Stakeholder: Partner & Anspruchsgruppen

Zu den Stakeholdern zählen deine Partner im Markt. Jedoch gleichermaßen das gesamte Team innerhalb deines eigenen Unternehmens. Nur gemeinsam kann die eigene Identität in Produkterlebnisse und Kommunikationsmaßnahmen übersetzt werden. Entsprechend sind die einzelnen Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen zu beachten.

Wer sind überhaupt Stakeholder?

Partner, Akteure & Interessensgruppen

Alle Akteure im Tourismus haben mit verschiedenen Anspruchsgruppen, sogenannten Stakeholdern, zu tun. Dabei ist ein ganzheitlicher Blick wichtig. Ein kleiner Überblick über deine Stakeholder:

  • Alle touristischen Akteure, mit denen das eigene Unternehmen (mehr oder weniger viel) zu tun hat bzw. mit denen das eigene Unternehmen (mehr oder weniger stark) verbunden ist. Zum Beispiel gastronomische Anbieter, Freizeitattraktionen, touristische Organisationen.
  • Alle nicht-touristischen Akteure, mit denen das eigene Unternehmen (mehr oder weniger viel) zu tun hat bzw. mit denen das eigene Unternehmen (mehr oder weniger stark) verbunden ist. Zum Beispiel Lieferanten, Agenturen, Unternehmen anderer Unternehmenszweige in der eigenen Destination.
  • Politische Gremien haben einen starken Einfluss, sei es auf lokaler, regionaler oder auch nationaler Ebene und das sowohl finanziell gesehen als auch in Bezug auf die vorliegenden Rahmenbedingungen. Zum Beispiel Ministerien, Bürgermeister*innen, Kreisverwaltung.
  • Die Gäste bzw. Kund*innen, welche das Angebot des Unternehmens wahrnehmen.
  • Die Einwohnerinnen und Einwohner. Tourismus ist immer auch Standortmarketing, entsprechend sind die Bürgerinnen und Bürger immer mit zu denken.
  • Medien sind wichtig, um die verschiedenen Interessensgruppen erreichen zu können.
  • Das gesamte eigene Team. Interessensgruppen gibt es nicht nur außerhalb, sondern selbstverständlich auch innerhalb des eigenen Unternehmens. Das eigene Team wird jedoch leider oft vergessen.

Die strategische Grundlage

Das Realizing Progress Ringmodell

In unserer 2020-Version des Ringmodells sind die Stakeholder auch visuell näher an den Kern herangerutscht. Aus Gründen. Denn die Stakeholder sind überaus wichtig, um den Kern zum Leben zu erwecken. Gleichzeitig beeinflussen die Stakeholder den Kern und bringen ihn zum Leben. Wenn es beim Kern und den Stakeholdern um die eigene Identität und die internen Bedürfnisse geht, gehören die Bedürfnisse der Stakeholder und deren Identität hier ganz eindeutig mit dazu.

Gelingt es dir, die wichtigen Stakeholder auf deinem Weg nitzunehmen, ist die Umsetzung deiner Strategie viel einfacher und das Ziel viel besser zu erreichen. Gemeinsam seid ihr stark!

Jeder sieht ein Stückchen Welt.
Gemeinsam sehen wir die
ganze Welt.

Wer sind deine Stakeholder?

1. Akteure

Du benötigst einen kompletten Überblick, wer eigentlich alle deine Stakeholder sind.

  • Welche touristischen und nicht-touristischen Unternehmen oder Organisationen mit einem Bezug zu dir gibt es?
  • Wie sieht dein Team aus?
  • Wer ist alles wichtig?
  • Wer spielt eine bzw. wer spielt welche Rolle?

Eine Stakeholder Map hilft dir dabei, die Vielzahl der verschiedenen Akteure und ihre Abhängigkeiten von- und miteinander klar zu ziehen und zu verdeutlichen. Und zwar für alle der oben genannten diversen Anspruchsgruppen. Du musst dir der verschiedenen Bedürfnisse dieser Gruppen bewusst sein und diese berücksichtigen. Nur so ist es möglich, auf alle individuell einzugehen und miteinander den Markenkern zum Leben zu erwecken.

Vom Umgang miteinander

2. Organisationsstruktur

  • Wie bist du intern organisiert? In agilen Projektteams oder in starren hierarchischen Ebenen?
  • Wie sieht die Organisation mit deinen Partnern aus?
  • Wer kümmert sich um wen? Wer übernimmt welche Aufgaben?
  • Wer ist Mitglied, wer im Vorstand, wer ein Kooperationspartner? Und vor allem: warum?
  • Welche Organisationsstruktur ist rein politisch motiviert, was  ist „historisch gewachsen“ und was ist bzw. wäre wirklich sinnvoll?

3. Organisationskultur

Neben der Struktur wird oft die Kultur vergessen. Relevante Fragen sind hier für Dich:

  • Wie geht ihr alle miteinander um?
  • Spricht man miteinander oder mehr übereinander?
  • Gibt es eine offene und konstruktive Fehlerkultur?
  • Wird geduzt oder gesiezt?
  • Sind alle Funktionen so besetzt, dass die individuellen Kompetenzen bestmöglich genutzt werden und alle sich bestmöglich einbringen können?
  • Trifft man sich nur auf Arbeit oder auch darüberhinaus?

4. Wissensmanagement

Wissen gilt es zu teilen. Entsprechend ist dafür zu sorgen, dass innerhalb der Unternehmen bzw. Organisationen alle Mitarbeitenden auf alle relevante Informationen zugreifen können und kontinuierlich über laufende Prozesse informiert sind. Entsprechende Formate und Plattformen sind zu etablieren.

Gleichermaßen ist die Weiterbildung. Dabei geht es um die Vermittlung von Kompetenzen, jedoch ebenso um die Vermittlung all der Inhalte aus dem Markenkern. Wenn die Stakeholder den Kern selbst nicht verinnerlicht haben, können sie dessen Inhalte auch nicht nach außen tragen. Wissensmanagement kann dabei digital oder analog passieren – je nach Zielstellung.

  • Dies können Seminare oder Webinare sein, …
  • … individuelle Coachings …
  • … jedoch ebenso E-Learning-Formate wie Erklärvideos, Screencasts oder Checklisten.

5. Kommunikation

Eng mit dem Wissensmanagement und der Organisationskultur verknüpft ist die Kommunikation.

  • Wird alles in die große Runde kommuniziert? Oder erst in kleiner Runde?
  • Wer kommuniziert überhaupt?
  • Und wer muss informiert werden, wer kann informiert werden?
  • Ist die Kommunikation ein-,  zwei- oder sogar mehrdirektional?
  • Und nicht ganz unwichtig: Welche Kanäle, Technologien und Formate stehen zur Verfügung? Auch hier gehen wieder digitale und analoge Kanäle und Maßnahmen Hand in Hand und muss die Auswahl auf die Bedürfnisse der jeweiligen Interessensgruppe ausgerichtet sein.

Stakeholder Management ist Change Management

Alle genannten fünf Aspekte

  • Akteure
  • Organisationsstruktur
  • Organisationskultur
  • Wissensmanagement
  • Kommunikation

hängen stark voneinander ab und beeinflussen sich gegenseitig, können somit nicht losgelöst voneinander betrachtet werden.

Dabei ist Stakeholder Management meist wesentlicher Bestandteil des Change Management. Oft erhält das Stakeholder Management zu wenig Beachtung in Unternehmen, ist jedoch überaus relevant für die Weiterentwicklung des eigenen Teams, des eigenen Unternehmens, von Projekten sowie der gesamten Destination. Nur mit einem gezielten Stakeholder Management kann die eigene Identität gezielt entwickelt und umgesetzt werden.

Stakeholder Projekte

Wissensmanagement, Barcamps & Co

Barcamp Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz: Stärken der Kontakte zwischen Region und Partnern

Thüringen: Erstellung von Infografiken für ThüCAT, Open Data etc.

Rheinland-Pfalz: Checklisten & Infografiken zur Kommunikation des Zielgruppenprozesses

Tourismusnetzwerke: Informations- und Kommunikationsplattform B2B

Seminare zu diversen Themen – analog oder digital.

Tools für Stakeholder Relations

Colivings - eine besondere Form der Vernetzung

Was ist Coliving? Unsere liebste Arbeitsform

Co-working ist vielen bekannt. Co-Living geht einen Schritt weiter – es wird nicht nur gemeinsam gearbeitet sondern am identen Arbeitsort auch gelebt. Dies kann permanent sein, wie z. B. beim Projekt NEST in Copenhagen, oder auf Zeit, wie z. B. bei unseren eigenen Realizing Progress Colivings.

Beim Co-Living entstehen Ideen und spannende Ansätze oft nicht nur, wenn gezielt an etwas gearbeitet wird, sondern in der Freizeit beim gemeinsamen Kochen, bei Ausflügen oder beim Sport – alleine durch das Zusammensein.

Coliving für Dich – Wir teilen unsere Erfahrung

Wir können uns ein Leben ohne Co-working und Co-Living nicht mehr vorstellen. Es sind für uns die Momente im Jahr, in denen wir zusammenwachsen und grundsätzliche Fragen unseres Unternehmens aufwerfen und beantworten.

Wir haben die methodische und inhaltliche Kompetenz, die fachliche Ausbildung (Mediation) sowie die sozialen Fähigkeiten, dieses Erlebnis auch mit deinem Unternehmen zu realisieren. Lust darauf?

Kontakt

zum Thema Stakeholder Relations

Andrea Schneider Beratung | in der Welt zuhause (G)

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Kristine Honig Beratung | Bonn (DE)

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Catharina Fischer Beratung | Augsburg (DE)

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Johannes Böhm Beratung | Burghausen (DE)

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