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Immer wieder TZonntags: Kur & Generation Y, #FragNestle, das Internet wird verschwinden, das Internet ist ein Zoo, tödliche Selfies

Vertrieb via Google, Das Internet als Zoo, Kur & Generation Y, #fragNestle

Auch diese Woche ist wieder viel passiert in der digitlen Welt!

Wer also nicht auf der Theresienwiese ist oder vielleicht gestern schon ausgiebig zugeschlagen hat, dem sei unsere allsonntagliche Lektüre ans Herz gelegt!

Florians Beitrag zum Vertrieb von Google wurde noch ausgelagert und wird in einem eigenen Blogbeitrag noch ausführlich beleuchtet!

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Tipp von Johannes · Tipp von Günter · Tipp von Catharina · Tipp von Ben · Tipp von Basti · Tipp von Roland

Neu bei Immer wieder TZonntags: Unsere Veranstaltungs-Tipps. Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst. Direkt zu unseren Veranstaltungs-Tipps.

Empfohlen von Johannes

Das Internet wird verschwinden!

Ja, ihr habt richtig gelesen. In seinem Artikel The Internet’s Vanishing Point? stellt Tom Goodwin die These auf, dass wir an dem Punkt angelangt sind, an dem das Internet verschwindet. Und ich stimme ihm dabei voll und ganz zu!

Allerdings natürlich nicht in dem Sinne, dass die Technologie an sich verschwinden wird, sondern vielmehr unsere bewusste Wahrnehmung des Internets oder des „online-seins“. Das klingt jetzt vielleicht etwas kompliziert und abstrakt, ist aber im Grunde recht simpel: In absehbarer Zeit werden so gut wie alle Geräte online sein; wir werden nicht mehr extra unser Smartphone aus der Tasche ziehen müssen, um Onlinedienste zu nutzen, so wie wir uns schon heute dazu nicht mehr an einen stationären Rechner setzen müssen.

Und die Interaktion mit den Devices wird vielfältig und der jeweiligen Situation angepasst sein. Ob per Stimme, per Berührung, per Blick oder Gestensteuerung – die „Anbindung“ an uns Menschen wird so nahtlos sein, dass sich, gepaart mit einer intelligenten, multimedialen Ausgabe, jegliches Gefühl für die Technik dahinter und folglich auch das Konzept von On- und Offline auflösen werden.

Um nur einmal ganz kurz anzudenken, was das alles mit sich bringt: Die Macht der Gatekeeper wird immens sein, Webpräsenzen werden im Kern zu Datenbanken, der jeweilige Kontext, in dem bestimmter Content konsumiert wird, ist nicht mehr planbar, … Da kommt einiges auf uns zu. Dringende Leseempfehlung!

Empfohlen von Günter

#FragNestle – Transparenz-Revolution statt PR-Desaster

#FragNestle im Praxiseinsatz (Screenshot: Twitter)
#FragNestle im Praxiseinsatz (Screenshot: Twitter)

Wer hätte es gedacht, dass ausgerechnet Nestlé einen Paradigmenwechsel in der (Krisen-)Kommunikation von Konzernen einläutet? Während Volkswagen? in Sachen Manipulations-Affäre von „kommunikativer Schockstarre“ (Robert Basic) in den sozialen Netzwerken gelähmt war, verblüfft Nestlé derzeit mit dem Dialogangebot ?#?FragNestle?, das mit Twitter Ads beworben wird.

Eine Aufforderung, Nestlé zu fragen? Wenig überraschend wurde @NestleGermany auf Twitter mit Kritik und Häme eingedeckt – kein Wunder bei einem der wohl umstrittensten Konzerne der Welt. Dass Spiegel, Huffington Post, Meedia & Co. die Aktion prompt zum Fehlschlag und „PR-Desaster“ deklarierten, ist aber eine krasse Fehlinterpretation. Geboren aus dem überholten Verständnis, dass PR nur dann gut arbeitet, wenn nichts Negatives über ein Unternehmen zu lesen ist.

Dass sich Nestlé jetzt auf Twitter Prügel holt, ist offensichtlich einkalkuliert, wie ein etwas luziderer Beitrag in der Morgenpost schön herausarbeitet. Die jetzt beschworene Angst vor dem Shitstorm ist realitätsfremd, wenn man – um Patrick Breitenbachs „etwas andere Perspektive auf das angebliche PR-Desaster“ einzunehmen – ohnedies „in der eigenen fabrizierten Scheiße“ steht.  Nestlé hat mit #FragNestle zumindest zweierlei erkannt:

  • Ob momentaner Shitstorm oder fundamentale Kritik – die beste Option ist immer noch, selbst die Stimme zu erheben. So bearbeitet seit kurzem ein 6-8köpfiges Social Media-Team Verbraucherfragen, verweist unermüdlich auf vorbereitete Antworten auf www.nestle.de/unternehmen/frag-nestle – und nimmt bei Erwähnungen auf Twitter proaktiv Stellung.
  • Es gibt keine Alternative zu Transparenz.  „Die Büchse der Pandora ist geöffnet.“ (Breitenbach) Nestlé kann jetzt nur mehr „in der Jauche stehen bleiben oder daran arbeiten, dass dieser Mist in Zukunft nicht mehr vorkommt“. Aus subversiver Sicht sei, so Breitenbach, diese Aktion sogar brillant, da sie Druck zu einer Änderung der Unternehmenskultur erzeuge.

Ist #fragnestlé ein Erfolg? Dixeno hat dazu bereits 6 äußerst lesenswerte Online-Marketing Lektionen von #FragNestle gesammelt. Nestlé’s Transparenz-Übung ist für mich jedenfalls ein großartiges Experiment, das einige Regeln in der Unternehmenskommunikation neu definiert.

Wer sich jetzt vordergründig übers PR-Desaster lustig macht, könnte den Beginn einer echten Transparenz-Revolution verpassen. Für Diskussionen in meinem Berliner SCM Workshop „PR im Tourismus“ (8.-10. Oktober, www.j.mp/scm-tourismuskommunikation) ist jedenfalls gesorgt!

 

Empfohlen von Catharina

Das Internet ist ein Zoo

Das Internet ist ein Zoo wegen der vielen Tierbilder, insbesondere Katzenfotos, die man so findet. Könnte auch stimmen, ist aber hier nicht gemeint. Es geht tatsächlich um Content und dessen große Vielfalt. Habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt, was die perfekte Länge eines Tweets, Facebook-Posts oder eines Blog-Beitrages ist? Wenn nicht, dann wechselt lieber zum nächsten Beitrag, wenn ja, dann findet Ihr auf Contently Antworten darauf. Unten stehende Grafik zeigt diese auch noch einmal schön im Überblick.

The Internet is a Zoo, via contently.com
The Internet is a Zoo, via contently.com

Empfohlen von Ben

Tödliche Selfies

Aufgepasst beim Selfie schießen! Wie Mashable berichtet (englisch), kamen im ersten Halbjahr 2015 mehr Menschen beim Selfie (12) machen ums Leben als durch Haiangriffe (8). Entweder stürzten sie irgendwo hinunter, ließen sich vom Zug überfahren oder erschossen sich sogar selbst (Futurezone-Artikel dazu in deutsch). Um möglichst spektakuläre Selfies schießen zu können, nehmen manche Menschen anscheinend alles in Kauf und geben damit hervorragende Bewerbungen für die Darwin Awards ab.

Passende Karrikatur zum Thema Selfie von ruthe.de
Passende Karrikatur zum Thema Selfie von ruthe.de

Empfohlen von Bastian

Die Kur und die Generation Y

Gerade sitze ich an meiner Recherche für den Bädertag 2015 am Samstag, auf dem ich einen Beitrag zum o.g. Thema leisten soll. Und je mehr ich darüber nachdenke umso spannender erscheint mir der Gedankengang!

Auf der einen Seite haben wir die Generation Y, deren Reiseverhalten beispielsweise von Laura Díaz wie folgt beschrieben wird:
Doch die Generation, der ich angehöre, will genau das: reisen, wo das Internet endet. Um später dann den Daheimgebliebenen die Fotos bei Facebook unter die Nase reiben zu können. Die Botschaft ist immer dieselbe: Seht her, ich war in Nepal, ihr nicht. Übersetzt: Ich bin weltoffen, mutig, cool, ganz gewiss nicht langweilig und spießig. In Südostasien mit dem Rucksack auf dem Rücken umhergetrampt zu sein ist mittlerweile so etwas wie das Statussymbol meiner Generation.“

Auf der anderen Seite haben wir die Kur. Allein die Google Vorschläge sprechen für sich:

Kur ist

Kur […] soll sowohl der Vorsorge als auch der Stärkung einer (geschwächten) Gesundheit oder der Unterstützung der Genesung bei Krankheiten und Leiden verschiedener Art dienen. Im Vordergrund steht dabei die Anwendung ortspezifischer Heilmittel (z.B. Quellen, Peloide, Klima, Meerwasser) im Rahmen des Aufenthaltes in einem Kurort oder einem Heilbad.“ (Wikipedia)

Trotz der meilenweiten thematischen Diskrepanz der beiden Themen, von der ich zu Beginn der Recherche ausging, muss ich doch zugeben, dass die Kombination einer gewissen Logik und Attraktivität nicht entbehrt! Zwar muss der Deutsche Heilbäderverband da noch sehr viel an Marken- und Imagearbeit leisten (was er auch schon seit geraumer Zeit mit Michael tut), dennoch freue ich mich sehr, dass ein eigentlich doch recht traditioneller Verband sich traut, öffentlich in diese Richtung zu denken und zu agieren!

Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung am Samstag und bin sehr gespannt auf die Diskussionen und weitere mutige Vordenker 😉

Empfohlen von Roland

Gmail Sponsored Promotions

Ich möchte euch heute Gmail Sponsored Promotions (GPS) als Werbeform vorstellen. GSP sind in Deutschland relativ neu und eine Interessante Erweiterung von Google Adwords. Mit GSP ist es möglich, die Google Adwords Werbung auch auf GMail auszudehnen. Diese wird dann fast im Format einer E-Mail ganz oben angezeigt.
GSP bieten also als interessante Ergänzung zu Newslettern bzw Mailings an. Bezahlt wird hier nur, wenn der Benutzer die „E-Mail“ öffnet. Das Potential ist groß, spricht man doch von 900 Mio GMail Usern weltweit.
Weiter interessanter Pluspunkt dieser Anzeigeform sind auch Targeting Möglichkeiten, die hier verfügbar sind. Neben demographischen Merkmalen wie Alter und Geschlecht, Interessen, Endgeräten und geographischen Aspekten auch verschiedene Domain Faktoren, bei welchen man gezielt Besucher einer bestimmten Seite ein oder ausschließen kann bzw. gezielt Remarketing betreiben kann. Auch wenn diese Faktoren für Adwords zum Teil schon länger existieren, ergeben sich doch neue Möglichkeiten, wenn man an diese Werbeform nicht speziell als Adwords Anzeige sieht, sondern als Erweiterung der Mailing-Kampagnen. Im Vergleich zu diesen bieten sie viele Vorteile und sind somit dazu eine sehr gute Ergänzung, auch weil die Klickpreise aktuell noch sehr interessant sind.
Fazit: Interessante Erweiterung mit großer Reichweite und guten Targeting-Möglichkeiten

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Roland Trebo, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm