nur Vollgas!

2.) Was macht für Euch das Hotelcamp so besonders?

Wie erwähnt, es ist einfach ein ganz besonderer Mix aus Ideengeber, Ideen-Shaper, Ideen-Unterstützer und Ideen-Freude- und Freunde. Wusstest Du, dass der englische Begriff für “Brainstorm” kurze Zeit wegen amok-laufender Political-Correctness auf “Idea-Fountain” umgetauft wurde? Blödsinn bei Seite, hier im Hotelcamp ist wirklich ein Idea-Fountain garantiert. Es sprudelt ununterbrochen vor sich hin, von Freitagnachmittag ganz durch bis Sonntagnachmittag. (Keine Panik, ich erzähle hier nichts von den “very early morning sessions…”) Der Staffellauf der Hotelideen-Funken trifft jeden, der dabei ist, wie eine “La-Ola” im Westfalenstadion. Du kannst nicht einfach stumpf dabei sein. Wie eine verrückte Sekte – wir werden alle “berührt” von diesem Spirit, und nehmen es dann vereinzelt mit auf dem Weg in den Alltag zurück, flackernd aber mächtig, voll lebendig. Hotelcamp ist ein “Reset” für Hotelgeist, und ein “Re-open” für Hotel-Geschäftssinn. Und das Allerwichtigste: Es ist perfekt, um die Teams für die folgenden Wochen für ihre Arbeit  neu zu begeistern…

3.) Nicht jeder kennt protel. Sag uns bitte, was Ihr macht.

Wir sind ein führender PMS Anbieter, der dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Das spricht für sich! 2009 meinten ein paar Verrückte in unserer Geschäftsführung, dass die Cloud was für Hoteliers sei (wen es interessiert, es waren genau dieselben Verrückten die in 1995 gesagt haben, dass Hoteliers sich mit der Computer-Mouse anfreunden müssen…). Ja, beide Aussagen haben für viele love-hate Anregungen gesorgt! Eins ist aber klar: jetzt wo die Cloud tatsächlich die logische Wahl für PMS ist, ist es gut zu wissen, dass das protel Produkt (protel Air) schon damals komplett neu entwickelt wurde für diese neue Welt. Heute haben wir ein wirklich sehr robustes #cloudPMS; unendlich skalierbar (mit einem Mausklick!), überraschend mobil, leicht zu erlernen und somit ein Gateway zu weiterführenden Technologien der Zukunft.

4.) Was unterscheidet Euch von anderen PMS-Anbieter? Für welche Hotels seid Ihr perfekt?

The million-dollar question? Aus meiner Sicht kann man den gesamten PMS-Markt als ziemlich “vanilla” beschreiben (Vanilla schmeckt den meisten, und deckt somit den Markt, ist aber nicht wirklich mehr als nur ein „geht so“ im Einzelfall). Ouch! Ganz ehrlich, was ein PMS-Anbieter heute nicht hat, könnte er mehr oder weniger morgen schon anbieten.

protel möchte dagegen die feuerrote, scharfe Chilischote sein. Man merkt sofort, dass wir anders sind. OK, vielleicht mag nicht jeder Chilli, kann sein. Aber in der Hotellandschaft wollen wir leidenschaftliche, zukunftsorientierte Konzepte unterstützen – genau wie heute, beim Hotelcamp Sponsorship.

Es ist nicht nur das Gewürz an sich, sondern das Umgehen mit dem Würzen, was ein tolles Gericht ausmacht. Wir haben dieses Knowhow. Die 20 Jahre in der protel Küche, zum Beispiel, belegen unser Können. Unser Hauptgericht, protel Air, eine komplette “true cloud” Lösung, genau an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit – das ist alles kein Zufall. Unsere Gewürzmischung aus Erfahrung, Geschäftssinn und Begeisterung für den Hotelmarkt – ich glaube sehr, dass das uns ausmacht.

Wir sagen “never say never” – und damit meinen wir, dass irgendeine von unseren protel Lösungen die passende für jedes Hotel ist, egal wie groß oder klein.  Ja, das ist eine gefährliche Aussage, ich weiß. Aber im Grunde genommen, entspricht es der Wahrheit. Man darf einfach nicht vergessen, dass jedes Hotelkonzept eine andere Art von “Guest Experience” oder “Traum” anbietet. Auch hier sind die Sichten und Beweggründe des Endkunden (der Hotelgast) immer wichtiger. Je nachdem müssen wir, als Technologie-Partner, sehr vieles anpassen damit alles läuft wie gedacht.

Mit dieser Bereitschaft zur perfekten Anpassung haben wir uns über die Jahre hinweg berühmt gemacht. Wir installieren immer noch On-Premise und gehostete Lösungen – auch viel als “hybride Lösungen”, um dem Kunden wenigstens etwas von der Interkonnektivität der Cloud, z.B. bessere Gäste- und Personalmodule anbieten zu können. It’s a buyer’s market! Aber für uns ist eines klar: Der Horizont ist voll mit Wolken! Wer sich jetzt nicht wenigstens Gedanken macht über seine Hotel-IT und der Cloud, der ist schlecht beraten.

Perfekt sind wir für Hoteliers die auch in 10 Jahren ihren Gästen etwas Außergewöhnliches anbieten wollen, ob als Individualhotel oder internationale Kette.

5.) Wohin geht für Euch die Reise bei den Hotel Management Systemen? Worauf dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Der Autor Alexander von Schönburg hat es in seinem Buch „Smalltalk“ auf den Punkt gebracht: „…das Übernachten im Hotel sei nur ein Kompromiss, den man eingehen müsse, wenn man am Zielort der Reise keine Freunde habe.“ Wir finden, dass es quer durch alle Bereiche in Sachen Guest-Experience noch eine Menge zu tun gibt, damit das Hotel zum Freund des Gastes wird. Helfen kann dabei das PMS, wo ohnehin alle Stränge zusammenlaufen.

Jetzt da ‚The Internet of Things‘ und ‚Wearables‘ schwer im Kommen sind, ist eine Mehrfachsteigerung des Service rund um den Gast durchaus denkbar, vor allem durch den gezielten Einsatz von Augmented-Reality-Modulen beim Check-in, im Wellness, F&B oder andere Bereiche.

Beispielsweise können gut positionierte Signalgeber dafür sorgen, dass der Gast via Smartphone oder Smartwatch seinen Lieblingswhiskey hinter der Theke entdecken darf, indem er sie einfach Scannt, aus der Ferne. Oder man bekommt im Spa-Bereich informative Mehrwerte, wie eine medizinische Sonderbehandlung, die im 3D-Video vom Facharzt erklärt wird.

Die Cloud-Module die wir jetzt schon haben werden mit immer mehr Technologieanbietern vernetzt.  Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Branche, wissen wir ziemlich genau, welche Anbieter gute Chancen haben, sich im Markt zu behaupten.

Ganz im Sinne des wahren eTourism, werden Hotelangebote noch persönlicher zugeschnitten und noch schneller verbreitet. Das wird definitiv eine Kernfunktion der Hoteltechnologie werden.

Das passende Buzzword ist hier Big Data. Genau wie in der Luftfahrtindustrie zuvor, sehen wir in der Hotellerie einen enormen Nutzen von akkuratem, automatisiertem und gefühlvollem Data-Mining. Diese Funktionen und Analysen sind genau die richtige Arbeit für die Maschinen und Programme der Hoteltechnologie.  Die wertvollen Touchpoints dienen als Auslöser für noch weitere Automatismen – die alle zentral verwaltet werden – und dem Hotel die Möglichkeit anbieten, noch näher am Gast zu sein.

Wenn man die Idee noch weiter spinnt, kann ein Gast sofort seine Treuepunkte, Airmiles oder auch andere Payback-Punkte in Cross-Marketing-Aktionen der jeweiligen Hotel- und Ortstourismuszentrale einlösen, um noch mehr Vielfalt am Aufenthaltsort zu entdecken.  Alles Self-Service für den Gast, abrufbar vom eigenen Smartphone.

Dass immer kürzere interne Kommunikationswege dazu führen, dass das Hotel-Team noch mehr Service leisten kann, ist schon klar!  Die neuen Möglichkeiten der mobilen Workforce gehen aber noch einen Schritt weiter. Nicht jeder Angestellte hält sich immer im Hotel auf, manche sind unterwegs, auf Geschäftsreisen oder bei Lieferanten. Von unterwegs aus wissen sie was los ist und im individuellen “Hotel Stream” sehen die Mitarbeiter worauf sie sich bei der Rückkehr einstellen können.

Und hier zeigen wir alle gemeinsam, das Alexander von Schönburg doch ein wenig Unrecht hat.

Nicht nur in der Zukunft, sondern auch jetzt, werden Hotels mit den richtigen Technologiepartnern gemeinsam einen neuen Weg erforschen und noch bessere Angebote servieren. Dann kann das Hotel mindestens mit dem Gästezimmer bei Freunden mithalten!

 Das Hotelcamp wartet auf Euch!

Habt Ihr nun Lust bekommen über die Zukunft der Technologie in Hotels zu sprechen? Die Anmeldung zum Hotelcamp ist nach wie vor offen und wir freuen uns über jeden Newbie!