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Lebenswerte Innenstädte: Die Bedeutung von Gemeinwohl und Partizipation

Gemeinwohl, Klimawandel, Lebensräume, Partizipation, Stadtentwicklung

Catharina Fischer29. Jan 2024

In einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen für unsere Städte, wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und demografischer Wandel, rücken gerechte, produktive und grüne Stadtkonzepte in den Fokus. Der ZukunftsIMPULS#10 widmete sich genau diesem Thema und bot inspirierende Einblicke in die Gestaltung lebenswerter Innenstädte.

Amsterdam: Eine Stadt im Wandel
Amsterdam: Eine Stadt im Wandel

Das SDG 11 und die gemeinwohlorientierte Stadt

Zusammen mit meiner Kollegin Nicole Cogiel tauchten wir in die Welt der urbanen Transformation ein. Nicole stellte die grundlegende Frage: Wie müssen wir unsere Städte neu denken und gestalten? Sie hob hervor, dass Städte mehr als bloße Ansammlung von Bauwerken sind; sie sind ein integraler Bestandteil unseres Gesellschaftssystems. In ihrem Impulse präsentierte Nicole verschiedene Leitbilder, die sich im Laufe der Zeit mit globalen und gesellschaftlichen Veränderungen entwickelt haben. Für das Jahrzehnt der 2020er Jahre betonte sie die Notwendigkeit eines neuen Leitbildes, das Vielfalt, nachhaltige Produktivität und Klimagerechtigkeit berücksichtigt. Ein Leitbild, das im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) steht, insbesondere mit SDG 11.

Wie müssen wir unsere Städte neu denken und gestalten?
Wie müssen wir unsere Städte neu denken und gestalten?

 

Ich schloss an diesen Gedanken an und präsentierte den Ansatz der gemeinwohlorientierten Stadt, der in der Neuen Leipzig-Charta von 2020 eine zentrale Rolle spielt. Dieser Ansatz berücksichtigt die Bedürfnisse der Einwohner*innen, die lokale Wirtschaft, Umweltfragen und soziale Gerechtigkeit. Ziel ist es, Städte zu schaffen, die nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch sozial gerecht und wirtschaftlich lebensfähig sind.

Ein zentraler Bestandteil des gemeinwohlorientierten Ansatzes ist die Partizipation. Nicole betonte in diesem Zusammenhang, dass echte Partizipation mehr ist als die bloße Beteiligung der Bürger*innen an Entscheidungsprozessen. Es geht um Teilhabe auf Augenhöhe, um den gleichberechtigten Umgang mit allen Meinungen in einem transparenten, co-kreativen Beteiligungsprozess. Eine solche Partizipation erfordert eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Kontext und den Einsatz angemessener Methoden und Formate, um lebendige Lösungen zu schaffen, die dem jeweiligen Kontext gerecht werden.

Echte Partizipation ist Teilhabe auf Augenhöhe.
Echte Partizipation ist Teilhabe auf Augenhöhe.

Eindeutige Botschaft für die Städte der Zukunft

Um lebenswerte (Innen-)Städte zu schaffen, ist ein Paradigmenwechsel in der Stadtgestaltung erforderlich. Dieser beinhaltet ein generelles Umdenken und eine Raum-Gerechtigkeit, die die vielfältigen Raumbedürfnisse der Bürgerinnen und Besucherinnen versteht und berücksichtigt. Nur wenn diese Bedürfnisse in die co-kreative Gestaltung einfließen, kann die Lebensqualität für alle nachhaltig verbessert werden.

Wir stehen an einem Wendepunkt in der urbanen Entwicklung. Die Gedanken und Ansätze aus unserem ZukunftsIMPULS#10 zeigen auf, wie wir diesen Wandel gemeinsam gestalten können, um unsere Städte zu lebenswerten, nachhaltigen und inklusiven Orten für alle zu machen.

OpenWeek 2024

Du willst co-kreative Gestaltung live erleben? Dann ist die OpenWeek in Lübeck genau das Richtige für dich. Sie ist eine Lernreise zur Transformation der Innenstädte. Sie ist ein Ort zum Austausch, Inspirieren und Partizipieren. Sie bietet einen Ort, an dem Akteur*innen aus der Innenstadtentwicklung und dem Tourismus zusammenkommen können.

Die Anmeldung ist jetzt offen: www.openweek.de/tickets

Gehen wir es an! Wir können die Zukunft unserer Städte mitgestalten.
Gehen wir es an! Wir können die Zukunft unserer Städte mitgestalten.
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Catharina Fischer NEUES DENKEN I STRATEGIN I NACHHALTIGKEIT

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