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EU deckelt Roaming-Kosten: Was bedeutet das für Destinationen?

Seit wenigen Stunden ist es soweit! Die Europäische Union senkt im Rahmen eines Programmes zur Förderung des Wettbewerbes im Mobilfunkmarkt weiter die Roamingkosten.

Was kostet mobiles Internet im Ausland?

Im Rahmen eines dreistufigen Planes wurden im Jahr 2012 Obergrenzen für die Kosten für Kurznachrichtendienste, Telefonie und mobile Datennutzung eingeführt und stufenweise gesenkt. Außerdem muss den Reisenden seit dem ersten Juli die Möglichkeit gegeben werden, ohne eine Änderung der eigenen Rufnummer in ein alternatives Mobilfunknetz zu wechseln.

Maximale Kosten für Roaming in Europa
Maximale Kosten für Roaming in Europa – Quelle: Neelie Kroes – EU Kommissariat Digitale Agenda.

Reisende zahlen seit dem ersten  Juli 2014 also deutlich weniger für die Benutzung ihrer mobilen Endgeräte vor Ort. Vor allem der Preis für die mobile Datennutzung ist enorm gesunken (von ca 6 EUR im Jahr 2009  (sic!) auf 20 ct pro Megabyte Datenvolumen seit Juli 2014), was sich natürlich auch auf das Nutzungsverhalten der Gäste auswirkt.

Veränderte Nutzungspraktiken sind die Folge

Dass Gäste das Internet auf Reisen nutzen ist eigentlich kein Geheimnis. Während allerdings auf Anbieterseite zahlreiche Destinationen immer noch keinen gästeorientierten, geschweige denn responsiven Internetauftritt haben, sind die Nachfrager bereits auf anderen, endgerätadäquaten Plattformen aktiv – und nutzen die Deregulierung zu ihren Gunsten.

Fremdsprachige Websites sind hier nur der erste Schritt, letztendlich müssen Destinationen aber ihr gesamtes Auftreten im Internet vor Ort an die kulturellen und soziodemographischen Anforderungen ihrer Zielgruppen anpassen, so wie sie es für deutschsprachige Zielgruppen schon tun!

Die Chancen, welche sich hieraus ergeben sind groß: User Generated Content, Vertrieb von Zusatzprodukten vor Ort, Potential für Kampagnen etc… Allerdings ergeben sich hieraus auch gewisse Risiken: Unpassende (oder gar nicht vorhandene) Gästeansprache, neue relevante Plattformen, zunehmender direkter Gästekontakt in den sozialen Medien.

Strategien statt Aktionismus

Destinationen müssen diesen Veränderungen mit eindeutigen Strategien begegnen und sich ausländischen Märkten mit der gleichen Aufmerksamkeit zuwenden, mit denen Sie sich dem deutschen Quellmarkt widmen – insbesondere im Tablet- und Mobil-Bereich.

Die Möglichkeiten, die sich bieten sind groß! Packen wir es an!

 

Liebe Grüße,

Euer Bastian

P.S: Besonders aufpassen müssen übrigens Gäste auf Schiffsreisen. Wer beispielsweise an der Nord- oder Ostsee auf dem Wasser telefonieren möchte, zahlt trotzdem schnell bis zu 10 EUR pro Gesprächsminute! Grund: An Board stehen meist nur Schiffsnetzbetreiber zur Verfügung, welche eine Verbindung über Satelliten anbieten. Also Vorsicht beim Segel-Selfie! 😉

 

 

 

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Mobiles Erlebnis im Urlaub – ein Flickenteppich!

Der Aktionsraum eines Gastes ist zumeinst nicht auf einen Ort oder ein Hotel beschränkt, sondern er nimmt Leistungen in einer Destination an unterschiedlichen Orten wahr – natürlich gibt es hier Unterschiede zwischen den Urlaubsformen, aber der Grundtenor steht – der Gast ist im Urlaub unterwegs und sein Handy ist der Reisebegleiter! Er will auch unterwegs das Internet auf seinem Handy nutzen. Nicht nur für  Informationen über den Urlaubsort sondern auch um zu kommunizieren, zu recherchieren oder einfach nur um zu surfen! Am Samstag war ich im Rahmen einer Exkursion mit zwei englischsprachigen Studierenden in zwei Destinationen (Allgäu / Kleinwalsertal – die für viele Gäste einen Aktionsraum darstellen) unterwegs und habe mir die aktuelle Situation angesehen! Die Ergebnisse finden sich in folgendem Artikel:

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Hotel Marketing & Vertrieb News & Infos

Holidaycheck bringt Quickcheck in den touristischen Markt

Heute habe ich es gelesen und war begeistert. Holidaycheck hat eine iPhone App herausgebracht (wann kommt Android?), mit der man einige spannende Dinge tun kann:

Bewertungen mobil lesen… endlich und wunderbar gelöst…

Die App von Holidaycheck  macht es mir möglich übersichtlich und einfach Hotelbewertungen zu konsumieren unterwegs auf dem mobilen Endgerät (bislang ?nur iPhone?). Spannend und genial zugleich: man kann sich die komplette Datenbank auch offline auf das Gerät laden und auf Wunsch auch aktualisieren. Für Reisende, die sich im Ausland befinden natürlich super praktisch, da man nicht teuer roamen muss, um die Hotelbewertungen eines spontan ausgewählten Hotels zu lesen.

Bewertungen mobil erstellen – auf dem Weg zum Servicedesign Tool…

In der App bietet Holidaycheck die Möglichkeit an, Quickchecks zu erstellen: Das Telefon wird dazu geolokalisiert, dann kann man das Hotel wählen, was gemeint ist, dann einen kurzen Kommentar schreiben und zusammen mit einem Foto oder Video hochladen bzw. speichern und dann hochladen, wenn man eine Internetverbindung nutzen kann. Genial gelöst und super Idee. Geht fast in die Servicedesign Richtung. Man bindet den Kunden hier ganz aktiv ein und senkt den Widerstand Dinge vor Ort zu bewerten (Top/ Flop?) auf ein Minimum. Das Konzept erinnert mich gaaaanz stark an die App my Service Fellow, die wir in unserem EU-Forschungsprojekt verwenden werden – wäre fast spannend die Holidaycheck App hier ebenfalls in die Forschung einzubinden – Herr Ziegler wir sollten uns mal unterhalten 🙂 !

Super Idee, toll umgesetzt.

Randfragen bleiben aber…

Warum wurde kein Facebook Connect Feature statt mühsamer Registrierung eingebaut? Und warum wurde die App nicht sozialisiert durch Facebook Connect Funktionen (welche Freunde waren auch schon mal in diesem Hotel etc.?)? Warum gibt es keine kartographische Ansicht bei der Hotelsuche? Wann kommt mobile Couponing als Geschäftsmodell bei Holidaycheck – die App ist ja der erste Schritt in diese Richtung…? Wann kommen Checkins bei Holidaycheck? Wird man auf eine große soziale Plattform setzen oder etwas Eigenes machen?

Manche Features löst Qype noch ein wenig besser…

Gesamt dennoch top.

Viele Grüße,

Daniel

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MaFo/ Marktentwicklung Marketing & Vertrieb News & Infos

News der Woche – Mobiles Internet – Facebook im Tourismus – Weiteres

Hallo liebe Leser,

Hier ein paar News aus den letzten Wochen, die mir wegen des viele Unterwegs seins leider ein wenig durch die „Bloglappen“ gegangen sind bislang…

Smartphones füllen (Leer)-Zeiten…

Laut einer Studie nutzen 59% der Befragten das Smartphone zum Surfen, während sie irgendwo warten. Danach folgen Essen, Einkaufen und Reisen.

Dass das mobile Internet immer wichtiger wird – erkennt auch HRS und baut doch gleich mal einen eigenen Bereich dazu auf! Glückwunsch zu diesem innovativen Schritt und der Verankerung des Themas in den Unternehmensstrukturen!

Neuestes zu Facebook für den Tourismus

Rund 33% der Statusupdates auf Facebook kommen dann doch auch von mobilen Endgeräten – ganz enorm. Weitere 50 Mio Klicks werden täglich auf den Gefällt mir Button von Fanpages getätigt – das heißt täglich gewinnen alle Facebook Fanpages gemeinsam 50 Mio neue Fans – täglich wird als rein statistisch ein 12tel aller Nutzer ein Fan irgendeiner Seite…

Holidaycheck bietet seit Kurzem ein Widget an, mit dem Hotels Ihre Bewertungen in die Facebook Seiten einbetten können. Ganz nette Funktion, die auf jeden Fall die Arbeit spart, dies selbst zu tun. Wie hoch der Nutzen ist, wird sich zeigen.

Social Search wird immer populärer

Facebook hat einen wegweisenden Ansatz gemeinsam mit BING gelauncht, wie die klassische Suche mit Facebook Daten angereichert werden kann. Genial. Nicht nur die gefällt mir Klicks auf Webseiten durch die eigenen Freunde werden unter den Suchtreffern angezeigt, nein, bei einer geographischen Suche wird unter den entsprechenden regionalen Treffern sogar angezeigt, wer der Facebook Freunde dort lebt… #super.

Florian hat auf dem Social Media Mice Day 2011, den das GCB mit uns organisiert hat, auch einen spannenden Vortrag zu dem Thema gehalten. Mehr findet ihr dazu, wenn ihr nach dem Hashtag #smmd2011 sucht…

Google zieht bei den Google Places nach und integriert soziale Attribute / Informationen durch die Einbeziehung der Foursquare Checkins. Schöne Idee! Mehr gibt es in Kürze auch auf den deutschsprachigen Places Pages zu sehen?

Eine schöne Kampagne zu einem riesigen Bild mit Zuschauern im Wembleystadion… suche dich und markiere dich.

In eine ähnliche Richtung – nämlich dem User genauer den Content anzubieten, den er will, geht Google News aktuell. Es werden bei Kenntnis des Standort des Surfers nur noch news aus der Umgebung angezeigt. Für den Tourismus heißt das, dass es noch wichtiger als eh schon zuvor ist, dass Content Management System und Datenbanken jedweden Content georeferenziert ablegen und die Webredaktion zu diesem Prozedere zwingen.

Social Aggregation / touristische Curation

Für die Urlaubsregion Trentino, die ja mehrere Fanpages aufweisen kann von verschiedenen Orten und Regionen gibt es jetzt eine spannende Liveaggregation aus den Inhalten aller Fanpages. Nicht gerade super innovatives Gedankengut, aber trotzdem gut umgesetzt, daher hier der Hinweis!

Hier dagegen wurde das Social vergessen – bei der digitalen Inszenierung des neuen 6er BMW Coupes. Finde ich echt nicht gut gemacht, verstehe gar nicht, dass diese Seite soviel Lob bekommt. Das ist noch biereinfacher Standard, so finde ich.

So far… Liebe Grüße,

Daniel