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Digital Knowledge Hubs auf Landesebene

In letzter Zeit werden wir immer öfter gefragt, wie man das Thema eLearning auf Landesebene – oder zumindest auf Ebene großer, relevanter Destinationen – sinnvoll aufsetzen kann. Denn Fakt ist: auch wenn mit unserem umfassenden Pool an Lerncontent mittlerweile die Möglichkeit besteht, schnell und vergleichsweise günstig Content zu beziehen, in Summe wird das für kleine Destinationen durchaus doch zu einer finanziellen Herausforderung.

Wir haben uns mit unterschiedlichen Akteuren und Kunden zusammengesetzt und überlegt, wie wir diese Problematik lösen können. Dabei sind uns einige grundsätzliche Aspekte einmal mehr ins Auge gestochen. Unter Berücksichtigung dieser, haben wir unsere kooperativen Ansätze deutlich weiterentwickelt.

 

Die Ergebnisse unserer Diskussionen, würde ich euch heute gerne vorstellen, wobei ich für Feedback aller Art offen und dankbar bin!

Noch kurz vorab: Es geht hin und wieder auch um Preise. Solltet ihr etwas nicht verstehen, findet ihr ganz unten einen Link zum Preiskalkulator.

 

 

Gedanke 1: Content, wem Content gebührt

„Ich habe aber nur Budget für einen oder maximal zwei Kurse. Da müssen wir jetzt aber ganz genau abwägen, welche Kurse wir da nehmen.“

Dieser Satz ist einfach auf so vielen Ebenen frustrierend, weil er so sehr aus DMO-Perspektive gedacht ist und so wenig die Bedürfnisse des Gastgebers widerspiegelt.

Konsequenz:

Wir machen einfach einmal kurzen Prozess: Jeder bekommt jeden Kurs. Bestehende wie neue. Immer. So kann jeder Betrieb das lernen, was er braucht. Aktuell sind das in zwanzig Kursen etwa 120 verschiedene Videos, etwa 40 Infografiken und ein paar andere Formate. Alles rund um den Themenblock eTourismus. Perspektivisch sind auch weitere Schwerpunkte wie Nachhaltigkeit und Qualität geplant.

Da wir so allerdings nicht mehr pro Kurs sondern pro Nutzer kalkulieren müssen, haben wir Fixpreise definiert, welche für 100, 250, 500, 1.000 und 2.500 oder mehr Nutzer im System gelten. Je nach Paket fallen pro Nutzer zwischen 15 und 99 EUR im Jahr an. Im Vergleich zu klassischen Schulungen sind diese Kosten durchaus als marginal zu bezeichnen.

 

 

Gedanke 2: Bezahlt ist bezahlt

Wir hatten oft die Problematik, das wir nicht wirklich wussten, wie wir mit Regionen und Subregionen umgehen sollen. Beide für den gleichen  Content bezahlen zu lassen entspricht weder unserem Anspruch an das Projekt, noch ist es sonderlich fair.

Konsequenz:

Für größere Regionen und Player haben wir das Preismodell so angepasst, dass Content, der bereits bezahlt ist, auch nichts mehr kostet.

Konkret heißt das: Für die oben genannte Content-Flatrate gibt es gestaffelte Preise auf Basis der Nutzeranzahl.  Von diesem Preis übernimmt beispielsweise die LMO 50%, die restlichen Kosten werden anteilig auf beteiligte Regionen verteilt.

 

 

Gedanke 3: Technik ist nichts wert

Auch wenn die Entwicklung unserer Software viele Ressourcen verschlungen hat, am Ende wird sich auch in unserem Feld – wie auch bereits in anderen Feldern wie beispielsweise der Destinationswebsite –  eines ganz deutlich herauskristallisieren: Software alleine macht keinen Unterschied.

Konsequenz:

Wenn die Software keinen Unterschied macht, sollte sie auch preislich keinen Unterschied machen. Deshalb stellen wir pro Land zentrale Knowledge-Hubs bereit, aus denen sich interessierte Regionen und Orte selbst über einen Wizzard einen Code zur Einbindung der Schulungsumgebung in ihr eigenes System generieren können. Diese wird nur von uns aktiviert, somit ist das System sofort live, es fällt lediglich eine Servicepauschale von monatlich 99 EUR pro Einbindung an.

Entwurf: Wizzard für die Erstellung eines einbindbaren Scriptes

 

Damit können dann natürlich alle Kurse für die eigene Version auch bearbeitet, Ansprechpartner und Zertifikate hinterlegt und Nutzeraktivitäten ausgewertet werden.

 

Noch unklar?

Um das Ganze etwas weiter zu verdeutlichen, habe ich die relevanten Punkte noch einmal grafisch aufbereitet:

Klick ins Bild öffnet die gesamte Infografik…

Damit ihr einmal abschätzen könnt, wie ich mir das vorstelle, habe ich kurz einen Preisgenerator gebastelt, mit dem die Kosten transparent aufgeschlüsselt werden.

 

Hier geht´s zum Preiskalkulator… 
Wichtig: Bitte bearbeitet NUR die dunkelorange hinterlegten Felder, sonst klappt das für alle nach euch nicht mehr…

 

Damit haben wir aus unserer Sicht wieder ein paar Pain Points eliminiert und schaffen es so hoffentlich, Kooperationen im Land wie zwischen den Ländern noch weiter zu verstärken und das Thema digitale Weiterbildung weiter zu pushen…

Was haltet ihr davon? Macht das Sinn?

Ich freue mich auf euer Feedback und eine hoffentlich gute Diskussion!

Euer Bastian

 

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Immer wieder TZonntags: Innovationen gesucht, UbAir, Marktmacht Google, TourismFastForward Live, Tagung in Eichstätt, Videos im Tourismusmarketing

 

VIR sucht Innovationen von Start-Ups und Touristikern

Empfohlen von Michael

Bewerbungen sind noch bis 30.04.2015 möglich. Weitere Infos in meinem Blogpost von dieser Woche und auf der Event-Seite.

Instagram aus rechtlicher Sicht

Tipp von Kristine

Dass das Social Web kein rechtsfreier Raum ist, ist bekannt. Das gilt auch für Instagram. Rechtsanwalt Schwenke geht der Frage nach, wie und wo ihr euer Impressum auf Instagram platzieren könnt, wie ihr Gewinnspiele rechtlich sauber abwickelt und wie es sich aus rechtlicher Sicht mit Stockfotos auf Instagram verhält.

Lesenswerter Beitrag für alle, die schon auf Instagram sind oder planen, bei Instagram einzusteigen.

 

TourismFastForward – live aus dem Zillertal

Empfohlen von Günter

Am Donnerstag und Freitag dürfte so manchen von euch der Hashtag #tff_15 begegnet sein … Dahinter steckt die TourismFastForward 2015 – die Konferenz für innovative Technologien im Tourismus in Mayrhofen/Zillertal.

Einmal mehr war ich bei bei der TourismFastForward als Twitter-Livereporter im Einsatz. Unter den folgenden Storify-Berichten könnt Ihr meine Tagungsberichte zur #tff_15 nachlesen:

Günter Exel auf der TourismFastForward

 

Auch in den kommenden eineinhalb Wochen twittere ich live von etlichen touristischen Events in Österreich und Deutschland:

  • 21. April, St. Pölten: 20 Jahre Niederösterreich Werbung (Reportage auf @guenterexel)
  • 24. April, Salzburg: ContentDay 2015 (Reportage auf @guenterexel sowie Präsentation #HashtagMe)
  • 26.-28. April, Erfurt & Weimar: Germany Travel Mart (Reportage auf @gntblive)

 

Auto, Brille, Fon & Drohne – Details online

Empfohlen von Florian

Wie Ihr ja wisst, organisieren wir gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kulturgeographie die Tagung Auto, Brille, Fon & Drohne vom 3.-5. Juni in Eichstätt – nun sind Details zur Konferenz, zum Zeitplan und zu den Kosten online! Das Detailprogramm folgt in dieser Woche – also stay tuned! Wird eine geile Geschichte an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft & Praxis.

 

Videos im Tourismusmarketing

Empfohlen von Bastian

Es ist ja im Moment in aller Munde – das neue Video vom Reiseland Niedersachsen. Ein totaler Reinfall sagen die einen, die anderen finden es großartig!

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=x3IsxLpYnhE[/youtube]

Ich selbst bin etwas hin und her gerissen. Das Spielen mit den Klischees, schöne Bilder, der Slogan „überraschend anders“ passt gut zusammen. Dem gegenüber steht das doch „überraschend andere“ Lied im Hintergrund und der stolze Preis des Videos.

Stellt sich die Frage, was das Ziel der Aktion war? Über 120 Tausend Klicks innerhalb kürzester Zeit und  das Aufgreifen anderer Medien machen den Spot prinzipiell zu einem „Erfolg“. Oder nicht?
Wie im Sat 1 Beitrag ersichtlich, torpedieren die Reaktionen auf das Video auch die #meinniedersachsen-Kampagne.

Dem neuen Video will ich einfach kommentarlos einmal ein anderes Video gegenüberstellen:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=CDFTYTVXiAg[/youtube]

Um keine direkte Konkurrenz oder „X ist besser als Y“ Diskussion zu provozieren nehme ich ein Video mit anderem Ziel, über eine andere Region und zu einem anderen Anlass. Die Unterschiede zwischen den Videos sind doch recht deutlich.

Mich interessiert eure Meinung dazu: Erfolg oder Misserfolg? „Überraschend anders“ oder lieber klassische Imagewerbung?
Und „soll´s im nächsten Jahr wieder Niedersachsen sein?“

 

Google – Macht ohne Kontrolle?

Empfohlen von Maximilian

Der Suchmaschinenplayer Google wird (mal wieder) von der EU-Kommission an den Pranger gestellt. Vorwurf: Missbrauch der quasi-monopolistischen Macht. Gerade was den Reisemarkt anbelangt greife Google massiv ein und bevorzuge eigene Produkte (u. a. Hotelfinder).

Dies ließ Google nicht unkommentiert stehen, sondern machte prompt auf dem hauseigenen Blog mit einer aufbereiteten Graphik zu den Unique Visitors einiger Reiseportale aufmerksam. Dabei scheint „Die Suche nach dem Geschädigten“ gar nicht so einfach und lässt viel Spielraum für Diskussionen offen. Wie weit darf Google also gehen?

 

travel sites in germany

 

Der Kampf zwischen den Suchmaschinenanbietern wird dadurch möglicherweise neu entfacht. Neue und bereits etablierte Anbieter (z. B. Qwant, Yahoo oder Bing) wollen die Gunst der Stunde nutzen und User durch die negativen Schlagzeilen abgreifen. Verliert Google in Zukunft also Marktanteile? Wie seht ihr das?

 

Ich nehm‘ mal schnell den Privatjet… UbAIR ist gestartet

Empfohlen von Johannes

Gerade eben war noch das bodenständige Uber in den Schlagzeilen, da startet schon ein Nachahmer durch. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn bei Ubair handelt es sich um einen Vermittler von Mitfluggelegenheiten für Privatjets. Die Namensverwandtschaft kommt also nicht von ungefähr und das Ganze soll ähnlich unkompliziert funktionieren.

Und wer würde nicht gerne mal den Privatjet nehmen, anstatt die Holzklasse. Wenn sich die Preise, die im Raum stehen, bewahrheiten, dann könnte das auch für so manchen zukünftig auch eine ernsthafte Option sein! „Ein einfacher Flug von New York nach Stowe im Bundesstaat Vermont sei für eine fünfköpfige Familie bereits für ungefähr USD 2000 erhältlich – also nicht viel mehr, als man für einen regulären Flug ausgeben würde.“ (Artikel bei travelinside.ch).

Ob dem Unternehmen wirtschaftlicher Erfolg beschert sein wird, sei einmal dahin gestellt. Aber die Idee ist spannend! Sollte Ubair auch in Europa aktiv werden, probiere ich’s auf jeden Fall aus. Wer fliegt mit?

Immer wieder TZonntags

 

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In Sachen Uber-Urteil: Auf der UBERholspur ausgebremst.

Mit Sicherheit kennt Ihr alle die berühmt-berüchtigten Yellow Cabs aus New York City, die täglich hunderttausende Menschen durch die Gegend kutschieren. Seit 2009 allerdings macht das Unternehmen Uber kräftig Schlagzeilen und versucht dem – altbewährten, meist auf Taxameter-basierende Taxigewerbe – Konkurrenz zu machen. Nicht nur in Ländern wie den USA, allen voran in New York City, versucht Uber seine Angebote zu platzieren und macht auf innovative Art und Weise mit einigem Erfolg als Vermittler zwischen Gast und Fahrer auf sich aufmerksam.

Uber-Verbot in Deutschland

In Deutschland ist dieses Thema jedoch sehr umstritten. Vor allem Taxiunternehmen gehen auf die Barrikaden. Auch von politischer Seite steht der Online-Dienst in der Kritik. Die negativen Aspekte liegen auf der Hand, sei es die Etablierung einer neuen Schattenwirtschaft oder das Fehlen eines gültigen Personenbeförderungsscheins.  In diesem Zuge gab es heute ein Gerichtsurteil, das wohl von Endgültigkeit sein wird: Uber muss die Dienstleistung aus teils nachvollziehbaren Gründen komplett einstellen (Spiegel-Bericht vom 18.03.2015).

Die Gunst der Stunde nutzen

Was uns allerdings an der Debatte mehr interessiert sind die gesellschaftlichen und digitalen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Es geht einerseits um (In-)Toleranz von Wettbewerb, andererseits um die (Nicht-)Achtung der Bedürfnisse unserer Gesellschaft. Dabei ist die Nutzung von Uber doch nur ein Spiegelbild der „Shareconomy“ und vereint all das, wonach wir als (touristischer) Konsument heutzutage auf der Suche sind: Transparenz.

Übrigens bin ich erst am Montag aus „Big Apple“ zurückgekommen. Auf Anraten eines Freundes habe ich Uber erstmalig genutzt, und muss sagen, dass ich wirklich Freude daran hatte. Einfach, bargeldlos, günstig, komfortabel und persönlich.

Screenshot Uber - New York City Screenshot Uber - München

Mein Schlusswort lautet deshalb:

Alternativen beleben den Markt, auch im Falle von Uber. Mir persönlich gefällt der innovative Ansatz sehr, obwohl es ja mittlerweile ähnliche Lösungen wie die App von mytaxi gibt. Mutige Unternehmen wie Uber sollten die Chance erhalten in bestehende Märkte eingreifen zu können. Mal abgesehen von den monetären Absichten, ist die Grundidee  eine ganzheitliche User-Experience zu schaffen, nicht verwerflich. Nichtsdestotrotz sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet und respektiert werden, um letztendlich nachhaltig negative Aspekte ausschließen zu können.