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Skihallen: Co-Branding im Wintersport – aber warum nur "One Way"?

Florian Bauhuber21. Aug 2008

In der letzten Woche habe ich mich privat in Norddeutschland aufgehalten und dabei den Snow-Dome in Bispingen (zwischen Hamburg und Hannover) besucht. Für mich als gefühlten Alpenländer ist natürlich das Skierlebnis viel zu kurz und unter künstlichem Licht einfach nicht das, was ich von Kindheit als Bergerlebnis gewohnt bin. Die Insolvenz einer Skihalle in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, wie wichtig zum einen der Standort (Ziel: hohe Bevölkerungsdichte in 100 km Umkreis) als auch das Marketing der jeweiligen Skihalle für ihr Überleben ist.

Co-Branding, das heisst im engeren Sinne, die systematische Markierung einer Leistung durch mindestens zwei Marken, kann hier eine sinnvolle Marketingstrategie sein. Im Gegensatz zum insolventen Snow Funpark in Wittenburg, haben alle anderen relevanten Skihallen in Deutschland diese Notwendigkeit erkannt: z.B. die Jever Skihalle in Neuss (Salzburger Land) oder das alpincenter Bottrop (Kärnten Tourismus).

Idealtypisch ist dies aber meines Erachtens im Snow Dome realisiert. Nicht nur, dass das Ötztal bzw. Sölden als Marke kontinuierlich präsent ist (auch im Internet natürlich): nein! Zusätzlich sind alle Bars und Restaurants authentisch benannt sowie die Ötztaler Bergkulisse als Leinwand kontinuierlich präsent. Flyer und Ortsprospekte liegen darüber hinaus bereit und laden zum Besuch des Ötztals ein. Ich habe keine konkreten Zahlen, aber ich denke diese Zusammenarbeit ist für beide Seiten eine klassische „win-win“-Situation! Das Ötztal erhält zielgruppenorientierte Aufmerksamkeit im Kernmarkt (Hamburg ist einer der wichtigsten Skimärkte in D) und der SnowDome nicht nur wahrscheinlich eine Stange Geld, sondern auch authentisches Flair. Zudem funktioniert die Co-Branding-Strategie: beide Marken stärken sich gegenseitig!

Nachtrag: Nach Reinhard ist dies beim Snow Dome logisch, da das Kapital des Snow Dome aus dem Ötztal kommt – trotzdem toll umgesetzt!

Aber wieso funktioniert das umgekehrt nicht? Wieso gibt es keine Ötztal Mercedes-Arena oder keinen Audi-Arlberg? Ich denke, dass das nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Skidestination den Mehrwert des Co-Brandings auch im eigenen Haus schätzen lernen.

FB

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Florian Bauhuber Geschäftsführer | Change Maker | Mentor

Florian Bauhuber ist Geschäftsführer des Experten-Netzwerks Realizing Progress. Bereits seit dem Jahr 2006 berät und begleitet er gemeinsam mit seinen Kolleg*innen unzählige Akteur*innen, die sich mit der Zukunft von Tourismus, Standorten und Lebensräumen beschäftigen. In seinem Fokus stehen dabei unterschiedliche Beratungsschwerpunkte: #ServiceDesign #Change #Nachhaltigkeit #DigitalStrategie #OpenData #Innovation

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