blog-thumbnail

Zukunft der DMO gestalten – Handbuch und Workbook zur Unterstützung

Destinationsmanagement, DMO, Handbuch, Lebensraummanagement, Lebensraumorganisation, Workbook

Kristine Honig05. Mai 2026

Wir reden im Tourismus viel von neuen Rollen der DMO, vom Destinationsmanagement 3.0, 4.0 und vom Lebensraummanagement. In der Realität sehen wir allerdings oft ein reines Reagieren an Stelle wirklichen Gestaltens. Und irgendwie ist das ja auch verständlich: Wir haben alle genug mit den alltäglichen Dingen zu tun, uns mit Themen wie KI, Personalmangel oder politischen Entwicklungen auseinander zu setzen. Lebensraummanagement fühlt sich daneben nach etwas an, das „wir eh schon tun“ oder das „viel zu groß und überhaupt nicht unser Thema ist“.

Unser neues Handbuch „Von der DMO zum Lebensraumgestalter und das dazugehörige Workbook sollen dabei helfen, Klarheit über die wirklichen neuen Rollen einer DMO zu gewinnen und ins Handeln kommen.

Warum das Thema jetzt entschieden werden muss

Die Herausforderungen sind da und schon oft genannt: Die Aufgaben von DMO wachsen und damit auch die relevanten Stakeholder. Tourismus berührt längst Wohnraum, Mobilität, Freiraumgestaltung und gesellschaftliche Debatten. Lebensraum Map (Realizing Progress)

Gleichzeitig bleiben Rollen sowie das offizielle Mandat oft unklar, werden Personal und finanzielle Ausstattung nicht an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Das Ergebnis: viel Aktion, wenig Fokus, geringe Legitimation.

Ob der Weg zur Lebensraum-Organisation für jede DMO der richtige ist, bleibt eine individuelle Frage (Spoiler: sicherlich nicht). Unausweichlich ist jedoch:

Das Rollenbild gehört geklärt – strukturiert, nachvollziehbar und im System anschlussfähig.

Das Handbuch: Orientierung ohne Buzzwords

Das Handbuch „Von der DMO zum Lebensraumgestalter“ bietet einen klaren Denkrahmen für die strategische Einordnung (Direkt zum Download).

Es zeigt auf, was es braucht, um Entwicklungen realistisch zu bewerten, die eigene Ausgangslage einzuordnen und mögliche Entwicklungspfade zu unterscheiden – von einer Schärfung des Status quo über Kooperationen bis hin zur Lebensraum-Organisation oder Neuverteilung von Aufgaben.

Von der DMO zum Lebensraumgestalter: Handbuch (Download)

Die Themen in dem Handbuch sind dementsprechend:

  • Wo DMO aktuell stehen
  • Szenario-Entwicklung
  • Was benötigst du für diesen Prozess?
  • Wen benötigst du für den Prozess?
  • Was bedeutet der Prozess für deine Organisation?
  • Was bedeutet der Prozess für die Kommunikation und Messbarkeit?
  • Was bedeutet der Prozess für deine Region als Ganzes?
  • Ausgewählte Praxisbeispiele

 

Das Handbuch macht damit sichtbar, welche Voraussetzungen es für echte Transformation braucht: Mandat, Systemverständnis, Entscheidungsmut und eine Lernkultur, die Anpassung zulässt.

Das Handbuch liefert dir somit die Landkarte für den Prozess und auch die Argumente, welche du intern brauchst, um einen zielführenden Prozess anzustoßen.

Das Workbook: Struktur für den eigenen Prozess

Von der DMO zum Lebensraumgestalter: Workbook (Anfordern)

Das Workbook übersetzt diesen Denkrahmen in ein ganz konkretes Arbeitsinstrument (Direkt anfordern). Es führt dich Schritt für Schritt durch drei Phasen:

  1. Status quo verstehen: Mandat, Einflussfaktoren und systemische Rahmenbedingungen klären.
  2. Richtung festlegen: Szenarien vergleichen, Beteiligung gestalten und ein tragfähiges Zukunftsbild entwickeln.
  3. Umsetzung planen: Prioritäten setzen, Kommunikation und Produkte anpassen, Politik und Finanzierung sichern, Lernschleifen etablieren.

 

Wichtig hierbei: Das Workbook ist kein Masterplan, kein one-fits-all. Das Workbook ist tatsächlich ein ARBEITSbuch, das dich beim Erarbeiten unterstützt. Mit konkreten Fragestellungen und Strukturierungen, mit Reflexionsimpulsen und den hieraus folgenden notwendigen Ableitungen.

Ein Workbook als Print? In DIN A3? Keine KI? Ja, weil Strategie Raum braucht

Das Workbook ist bewusst als DIN-A3-Print aufgesetzt. Nicht aus Nostalgie, sondern aus methodischer Überzeugung.

  • Denken braucht Raum: Das Format schafft Übersicht und zwingt zu Priorisierung.
  • Handschrift fördert Entscheidung: Langsamkeit unterstützt Klarheit.
  • Zusammenarbeit passiert am Tisch: Ideal für Teamtage und Workshopphasen.
  • Schritt für Schritt statt einmaligem Kraftakt: Strategie als Prozess, nicht als Event.
  • KI-Unterstützung bleibt Ergänzung: Reflexion, Mandat und Aushandlung gehören ins Team – nicht ins Modell. KI kann dich unterstützen und dir blinde Flecken aufzeigen, aber entscheiden und andere überzeugen musst du am Ende allein.

Handbuch und Workbook: Für wen sind diese gedacht?

Generell sind beide Formate für alle DMO-Verantwortlichen aufgesetzt, die spüren, dass ihr Alltag zu voll, das Mandat zu unklar und die Erwartungen zu hoch sind. Für Teams, die ein gemeinsames Bild benötigen. Und für Organisationen, die nicht nur reagieren wollen, sondern gestaltend unterwegs sein möchten.

Das Handbuch und Workbook sind als Argumentations- und als Strukturhilfe aufgesetzt und sollen dich bei deinem Weg unterstützen.

So nutzt du Handbuch und Workbook zusammen

Miteinander Hand in Hand
  1. Erst Orientierung gewinnen: Handbuch lesen.
  2. Dann Prozesse starten: Workbook Schritt für Schritt bearbeiten. Mit jeweils genügend Zeit dazwischen.
  3. Entscheidungen treffen, statt Optionen sammeln.
  4. Regelmäßige Reflexion und Anpassung wo nötig.

 

Handbuch und Workbook bieten somit die Grundlage, um Rollen, Prozesse und Prioritäten sauber zu sortieren und Transformation nicht nur zu diskutieren, sondern tatsächlich umzusetzen.

Jetzt starten

 

Empfehlung: Starte mit kompakten Arbeits-Sessions statt eines gesamten Marathon-Tages. Lass dir Zeit zwischen den Sessions, damit das Erarbeitete sacken kann. Und vor allem: nimm dein Team und deine Partner mit auf den Weg.

author-profile-img
Kristine Honig Strategin | Umsetzerin | Barcamperin

Kristine ist seit 2014 Netzwerkpartnerin und Beraterin bei Realizing Progress. Sie denkt strategisch – und spricht gleichzeitig die Sprache deiner Akteur*innen. Deshalb ist sie die perfekte Sparringspartnerin, um gemeinsam mit dir deine Strategie zu erarbeiten und diese danach ins Operative zu übersetzen. Ihre Themen sind Zielgruppen, Stakeholder und Produktentwicklung sowie Barcamps und Kreativitätstechniken.

Ähnliche
Blog-Artikel
blog-thumbnail

20.04.2026

Strategie verständlich machen – übersetzt, persönlich oder mit KI

Mehr erfahren

#Stakeholder

#Stakeholdermanagement

#Strategie

#übersetzung

#Umsetzung

blog-thumbnail

30.03.2026

Wenn das politische Umfeld kippt – Tourismus im Wandel

Mehr erfahren

#Demokratie

#Haltung

#Politik

#Strategie

#Wandel

blog-thumbnail

03.02.2026

Neue DMO-Kompetenzen: Wie Strategiearbeit heute anders gelingt

Mehr erfahren

#Brandenburg

#DMOs

#Strategie

#Strategieakademie

#Tourismusstrategie