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Technik/ Web & Tech Touristische Trends

Das Ende der EINEN digitalen Weltkarte…

Viele wissen es vielleicht: bevor ich mich intensiver mit Social Media und den damit einhergehenden Entwicklungen beschäftigte, war ich ich beruflich und wissenschaftlich im Bereich des Web Mappings, d.h. im Bereich der digitalen Geographie im Netz tätig. Damals veränderte sich der Markt rapide mit dem Eintritt von Google mit dem Produkt GoogleMaps. Über Jahre war nun EINE digitale Weltkarte für alle gesetzt. Zwar gab es Wettbewerber wie Microsoft Virtual Earth (heute Bing Maps) oder Yahoo Maps, aber Google setzte die Standards, in Bezug auf Usability, Design und Kartographie. Die Zeiten der EINEN digitalen Weltkarte sind aber nun vorbei… wir haben mehrere Gründe gesammelt, die diesen Wandel belegen.

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Technik/ Web & Tech Touristische Trends

Die OpenStreetMap – OSM wird digitale Karten im Tourismus verändern

Übliche Kartenportale im Tourismus bauen momentan meist auf lizenzkostenintensiven topographischen Karten der jeweiligen Landesvermessungsämter auf oder nutzen Google Maps, welche aber beiweitem nicht dieselbe Detailgenauigkeit wie TOPO Karten bieten. Sobald eine Destination oder ein anderer spezialisierter Anbieter (zb. Bergfex oder Alpenglühen) also momentan dem Gast eine Karte online zur Verfügung stellen will, die der Gast zur Tourenplanung nutzen kann, müssen topographische Karten genutzt werden.

Als erfahrener Outdoorer kann ich reinen Gewissens behaupten, dass Google Maps maximal zur Planung von Radtouren geeignet ist, für mehr fehlen Wanderwege, Pfade etc. – und aus eigener Erfahrung beim Skibergsteigen vermute ich außerdem, dass das Höhenmodell in GoogleMaps nicht immer zu 100% korrekt abgebildet war.

Als aufmerksamer Leser von futurezone.at hat Andreas Klinger den Artikel bemerkt (und andere auch die Nachricht von @andreasklinger auf Twitter (siehe Peter’s Artikel): Der Compass Verlag (wer kennt die grünen Wanderkarten mit der gelben Überblickskarte vorne drauf nicht?!?) stellt dem OSM Projekt und der OpenStreetMap Fangemeinde seine Kartendaten zum Nachzeichnen zur Verfügung. Bravo. Hier begreift ein Verlag, welche strategische Bedeutung die OSM langfristig auf sein Geschäftsmodell haben könnte. Bei Compass plant man angeblich sogar schon einen auf OSM beruhenden Routenplaner (für nicht-Auto-Anwendung (?)). Kostenaufwendig auch bisher die Aktualisierung der kartographischen Grundlage von Compass soll diese ganz nach web2.0 Manier im Crowdsourcing Prinzip auf die OSM Gemeinde ausgelagert werden.

Für Destinationen mal wieder ein Zeichen aufzuwachenOpenStreetMap wird die Alternative zu allen anderen Karten und Kartenanwendungen werden und ist LIZENZKOSTENFREI, so schrieb Florian bereits zum Jahreswechsel in seinen 7 Trends zum eTourismus Artikel. Sicherlich wird es auch bald entsprechende Opensource Software von Seiten der begeisterten Fans geben, die dann auf touristischen Seiten eingebunden werden kann bzw. zur Ein-Pflege neuer POIs durch die Tourismusorganisation benutzt werden kann. Ich bin gespannt. Noch ein spontaner Gedanke: Welche Anbieter nutzen den inzwischen schon OSM Karten – neben der mir bekannten Bikemap-Family bzw. Toursprung?

D.A.

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The battle for Africa – Geo-Crowdsourcing

Eine interessante Entwicklung beginnt sich gerade abzuzeichnen – ein Kampf um die schnellere Kartographierung des afrikanischen Kontinents.

Google schickt den GoogleMapMaker ins Rennen. Vorteil: extrem leicht zu bedienen, z.T. sehr hohe Luftbild-Qualität zum Abzeichnen; Nachteil: die gezeichneten Daten gehören Google, d.h. man arbeitet eigentlich für Google.

Die OpenStreetMap (OSM) ist die Alternative: zwar schwerer zu bedienen aber zukünftig nachhaltiger für jeden Zeichner/Benutzer – denn er selbst kann die kompletten Daten auch gewerblich nutzen (Creative Commons Lizenz -Share Alike 2.0). Was heißt das für den Tourismus nicht nur in Afrika bzw. für die Nutzung von kartographischen Produkten?

Nutzt die OSM, macht mit und zeichnet Euer Ortswissen in die OSM ein! Es ist nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht! Was die Wikipedia für Wissen ist, soll die OSM für Karten werden, nur noch mit größeren Folgen für den Tourismus: All Ihr kartographischen Verlage, Vermessungsämter und co. – zieht Euch warm an! Die Wikipedia wurde von der Britannica auch zu lange unterschätzt.

FB

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Openstreetmap ist GeoWeb 2.0 vs. GoogleMaps und co?

Oft werden mit dem Schlagwort GeoWeb 2.0 Plattformen wie GoogleMaps oder Virtual Earth verstanden. Wenn wir den Begriff Web 2.0 nach Tim O´Reilly definieren, dann geht es vor allem darum kollektive Intelligenz zu nutzen. Meines Errachtens ist dies bei Google Maps und Virtual Earth als Technologie nur zum Teil verwirklicht.

Entscheidend ist die individuelle Patizipation der Nutzer – und diese ist bei den Viewern GoogleMaps und Virtual Earth contentseitig und nur bedingt geographisch/karthogaphisch (wenn dann nur im Bereich der Lokalisieren/Verortung aber nicht im Bereich der Erhebung). Das wahre GeoWeb2.0 kann nur mit vom User generierter kartographischen Content realisert werden. Das Projekt OpenStreetMap bietet hier den lange gesuchten Ansatzpunkt! User generated content im Bereich der Kartographie – die frei Wiki-Weltkarte.

Die Nutzung dieser frei verfügbaren Geodaten für den Tourismus ist nur eine Frage der Zeit – die Datendichte wird immer höher – die Awareness der Medien nimmt kontinuierlich zu (gestern lief sogar beim RTL-Nachjournal ein Bericht über OpenStreetMap). Vor allem in städtischen Bereichen ist die Datendichte für viele Fragestellungenen schon ausreichend; im ländlichen Raum ist die Erhebung noch zu lückenhaft um die Geodaten für Freizeitkarten im Tourismus zu verwenden.

FB