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Individuelle Entwicklungskonzepte für Tourist-Informationen – Einsatz der mobilen Ethnographie

Die Digitalisierung durchzieht sämtliche Bereiche des Tourismus und macht selbstverständlich auch nicht vor den Tourist-Informationen halt. Das Thema begleitet die Branche schon eine Weile und Ansätze sowie Ideen für eine „Tourist-Information der Zukunft“ gibt es einige. Ebenso existieren jedoch immer noch viele Herausforderungen, die weit über die Installation von Touchscreens für ein modernes Gästemonitoring hinausgehen.

Das mobile Internet sowie ein verändertes Informations- und Buchungsverhalten sind zu nennen, aber auch Themen wie Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Des Weiteren neue Finanzierungsmodelle sowie Produktinnovationen und nicht zu vergessen, eine nachhaltige Integration in das touristische System der Region oder des Landes.

Speziell letztere wirft viele Fragen auf, die folgendermaßen lauten könnten:

  • Welche Rolle nimmt die TI derzeit ein und welche sollte/muss sie einnehmen?
  • Wie passt sie ins Markenbild einer Destination?
  • Wie wird bzw. muss auf ein verändertes Informations- und Buchungsverhalten reagiert werden?
  • Sind dafür notwendige personelle Strukturen und Budgets vorhanden?

Viele Fragen, auf die aus unserer Sicht in Zusammenarbeit mit dem dwif Antworten folgen müssen, denn das Nachfrageverhalten der Kunden hat sich bereits dramatisch geändert und wird sich weiter verändern. Es ist daher umso wichtiger, die eigene Position und Lage bestimmen zu können sowie darauf basierend Ableitungen für nötige Anpassungen und Änderungen zu tätigen. Die treibenden technischen Entwicklungen sollten in diesem Zusammenhang speziell als Möglichkeit zur Identifikation von Kundenbedürfnissen gesehen werden.

Die mobile Ethnographie – Eine Möglichkeit zur Identifikation von Kundenbedürfnissen

Mobile Ethnographie ist das Festhalten von Erlebnissen mit dem Smartphone im Moment des Geschehens. Mittels einer App kann daher jeder Gast einfach, schnell und flexibel an Ort und Stelle Feedback geben. Die Dokumentation erfolgt in Text- oder/und Bildform direkt in der App und wird automatisiert in eine Datenbank geladen. Die meisten Urlaubsreisenden haben ihr Smartphone auch im Urlaub immer dabei und somit stellt die Nutzung keine zusätzliche Hürde dar. Gelingt es in diesem Zusammenhang, eine ausreichende Anzahl von Produkt- bzw. Destinations-Testern zu gewinnen, erhält man sehr aussagekräftige und authentische Informationen.

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Besondere Vorteile der mobilen Ethnographie

1. Sie kann die gesamte Customer Journey, von der Informationssuche über die Buchung bis zur eigentlichen Reise sowie der Nachbereitung, abbilden. Wertvolle Einsichten, die vielen Tourist-Informationen dabei helfen können, ihre Prozess- und Serviceleistungen zu optimieren. Speziell für Leistungen vor Ort.

2. Es können auch Ergebnisse von Gästen einfließen, die bisher noch nicht in die Tourist-Information gehen bzw. noch nicht deren sonstige Offline- oder Onlineangebote in Anspruch nehmen. Die mobile Nutzung mit dem eigenen Smartphone und einer online zugänglichen App machen dies möglich. Die Tourist-Information kann damit beispielsweise gezielt herausfinden, warum diese Gäste ihren Service und ihre Produkte noch nicht nutzen.

3. Die von den beteiligten Produkt- bzw. Destinations-Testern hochgeladenen Feedbacks werden augenblicklich in eine Datenbank geladen. Eine Auswertung ist somit täglich möglich und daher auch eine schnelle Reaktion seitens der Anbieter.

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem dwif setzen wir die mobile Ethnographie zielgerichtet ein, um individuelle Entwicklungskonzepte zur Professionalisierung und zur zukünftigen Ausrichtung von Tourist-Informationen zu erarbeiten.

Noch weitere Fragen zur mobilen Ethnographie? Wir beantworten sie gern.  Das Einsatzfeld ist vielfältig und spannend.

 

 

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New Media Trendwatch der European Travel Commission ETC – eTourismus Daten und Statistiken

Die European Travel Commission ETC stellt seit kurzem unter www.newmediatrendwatch.com aktuelle Daten und Statistiken zum eTourismus ins Netz. Aufgeteilt nach Kontinenten und Ländern werden verschiedenste Zahlen zu Internetentwicklung, eMarketing und Internetnutzung gegeben. Die Daten sind zwar nicht besonders tiefgehend, ermöglichen aber doch interessante Einblicke und sind einfach zugänglich an einer zentralen Stelle.

Eine Auswahl interessanter Zahlen von der beschriebenen Seite:

  • 48,1 % der Europäer sind Internetuser (=384 Mio.) – Quelle
  • 47 % der Deutschen sind Internetuser, in 2012 sollen es 70,4 % sein – Deutschland ist innerhalb Europas der Markt mit den meisten Internetusern
  • Das Internet hat, als einflussstärkstes Medium, etwa den doppelten Einfluss auf den Verbraucher wie das Fernsehen
  • Bei wichtigen Entscheidungen (z.B. Kauf teurer Elektronik, Gesundheitswesen) verlassen sich Verbraucher lieber auf die Aussagen anderer Kunden, bei Standardprodukten (Flugticket etc.) wird auf Aussagen von Firmen zurückgegriffen.
  • In England vertrauen nur 28 % der User den Informationen, die Firmen im Netz zur Verfügung stellen, obwohl 66% der User angibt, das Internet helfe bei der Entscheidungsfindung.
  • Verglichen mit Rest-Europa wird in Deutschland das Internet am häufigsten für die Entscheidungsfindung genutzt
  • Onlineaktivitäten: 97 % Email, 68 % Musik hören, 65 % Routenplanung, 63 % Videos und Bilder anschauen (!!), 59 % Banking, 58 % IM, 51 % Chatten, 46 % Videos / Bilder downloaden, 45 % eCards verschicken, 45 % IP-TV, 43 % Weblogs lesen (!!!), 37 % RSS Feeds lesen, […] 22 % Podcasts downloaden, 21 % Videoclips uploaden, […] 14 % Weblogs schreiben.

Interessante Zahlen, die hier genannt werden – wäre natürlich interessant wie valide die zugrunde liegenden Studien sind und wer diese im Detail durchgeführt hat.

D.A.

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Touristische Trends

Die Zukunft des Tourismus

via Tagesschau – schnarch!

Eine große Rolle spielt bei der neuen Marktaufteilung das Internet, das bei Buchungen laut Born Zuwächse von 389 Prozent verzeichnen kann. Er warnt aber vor einer Überbewertung: „Reisebüros wird es noch lange geben, denn die Leute sind bequem.“

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