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#TCampOnline – Rückblick auf das perfekt unperfekte erste digitale Tourismuscamp

Das 14. Tourismuscamp liegt hinter uns. Und es war anders als alle anderen bisher. Denn es fand aus bekannten Gründen digital statt. Wir sagen: Es war ein perfekt unperfektes Barcamp – was genau wir damit meinen, liest du weiter unten.

In diesem Blogbeitrag geben wir dir einen kurzen Eindruck inklusive gesammelter Infos aus der bunten Mischung der Sessions. Also perfekt für alle, die nicht dabei sein konnten sowie für alle, welche das ein oder andere noch einmal nachlesen wollen.

Tourismuscamp digital – ein perfekt unperfektes Barcamp

Bei digitalen Events wurde in den letzten Monaten wohl so häufig wie nie gefragt „geht das?“ Ja, natürlich geht das! Und sogar recht gut. Wir gehen sogar noch weiter und sagen: natürlich vermissen wir die herzlichen persönlichen Begegnungen mit den Campern.
Aber es gibt ein paar Sachen, die wir aus dem Digitalen mit ins Analoge übernehmen möchten!

Ein kurzer Überblick über das digitale Tourismuscamp:

  • Bei Barcamps geht es nicht nur um Inhalte. Es geht vor allem auch um die Menschen. Unsere gewählte Videokonferenz-Software Meetingland, basierend auf Gather ermöglichte es, dass sich die Tourismuscamp-Teilnehmenden nicht nur in den Sessions trafen, sondern auch spontan aufeinander treffen konnten, in kleinen Grüppchen, quasi auf dem Gang, offen für alle anderen.
  • Generell ermöglichte Meetingland – auch wenn es bei Manchen etwas ruckelte und die hervorgehobene Ansicht des jeweils Sprechenden in den Sessions stark vermisst wurde – alles, was bei einem Barcamp sonst auch passiert: Zusammenkunft im großen Saal, Präsentation teilen, individuell einen Raum verlassen und spontan anderswohin gehen. (Weiter unten gibt’s übrigens ein Tool-Update! \o/)
  • Das Tourismuscamp war ein Barcamp nach allen Barcamp-Regeln inklusive Vorstellungsrunde und Sessionplanung live vor Ort. Eine komplette Vorstellungsrunde digital? Klingt sehr anstrengend. Die Vorstellungsrunde modifizierten wir deshalb etwas: So konnten alle Teilnehmenden ihr Foto nebst der gewohnten drei Hashtags auf einem Mural-Board integrieren. Vorteil: Die Informationen sind sowohl vor- als auch nachher abrufbar. Gute Idee – und in der späteren Feedbackrunde auch für die analogen Barcamps gewünscht.
  • Auch für die Sessionplanung griffen wir auf Mural zurück. Der Ablauf ansonsten wie auch analog: Alle Sessiongebenden kommen nach vorn, stellen ihre Session vor, per Handzeichen wird das Interesse der gesamten Runde abgefragt und die Session entsprechend in einem passenden Raum eingeplant.
  • Neben den Sessions gab es außerdem noch einiges an Rundum-Programm: Vom gemeinsamen Kochen mit Johannes über einen mittäglichen Spaziergang mit Clubhouse auf den Ohren mit Andrea und Ben sowie ein Gin-Tasting mit Quarantini Social Dry Gin hin zu einer Quiz-Runde mit Ben als perfektem Abschluss.
  • Was war anders als analog? Normalerweise machen wir einen kompletten Barcamp-Samstag mit fünf Sessionslots und einen Barcamp-Sonntag mit zwei Sessionslots. Ein ganzer Tag digital – du weißt es selbst – ist einfach unglaublich anstrengend. Deshalb: Reduzierung. Freitag: drei Sessionslots, Samstag: ebenso. Überraschend dabei: Wo sonst am zweiten Tag oft ein recht großer „Schwund“ zu beobachten ist, waren am Samstag nahezu alle Teilnehmenden wieder mit an Bord – und das direkt früh um 9.30 Uhr zur Sessionplanung. Chapeau und danke dafür!
Raumplan #TCampOnline - digitales Tourismuscamp in Meetingland

Die Location fürs #TCampOnline in Meetingland

Perfekt unperfekt – Neue Wege erschließen neue Perspektiven 

Wir wollten ein großartiges Barcamp auf die Beine stellen. Analog haben wir dafür über die Jahre unseren Werkzeugkoffer aufgebaut und mit wunderbaren Partnern vor Ort immer wieder einzigartige Momente in der Tourismus-Community schaffen dürfen.

Für uns war deshalb klar: Wir wollen das #TCampOnline nicht einfach nur mit Zoom realisieren – denn ein Barcamp ist mehr als nur Inhalt! Mit Meetingland und MURAL haben wir ein Event zusammengebaut, das die wichtigsten Eckpfeiler eines echten Camp-Feelings widerspiegelt – mit dem Wagnis, dass eben vielleicht nicht alles 100% flüssig läuft. (Einen weiterführenden Beitrag zu BarCamps auf Meetingland findest du hier.)

Das Feedback sagt uns: der Mut hat sich gelohnt! Uns haben so viele nette Nachrichten erreicht, wie gut es tut, dass man sich treffen und im lockeren Rahmen austauschen kann. Man munkelt, dass es sogar Personen gab, die auch im Digitalen in ausschweifende Bargespräche bis in den späten Abend abgetaucht sind…

Wir nehmen außerdem mit Freude auf, dass einige technische Wünsche, die die Tourismuscamp-Community angemerkt hat in Gather schon umgesetzt wurden. Vielleicht hat das gesammelte Feedback also dabei geholfen, dass wir alle in Zukunft noch besser von diesem Tool profitieren können?

Ja, wir freuen uns alle auf das analoge Wiedersehen im Mai in Magdeburg (Daumen drücken!). Dennoch fragen wir uns: Warum in Zukunft nicht stärker von den Vorteilen der beiden Eventformen profitieren? Ein digitales Barcamp spart Reisezeit, kann auch mal kurzfristig stattfinden und bietet eher introvertierten Personen einen einfacheren Zugang zu partizipieren.

Perfekt unperfekt heißt für uns: ein Barcamp ist und bleibt ein Ort, der von den Menschen für die Menschen gestaltet wird und der dazu einlädt, gemeinsam weiterentwickelt zu werden. Es ist ein Ort, den wir gemeinsam zu dem Unsrigen machen. Wo es wuselt, wo Dinge spontan passieren und man sich offen begegnen kann. Und das ganz unabhängig von analog oder digital.

Social Wall des #TCampOnline

Team Feeling to go – auch auf dem virtuellen Tourismuscamp ein Muss!

Und inhaltlich? Das wurde besprochen auf dem digitalen Tourismuscamp.

Noch so ein Vorteil des digitalen Barcamps: es gibt mehr digitale Dokumentation, die wir hier so einfach mit euch teilen können. Ein herzliches „Danke“ gilt also neben allen Sessiongeber*innen all jenen, die fleißig notiert, gesketched und Links im Chat geteilt haben. In wenigen Stunden sind hier große Mengen an Informationen zusammengekommen. (Und ein erster Sessionvorschlag für das nächste Tourismuscamp: Einstieg ins Thema Sketchnote.)

Du hast noch Notizen, die hier in die Liste gehören? Dann schreib es gerne in die Kommentare oder kontaktiere uns, damit wir den Blogbeitrag entsprechend ergänzen können.

Vorneweg: die Barcamp Regel „sprich über das Barcamp“ haben viele wunderbar beherzigt und so die Social Wall zum Glühen gebracht. Ein wunderbarer Dokumentationsort, wie wir finden! Einen hervorragenden Überblick vom ersten Tweet bis zum herzlichen „Bis bald“ gibt’s außerdem auf Wakelet zum Durchscrollen (Tag 1 | Tag 2). Danke an dieser Stelle an unseren rasenden Reporter Günter, der wie gewohnt für uns und euch in den verschiedenen Räumen im Einsatz war und emsig Impressionen gesammelt hat.

Digitales Leben und Arbeiten

Die Anzahl der Sessions und die Interaktion, die sich mit Fragen rund um digital, remote, hybrid und wie der Mensch sich darin zurecht findet befasst haben, spricht wohl für sich. Und hat wieder gezeigt: auf den Themen eines Barcamps muss eben nicht nur Tourismus auf dem Menü stehen sondern die Dinge, die uns jetzt bewegen. Zu folgenden Sessions gibts Dokumentation bzw. weiterführende Links

(Digitale) Destinationen

Was brauche ich und wofür? Beim Thema Digitalisierung in Destinationen ist das „warum“ nicht mehr im Sessionplan aufgetaucht. Dafür eher tiefe Einblicke in das „Wie“. Dieses Jahr hat das Thema „Besucherlenkung“ und „Gästeführersysteme“ nochmal eine neue Relevanz bekommen, was in den Sessions zu spüren war. Dokumentation gibt es zu diesen Sessions:

  • „CRM-Tools Professionalisierung“, zu der Sebastian und Stefan von neusta DS/Huber Media ihre Notizen hier teilen
  • Digitale Besucherlenkung, ebenso von Sebastian und Stefan: Sketchnote von Yvonne 
  • Zusammenarbeit von Tourismusverbänden mit Kommunen – zu dieser Session teilt Daniel vom Fläming hier seine Folien.

Nachhaltigkeit in all seinen Facetten

Nachhaltigkeit hat sich inzwischen ebenfalls ein echtes Standing erarbeitet. Was dabei auffällt: es geht weg von der reinen „grünen“ Brille. Die Faktoren Ökonomie und Soziales wurden in den Sessions ebenso diskutiert. Eine kleine Highlight-Session mit so richtig viel Barcamp-Liebe: wie übersetzt man eigentlich eine Destination als Rezept? Sozio-kulturelle Nachhaltigkeit pur, wie wir finden. Weitere Dokumentation:

  • Nachhaltige Veränderungen durch Corona (Mobilität, Preise, etc.) von Lars von der dwif Consulting GmbH, der hier seine sechs Thesen teilt. Gute Fragen, die sich lohnen, einmal etwas umfangreicher darüber nachzudenken
  • Nachhaltigkeit für DMOs – Vorschläge, Erfahrungen… von Konstanze aus Leipzig, Hier die zugehörigen Infos und Linktipps von Konstanze selbst. Anna hat ergänzend ihre Notizen als Sketchnote festgehalten.

Und wie immer: Austausch, noch mehr Austausch und Wissen teilen

„Wo steht ihr gerade? Wie macht ihr das?“ diese Fragen hörten wir in der Sessionplanung besonders oft. Ausgetauscht wurde sich über den Evergreen Social Media, zu Change- und Wissensmanagement in Destinationen, wie Reisebüros jetzt ihr Geschäft anders steuern müssen und zu Fertigkeiten und Methoden. Zu einigen Sessions gibt es Notizen bzw. Sketchnotes:

DANKE an alle Camper*innen, Sponsoren und Unterstützer!

Du merkst: Ein Barcamp wird, was es ist, durch die bunte Community. Wir sagen von Herzen Danke für alle Beiträge, offenen Diskussionen und ganz viel Feeling.
Und zu guter Letzt erneut ein großes DANKE an unsere Sponsoren des Tourismuscamp Online und des Tourismuscamp in Magdeburg:

 

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Kristine Honig

... ist seit Mai 2014 Netzwerkpartnerin und Beraterin bei Realizing Progress. Sie denkt strategisch – und spricht gleichzeitig die Sprache deiner Akteur*innen. Deshalb ist sie die perfekte Sparringspartnerin, um gemeinsam mit dir deine Strategie zu erarbeiten und diese danach ins Operative zu übersetzen. Ihre Themen sind Zielgruppen, Stakeholder & Produktentwicklung sowie generelle Strategieprozesse und Barcamps.