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Destinationen Hotel Veranstaltungen

Gemeinsam stärker: Wie Hotels und Destinationen echte Partnerschaften aufbauen

Gemeinsam stärker: Wie Hotels & Destinationen echte Partnerschaften bauen

Hotels und Destinationen arbeiten in derselben Branche, oft sogar am selben Ort – und trotzdem fühlt es sich im Alltag manchmal so an, als würden sie in unterschiedlichen Welten unterwegs sein.

Die DMO denkt in Strategien, Märkten, Kampagnen, Infrastruktur, Stakeholdern und langfristiger Destinationsentwicklung. Das Hotel denkt in Auslastung, Raten, Personal, Gästebewertungen, Vertriebskanälen und dem nächsten operativen Engpass.

Beides ist richtig. Beides ist wichtig. Und genau deshalb wäre Zusammenarbeit eigentlich so wertvoll. Denn viele Herausforderungen betreffen beide Seiten: verändertes Reiseverhalten, Fachkräftemangel, Digitalisierung, neue Zielgruppen, Nachhaltigkeit, steigende Erwartungen von Gästen und die Frage, wie aus einem Ort ein wirklich überzeugender Aufenthaltsraum wird.

Trotzdem entsteht echte Zusammenarbeit oft viel seltener, als es eigentlich sinnvoll wäre.

Warum Zusammenarbeit so oft schwierig ist

Dass Destinationen und Betriebe mehr zusammenarbeiten sollten, ist schnell gesagt. In der Praxis ist es deutlich komplexer.

Viele Hotels stehen unter enormem operativem Druck. Der Alltag ist eng getaktet, Personal fehlt, Kosten steigen, kurzfristige Buchungslagen verändern sich und gleichzeitig sollen neue Produkte, Zielgruppen und Vertriebskanäle entwickelt werden. Für strategische Austauschformate bleibt da häufig wenig Zeit.

DMOs wiederum müssen sehr unterschiedliche Interessen zusammenbringen. Sie sollen Betriebe einbinden, politische Erwartungen erfüllen, Markenführung betreiben, Kampagnen entwickeln, Nachhaltigkeit vorantreiben, Förderlogiken bedienen und gleichzeitig als Impulsgeberin für die Region wirken.

So entsteht schnell ein Nebeneinander: Die DMO entwickelt Kampagnen, Betriebe optimieren ihre Angebote, alle beschäftigen sich mit ähnlichen Zukunftsfragen, aber echte gemeinsame Lösungsräume entstehen nur punktuell.

Nicht, weil der Wille fehlt. Sondern weil die passenden Strukturen, Formate und Anlässe fehlen.

Hotelcamp Workshop
Das Barcamp mit spannenden Themen und wichtigen Diskussionen beim Hotelcamp in Göttingen (Foto: LORIS media+motion, http://www.loris.tv)

Vom Austausch zur Co-Creation

Klassische Netzwerktreffen, Präsentationen oder Gremienformate reichen oft nicht aus, wenn wirklich neue Lösungsansätze entstehen sollen. Es wird informiert, aber nicht immer gemeinsam entwickelt. Es wird diskutiert, aber selten direkt weitergedacht. Es werden Kontakte gepflegt, aber nicht automatisch konkrete nächste Schritte abgeleitet.

Formate wie Barcamps verändern diese Logik. Hier geht es nicht darum, dass einige wenige senden und alle anderen zuhören. Die Teilnehmenden bringen ihre Themen selbst ein, stellen Fragen, teilen Erfahrungen und arbeiten gemeinsam an Lösungswegen.

Das Besondere: Die Themen entstehen aus der Community. Der Sessionplan wird nicht vorab festgelegt, sondern gemeinsam vor Ort entwickelt. Wer eine Frage, eine Idee, eine Herausforderung oder einen Erfahrungswert mitbringt, kann daraus eine Session machen. Genau darin liegt die Stärke des Formats: Es ist nah an der Praxis, offen, schnell und umsetzungsorientiert.

Der Sessionplan wird zusammen mit den Teilnehmenden des Hotelcamps mit spannenden Themen befüllt (Foto: LORIS media+motion, http://www.loris.tv)

Das Hotelcamp als Raum auf Augenhöhe

Das Hotelcamp, veranstaltet von der HSMA in Kooperation mit Realizing Progress, schafft genau diesen Rahmen.

Vom 5. bis 7. November 2026 wird Göttingen wieder zum Treffpunkt für Menschen, die Hotellerie und Tourismus weiterdenken wollen. Gastgeber ist erneut das Hotel FREIZEIT IN in Göttingen. Das Format richtet sich an Hoteliers, Dienstleister, Technologieanbieter, Startups, Branchenexpertinnen und auch an Menschen aus Destinationen, die verstehen möchten, was Betriebe aktuell bewegt und wo gemeinsame Zukunftsfragen liegen.

Warum DMOs beim Hotelcamp nicht fehlen sollten

Auch wenn beim Hotelcamp ein Großteil der Teilnehmenden aus der Hotelbranche kommt, ist es gerade für Destinationen spannend. Denn wer als DMO gute Zusammenarbeit mit Betrieben gestalten möchte, muss verstehen, was diese Betriebe wirklich beschäftigt. Nicht nur in der Theorie, sondern im konkreten Alltag.

Das Hotelcamp bietet dafür einen direkten Zugang: zu Pain Points, Perspektiven, Ideen und Menschen, die Lust haben, die Branche weiterzuentwickeln. Daraus können neue Ansätze entstehen: für Beteiligungsformate, regionale Netzwerke, Produktentwicklung, gemeinsame Kommunikation und auch Nachwuchsarbeit.

Young Rockstars wanted!

Besonders wichtig ist auch der Blick auf die Menschen, die die Branche künftig prägen werden. Mit dem #YoungRockstars Programm der HSMA werden junge und motivierte Talente aus der Hotellerie sichtbar gemacht und unterstützt. Das Programm ermöglicht jungen Menschen aus Ausbildung, Studium oder Berufspraxis die Teilnahme am Hotelcamp und bringt sie direkt mit erfahrenen Branchenakteur*innen zusammen.

Junge Talente schauen anders auf Arbeit, Führung, Sinn, Digitalisierung, Kommunikation und Branche. Sie stellen andere Fragen und bringen andere Erwartungen mit. Für Hotels ist das eine Chance, zuzuhören, Talente kennenzulernen und Arbeitgeberattraktivität nicht nur abstrakt zu diskutieren. Für DMOs ist es eine Möglichkeit, besser zu verstehen, was die nächste Generation von der Branche und vom Standort erwartet. Denn auch Fachkräftesicherung ist kein Thema, das einzelne Betriebe oder einzelne Destinationen allein lösen können.

Hotelcamp Nachwuchsförderung
Beim Hotelcamp wird auf die Förderung des Nachwuchs in der Hotellerie geblickt (Foto: LORIS media+motion, http://www.loris.tv)

 

Komm rum, wir freuen uns auf dich!

Das Hotelcamp ist die Gelegenheit, nicht nur über Zusammenarbeit zu sprechen, sondern sie direkt zu erleben. Wenn du Lust hast auf spannenden Austausch, neue Perspektiven, gute Diskussionen, konkrete Ideen und eine Community, die Hotellerie und Tourismus gemeinsam weiterdenken will, dann komm mit uns nach Göttingen.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

So, jetzt weißt du was dich erwartet! Sehen wir uns?

  • 5. bis 7. November
  • Göttingen
  • 18. Hotelcamp

Du triffst dort neben den vielen spannenden und inspirierenden Menschen aus der Branche das großartige Team der HSMA sowie aus unserem Team Tom und Vanessa

Alle Infos und Tickets gibt es hier.
Wir freuen uns auf dich!

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Destinationen Marke

Marke ist das, was hängen bleibt

„Marke“ wird schnell mit einem Logo oder Slogan gleichgesetzt bzw. über einen Styleguide und Farbwerte erklärt. Und das ist auch nicht ganz falsch, aber eben „nur“ die letztendliche Visualisierung der Marke. Marke selbst ist viel mehr.

Marke ist das Bild im Kopf.

Marke ist nicht das, was du über deine Stadt oder Region sagst, sondern das, was bei anderen tatsächlich ankommt. Und zwar sowohl bei (potentiellen) Kund*innen, Partner*innen und Mitarbeitenden als auch heutzutage bei KI-Systemen. Eine Marke ist immer da. Die wichtige Frage ist: Gestalten wir sie bewusst? Oder überlassen wir sie dem Zufall?

 

Marke braucht Fokus

Organisationen, Städte und Destinationen können vieles sein, aber eben nicht alles gleichzeitig erzählen. Marke bedeutet deshalb vor allem eins: auswählen, zuspitzen, wiederholen.

Es geht also ums bewusste entscheiden, was nach vorne in die Auslage gestellt wird und was sicht- und spürbar werden soll. Alles andere fällt dann nicht weg, wird aber erst später sichtbar.

Gute Marken erfinden nichts und bauen stattdessen auf ihren realen Stärken, Werten, Menschen, Orten, Produkten und Geschichten auf. Diese werden auf eine gewünschte Zukunft ausgerichtet und damit bewusst gestärkt und gestaltet.

Eine starke Marke steht damit immer in der Spannung zwischen dem, was schon da ist, und dem, was entstehen soll.

Marke steckt überall drin

Unser strategisches Ringmodell zeigt genau das: Marke ist kein reines Kommunikationsthema. Sie entsteht im Zusammenspiel von Kern, Stakeholdern, Produkterlebnis, Auftritt und Ansprache.

Realizing Progress – Ringmodell 2022 transparent
Realizing Progress Ringmodell

Oder anders gesagt: Marke steckt in den eigenen Werten und damit der eigenen Identität. Aber ebenso im Umgang miteinander, in Produkten und Angeboten, in Services und Prozessen, in Räumen und Veranstaltungen. Und natürlich ebenso in Sprache, Design, Themen und Kampagnen. Also ja: auch ein Logo und ein Slogan sind Marke – aber eben „nur“ eine visuelle Kondensierung von dieser.

Was das Ringmodell ebenso verdeutlicht: Kommunikation kann perfekt sichtbar machen, was in der Stadt oder Region stark ist. Aber sie kann nicht dauerhaft etwas behaupten, was am Ende nicht real, nicht erlebbar ist. Wer also von Offenheit erzählt, muss diese wirklich spürbar machen, wer Qualität verspricht, muss diese liefern und wer Zukunft kommuniziert, muss eine zukunftsgerichtete Entwicklung ermöglichen.

Marke entsteht gemeinsam

Gerade wegen des Zusammenspiels all der obigen Komponenten funktioniert eine Marke vor allem dann, wenn möglichst viele Akteur*innen anfangen, die gleichen grundsätzlichen Geschichten zu erzählen und in die gleiche Richtung zu laufen. Dabei hilft es, dass eine gute Marke auf den tatsächlichen Werten der Destination und ihrer Akteur*innen aufbaut – auf dem, was sowieso da ist.

Marke braucht eine gemeinsame Richtung

Dennoch braucht es keine hundertprozentige Gleichförmigkeit – das wäre wohl auch kaum umsetzbar. Es ist völlig normal, dass nicht alles überall perfekt passt. Gerade in komplexen Systemen gibt es Vielfalt, Reibung und unterschiedliche Geschwindigkeiten. Umso wichtiger sind eine bewusste Auswahl und Entwicklung:

  • Auswahl: Wir stellen das nach vorne, was besonders stark, eigen, glaubwürdig und relevant ist.
  • Entwicklung: Wir entwickeln aktiv Produkte, Angebote und Erlebnisse (weiter), damit sie immer besser zur Marke passen.

Marke ist ein Handlungsrahmen

Eine Marke ist kein dekorativer Abschluss eines Strategieprozesses.

Sie ist ein echter gemeinsamer Entscheidungs- und Handlungsrahmen.

Sie hilft zu klären: Wer sind wir? Wofür stehen wir? Was fördern wir? Was erzählen wir? Welche Angebote passen besonders gut? Welche Produkte brauchen ein Update? Welche Partner*innen nehmen wir mit? Und zugleich: wofür stehen wir nicht?

Am Ende entsteht Marke dann genau da, wo die eigene Identität und das versprochene Erlebnis aus der Kommunikation sich treffen: in Begegnungen, Produkten und Angeboten. Und in den entsprechenden Entscheidungen hierzu.

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Change Management Digitalisierung Künstliche Intelligenz Organisationsentwicklung Strategie Technologie Trends

KI strategisch einführen: Change statt Toolchaos

Weg vom Toolhype, hin zu klaren Zielen, Change-Prozessen und nachhaltiger Verankerung

Mit Struktur starten und jetzt Orientierung gewinnen.

Wenn es um Künstliche Intelligenz geht, scheint alles plötzlich anders zu laufen als bei klassischen Digitalisierungsprojekten. Statt Strategie, Anforderungen oder Lastenheft starten viele Organisationen direkt mit der Frage: Welches Tool sollen wir nutzen – ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity oder schon das nächste Update? Kein Wunder: Die Technologie entwickelt sich rasant, Mitarbeiter*innen experimentieren längst selbst und der Druck, „etwas zu tun“, steigt.

Zeit also für einen kurzen Stopp, einen Moment strategischen Durchatmens. Denn KI-Einführung ist weniger eine Tool-Entscheidung als ein echter Transformationsprozess, der mit klarer Struktur pragmatisch gemeistert werden kann.

 

KI ist Change und kein Software-Update

KI betrifft Prozesse, Rollen, Kultur und Führung gleichermaßen. Deshalb lohnt es sich, die Einführung als Change-Prozess zu verstehen. Mit der Perspektive einer Projektleitung wird aus dem diffusen KI-Hype ein strukturiertes Vorgehen.

Das Bild zeigt den Golden Circle von Simon Sinek mit den Elementen, die für den KI-Transformationsprozess strategisch relevant sind.
Welche Elemente sind für den KI-Transformationsprozess strategisch relevant? Der Golden Circle von Simon Sinek hilft bei der Einordnung

 

WHY: Warum KI und warum jetzt?

Bevor die Toolfrage im Raum steht, braucht es Orientierung:

  • Welche Auslöser gibt es für den Wandel?
  • Welche Erwartungen, Herausforderungen oder Chancen treiben die Organisation?
  • Wo steht die Organisation heute? Welche Kompetenzen, Prozesse und Routinen existieren bereits?

 

Zielbild entwickeln

Was ist der angestrebte SOLL-Zustand – effizientere Prozesse, neue Services, Entlastung im Alltag, datenbasierte Entscheidungen?

 

HOW: Ziele, Stakeholder, Kommunikation

Um handlungsfähig zu werden, braucht es einen klaren Plan, wie der Wandel und die Beteiligung gestaltet sein müssen.

 

Stakeholder früh identifizieren

  • Entscheider*innen
  • Ein Kernteam aus Motivator*innen und Kompetenzträger*innen
  • Mittlere Führungsebene
  • Mitarbeiter*innen als Nutzer*innen

Gerade bei KI sind unterschiedliche Perspektiven wertvoll und entscheidend für Akzeptanz.

 

Kommunikation als Erfolgsfaktor

Der KI-Change ist sensibel. Menschen haben Fragen, Unsicherheiten, Erwartungen. Kommunikation muss deshalb klar, transparent, niedrigschwellig und regelmäßig sein. Kommunikation wirkt als kontinuierlicher Dialog.

 

Widerstände ernst nehmen

KI bringt Veränderungen und damit Widerstände. Statt sie wegzudrücken, hilft es, sie früh einzukalkulieren:

  • Was verunsichert?
  • Welche Rollen verschieben sich?
  • Welche Erwartungen sind unrealistisch?

Wichtig ist, Menschen mitzunehmen und nicht zu überfordern. Jede Transformation braucht Raum und Tempo.

 

Verankerung ist einer der entscheidenden Schritte

Neue Tools, Arbeitsweisen und Routinen brauchen Zeit. Begleitangebote wie Sprechstunden, Wissenshappen, interne Communities oder einfache Anleitungen wirken Wunder. Erst wenn KI Teil des Alltags ist, beginnt echter Nutzen.

 

Kontinuierlich lernen

KI-Transformation hat keine Zielgerade. Sie läuft in Schleifen. Evaluieren, anpassen, weiterentwickeln.

 

WHAT: Umsetzung, Widerstände, Verankerung

Jetzt erst geht es um Tools, Prozesse und konkrete Maßnahmen.

 

Umsetzung gestalten

Toolauswahl folgt dem Bedarf und nicht umgekehrt. Kriterien können sein:

  • Welche Aufgaben und Prozesse sind kritisch für die Organisation?
  • Wo hilft KI wirklich weiter – als Assistent, Agent oder Automatisierungsbaustein?
  • Welche Fähigkeiten brauchen Menschen weiterhin, wo ergänzt KI sinnvoll?

Hier entstehen erste Maßnahmen: Piloten, Konfiguration, Prompts, Prozessdesign, Schulungen.

 

Drei pragmatische Fragen zum Start

  • Welchen Bedarf für KI gibt es wirklich?
  • Wo liegen die Chancen – heute und in naher Zukunft?
  • Wie soll sich die Organisation mit KI steuern und weiterentwickeln?

 

Drei strukturierte Übersichten erstellen:

  • Prozesse: Was braucht es und was ist automatisierbar?
  • Rollen & Fähigkeiten: Wer kann was und wer braucht Unterstützung?
  • KI-Einsatzorte: Bei welchen Aufgaben und Bereichen helfen Assistenten, Agenten oder automatisierte Workflows konkret weiter?

 

KI-Toolauswahl bleibt ein Projekt

KI-Tools sind besonders dynamische Softwarelösungen. Deshalb braucht es ein minimales Vorgehen:

  1. Entscheidung: Anforderungen definieren, Kriterien festlegen, geeignetes Tool auswählen.
  2. Projektplan: Zuständigkeiten, Roadmap, Ressourcen klären.
  3. Einführung: Konfiguration, Schulungen, Handbuch, klare Spielregeln.

 

Kultur, Werte, Zukunft

Technologie formt Organisationen und umgekehrt. Deshalb lohnt der Blick auf:

  • Welche Werte sollen bestehen bleiben?
  • Welche Kultur passt zum Zukunftsbild?
  • Wie sieht eine Organisation aus, die KI kompetent, reflektiert und werteorientiert nutzt?

Transformation ist immer auch Selbstreflexion.

 

Zielgruppen, Produkte und Marketing

Der Change findet im Innen und Außen statt. Es ist wichtig zu prüfen, welche Chancen, Risiken und Bedarfe sich mit KI verändern und wie man sich als Organisation mit neuen Rahmenbedingungen gut positioniert.

  • Braucht es neue oder sogar mehr Produkte?
  • Muss die Zielgruppe anders oder multipler angesprochen werden?
  • Wie und mit welchen Angeboten können Menschen heute erreicht werden?

 

Das Bild zeigt den Start von zwei Personen, Frau und Mann, die losrennen wollen und symbolisiert den Anfang eines strategischen KI-Projektes.

 

Lass uns starten

Du möchtest KI strategisch einführen und suchst Struktur, Orientierung oder einfach jemanden, der mit dir gemeinsam die nächsten Schritte sortiert? Dann lass uns sprechen.

Wir begleiten Organisationen dabei, KI sinnvoll, strategisch und menschenzentriert einzuführen. Von der ersten Analyse bis zur Umsetzung.

 

Wir freuen uns auf dich.

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Digitalisierung Künstliche Intelligenz Reiseveranstalter Reisevertrieb Termine Webinare

KI im Reisevertrieb: Sieben Erkenntnisse und ein Webinar-Ausblick

Manchmal merkt man schon während eines Webinars: Dieses Thema trifft einen Nerv. Genau so ging es Michael Faber und mir am 11. Juni bei unserer Online-Veranstaltung „KI im Reisevertrieb“. Über 400 Teilnehmende waren bei diesem kostenlosen Webinar dabei – eine Zahl, die uns ehrlich freute, aber auch bestätigte: Der Reisevertrieb braucht konkrete Orientierung zum Thema Künstliche Intelligenz. 

Was uns bei unseren zahlreichen Beratungs- und Schulungsprojekten zu KI immer wieder auffällt, ist diese Mischung aus Neugier, Pragmatismus und Unsicherheit. Viele Reisebüros experimentieren bereits mit ChatGPT & Co., gleichzeitig tauchen im Alltag laufend praktische Fragen auf: Was darf ich eingeben? Wie bekomme ich bessere Ergebnisse? Welche Tools eignen sich für welche Aufgaben? Und wie lässt sich KI so einsetzen, dass Beratung, Kommunikation und Organisation wirklich besser werden? Zu all diese Fragen haben wir für euch am Ende dieses Artikels ein Angebot – die KI-Sommerwebinare im August/September 2026.

Zunächst aber erwarten euch einige der zentralen Erkenntnisse und Umfrage-Ergebnisse unseres Webinars. Ihr wart nicht dabei? Kein Problem – hier könnt ihr die Aufzeichnung kostenlos ansehen!

 

Webinar „KI im Reisevertrieb“
Der Webinarraum füllt sich … Über 400 Touristiker*innen nahmen schließlich am kostenlosen Webinar „KI im Reisevertrieb“ teil

Was die Live-Umfrage gezeigt hat

Wie wird Künstliche Intelligenz im Reisevertrieb derzeit genutzt? Unser Webinar bot eine perfekte Gelegenheit, in Echtzeit Feedback zu sammeln. 313 Teilnehmenden füllten die Online-Umfrage gleich zu Beginn des Webinars aus; hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:

Bei der Nutzungshäufigkeit zeigt sich: 71 Prozent verwenden KI bereits mindestens mehrmals pro Woche. Davon nutzen 28 Prozent KI mehrmals täglich, 17 Prozent täglich und 26 Prozent mehrmals wöchentlich. 10 Prozent nutzen KI noch gar nicht, 6 Prozent haben KI ausprobiert, verwenden sie aber aktuell nicht regelmäßig.

 

Bei den genutzten Anwendungen liegt ChatGPT in der kostenlosen Version mit 58 Prozent klar vorne. Dahinter folgen Google Gemini mit 27 Prozent, ChatGPT in der Bezahlversion und Microsoft Copilot mit jeweils 20 Prozent, Claude mit 15 Prozent sowie KI-Bildbearbeitungstools wie Canva oder Adobe Firefly mit 16 Prozent. Spezialisierte Anwendungen wie Perplexity, KI-Funktionen in Social-Media-Tools oder KI-Funktionen in touristischen Systemen liegen jeweils bei 8 Prozent.

 

Die Bedeutung von KI wird hoch eingeschätzt: 48 Prozent sehen KI als sehr wichtig und erwarten deutliche Veränderungen im Arbeitsalltag. Weitere 31 Prozent halten KI für wichtig, vor allem zur Entlastung und Effizienzsteigerung. Nur 1 Prozent bewertet KI als eher unwichtig.

 

Auch Kundinnen und Kunden bringen KI bereits in die Beratung ein: 12 Prozent der Teilnehmenden haben mehrfach erlebt, dass Kundinnen und Kunden mit KI-Vorschlägen ins Reisebüro kamen. 30 Prozent berichten von vereinzelten Fällen, 18 Prozent vermuten eine Nutzung, ohne dass sie offen angesprochen wurde.

 

Bei den bisherigen Einsatzfeldern liegen Recherche zu Zielgebieten, Hotels oder Reisearten und Social Media bzw. Content-Ideen mit jeweils 46 Prozent vorne. Es folgen Kunden-E-Mails und Antwortvorlagen mit 44 Prozent, Angebots- und Reisebeschreibungen mit 40 Prozent, Newsletter und Marketingtexte sowie Website-Texte und Landingpages mit jeweils 30 Prozent. Bild- und Grafikerstellung wird von 27 Prozent genannt, interne Organisation, Prozesse oder Schulungen erst von 12 Prozent, Videogenerierung und -bearbeitung von 5 Prozent.

 

Sieben Erkenntnisse zu KI im Reisevertrieb

Im Rahmen des Webinars sprachen wir über sieben Erkenntnisse, die wir in unseren Schulungsaktivitäten wie der 18teiligen Webinarserie für den Österreichischen ReiseVerband oder Schulungen für einzelne Reisebüroketten gewannen:

  1. Künstliche Intelligenz ist bereits überall in der Touristik zu finden.

    KI steckt nicht nur in Chatbots, sondern auch in Suche, Übersetzung, Bildbearbeitung, Office-Anwendungen, Marketingtools und touristischen Systemen.
  2. KI-Plattformen werden im Reisevertrieb primär als Chatbot genutzt.
    Der häufigste Einstieg erfolgt über ChatGPT, meist in der kostenlosen Variante. Aber wer KI nur als „bessere Suchmaschine“ oder spontanen Textgenerator nutzt, bleibt an der Oberfläche.
  3. Nur wenige kennen die Unterschiede zwischen verschiedenen Chatbot-Modellen.
    Nur wenige Touristiker*innen wissen, dass KI-Antworten massiv von den verwendeten Modellen und Antwortmodi (Instant, Reasoning, Deep Research) abhängen. Für den Reisevertrieb ist das wichtig, weil nicht jedes Modell für jede Aufgabe gleich gut geeignet ist.
  4. Kaum jemand schöpft das volle Potenzial von KI-Tools aus.

    KI wird meist für einzelne Texte, schnelle Ideen oder einfache Recherchen eingesetzt. Dabei beginnt der eigentliche Nutzen oft erst bei wiederkehrenden Vorlagen, Angebotsprozessen, interner Wissensorganisation oder der Kombination mehrerer Tools.
  5. Die Kluft zwischen Branchenlösungen und dem Know-how einzelner Anwender*innen wächst.

    Während immer mehr touristische Systeme KI-Funktionen integrieren, bleibt die aktive Nutzung im Alltag oft bei frei zugänglichen Chatbots. Die Systeme werden leistungsfähiger, aber das Verständnis dafür wächst nicht automatisch mit.
  6. Alle sprechen über Tools – kaum jemand über Funktionen.

    Entscheidend ist nicht nur, welches KI-Tool genutzt wird, sondern wofür: als Chatbot oder Suchmaschine, für wiederkehrende Aufgaben oder zur Projektorganisation, als KI-Editor oder interaktives Dokumenstudio, für Arbeitsabläufe oder für selbständige agentische Prozesse. Wer in Funktionen denkt, kann Tools viel sinnvoller auswählen und kombinieren.
  7. Künstliche Intelligenz im Reisevertrieb braucht Strategie.

    Die vielleicht wichtigste Erkenntnis lautet: KI sollte nicht zufällig passieren. KI ist in der Reisebranche nicht nur ein Tool-Thema; sie ist ein Organisations-, Kompetenz- und Führungsthema.

 

KI ist im Reisevertrieb angekommen

Die große Resonanz in unserer abschließenden Fragerunde zeigt deutlich: Künstliche Intelligenz ist im Reisevertrieb kein Zukunftsthema mehr. Sie ist im Arbeitsalltag angekommen – allerdings auf sehr unterschiedlichen Kompetenzstufen.

KI ersetzt keine touristische Expertise. Sie ersetzt Erfahrung, Produktkenntnis, Menschenkenntnis und Beratungsqualität nicht. Aber sie kann helfen, schneller zu strukturieren, Informationen besser aufzubereiten und Routineaufgaben effizienter zu erledigen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Macht KI künftig unsere Arbeit?“
 Sondern: „Wie nutzen wir KI so, dass unsere Arbeit besser, schneller und professioneller wird?“

Und wie KI-fit ist euer Unternehmen? Speziell dafür könnt ihr übrigens auf unserer Seite kiready.de einen kostenlosen KI-Strategiecheck machen. In dieser nur wenige Minuten dauernden Erhebung ermittelt ihr nicht nur eure Stärken und Schwächen, sondern erfahrt auch, wie ihr im Branchenvergleich abschneidet.

 

kiready.de
Ist euer Unternehmen KI-fit? Macht den kostenlosen KI-Strategiecheck auf kiready.de!

Vom Impuls zur Routine: KI-Sommerwebinare für den Reisevertrieb

Weil neben der strategischen Ausrichtung auch der Bedarf an praktischer KI-Kompetenz so groß ist, gehen wir diesen Sommer noch einen Schritt weiter: Von August bis September 2026 bieten wir von Realizing Progress unter dem Titel „KI für den Reisevertrieb“ die KI-Sommerwebinare 2026 an.

Die Serie richtet sich an Reisebüros, Counter-Mitarbeiter*innen und Reiseveranstalter. Im Mittelpunkt steht nicht die Theorie, sondern ein praxisnaher Zugang zu KI im Arbeitsalltag: sicherer Einstieg, bessere Prompts, KI-gestützte Beratung, interne Workflows, Marketing und visueller Content.

Die fünf Live-Webinare finden jeweils mittwochs von 13:00 bis 14:30 Uhr statt. Zusätzlich gibt es nach Abschluss der Serie offene Fragestunden, in denen konkrete Fragen und Fälle aus dem Büroalltag aufgegriffen werden.

 

Die KI-Sommerwebinare im Überblick

12. August 2026
Sicherer Einsatz von ChatGPT & Co. im Reisebüro

Grundlagen, Datenschutz, Urheberrecht und erste sinnvolle Anwendungen im Tagesgeschäft.

19. August 2026
Prompting & Antwortqualität: Von der Anfrage zum Text
Wie aus guten Eingaben bessere KI-Ergebnisse werden – mit Mustertexten und Beispielen für den Kundenkontakt.

26. August 2026
Kundenreise, Suche und Beratung im KI-Umfeld
Wie sich Reiseplanung und Informationssuche durch KI verändern – und was das für Beratung und Quellenprüfung bedeutet.

9. September 2026
Vom Chat zur Routine: Arbeit organisieren mit KI
ChatGPT-Projekte, Custom GPTs und KI-Workflows für interne Abläufe im Reisebüro.

23. September 2026
KI im Marketing und visueller Content
Ideen, Bilder, Grafiken und Präsentationen mit KI entwickeln – praxisnah und ohne Designstudium.

Bonus nach der Serie
Offene Fragestunde zum Abschluss
Konkrete Fragen aus dem Büroalltag sammeln, besprechen und gemeinsam lösen.

Kosten: € 500 zzgl. MwSt. pro Teilnehmer*in
Anmeldung: https://forms.gle/SjvNQMYtzLZkE7819

 

Für alle, die KI nicht nur ausprobieren, sondern anwenden wollen

Die KI-Sommerwebinare bauen bewusst aufeinander auf: vom sicheren Grundverständnis bis zur KI-Routine im Reisebüro. Wer einen Termin verpasst, kann über den persönlichen Zugang auf der Tourismus-Akademie auf Aufzeichnungen und Unterlagen zugreifen.

Unser Ziel ist klar: Die Teilnehmenden sollen nach der Serie nicht nur wissen, was KI kann. Sie sollen konkrete Abläufe, Prompts und Ideen mitnehmen, die sie direkt im eigenen Arbeitsalltag einsetzen können.

Denn genau das ist aus unserer Sicht der nächste wichtige Schritt: weg vom gelegentlichen Ausprobieren, hin zu wiederholbaren Arbeitsweisen. KI wird dann wirklich nützlich, wenn sie nicht als Extra-Aufgabe verstanden wird, sondern als selbstverständlicher Bestandteil guter Arbeit.

 

Die Demo-Website – erstellt mit Claude Fable 5

Zum Abschluss noch ein Detail, das sehr gut zu diesem Thema passt: Die Demo-Website zu den KI-Sommer-Webinaren haben wir mit Unterstützung des nur wenige Tage verfügbaren Anthropic-Modells Claude Fable 5 erstellt.

Warum ist das erwähnenswert? Weil es ein praktisches Beispiel dafür ist, worum es in unseren Webinaren geht: nicht um KI als Selbstzweck, sondern um produktive Anwendung. Aus einer Idee, einem inhaltlichen Konzept und einer klaren Gestaltungsrichtung wurde in kürzester Zeit eine funktionierende Landingpage für die Webinarreihe.

Natürlich ersetzt auch hier das Modell nicht die Entscheidung, die Positionierung oder das fachliche Konzept. Aber es beschleunigt den Weg vom Gedanken zum Prototyp enorm. Und genau solche Arbeitsweisen werden für Reisebüros, Veranstalter und touristische Organisationen immer wichtiger: schneller testen, klarer kommunizieren, professioneller umsetzen.

Die Demo-Seite zu den KI-Sommerwebinaren ist hier zu sehen: https://www.realizingprogress.com/ki-sommerwebinare.html

Wenn ein Webinar mit über 400 Teilnehmenden eines gezeigt hat, dann dieses: Die Reisebranche ist bereit, sich mit KI ernsthaft auseinanderzusetzen. Jetzt geht es darum, aus Interesse Kompetenz zu machen – und aus ersten Experimenten echte Routinen für den Arbeitsalltag.

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Stadt für alle – von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen lernen

Mich treiben derzeit ein paar Fragen zum Thema Stadtentwicklung um, die ich hiermit gerne auch an dich weitergebe:

  • Wie würde eine Stadt aussehen, wenn sie konsequent für Kinder geplant wäre?
  • Wie würde sie aussehen, wenn ältere Menschen der Maßstab wären?
  • Oder wenn Jugendliche die gesamte Stadt gestalten dürften?

 

Auf den ersten Blick entstehen unterschiedliche Bilder im Kopf. Doch bei genauerem Hinsehen gibt es da ganz viele Gemeinsamkeiten: sichere Wege, gute Orientierung, Aufenthaltsqualität, Grünräume, Begegnungsorte und echte Teilhabe.

(Foto: Greg Snell)

 

Was hieran gut zu sehen ist:

Was für Kinder gut ist, hilft oft auch älteren Menschen.
Was Jugendliche brauchen, stärkt häufig den sozialen Zusammenhalt.

Eine Stadt für alle entsteht nicht, indem man für den Durchschnitt plant. Sie entsteht, wenn wir die Perspektiven derjenigen ernst nehmen, die heute die größten Hürden erleben.

Kinder zeigen, was Selbstständigkeit braucht

Damit Kinder sorglos eine Stadt erkunden können, benötigen sie sichere Wege, eine verständliche Orientierung und Freiräume zum Entdecken. Eine Stadt, die aus Kinderperspektive funktioniert, bietet deshalb folgendes:

  • eigenständige Mobilität
  • reduzierte Barrieren
  • verkehrsberuhigte Straßen
  • kurze Wege
  • gut gestaltete öffentliche Räume
  • Schatten
  • verständliche Orientierung, auch ohne Text und mit mehr Symbolik
  • Informationen und Orientierung auf Augenhöhe
  • Erlaubnis zum anfassen und bemalen
  • und generell: viel mehr Farbe und Spielspaß

 

Das meiste hiervon hilft nicht nur Kindern, sondern vielen weiteren: Allen Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Menschen, die nicht lesen können oder die Sprache vor Ort nicht sprechen. Personen, die deutlich kleiner sind als der Durchschnitt.

(Foto: Greg Snell)

 

Ältere Menschen zeigen, was Zukunftsfähigkeit bedeutet

Mit dem demografischen Wandel steigt die Relevanz der Perspektive älterer Menschen. Aus dieser Perspektive heraus zeigen sich folgende Bedürfnisse:

  • Barrierefreiheit – und zwar sowohl bauliche und räumliche, als auch digitale und kommunikative
  • flache und stolperfreie Wege
  • Schatten
  • Wasserspender
  • Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum
  • frei zugängliche kostenlose Toiletten
  • wohnortnahe Angebote
  • soziale Begegnungsorte
  • reduzierte visuelle und auditive Reize

 

Viele der hier genannten Punkte sind zugleich zentrale Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels und einer alternden Gesellschaft. Außerdem gilt: Was älteren Menschen hilft, erhöht meist die Lebensqualität für alle. Zugleich profitieren insbesondere Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen, neurodiverse Personen, Personen mit Kinderwagen etc.

Jugendliche zeigen, was Teilhabe und Aneignung bedeutet

Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind. Sie erinnern daran, dass Städte nicht nur genutzt, sondern auch erlebt werden wollen. Sie brauchen Räume, die nicht vollständig durch Regeln oder kommerzielle Angebote bestimmt sind. Räume also, die nicht nur konsumiert, sondern auch mitgestaltet werden können.

(Foto: Greg Snell)

Für Jugendliche besonders wichtig:

  • Orte für Begegnung und Gemeinschaft
  • öffentliche Räume ohne Konsumzwang
  • selbstständige Mobilität
  • Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung von Orten
  • legale Räume für Kreativität
  • Orte für Bewegung und Subkulturen
  • Freiräume für Musik, Kultur und Veranstaltungen
  • die Möglichkeit, sich auch abends im öffentlichen Raum aufzuhalten, ohne automatisch als Störung wahrgenommen zu werden

 

Wo Jugendliche Platz finden, entstehen oft lebendige Orte mit hoher Aufenthaltsqualität. Genau diese Plätze für Begegnung, Kultur, Bewegung und kreative Entfaltung werden nicht nur von jungen Menschen genutzt, sondern bereichern das öffentliche Leben insgesamt.

Eine weitere Perspektive: Inklusion

Menschen mit Behinderungen bzw. körperlichen oder kognitiven Einschränkungen sowie neurodiverse Personen machen sichtbar, wie wichtig verständliche, zugängliche und flexible Räume sind. Anforderungen, die sich zu großen Teilen bereits in den Bedürfnissen aus Sicht von Kindern, Älteren oder Jugendlichen wiederfinden. Allerdings genügt ein „mitgemeint” hier nicht, sondern ist dies spezifisch weiterzudenken.

Klare Orientierung, einfache Informationen, barrierefreie Zugänge und unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten helfen eben nicht nur einzelnen, ausgewählten Gruppen. Sie machen Städte für alle leichter nutzbar.

Inklusion ist deshalb keine Sonderlösung.
Sie ist gute Planung.

Ein Blick auf unsere Lebensraum Map

Unsere Lebensraum Map zeigt, wie Megatrends wie Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung und Wertewandel unsere Lebensräume verändern.

Lebensraum Map (Realizing Progress)

Gleichzeitig macht sie deutlich, wo Städte und Regionen heute aktiv gestalten können und müssen: bei Mobilität, Umwelt, Wohnen, Freizeit und sozialem Zusammenhalt.

Wichtig dabei:

Maßnahmen, die für Kinder, Jugendliche, ältere Menschen oder Gruppen mit besonderen Anforderungen funktionieren, wirken meist weit über diese Zielgruppen hinaus.

So verbessert mehr Schatten die Klimaresilienz, sichere Wege fördern nachhaltige Mobilität, Begegnungsorte stärken Gemeinschaft und klare Orientierung erhöht die Teilhabe. Und zwar für alle.

Die Stadt für alle beginnt deshalb mit der Frage: Wer hat es hier heute am schwersten?

Kinder? Jugendliche? Ältere Menschen? Menschen mit Behinderungen? Neurodiverse Personen? Dort, wo die größten Barrieren sichtbar werden, entstehen oft die besten Lösungen. Denn eine Stadt für alle entsteht nicht trotz unterschiedlicher Bedürfnisse, sondern gerade dann, wenn wir sie ernst nehmen.