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Immer wieder TZonntags: Social Media im Krisenfall, Facebook Live im Museum, Marktforschung & Kultur, Travel und YouTube, Max Richters „Sleep“, News zu Tay, Nik & Norwegen

IWZT 27.3.2016

Auch an Ostern gibt es natürlich ein Immer wieder TZonntags von Tourismuszukunft. Heute mit dem Mangel an Vertrauen in die eigene Marke von Johannes, der Veränderung der Kommunikation durch Social Media in Krisenfällen von Günter, einer Infografik zum Thema Travel und YouTube von Catharina, dem Einsatz von Facebook Live im Van Gogh Museum von Kristine, der Verknüpfung von Inszenierung von Industriekultur und gesellschaftlichen Bedürfnissen von Basti, gleich mehrere Linktipps von Roland und der Frage, ob der kulturelle Hintergrund in der Marktforschung eine Rolle spielt, die meine Empfehlung der Woche beantwortet.

Natürlich dürfen auch unsere Veranstaltungs-Tipps nicht fehlen: Konferenzen, Tagungen und BarCamps, die relevant für den Tourismussektor sind bzw. wo du uns triffst, findest du unter unseren Veranstaltungs-Tipps.

Viel Spaß und noch ein schönes restlichen Oster-Wochenende!

Empfohlen von Johannes

Eieiei… Verantwortliche haben kein Vertrauen in die eigene Marke

Wie in einem W&V Artikel nachzulesen ist, ergab eine kürzlich durchgeführte Studie, dass viele Markenverantwortliche in Deutschland kein Vertrauen in ihre eigenen Marken besitzen. Viele scheitern an der Herausforderung, die vielfältigen Einflussfaktoren vom Webauftritt, über die Unternehmenskultur, bis hin zum Kernelement, dem Produkt, erfolgreich abzustimmen.

Daran sollte aber dringend gearbeitet werden, denn Marken, die in sich nicht konsistent sind und nicht von innen heraus gelebt werden, sind mittelfristig zum scheitern verurteilt! Ein paar Hintergründe und Informationen zu den Zusammenhängen findet ihr auch im Artikel zu unserem Markenmodell.

Empfohlen von Günter

„Don’t call. Use texting or social media.“

In den tragischen Ereignissen der Brüsseler Anschläge wurde einmal mehr klar, wie sehr soziale Medien die Kommunikation in und um Krisen verändert haben. „Don’t call. Use texting or social media.“ Diese Aufforderung des CrisisCenter Belgium brachte es auf den Punkt: Telefonieren ist in Krisensituationen zu störungsanfällig.

Wie WhatsApp, Twitter & Facebook während der Brüsseler Anschläge das Telefon als Kommunikationsmittel Nr. 1 ablösten, fasste CNBC in einem lesenswerten Artikel zusammen – hier die Kernaussagen:

  • Mobilanbieter und Krisenstellen forderten zur Verwendung von SMS und Social Media auf.
  • WLAN-Hotspots wurden für jedermann ohne Anmeldung freigeschaltet.
  • Facebook aktivierte sein „Safety Check“ Tool, über das man sich als „safe“, „unsafe“ oder „not in the area“ markieren konnte.
  • Auf Twitter wurde mit den Hashtags #OpenHouse, #PorteOuverte und #ikwelhelpen Unterstützung angeboten.
  • Quer durch alle Netzwerke zeigten User mit Hashtags wie #PrayForBrussels, #WeerbaarBelgie und #JeSuisBruxelles ihre Solidarität mit der belgischen Hauptstadt.

Empfohlen von Catharina

Travel und YouTube

Video (Marketing) ist eines meiner Schwerpunktthemen und innerhalb eines zeitgemäßen Marketings nicht mehr wegzudenken. Insofern beschäftige ich mich nicht nur mit neuen Formaten, Techniken oder Plattformen, sondern auch mit verschiedenen Studien zum Thema. Eine sehr spannende, speziell im Hinblick auf den Gebrauch von Video im Reisebereich, hat Google UK schon letztes Jahre herausgebracht bzw. beim World Travel Market präsentiert. Die wichtigsten Zahlen habe ich in unten stehender Infografik zusammengefasst.

Travel&YouTube

Empfohlen von Ben

Marktforschung braucht kulturellen Rahmen

Wer sich mit (internationaler) Marktforschung beschäftigt, der kommt auch immer wieder zu der Frage: „Funtioniert Marktforschung eigentlich in jedem Land anders“ – spielt der kulturelle Hintergrund also eine Rolle in der Durchfühung von Marktforschungsprojekten? In meinem Artikel der Woche, der dieses mal von der Gesellschaft für innovative Marktforschung kommt, wird dieser Frage auf den Grund gegangen. Und die Antwort ist so einfach wie kompliziert: Jein! Warum das so ist, könnt ihr im Artikel nachlesen: „Internationale Marktforschung: Culture Matters!

Empfohlen von Bastian

„Sleep“

Mein Favorit der Woche ist einmal nicht zu meinem Steckenpferf elearning, sondern ein tolles Beispiel für die Verknüpfung von Inszenierung von Industriekultur und gesellschaftlichen Bedürfnissen:

Eine Nacht mit acht Stunden Schlaf ist für Viele mittlerweile purer Luxus. In Berlin konnten nun 400 Leute für 50 EUR pro Person wirklich zur Ruhe kommen. Im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte hat der Komponist Max Richter jetzt sein Musikstück „Sleep“ aufgeführt. Das Besondere dabei: Das Konzert begann erst um Mitternacht und ging bis acht Uhr morgens. Statt den üblichen Stühlen konnten es sich die Besucher in Betten bequem machen.

Quelle: http://www.universal-music.de/max-richter/bilder

Für mich ist das eine tolle Geschichte, die viele Bereiche unserer täglichen Arbeit wiederspiegelt: Bedüfrnisse, Inszenierung, Produktentwicklung. Tolle Geschichte.

Für den Hausgebrauch gibt es das Stück ünbrigens auch als CD .

 

Empfohlen von Kristine

Einsatz von Facebook Live im Van Gogh Museum

Oft berichten wir hier bei Immer wieder TZonntags von neuen Möglichkeiten, die verschiedene Social-Media-Kanäle oder Apps bieten. Doch wie werden diese konkret im Tourismus eingesetzt?

Ein schönes Beispiel, das mir diese Tage untergekommen ist: Das Van Gogh Museum in Amsterdam führte letztens einen Rundgang durch das Museum mit Hilfe von Facebook Live durch.

Persönlich. Direkt. Gefällt mir.

Den entsprechenden Facebook-Post samt ca. 25minütigem Video – ja, das ist das Schöne bei Facebook Live, dass diese Videos auch im Nachhinein noch da sind – findet ihr hier.

Und, nach dem Anschauen Lust bekommen, die Sonnenblumen von Van Gogh auch mal im Museum zu besuchen?

Gefunden habe ich diese tolle Aktion übrigens im Blog von Daniel Rehn, der regelmäßig verschiedene Aktionen und Kampagnen vorstellt. Ein Reinschauen lohnt sich!

Empfohlen von Roland

Ein Chatbot sieht rot, Google spielt Osterhase, Norwegen und Samsung ändern alles

Meine Linktipps in dieser Osterwoche sind:

Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

 

Immer wieder TZonntags: Kristine Honig-Bock, Florian Bauhuber, Bastian Hiller, Catharina Fischer, Günter Exel, Roland Trebo, Benjamin Gottstein, Michael Faber, Catherina Langhoff, Johannes Böhm

 

 

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Offtopic Technik/ Web & Tech Technologie Trends

Social TV – oder wie sich das Fernsehen verändern wird

Bill Gates ist der Meinung, dass das Fernsehen dem Tode geweiht ist. Aber ist das tatsächlich so? Ich glaube: Nein! Allerdings bin ich der Überzeugung, dass es das Fernsehen in der Art wie wir es heute kennen in Zukunft nicht mehr geben wird. Interaktivität, Multifunktionalität und Personalisierung treten in den Vordergrund, kurz gesagt: das Fernsehen wird zum „Social TV“! Aber wie könnte das zukünftige Social TV aussehen?

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MaFo/ Marktentwicklung Technologie Trends

Social Media bei Samsung USA – Best Practice Beispiel

Dass Webseiten im Tourismus interaktiv gestaltet werden, ist nichts neues mehr. Fast jeder Anbieter hat mindestens einen „I like“ Button für Facebook oder kann via „Facebook-Connect“ eine direkte Verbindung zum Netzwerk herstellen. Doch auch in anderen Branchen setzt sich dieser Trend langsam weiter fort. Wir sind beim Surfen über den Internetauftritt von Samsung USA gestolpert und beeindruckt, denn hier ist Web 2.0 ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Webseite.

Gelangt man auf die Startseite von Samsung USA, so fällt der Blick als erstes auf ein großes Fotobanner. Doch hierbei handelt es sich nicht um gewöhnliche Werbefotos des Unternehmens, sondern laut Samsung können Kunden selbst hier Bilder von Samsung Geräten hochladen. Natürlich kann dies mit dem Facebook „I like“ Button dann auch gleich verbreitet werden. Diese Funktion des privaten Fotouploads vermittelt der Webseite Authentizität und Persönlichkeit.

Doch Samsung hat noch viel mehr zu bieten. Social Media ist hier der Hauptbestandteil, denn im unteren Teil der Startseite kann man sich zwischen Facebook, Twitter anderen Funktionen durchklicken. Über Facebook-Connect kann man direkt auf der Webseite die Facebook-Fanpage von Samsung aufrufen und hat direkt Zugriff auf die Pinnwand von Samsung. Doch auch mit Twitter ist Kommunikation bei Samsung möglich. So kann man direkt bei Samsung via Twitter-Connect zwitschern. Hierfür steht eine spezielle #tag-Auswahl zur Verfügung, mit welcher man sich direkt an verschiedene Produktbereiche wenden kann. Es gibt beispielsweise direkt den #tag für den Samsung Service oder den GalaxyS-Support. So sind produktbezogene Fragen oder Probleme direkt über Twitter lösbar.

Natürlich wird hier für die Samsung Produkte kräftig die Werbetrommel gerührt. Man kann nämlich für jedes Produkt ein eigenes Video aufrufen, in dem man das jeweilige Gerät ausgiebig betrachten kann. Allerdings stammen diese Videos vom Hersteller und sind dementsprechend geschönt. Viel interessanter für den Kunden ist der Button „Reviews“, bei dem die Kunden wie in einem Bewertungsportal Bewertungen für das jeweilige Produkt abgeben können. Auffällig ist, dass die Bewertungen alle sehr gut ausfallen, hier stellt sich die Frage, ob der Hersteller schummelt oder der Kunde wirklich so zufrieden ist mit den Produkten. Im Feld „Buzz“ hat sammelt Samsung zusätzlich Berichte und Bewertungen von anderen Bewertungsplattformen und Tests, die dem Kunden eine größere Übersicht zu den Geräten ermöglichen sollen. Sucht man nach einem speziellen Produkt, kann man bei den Produktinformationen jeweils auch gleich den „I like“ Button anklicken. Hiermit sichert sich Samsung natürlich eine schnelle Verbreitung im Netz.

Fazit: Samsung nutzt die Features der sozialen Netzwerke sehr effizient und als werbewirksame Maßnahme. Mit der direkten Vernetzung der Webseite mit Facebook und Twitter können die Produkte und die News sofort verbreitet werden. Mit der Möglichkeit, private Bilder hochzuladen, die Produkte bewerten zu können sowie der direkte Vergleich von Bewertungen und Produkten, macht die Webseite von Samsung USA sehr anschaulich und interessant. Einige Features sollten wir uns für touristische Internetauftritte durchaus abschauen, denn mit Social Media bekommt Werbung eine ganz neue Facette.