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Workation und Coworkation – neue Arbeitswelten und die Bedeutung für den Tourismus

Wie verändert Remote Work den Tourismus? Welche neuen Anforderungen entstehen an Orte, Angebote und Zusammenarbeit? Und wie können Hotels, Destinationen und Unternehmen diese Entwicklungen sinnvoll für sich nutzen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Herausgeberband „Workation und Coworkation – Vielfältige Konzepte neuer Arbeitswelten auf Basis von Remote Work“ von Simon Werther und Veronika Engel. Er versammelt unterschiedliche Perspektiven auf ein Themenfeld, das in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Auch wir freuen uns, mit mehreren Beiträgen vertreten zu sein..

Zielgruppen verstehen: Warum gute Angebote Klarheit brauchen

In meinem Beitrag „Zielgruppen verstehen – Wie Hotels und Destinationen Workation und Coworkation Gäste ansprechen können“ (von Vanessa Thielemann) geht es um eine zentrale Frage: Wer sind diese neuen Gäste eigentlich und was bedeutet das für touristische Anbieter?

Je stärker sich der Markt rund um Workation, Coworkation, Offsites und Retreats ausdifferenziert, desto wichtiger wird eines: zu verstehen, für wen ein Angebot eigentlich gedacht ist. Denn die Zielgruppen, die unter diesen Begriffen zusammengefasst werden, sind alles andere als homogen. Während individuelle Coworkation-Gäste häufig neue Inspiration, Austausch und Community suchen, stehen bei Teams und Unternehmen andere Fragen im Vordergrund: Wie kann Zusammenarbeit gestärkt werden? Wie entsteht Nähe in zunehmend digital organisierten Arbeitskontexten? Welche Räume unterstützen Fokus, Kreativität und Verbindung?

Wer in diesem Feld erfolgreich Angebote entwickeln will, muss deshalb genauer hinschauen. Im Mittelpunkt meines Artikels stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie haben sich die Zielgruppen im Kontext von Remote Work verändert?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen Individualreisenden und Teams?
  • Welche Anforderungen ergeben sich daraus für Destinationen, Locations und Dritte Orte?
  • Welche Erfolgsfaktoren lassen sich daraus für Positionierung, Raumgestaltung, Angebotsentwicklung und Kommunikation ableiten?

Gerade auch für Destinationen wird das Thema strategisch relevant: Dabei reicht es nicht, neue Arbeitsformen nur kommunikativ aufzugreifen. Entscheidend ist, passende Anbieter sichtbar zu machen, Angebote weiterzuentwickeln, Wissen zu bündeln und regionale Akteur*innen miteinander zu vernetzen.

Neues Arbeiten: Leben wir bei Realizing Progress

Neues Arbeiten ist bei Realizing Progress nicht nur Beratungsthema, sondern Teil des eigenen Arbeitsalltags. Kristine Honig und Roland Trebo geben mit einem Use Case in dem Band Einblicke in die Erfahrungen von Realizing Progress mit Team-Coworkations.

Als remote arbeitendes Team schafft Realizing Progress seit Jahren bewusst Räume für Zusammenarbeit, Austausch und Verbindung, etwa durch Coworkations, Offsites und Open Houses. Diese Erfahrungen prägen nicht nur die interne Zusammenarbeit, sondern fließen auch in die Arbeit mit Kund*innen ein.

So wird deutlich: Neue Arbeitsformen sind nicht nur ein Trend, sondern verändern ganz konkret, wie Teams zusammenkommen, wie Orte genutzt werden und welche Formate künftig gefragt sind.

Warum der Band insgesamt spannend ist

Spannend an dem Herausgeberband ist vor allem die Vielfalt der Perspektiven. Er zeigt, dass Workation und Coworkation längst mehr sind als Nischenthemen und heute an der Schnittstelle von Tourismus, Arbeitswelt und Angebotsentwicklung stehen.

Besonders freut uns, dass auch Brandenburg Tourismus, die wir speziell zu diesem Thema „New Work Experiences“ im letzten Jahr begleitet haben, mit Beiträgen vertreten sind. Das unterstreicht, wie relevant das Thema inzwischen auch für Destinationen geworden ist.

Der Band bündelt unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen und macht sichtbar, wie wichtig klare Konzepte, gute Angebote und neue Formen der Zusammenarbeit für die Zukunft dieses Themas sind.

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Destinationen Produktentwicklung Strategie Zielgruppen

Strategie verständlich machen – übersetzt, persönlich oder mit KI

In vielen Destinationen zeigt sich das gleiche Muster: Strategien, Zielbilder und Zielgruppenprofile sind sauber erarbeitet, im Alltag der Partner*innen spielen sie aber oft kaum eine Rolle. Das eigentliche Dilemma beginnt nämlich nicht vor, sondern nach dem fertigen Strategiepapier. Denn Wirkung entsteht erst, wenn strategische Inhalte für die Akteur*innen in der Region relevant und anwendbar werden.

Genau hier entscheidet sich, ob Strategie nur gut formuliert ist oder tatsächlich etwas verändert.

Warum die Übersetzung von Strategien so wichtig ist

Nicht alle Menschen denken in strategischen Kategorien. Und das müssen sie auch nicht. Wer Angebote entwickelt, Gäste anspricht oder Produkte weiterdenkt, braucht keine abstrakten Leitbilder, sondern Klarheit und konkrete Anknüpfungspunkte.

Johannes Böhm - Grübler
Wenn eine Strategie mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt, wird es schwierig.

Bleibt diese Übersetzung aus, verharren strategische Inhalte dort, wo sie entstanden sind: in der DMO. Bzw. in der Schublade. Sie erreichen dann ausgerechnet jene Menschen nicht, welche für die Umsetzung entscheidend sind. Gute Strategiearbeit endet deshalb nicht mit der finalen Fassung. Sie beginnt stattdessen zu dem Zeitpunkt in gewisser Weise noch einmal neu, und zwar mit der Frage: Wie wird aus der Strategie eine konkrete Arbeitsgrundlage?

Was Strategieübersetzung in der Praxis bedeutet

„Übersetzung“ bedeutet in dem Kontext vor allem, die Strategie anschlussfähig zu machen, z. B. indem:

  • Zielgruppenwissen verständlich und praxisnah aufbereitet wird (immer noch mein Lieblingsbeispiel hierzu: Tourismus NRW mit Sedcards, Checklisten, Beispieltexten, Erklärvideos, Produkt-Workshops…)
  • strategische Ziele in alltagsnahe Sprache übersetzt werden
  • konkrete Fragen beantwortet werden wie: Was bedeutet diese Zielgruppe für mein Angebot? Welche Produktideen passen dazu? Wie sollte ich kommunizieren und was besser nicht? (Wunderbar hierfür geeignet: Prototyping wie in der WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg umgesetzt)
  • handhabbare Materialien entstehen, etwa kompakte Profile, Leitfäden oder Ideenlisten
  • Workshops, Barcamps oder gemeinsame Produktentwicklungen die Strategie greifbar machen (perfekt umgesetzt im Rahmen der Strategieakademie Brandenburg – mit einem Print-Handbuch sowie mehreren digitalen und persönlichen Seminaren zur Ableitung auf die eigene Region)
Landesstrategie in die regionale Ableitung gebracht – Strategieakademie Brandenburg

All diese Formate schaffen Orientierung und holen – möglichst kreativ und individuell umgesetzt – genau die Menschen ab, die später direkt mit Gästen, Produkten und Kommunikation arbeiten. Wichtig ist dabei: Nicht alle brauchen dasselbe. Die eine Person möchte einen festen Workshop-Termin, die andere lieber ein kompaktes Tool, auf das sie jederzeit zugreifen kann. Strategieübersetzung funktioniert deshalb besonders gut, wenn sie unterschiedliche Zugänge ermöglicht.

Wie KI diese Übersetzung sinnvoll unterstützen kann

KI ersetzt keine Strategie. Sie kann allerdings enorm dabei helfen, strategische Inhalte schneller und konkreter in die Anwendung zu bringen. KI kann beispielsweise…

  • erste Produktideen aus Zielgruppenmerkmalen ableiten
  • verschiedene Angebotsvarianten durchspielen
  • unterschiedliche Kommunikationsansätze formulieren
  • Fragen für Workshops aus strategischen Grundlagen entwickeln
  • bestehende Angebote auf ihre Passfähigkeit prüfen
  • neue Perspektiven eröffnen, vor allem dort, wo Teams in gewohnten Denkmustern feststecken
Rollen der KI (Realizing Progress)

Damit wird KI zu einer Art Sparringspartnerin und Perspektivwechsler. Im Rahmen unseres KInk Tanks haben wir diese und weitere Rollen der KI bereits genauer betrachtet. KI beschleunigt hierdurch Prozesse, ohne die strategische Substanz zu ersetzen. Entscheidend bleibt generell die Grundlage: Wenn die Richtung und Prioritäten unscharf sind, kann auch KI daraus keine treffsicheren Empfehlungen zaubern. Denn: Auch der klügste Prompt ist kein Ersatz für strategische Klarheit!

Woran gute Übersetzung erkennbar ist

Gute Übersetzung entsteht im Zusammenspiel aus Strategiekompetenz, methodischer Gestaltung und echter Zusammenarbeit.

Was eine gute Strategieübersetzung ausmacht:

  • Partner*innen finden sich in den Ergebnissen wieder.
  • Inhalte werden verständlich, ohne verkürzt zu sein.
  • Aus Zielgruppenwissen entstehen konkrete Handlungsoptionen.
  • Nächste Schritte werden sichtbar und umsetzbar.
  • Diskussionen verlaufen produktiver, weil nicht jedes Mal wieder bei Null begonnen wird
Produktideen via Prototyping lebendig werden lassen

Ob im Workshop, im Sparring, in einem Barcamp oder mit digitalen Tools: Übersetzung ist kein Einzelschritt, sondern ein gemeinsamer Prozess. Der Austausch darüber ist deshalb nicht Beiwerk, sondern Teil der eigentlichen Strategiearbeit.

Strategie wirkt erst dann, wenn man mit ihr arbeiten kann

Starke strategische Grundlagen sind ein wichtiger Anfang. Aber ihr eigentlicher Wert zeigt sich erst, wenn daraus nutzbare Impulse für Partner*innen entstehen. Genau dafür braucht es Formate, die Strategie übersetzen – verständlich, praxisnah und so, dass sie im Alltag wirklich weiterhelfen.

Von andersformatigen Aufbereitungen, Workshops bis zu KI-gestützten Ideenwerkzeugen gibt es dabei viele Möglichkeiten, diesen Transfer zu gestalten. Entscheidend ist, dass Strategie bearbeitbar wird. Denn erst dann kommt sie raus aus dem PDF und rein in die Praxis.

Na, hast du auch ein PDF auf dem Rechner oder ein schön gedrucktes Strategiepapier in der Schublade liegen, welchen Leben eingehaucht werden soll?

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Digitalisierung Künstliche Intelligenz Organisationsentwicklung Strategie Team

Menschliche & technische Verbindungen: Nadine Hartmann neu bei Realizing Progress

April 2026: Es geht es los! Ich bin ab sofort als Netzwerkpartnerin bei Realizing Progress unterwegs. Ich freue mich sehr, im bunten Tourismus weiterhin den Fortschritt begleiten und mitgestalten zu können. Ein paar erste Infos zu mir – Nadine & Netzwerkpartnerin:

 

„Transformation ist kein rein technisches Projekt – sie ist zutiefst menschlich.“

 

Tourismus verändert sich – technologisch, organisatorisch und menschlich. Ich betrachte das auf drei Ebenen:

  1. Für einen gemeinsamen Fortschritt ist es wichtig, dass wir die Digitalisierung und KI nutzen, um unsere Ziele effizienter zu erreichen und uns zu entwickeln.
  2. Das Schöne im Tourismus: Es braucht die Menschen! Netzwerke, Verbindungen & Empathie – das bereichert jedes Projekt, jede Oganisation, jedes Handeln und jede digitale Lösung!
  3. Ziele kennen und eine wirksame Struktur aufbauen. Mit einer guten Planung und der sinnvollen Verteilung von Verantwortlichkeiten können Themen erfolgreich angegangen werden.

 

Für mich sind die Schlüsselfaktoren für Fortschritt: Mut, Verständnis und Klarheit. Es ist permanent eine persönliche Weiterentwicklung.

 

Nadine Hartmann ist neue Netzwerkpartnerin von Realizing Progress

Warum menschliche Verbindungen im digitalen Wandel unverzichtbar sind?

Bei der Digitalisierung im Tourismus geht es selten allein um Tools. Es geht darum, wie wir arbeiten, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir gemeinsam Verantwortung tragen. Meine Haltung dazu ist klar: Technologie soll entlasten, nicht entfremden. Automatisierbares darf z.B. durch künstliche Intelligenz digital werden – damit Zeit bleibt für das, was Tourismus wirklich ausmacht: Begegnung, Zusammenarbeit und Entwicklung.

Für mich ist der Tourismus kein bloßer Wirtschaftszweig, sondern ein Netzwerk voller Potenzial. Eine Branche, in der Herz, Technik und strategischer Blick zusammenkommen können – wenn die Strategie klar gesetzt ist.

 

Drei Felder, in denen ich wirke

Ich arbeite seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Organisation, Mensch und Technologie – drei Felder haben sich herauskristallisiert:

Digitalisierung mit Klarheit und Wirkung

Es gibt unzählige Systeme, KI-Assistenten und Softwarelösungen im Tourismus. Aber welche passt wirklich? Für mich beginnt Digitalisierung nicht mit Technologie, sondern mit Verständnis: Wer braucht was? Welche Rahmenbedingungen gibt es? Wo hilft Automatisierung – und wo braucht es menschliche Kompetenz?

Netzwerkmanagement als Schlüssel für Fortschritt

Gute Digitalisierung gelingt nur im Miteinander. Ich schaffe Räume, in denen Partner*innen, Organisationen und Teams gemeinsam Lösungen entwickeln, statt Anforderungen nur weiterzureichen. Informationen sichtbar machen, Perspektiven verbinden, Barrieren lösen – genau das leitet meine Arbeit.

Persönliche Entwicklung als Basis jeder Transformation

Transformation ist für mich kein technisches Projekt. Sie ist zutiefst menschlich. Mein Weg als junge weibliche Führungskraft hat mich gelehrt, wie wichtig Selbstreflexion, Klarheit, Kommunikation und eine Strategie sind. Heute begleite ich Menschen und Organisationen genau dabei – empathisch, vertrauensvoll und authentisch.

 

Nadine Hartmann ist neue Netzwerkpartnerin von Realizing Progress

Was habe ich so im Gepäck?

Viel Energie, Begeisterungsfähigkeit und Empathie. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und ich glaube an die unglaublich starke Fähigkeit des Wirkens, wenn wir gemeinsam die Themen angehen.

Gern auch mit Mikro auf der Bühne – ich bin ein großer Fan von Events!

Meine berufliche Reise führte mich vom Qualitäts- und Digitalisierungsmanagement im Gesundheitswesen über IT-Projekte in verschiedenen Branchen hinein in den Tourismus. Ich habe bei einem IT-Dienstleister eine Business Unit für IT-Tourismuslösungen aufgebaut, Teams geführt und große Digitalisierungsprojekte verantwortet.

Diese Mischung aus Kommunikationsskills, Prozesskompetenz, Führungserfahrung, Branchenwissen und strategischem Denken bereichert meine Arbeit mit komplexen Strukturen heute enorm: Ich habe gelernt, ein Verständnis zwischen Menschen und Systemen herzustellen.

 

Meine Arbeitsweise: ehrlich, flexibel und auf Augenhöhe

Ob Workshop, Keynote, Strategieprozess oder Projektsteuerung – meine Arbeit basiert auf Zuhören, Verstehen und gemeinsamer Entwicklung. Ich übersetze zwischen Anforderungen, Emotionen, Technologien und Strukturen. Und ich schaffe Klarheit: Was ist der Kern? Was braucht es wirklich? Was bringt uns weiter?

Eine Leitfrage begleitet mich dabei: Wie verbinden wir Mensch, Organisation und Technologie so, dass echte Wirkung entsteht?

Für mich ist es wichtig, einen guten Überblick zu haben und das Gesamtbild zu betrachten.

 

Welche Themen ich bei Realizing Progress begleite?

  • Digitalisierung von Destinationen und Tourismusorganisationen
  • Netzwerk- und Beziehungsarbeit
  • Strategieentwicklung
  • Transformation & Change-Prozesse
  • Persönliche Weiterentwicklung und Coaching
  • Daten-, Informations- und Wissensmanagement

 

Nadine Hartmann ist neue Netzwerkpartnerin von Realizing Progress

Warum Realizing Progress?

Neugier, Kreativität, menschliche Haltung, strategische Tiefe und die Lust, Dinge wirklich voranzubringen – das verbinde ich mit dem Realizing Progress-Netzwerk. Für mich ist es ein Ort, an dem Menschen, Werte und Visionen zusammenkommen. Ein Ort, an dem Veränderung nicht abstrakt bleibt, sondern gestaltet wird.

 

Die Zukunft im Tourismus entsteht aus Verbindungen

Menschliche und technische Verbindungen sind kein Gegensatz. Sie sind die Grundlage für Zukunftsfähigkeit. Ich möchte zeigen, wie beides zusammenwirkt: mit Klarheit, strategischem Blick, viel Menschlichkeit und echter Begeisterung für das, was Tourismus bewegen kann.

Lass uns sprechen – über Herausforderungen, passende Lösungen und die nächsten Schritte. Denn gute Transformation beginnt immer mit einem Gespräch.