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DACH-KG: neue Ergebnisse, nächste Schritte beim Thema Open Data!

Das Thema Open Data wurde in den letzten Monaten so heiß diskutiert, wie wohl kein anderes in der Branche. Viel Bewegung ist im Markt: Technologieanbieter gehen Kooperationen ein, touristische Plattformen sprechen mit Destinationen über Daten-Kooperationen, Tourismusorganisationen finden zusammen, um einen gemeinsamen Weg zu beschreiten. Es hat sich viel getan, in nicht mal einem Jahr DACH-KG.

Was ist die DACH-KG?

Die DACH-KG ist eine Arbeitsgruppe, bei der sich elf touristische Organisationen aus Österreich, Deutschland und Italien sowie drei Hochschulen (Österreich, Schweiz, Deutschland) beteiligen. Erklärtes Ziel ist es, einen touristischen Knowledge Graph für alle touristisch relevanten Daten im deutschsprachigen Raum zu schaffen und gern auch darüber hinaus. In mittlerweile drei Sitzungen wurden u.a. eine Roadmap erarbeitet aber auch schon konkrete Entscheidungen getroffen. Mehr zur Roadmap, den Zielen und den Teilnehmern findest Du im ersten Blogbeitrag zur DACH-KG. Roadmap und Zielsetzung sind bisher unverändert – dies trifft nicht auf das erstellte Living Paper zu – es wurde aktualisiert und steht zum Download bereit. In der letzten Sitzung, am 19.2.19 in Innsbruck, wurden Entscheidungen getroffen und Neuigkeiten verkündet, die auch in das Living Paper Einzug gehalten haben.

Schaffung einer Working Group

Bei der Erarbeitung der fehlenden Ausprägung der Content-Typen wurde im Rahmen der Workshops deutlich, dass die DACH-KG Arbeitsgruppe zu wenig operativen Arbeitsdruck entwickeln kann, um das Projekt in der nötigen Geschwindigkeit voranzutreiben. Deshalb wurde die Idee einer Working Group entwickelt. Das Ziel der Working Group ist die Schaffung eines gemeinsamen Standards für die Auszeichnung von touristischen Inhalten auf Basis von schema.org.

Hierfür soll eine Institution gegründet werden, die aus verschiedenen Vertretern (DMOs, Technische Umsetzer/Dienstleister und einschlägige Forschungseinrichtungen) der Branche bestehen sollen. Details hierfür werden im Rahmen der nächsten Sitzung Anfang Juni 2019 diskutiert und finalisiert.

Einreichung Förderprojekt Alpine Space

Neben der Idee der Working Group hat sich aus der Arbeitsgruppe ein Förderantrag für das INTERREG-Programm Alpine Space entwickelt, mit dem Ziel, das Projekt finanziell auszustatten und Haltbarkeit zu geben. Die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Alpenregion durch gemeinsame Aktivitäten zu steigern ist ein übergeordnetes Ziel des Alpine Space Projekts. Unser Förderantrag befindet sich aktuell in der zweiten Stufe des Antragsverfahrens. Eine Erweiterung der Projektpartner ist noch bis zum 5. Juni möglich (Förderkulisse: https://www.alpine-space.eu/about/the-programme/which-area-is-covered-) Interessierte Regionen & Forschungseinrichtungen aus der Förderkulisse können sich gerne beim Leadpartner & Ansprechpartner für den Antrag Patrick Ohnewein (NOI Techpark Südtirol) melden.

Definition der notwendigen Lizenztypen

Im Rahmen des dritten Workshops haben die Teilnehmer*innen relevante Creative Commons-Lizenzen für die operative Arbeit definiert. Diese definierten Lizenztypen müssen in den Quellsystemen (relationale Datenbanken) deklarierbar sein:

  • CC0
  • CC-by
  • CC-by-sa
  • CC-nd
  • Closed / other closed license

Technikdienstleister sind somit aufgefordert, mind. diese Lizenztypen in ihren technischen Systemen abzubilden, da sie in der Realität benötigt werden. Ein mehr an Auswahlmöglichkeiten ist nicht nötig – eine Umschreibung und Erklärung für die Redakteur*innen in den Systemen ist sinnvoll.

Um diese neuen Lizenzformen auch mit (Content-)Substanz zu füllen, müssen in den touristischen Organisationen/DMOs klare lizenzrechtliche Entscheidungen  getroffen und umgesetzt werden. Die Verantwortung liegt hier bei der jeweiligen Organisation bzw. bei den Urheber*innen / Owner der jeweiligen Inhalte. Hierfür ist Überzeugungsarbeit sowie die Weiterbildung von touristischen Leistungsträgern, Redakteur*innen und Contentproduzent*innen notwendig – hierbei will die DACH-KG zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Schulungsmaterialien produzieren. Im Rahmen des vierten Workshops Anfang Juni 2019 werden wir hierfür Videostatements der Teilnehmer*innen der DACH-KG einsammeln, um eine Basis für zukünftige Arbeiten zu legen.

Ich persönlich freue mich sehr darüber, dass Bewegung im Markt ist und wir dazu beitragen können, dass sich der Tourismus verändert. Solche Projekte stehen idealtypisch für unseren Ansatz, den wir im Markt verfolgen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Offenheit und das Vertrauen, diesen Weg mit uns zu gehen.

Liebe Grüße,

Florian

 

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Visionäre Gedanken in klassischem Gemäuer – Innovationsmeeting in Bonn

Vor kurzem trafen wir uns wieder einmal zu einem unserer regelmäßigen Innovationsmeetings. Dieses Mal organisierte Kristine das Treffen und so waren wir vom 15. bis 17. Juli zu Gast in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Als Kontrast zum letzten #TZInno in Wien, wo ein hipper Coworking Space den Rahmen bildete, tagten wir diesmal in den alt ehrwürdigen Mauern des Münster Carré.

Eingang zum Münster Carré in Bonn

Aber nicht nur der Rahmen war anders, sondern wir hatten auch eine andere Zielsetzung im Gepäck. Nachdem wir beim Frühjahrsmeeting unsere aktuellen Projekte in den Mittelpunkt gestellt hatten, wollten wir dieses Mal wieder einen visionären Blick in die zukünftige Entwicklung des Tourismus wagen.

Das Tourismuszukunft Team beim Innovationsmeeting im Münster Carré in Bonn

So diskutierten wir z.B. über die stetig wachsende Bedeutung strukturierter Daten (Stichwort schema.org) für die Informationsaufbereitung. Die unterschiedlichen Geräte, von der Smartwatch, über Smartphones, Laptops und Co., bis hin zum Auto und die Unterschiedlichen Kontexte, in denen wir Informationen konsumieren, benötigen standardisiert aufbereitete Daten, um dem Nutzer in jedem Moment einen möglichst großen Mehrwert bieten zu können.

Weiteres Thema war der Bereich Video, inklusive Livestreaming, welcher ja generell boomt, dem aber, speziell beim sonst kaum greifbaren Produkt Tourismus, aufgrund seiner visuellen Mächtigkeit und seiner hohen Emotionalität, eine besonders herausragende Rolle zukommt.

Außerdem beschäftigen wir uns damit, wie sich Wissen und Kompetenzen effizient vermitteln lassen. Dass wir heute in einer wissensbasierten Ökonomie arbeiten und leben, wissen wir nicht erst seit gestern. Und trotzdem stellt es Betriebe und Organisationen immer wieder vor Herausforderungen, alle Mitarbeiter, bzw. Mitglieder auf demselben, aktuellen Wissensstand zu halten. Wir denken, dass sich dies mit fortschrittlichen Methoden für alle Beteiligten deutlich verbessern lässt!

Auch den ein oder anderen internen Punkt hatten wir auf unserer Tagesordnung stehen. Lasst Euch überraschen, mit welchen Neuigkeiten wir demnächst auf Euch zukommen werden!

Das Tourismuszukunft Team beim gemeinsamen Tagesausklang im Rahmen des Innovationsmeetings in Bonn

Nach den intensiven Tagen in Bonn fühlen wir uns bestens aufgestellt, mit Euch gemeinsam alle Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, die der Wandel der Zeit mit sich bringt! Wenn Ihr Euch von einem Thema besonders angesprochen fühlt, oder konkrete Problemstellungen und Herausforderungen habt, kontaktiert uns gerne jederzeit!

Die persönliche Zeit mit den Netzwerkpartnern kam natürlich auch in Bonn nicht zu kurz.

Die Tourismuszukunft Netzwerkpartner Ben Gottstein und Günter Exel beim Innovationsmeeting in Bonn

Es ist unglaublich toll und motivierend Mitglied eines Teams zu sein, in dem Jede(r) ihre/seine Persönlichkeit nicht nur einbringen darf, sondern dies Kernbestandteil der Organisationskultur- und Identität ist. Danke!

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Kristine für die super Organisation und dafür, dass Sie uns gezeigt hat, dass Bonn auch seine schönen Seiten hat!

 

Liebe Grüße

Johannes