|

Gedankenstarter 2022, Teil 3 – 24 Fragen rund ums Thema Lebensraum

In den vergangenen beiden Wochen haben wir dir im Rahmen unseres Gedankenstarters schon einige Impulsfragen gestellt (siehe Gedankenstarter 1, Gedankenstarter 2). Heute folgt der letzte Teil. Und dieser dreht sich komplett um das Thema Lebensraum. Was sich hinter dem Begriff Lebensraum und der Lebensraumperspektive grundsätzlich verbirgt, hat Florian in diesem Beitrag inklusive der impulse4travel Lebensraum Map schon einmal gut darstellt. Aber heute wollen nicht wir dir etwas erzählen, sondern wir wollen dich dazu animieren, das Thema für deine eigenen Angebote, deine eigene Destination einmal zu durchdenken.

 

Freu dich deshalb heute auf Impulsfragen rund um das Thema Lebensraum von:

  • Roland Trebo, der dir grundsätzliche Fragen zur Entwicklung und Veränderung deines Lebensraums stellt
  • Johannes Böhm, der sich noch detaillierter die Konsequenzen der Lebensraumperspektive vornimmt
  • Christoph Aschenbrenner, der mit seinen Fragen deinen Blick verstärkt auf die Einheimischen lenkt
  • Kristine Honig, die sich die hieraus resultierenden veränderten Rahmenbedingungen für das Thema Zielgruppen vornimmt

 

6 Fragen zur generellen Entwicklung und Veränderung des Lebensraums von Roland

Du kannst Entwicklungen ignorieren, auf sie reagieren oder selbst agieren. Was ist deine Wahl?

Seit Ende 2019 hat sich viel verändert in der Welt. Die Corona-Pandemie prägte die Jahre 2020/2021. Und auch das Bewusstsein für die Auswirkungen der Klimakrise ist (endlich!) deutlich geschärft. Sicherlich hat all dies auch Einfluss auf dich und deine Umgebung. Nur wie? Roland liefert dir mit seinen Fragen den Rahmen, dies etwas genauer zu fassen.

  1. Was hat sich im Vergleich zu Ende 2019 in deinem Ort, deiner Stadt, deiner Destination verändert?
  2. Welche nachhaltigen Veränderungsprozesse wurden aus der Krise heraus gestartet?
  3. Wie haben sich die Prioritäten für die Stakeholder seitdem verschoben?
  4. Welche Chancen haben sich rückblickend in den letzten knapp 2 Jahren aufgetan? Und welche wurden ergriffen? Welche wurden versäumt?
  5. Hat sich die Einstellung der Locals gegenüber dem Tourismus in dieser Zeit verändert?
  6. Stimmt die Entwicklungsrichtung in Hinsicht auf die großen Herausforderungen, denen wir uns in den nächsten Jahren stellen müssen?

 

8 Fragen zu Konsequenzen aus der Lebensraumperspektive von Johannes

Johannes Böhm Header

Auch der Blick aufs große Ganze besteht aus Details. (Foto: Greg Snell)

Und weiter geht es mit dem Thema Lebensraum. Lass uns nach den großen Entwicklungen und den übergreifenden Fragen tiefer graben. Mehr ins Detail gehen. Noch genauer hinschauen. Johannes hilft dir mit seinen Fragen gerne dabei.

  1. Warum geht es bei den wichtigsten und grundlegendsten Themen oft nichts vorwärts? Woran liegt’s?
  2. Investierst du genug ins Partnermanagement und in die Innenkommunikation? Hast du überhaupt genügend Ressourcen dafür? Warum investierst du immer noch mehr fürs Marketing als fürs Management, für gute Stakeholder-Kommunikation und Qualitätsentwicklung?
  3. Wie intensiv ist der Austausch mit deinen Partnern, wie fließen die Informationen, wie oft trefft ihr euch? Habt ihr eine offene, ehrliche und konstruktive Unternehmenskultur und ein gutes Miteinander in der Destination? Bindest du deine Partner und Stakeholder bei wichtigen Prozessen und Entscheidungsfindungen mit ein oder ist dir das zu anstrengend und riskant? 
  4. Wenn du nicht die Aufgabe des Kommunikators, Koordinators und Impulsgebers nach innen übernimmst – wer füllt die Rolle aus? Ist das in deinem Sinne?
  5. Hast du gegen interne Widerstände zu kämpfen, weil du zu sehr die Gäste oder die Umsatzzahlen im Blick hast und zu wenig die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung? Hast du dir politische Rückendeckung für deine Ziele und dein Vorgehen erarbeitet?
  6. Habt ihr klare, gemeinsame Ziele, auf die ihr innerhalb der Destination alle hinarbeitet und die von der überragenden Mehrheit mitgetragen werden können? Sind die Ziele wirklich allen bekannt und verständlich? Auch der lokalen Bevölkerung?
  7. Warum verschwendest du deine wertvollen Ressourcen mit denen, die nicht wollen und den immer gleichen Betonköpfen, anstatt mit den engagierten Kolleg*innen echte Vorzeigeprojekte zu schaffen?
  8. Warum hast du die Pandemiesituation noch nicht genutzt, um überfällige Entscheidungen zu treffen, alte Zöpfe abzuschneiden und deine Organisation und Destination endlich wieder konsequent in Richtung Zukunft auszurichten?

 

5 Fragen zur Gestaltung des Lebensraums von Christoph

Christoph Aschenbrenner ist Netzwerkpartner von Realizing Progress

Der Lebensraum – das sind die Menschen. Und das gesamte bunte Umfeld.

Christoph redet gerne vom Happy Place, wenn er über Lebensraum, Standortmarketing und den Einbezug der Bevölkerung vor Ort redet. Seine Fragen bieten dir den Rahmen, auch dein Angebot oder deine Region in einen Happy Place zu transformieren – und zwar für alle.

  1. Hast du in deiner täglichen Arbeit Gäste UND Bevölkerung im Blick?
  2. Kannst du mit touristischen Produkten auch zur Lebensqualität der Einheimischen beitragen?
  3. Wie misst du den Erfolg deiner Arbeit? Mit klassischen Kennzahlen wie Übernachtungszahlen oder Wirtschaftsleistung? Oder hast du andere Messgrößen etabliert?
  4. Weißt du, wie zufrieden Urlauber*innen und Einwohner*innen in deiner Stadt, Region oder Destination sind und wie du ihre Zufriedenheit steigern kannst?
  5. Welche Infrastruktur brauchen die Menschen bei dir vor Ort in ihrem Urlaubsort oder Lebensraum?

 

5 Fragen zu Auswirkungen auf die Zielgruppen von Kristine

Stakeholder Relations (Kristine Honig & Alex Mirschel)

Die Bearbeitung von Zielgruppen geht nur gemeinsam – mit allen Akteur*innen und mit den Einheimischen im Blick (Foto: Greg Snell)

Die Antworten auf die vorherigen Fragen und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen gilt es am Ende auch umzusetzen. Was schon deutlich wurde: Wenn wir über Zielgruppen reden, reden wir nicht nur über Gäste. Ebenso über die Einheimischen und die (touristischen) Akteur*innen vor Ort. Es kommt auf das Zusammenspiel an. Deshalb ist auch das Thema Zielgruppen neu zu denken, wie dir Kristine mit ihren folgenden Fragen aufzeigt.

  1. Sind dir die Bedürfnisse deiner Zielgruppe für die kerntouristischen Angebote sowie über diese hinaus wirklich deutlich?
  2. Hast du konkrete Maßnahmen für die Produktentwicklung, deine Kommunikation und interne Aufgaben basierend auf den Bedürfnissen deiner Zielgruppe festgelegt?
  3. Kennen und vor allem verstehen alle deine Partner deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse?
  4. Bietest du Möglichkeiten zum Kennenlernen und Austausch zwischen deinen Akteur*innen?
  5. Kennen die Gastgeber*innen und Einwohner*innen deiner Region die verschiedenen Angebote vor Ort und können die Gäste somit ebenso leiten und ihnen Empfehlungen geben?

 


So geht’s weiter

Mit unseren Gedankenstartern für ein erfolgreiches 2022 sind wir aktuell erst einmal fertig. Wir hoffen, du hattest mit diesen so viel Spaß wie wir und konntest wesentliche Impulse für das kommende Jahr für dich mitnehmen. Mit dem Thema Lebensraum sind wir allerdings noch lange nicht fertig. Dieses wird uns noch eine sehr lange Zeit begleiten. Etwas kurzfristiger gedacht, empfehlen wir dir allerdings schon einmal, folgende Termine in deinem Kalender zu markieren:

  • 13.01.2022, 11.30-13 Uhr: ZukunftsIMPULS Lebensraum
    Wir reden mit Stefan Egenter von der Allgäu GmbH darüber, welche Vorteile und Herausforderungen die Lebensraumperspektive für eine Destination bringt. Und schauen selbstverständlich auch, was dieses Thema für dich selbst bedeutet. Das Ganze online, in Zoom.
  • 28.05.-04.06.2022: OpenWeek Allgäu
    Noch mal Lebensraum, noch mal Allgäu. Eine ganze Woche lang in Fischen/Allgäu, die unter dem Motto steht „Lebensräume neu entdecken“. Der Ticketverkauf startet im Januar 2022. Alle aktuellen Informationen findest du auf OpenWeek.de.

 

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Realizing Progress – wir gestalten den Wandel
Veränderung ist die zentrale Herausforderung und Chance unserer Zeit. Realizing Progress gestaltet diesen Wandel und begleitet Akteur*innen, die sich mit der Zukunft von Tourismus, Standorten und Lebensräumen beschäftigen. Als internationales Netzwerk mit Partner*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol eint uns die Vision einer offenen, nachhaltigen Welt. Als Visionär*innen mit ganzheitlicher Perspektive setzen wir uns für die Gestaltung von Zukunfts- und Lebensräumen über den Tourismus hinaus ein.

Realizing Progress

Realizing Progress: Manchmal posten wir Blogbeiträge mit unseren Markenaccount! Warum? Weil uns Themen dann als Marke sehr wichtig sind. Wir glauben, dass diese Blogposts dann nicht von einzelnen Personen kommen müssen, sondern die Haltung unsere Marke sichtbar werden soll.