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Das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus: Einsteigen, anfangen und vorankommen

Nachhaltigkeit. Uff. Wenn wir mal ehrlich sind, begleitet uns das Thema ja schon sehr lange. Es existieren viele Erkenntnisse und viel Wissen in Form von zahlreichen Positionspapieren, Handbüchern oder Checklisten, die einem helfen sollen, das Thema auf die Straße zu bringen. Dankenswerterweise hat Corona – wie bei einigen anderen Themen – hier zusätzlich Bewegung in den Austausch und teilweise auch die Umsetzung gebracht.

Auffällig ist dabei, dass wir verschiedene Begrifflichkeiten verwenden, die im Kern alle auf einem nachhaltigen Denken und Agieren aufbauen, ohne dass wir das Wort explizit erwähnen. So zum Beispiel beim Thema Lebensraum, bei der Resillienz oder auch beim Gemeinwohl. Was alle gemeinsam haben? Im Kern geht es um eine zukunftsfähige Entwicklung der Lebens- und Erlebnisqualität von Einwohner*innen und Reisenden. Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit bildet dafür die Grundlage. Auch und im Speziellen für Organisationen und Unternehmen im Tourismus.

Diese Verzahnung bzw. das Zusammenspiel der Nachhaltigkeit mit vielen Themen und Bereichen, macht es durchaus manchmal etwas undurchsichtig sowie herausfordernd.

Daher kommen natürlich viele Fragen auf: 

  • Wie soll man mit dem Thema anfangen?
  • Macht es überhaupt Sinn, sich Teilbereiche vorzunehmen?
  • Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Zielgruppen, für unsere Produkte und für unsere Kommunikation?
  • Braucht es nicht erstmal eine übergreifende Strategie?

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wie und wo fängt man nun an? Foto: Greg Snell

 

Wir helfen Dir einzusteigen, anzufangen und voranzukommen

Um es schon einmal vorwegzunehmen: Eine Strategie ist richtig und wichtig, muss aber nicht den Einstieg in das Thema bedeuten. Uns begegnen derzeit verschiedene – nennen wir es mal Entwicklungsstufen – in Organisationen/Unternehmen.

Es gibt viele, die in das Thema gerade einsteigen und sich erstmal einen Überblick verschaffen wollen. Andere haben vielleicht schon ein Basiswissen und das ein oder andere nachhaltige Angebot am Standort/in der Region/im Hotel, das es nun zu vermarkten gilt. Wieder andere konzentrieren sich derzeit explizit auf die Entwicklung nachhaltiger Produkte und starten mit ersten Prototypen. Und dann gibt es auch Akteur*innen die sich mit einer eigenen Strategie beschäftigen, um das Thema ganzheitlich in der Vision, Organisation und damit dem Tun zu verankern.

Bei all diesen Stufen gibt es kein richtig oder falsch, denn sie führen alle in kleineren oder größeren Schritten zum Ziel. Und ganz wichtig, sie führen alle über kurz oder lang dazu, dass verschiedene Stakeholder beteiligt werden und das Thema damit aus dem Inneren heraus aktiv entwickelt wird. Unbedingt notwendig für eine – und da haben wir es wieder – nachhaltige Entwicklung.

Auf Basis unseres Ringmodells sind verschiedene Einstiegspunkte möglich und kurz skizziert:

Übergreifend immer möglich: Genereller Einstieg in das Thema – Globale, internationale und nationale Veränderungen, Entwicklungen und Trends zum Thema Nachhaltigkeit (Webinar/Workshop/Coaching)

  1. Kern und Stakeholder – Blauer Bereich: Spezifische Weiterbildung zum Thema (z.B. Was bedeutet Klimaneutralität?, Energieeffizienz im Unternehmen, die SDGs (Sustainable Development Goals) und ihre Anwendung im Unternehmen etc.), Erarbeitung neue Strategie bzw. Anpassung der vorhandenen, Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und/oder -bereiche, Aufbau einer Organisationseinheit etc.
  2. Produktebene: Genereller Einstieg – Was sind nachhaltige Produkte? (Konzepte, Kriterien etc.), Entwicklung eines Prototypen, Anpassung Produktportfolio und/oder neue Produkte optimal integrieren etc.
  3. Außenauftritt und Ansprache – Gelber Bereich: Marketingideen für bestehende Angebote/Regionen/Standorte, Kampagnenkonzepte für bestehende Angebote/Regionen/Standorte, Zielgruppenanalyse zum Thema Nachhaltigkeit, Anpassung Kommunikationsstrategie etc.

 

Tourismuszukunft Ringmodell

Entlang unseres Ringmodells gibt es verschiedene Einstiegspunkte beim Thema Nachhaltigkeit

Wie kann eine Umsetzung konkret aussehen?

Lass uns noch genauer hinschauen, um zu verdeutlichen, wo wir Dir helfen können:

  1. Basiswissen, Inspiration und Trends vermitteln

    • Im Rahmen des Reisebüro-Clubs bieten wir z.B. monatlich kleine interaktive Workshops zu verschiedenen Themen an. So auch zum Thema Nachhaltigkeit bzw. hier explizit zum Thema Slow Travel (ja, da steckt auch wieder die Nachhaltigkeit drin). In diesen anderthalbstündigen offenen Runden geht es um ein erstes Einsteigen in das Thema. Wir bieten den Zuhören*innen nicht nur Basiswissen, sondern auch Inspiration, wo und wie man weitermachen könnte. Ähnlich verhält es sich bei Workshops, bei welchen wir zentrale Trends und Entwicklungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Tourismusbranche beleuchten und erste Ableitungen für die eigene Organisation/Unternehmen treffen.
  2. Nachhaltige Produkte schaffen und kommunizieren

    • Schauen wir mal auf das Produkt. Wie oben beschrieben, steigen wir durchaus auch direkt beim Produkt ein. Hierbei beantworten wir z.B. folgende Fragen: Was ist ein nachhaltiges Produkt? Welche Kriterien greifen und sind ausschlaggebend? Wie kann ich es entwicklen? Wie entwickle ich einen Prototypen, der als Beispiel dienen kann? Letzteres realisieren wir u.a. in sogenannten Design Sprints – in 5 Tagen zur vertesteten Produktidee. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag. Bei Akteur*innen die schon ein nachhaltiges Produkt haben (und oft auch einen nachhaltigen Marken-Kern), helfen wir u.a. dieses zu vermarkten. An dieser Stelle fragt man sich vielleicht, was ist in diesem Zusammenhang anders, als bei anderen Produkten? Durchaus die Zielgruppe, die Kanäle sowie die Ansprache. Derzeit helfen wir u.a. dem Hotel Sterndem ersten klimaneutralen Hotel Österreichs und Pionier in Sachen Nachhaltigkeit – seine Positionierung sowie Ansprache und Reichweite durch ausgewählte Influencer zu stärken.
  3. Eine Strategie entwicklen

    • Kommen wir zur Strategie. Natürlich unterstützen wir Dich bei deiner Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei arbeiten wir, wie bei anderen Strategieprozessen, auf Basis unseres Ringmodells. Denn auch im Kontext der Nachhaltigkeit geht es um Fragen wie: Wer bin ich und wofür stehe ich? Was ist unser Marken-Kern? Hier finden sich die Werte, natürliche Voraussetzungen und die Vision. Mal eben komplett nachhaltig sein, geht halt nicht und muss auf strategischer Ebene von innen heraus gedacht werden. Das hört sich an dieser Stelle vielleicht ganz logisch an, wird aber in der Praxis oftmals umgekehrt gemacht. Salopp gesprochen steht oft der Punkt „Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie“ auf der Agenda und man versucht, das Thema von außen der Organisation/dem Unternehmen überzustülpen.

Du merkst, es gibt viele Einstiegspunkte, immer abhängig davon wo man steht. Und ja, ein authentisches nachhaltiges Produkt kann langfristig nicht losgelöst wie ein Satellit um einen nicht nachhaltigen Marken-Kern schweben. Es kann aber ein Einstieg sein, der wertvolle Erkenntnisse für einen nachhaltigen Marken-Kern liefert und den Weg hin zu Strategie eröffnet.

Denn wie immer gilt: der erste Schritt ist der wichtigste! Also trau dich, loszulaufen – auch wenn vielleicht nicht alles direkt perfekt läuft.

Das Thema Nachhaltigkeit: Einsteigen, anfangen und vorankommen. Foto: Greg Snell

Du möchtest loslegen?

Online-Schnupper-Workshops mit konkreten Umsetzungsschritten

Du hast jetzt vielleicht einige Anhaltspunkte mitgenommen, bist Dir aber immer noch nicht ganz sicher, wo Du anfangen sollst und wie? Dann melde Dich für unsere kostenlosen Online-Schnupper-Workshops an, in denen wir Dir erste konkrete Umsetzungsschritte an die Hand geben. Wir – ich und Andrea – beleuchten u.a. folgende Bereiche und beantworten Dir folgende Fragen:

  1. Der Faktor 🧏🧏‍♂️Mensch – Wir allen partizipieren am Tourismus. Sei es als Anbieter, als Gast, als Mitarbeitenden und als lokale Bevölkerung. Welche konkreten Auswirkungen hat das Thema Nachhaltigkeit auf die verschiedenen Anspruchsgruppen intern wie extern? Wie ermöglichen wir den verstärkten positiven Austausch zwischen Gästen und lokaler Bevölkerung? Welche Massnahmen braucht es, dass sich die Tourismusbranche zu einem ganzheitlich attraktiven Arbeitgeber entwickelt?
  2. Das ⛺️🚣🏾Produkterlebnis – Das Erleben und Genießen steht im Mittelpunkt der Urlaubsreise. Aber was ist genau ein nachhaltiges Produkt? Was muss getan werden, damit einheimisches Handwerk und regionale Produkte stärker in den Fokus rücken? Welche Angebote fördern das länger Bleiben und tiefer Eintauchen? Wie können wir unser Produkte-Portfolio Schritt für Schritt entwickeln, ohne uns selbst zu überfordern?
  3. Die 📲👨‍💻Kommunikation – Lasst uns über Nachhaltigkeit sprechen. Oft leichter gesagt als getan. Wie muss nachhaltiger Content aussehen und wie die Kommunikationskanäle, damit unsere Anspruchsgruppen Nachhaltigkeit verstehen? Müssten wir zukünftig vermehrt Gäste, Mitarbeitende und die lokale Bevölkerung sprechen lassen und wie könnte uns dies gelingen? Wie informieren wir transparent über unser Engagement und animieren Gäste zu einem bewussten und rücksichtsvollen Verhalten?

 

Haben wir dich neugierig gemacht? 

Wir möchten es dir einfach machen. Alles was du brauchst, sind 90 Minuten Zeit. Was du aus den Mini-Workshops mitnehmen wirst? Ganz konkrete Handlungsansätze und viel Motivation für dein Tun.

Bist du dabei?

Austauschgespräch mit uns

Kontaktiere uns, wenn Du Fragen zum Thema hast oder gerne einfach loslegen möchtest. Meine Kolleginnen Anna und Andrea sowie ich, stehen Dir gerne Rede und Antwort, stellen nette (und kritische) Nachfragen und unterstützen dich auf deinem Weg. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen, unserem Netzwerk (auch an externen Expert*innen) sowie Tools und Methoden, können wir dich optimal auf den Weg in eine nachhaltigere Zukunft begleiten. Lass uns loslegen!

Komm auf uns zu! Wir unterstützen dich gern und finden den richtigen Einstieg. Foto: Greg Snell

2 Kommentare zu
Das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus: Einsteigen, anfangen und vorankommen

Mel Pieper

Liebe Catharina,
toller Blogbeitrag der das große Thema Nachhaltigkeit, dass uns gefühlt überall begegnet, der mich abgeholt hat und aufzeigt, dass es einzig und allein wichtig ist abzufangen. Hilfreich sind hier mit Sicherheit eure Workshops. Wir wollen das Thema angehen. Frage: wird der Workshop „Faktor Mensch“ noch an einem anderen Termin stattfinden?

Catharina Fischer

Liebe Mel,

danke Dir für dein positives Feedback. Das freut mich sehr. Der Workshop findet erstmal nur an diesem Tag statt, aber lass uns direkt zusammen einen Termin machen. Ich schreibe Dir eine Email.
Viele Grüße
Catharina

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Veränderung ist die zentrale Herausforderung und Chance unserer Zeit. Realizing Progress gestaltet diesen Wandel und begleitet Akteur*innen, die sich mit der Zukunft von Tourismus, Standorten und Lebensräumen beschäftigen. Als internationales Netzwerk mit Partner*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol eint uns die Vision einer offenen, nachhaltigen Welt. Als Visionär*innen mit ganzheitlicher Perspektive setzen wir uns für die Gestaltung von Zukunfts- und Lebensräumen über den Tourismus hinaus ein.

Catharina Fischer

....Beraterin und Netzwerkpartnerin bei Realizing Progress. Seit 15 Jahren ist sie rund um die Digitalisierung im Tourismus unterwegs. Sie baute das internationale Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus auf und realisierte zahlreiche Online- und Social Media Kampagnen. Darüber hinaus entwickelte Sie bereits verschiede Content-Marketing-Strategien und befasst sich seit den Anfängen des Social Media Marketings intensiv mit einem zielgerichteten Monitoring und der Analyse von Social Media-Plattformen sowie crossmedialen Kampagnen. Mit dem Einstieg bei Realizing Progress beschäftigt sich Catharina vielfach mit strategischen Fragestellungen und realisierte verschiedene Digital-Strategien sowie die Think Tanks Change4Destination und impulse4travel. Ihr Herzensthema ist die Nachhaltigkeit im Tourismus. Hier im Speziellen die resilienten Geschäftsmodelle, die eine zukunftsgerichtete Tourismusbranche dringend braucht.