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Immer wieder TZonntags: Pokémon Go-Hype, Hype Cycle 2016, Facebook-Bilderkennung, Social Media im Alltag, Chancen durch KI

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Hoffentlich habt ihr das traumhafte Sommerwetter ausgiebig genießen können! Nachdem ihr vom Freibad oder Badesee wieder zurück seid, haben wir euch für den Feierabend unsere Leseempfehlungen der Woche zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen und einen guten Start in die neue Woche wünscht euch Johannes!

 

Hype Cycle 2016

Empfohlen von Florian

Jedes Jahr neue Hypes… ja, so ist es! Und sie kommen aus dem Nichts. So ist es mit z.B. dem Thema Blockchain geschehen. Aus dem Nichts fast an den Gipfel der überzogenen Erwartungen – das visualisiert u.a. der neue Gartner Hype Cycle. Aber auch weitere neue Hype-Themen wurden ergänzt – viel Spaß beim Adaptieren! 😉

KI macht uns arbeitslos – gut so!

Empfohlen von Johannes

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche gibt der (Netz)Philosoph Luciano Floridi (@Floridi) einige sehr spannende Denkanstöße zur Entwicklung der künstlichen Intelligenz und deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Man mag ihm nicht in jedem Punkt zustimmen – in jedem Fall regt das Interview zum Nachdenken an und zeigt viele interessante Betrachtungsweisen auf.

Die technologischen Entwicklungen werden in den nächsten Jahren zwangsläufig tiefgreifende Änderungen mit sich bringen. Veränderung birgt immer große Gestaltungsmöglichkeiten. Das müssen wir als Chance begreifen! Wir haben es in der Hand, was wir daraus machen und wie wir unsere Zukunft formen!

Wie gehyped ist Pokémon Go?

Empfohlen von Günter

Pokémon Go ist zum Mega-Thema geworden – für den Tourismus genauso wie für Tourismusberater …  Kristine erläuterte schon im Juli in einem Blogbeitrag, was Pokémon Go für den Tourismus bedeutet. Florian gab diese Woche in einem Selbstversuch Einblick, wie sich sein Amerika-Urlaub durchs Pokémon-Jagen veränderte. Und unsere Berater-Kollegen Julia und Stefan haben kürzlich ein E-Book zum Thema verfasst.

Ich bin dennoch vorsichtig bei der Beurteilung der künftigen Relevanz des Phänomens:

???? Pokémon Go ist ein Hype im besten Sinn des Wortes – mit einer (fast unvergleichlich) steilen Hype-Kurve, aber auch einer absehbaren Phase der Desillusion. Erste Anzeichen, dass der „Peak of Inflated Expectations“ schon sehr schnell erreicht sein wird, sind aktuelle Nutzerstatistiken: Die Zahl der täglichen Nutzer sank von 45 Millionen im Juli auf 30 Millionen in der ersten Augusthälfte, wie Bloomberg berichtet. Auch andere Zahlen sind im Sinkflug begriffen: Downloads, Engagement und Zeit, die mit der App verbracht wird.

???? Selbst wenn Niantic es schafft, das Faszinosum durch ständige Neuerungen am Laufen zu halten: Als „Außensport“ ist Pokémon Go saison- und witterungsabhängig. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen der Pokémon-Jäger in Novembernebeln und Februarkälte entwickeln wird.

Was unter Pokémon Go am meisten litt, war die Kommunikation über soziale Netzwerke. Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, ja sogar Tinder – all diese Plattformen dürften laut Bloomberg-Report wieder aufatmen können, wenn die Dominanz von Pokémon Go wieder nachlässt.

„Für alle Pokémon Jäger ist der Central Park the Place to be“: Florian auf Pokémon-Pirsch in New York
„Für alle Pokémon Jäger ist der Central Park the Place to be“: Florian auf Pokémon-Pirsch in New York City

 

 

Facebook und das Potenzial von Bilderkennung

Empfohlen von Catharina

Immer wieder oder immer noch wird der Nutzen von Social Media hinterfragt. Neben den relativ bekannten Anwendungsfällen, wie z.B. zum Dialog und Aufbau von Reputation oder zum Markenaufbau und -stärkung, ist die aktive Nutzung der (Kunden-) Daten immer noch unterrepräsentiert. Hierbei geht es im ersten Schritt nicht um das Auslesen von komplexen Verhaltensmustern, denn alleine anhand der normalen Nutzung lässt sich schon vieles ablesen.
Facebook ist, nicht überraschend, in diesem Feld schon lange unterwegs und entwickelt und forscht seit geraumer Zeit. Neue, und aus meiner Sicht sehr spannende Einblicke, gab es letzte Woche zum Thema Bilderkennung.

Worum geht es? Facebook (bzw. Facebooks AI = künstliche Intelligenz) ist allmählich in der Lage nicht nur Bild-Content selbst zu erkennen, sondern die einzelnen Objekte in den Bildern. Das mit Bezeichnung und damit differenziert.

Warum ist das so spannend?

Quelle: www.socialmediatoday.com
Quelle: www.socialmediatoday.com
  1. Nicht mehr lange und wir sind in der Lage auf Basis von Bild-Content, und nicht nur Text-Content, zu suchen und Social Media Daten zu analysieren. Die Bilder benötigen keinen Tag mehr und blinde Menschen können so erfahren was in einem Bild zu „sehen“ ist, denn das System wird es ihnen sagen.
  2. Bilder können mit einem oder mehreren Overlay (Einblendungen) versehen werden und diese enthalten Informationen. Zum Beispiel zur Kalorienanzahl des Essens auf dem Tisch oder der Lampe die man gerade vor sich im Schaufenster sieht. Siehe unten. Pinterest und Snapchat arbeiten mit solchen Ansätzen auch schon.

 

Quelle: www.socialmediatoday.com
Quelle: www.socialmediatoday.com

3. Es wird in Zukunft möglich sein, allein aus Bildern das Verhalten von Usern zu verstehen, ohne irgendeinen Text. Des Weiteren arbeitet Facebook auch daran Videos, und damit auch Livestreams, in Echtzeit ‚auszulesen‘ und seine User im Moment des Livestreams zu benachrichtigen und auf einen interessanten Inhalt aufmerksam zu machen.

Spannend.

Social Media im Alltag

Empfohlen von Kristine

Social Media funktioniert. Natürlich. Gerade wieder am eigenen Leib erfahren. Ich habe eine Wohnung in Bonn gesucht. Dafür die üblichen verdächtigen Online-Portale abgegrast und mir automatisierte Mails über passende Neu-Veröffentlichungen schicken lassen. Wobei „passend“ da mit einem großen Fragezeichen versehen werden muss…

Außerdem veröffentlichte ich eine Suchanfrage auf meinem Facebook-Profil, mit meinen gewünschten Rahmendaten.

Ergebnis: Ich habe mir insgesamt drei Wohnungen angeschaut. Bei der ersten (via Immobilienscout) konnte ich mehr oder weniger direkt beim Betreten der Wohnung wieder rausgehen. Die anderen beiden angeschauten Wohnungen kamen beide in Frage und hätte ich beide bekommen können. Diese beiden kamen über meinen Facebook-Post. Und dabei nicht einmal über direkte Kontakte von mir, sondern über Kontakte meiner Kontakte.

Das Ergebnis dann diese Woche:

Drei Wohnungen anschauen, zwei davon bekommen können, die Traumwohnung bekommen. Check! Unabhängig von meiner großen Freude hierüber: Was bedeutet das für die Unternehmenskommunikation ?

  • Der Kunde will nicht mehr stundenlang suchen. Er will, basierend auf seinen Suchkriterien, passende Angebote erhalten. Klare Strukturen und Konzentration statt buntem Süßigkeitenladen mit allem, was es gibt.
  • Die Suchkriterien müssen stark individualisiert sein, damit die erhaltenen Ergebnisse nicht doch wieder in unpassenden Ergebnissen oder einer stundenlangen Suche resultieren. Und dabei sind für unterschiedliche Personen unterschiedliche Kriterien wichtig. Deshalb: Individualisierung und Personalisierung von Informationen.
  • Mund-zu-Mund-Propaganda ist wichtig. Mancher Einwohner oder Gast vor Ort weiß mehr, als die offizielle Tourist-Information. Dieses Wissen muss genutzt werden. Das heißt, dass Unternehmen sich nicht nur auf ihre eigenen Informationen und Kanäle beschränken dürfen, wenn sie ihren Kunden einen perfekten Service bieten wollen.

 Veranstaltungs-Tipps

Damit ihr zukünftig keine wichtigen Veranstaltungen wie eine Tagung oder ein Barcamp mehr verpasst, gibt es in jedem „Immer wieder TZonntags“ eine aktuelle Liste anstehender Events. Immer mit dabei: Wen aus unserem Tourismuszukunft-Team ihr dort – auf der Bühne oder als Teilnehmer – antrefft.

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