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So wichtig und doch oft nur halbherzig angegangen – Thema #Marke

Nicht nur diese Woche, auch das Sommerloch neigt sich langsam dem Ende zu. Ich hoffe, Ihr habt Euch gut erholt, denn wir haben frische Ideen und Anregungen im Gepäck!

Das Thema „Marke“ ist zwar wahrlich nichts weltbewegend Neues, dennoch dürfen wir gerade beobachten, wie es zu einem neuen Bedeutungs- und Wahrnehmungs- Höhenflug ansetzt. Und das ist auch gut so. Denn so relevant wie die Thematik ist, so halbherzig oder inkonsequent wird sie doch oft angegangen. Zugegeben, es ist kein ganz einfaches Thema, das sowohl Fingerspitzengefühl als auch Entschlossenheit und Ausdauer braucht, um es erfolgreich zu gestalten. Gerade deswegen möchten wir uns aber verstärkt darum annehmen.

Um Euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, wie wir „Marke“ denken, möchte ich in diesem Artikel ein paar Gedanken zu häufig bestehenden Problemen formulieren:

1.

Problem eins und gleichsam die Wurzel allen Übels, ist die Unkenntnis oder Falscheinschätzung der eignen Marke. Die Ursachen dafür reichen von „hmm, damit haben wir uns noch nie so wirklich auseinandergesetzt“, bis hin zu „ja ist doch klar für was wir stehen“. Nein, es ist eben nicht klar für was die eigene Marke genau steht, wenn man sich noch nicht aktiv damit auseinandergesetzt hat. Denn letztendlich ist die Fremd- bzw. Außenwahrnehmung entscheidend, nicht die Eigensicht!

Den eigenen Markenkern, also Werte, Kompetenzen und die darauf basierenden Geschichten nicht zu kennen, die zur existierenden Außenwahrnehmung führen, ist extrem problematisch. Denn, sogar wenn ich dann Ressourcen in die Markenpflege investiere, gehen sie am Ziel vorbei und sind verschenkt.

2.

Aus dieser Grundproblematik heraus, ergibt sich direkt ein weiteres Problem. Und zwar der Fall, dass Eigen- und Außenwahrnehmung extrem auseinander gehen.  Das kann aber nicht nur passieren, wenn eine Organisation den eigenen Markenkern und Fremdwahrnehmung nicht kennen, sondern auch dann, wenn sich die Akteure innerhalb der Organisation nicht damit identifizieren können oder wollen.

Dass dies, so oder so, in vielerlei Hinsicht ein großes Problem darstellt und in einem solchen Fall akuter Handlungsbedarf besteht, sollte jedem klar sein. Aus Markensicht, ist daran besonders gefährlich, dass die eigene Marke verwässert und gleichzeitig eine bewusste Entwicklung nicht möglich ist.

3

Das dritte und letzte Problem, auf das ich heute noch kurz eingehen möchte,  ist das „selbst nicht leben“ der eigenen Marke und kann wiederum eine Folge der Ungleichheit von Innen- und Außenwahrnehmung sein. Oder es entsteht, wenn „Marke“ fatalerweise nur als Kommunikationstool nach draußen betrachtet wird. Dadurch sinkt die Authentizität und es wird enormes Potential verschenkt.

Allein aus diesen wenigen Punkten ergibt sich, dass es unterm Strich also mindestens zwei Dinge für eine erfolgreiche Markenführung braucht. Eine fundierte Kenntnis des eigenen Markenkerns und der eigenen Außenwirkung, sowie eine kluge, ausgewogene Strategie.

Damit möchte ich es für den Moment beruhen lassen, auch wenn wir Dinge, wie eine bewusste Entwicklung und Führung der Marke, die Messung von Potential, Stärke und Reichweite, oder CI/CD noch gar nicht angesprochen haben… J

Wie geht es Euch damit, woran denkt Ihr liegts, dass das Thema oft so stiefmütterlich behandelt wird? Wie aktiv setzt Ihr Euch mit Eurer Marke, bzw. Euren Marken auseinander? Ich freue mich auf Eure Einschätzungen!

Johannes

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Johannes Böhm

... ist bei Tourismuszukunft Experte für Markenstrategie und Digitale Transformation. Die Weiterentwicklung des Tourismuszukunft Ringmodells wurde in diesem Zusammenhang von ihm gestaltet. Zuvor sammelte der Tourismusgeograph (B.Sc.) bei einem Abstecher in die Kreuzfahrtbranche, sowie als Referent bei zahlreichen Schulungen und Seminaren, die er durchführte, Erfahrung. Er ist Marken Enthusiast und leidenschaftlich interessiert an künstlicher Intelligenz. Privat ist er gerne im Grünen unterwegs.