Die Anforderungen an Destinationen verändern sich spürbar. Was früher vor allem Marketing und Gästeinformation war, wird immer mehr zur Lebensraumgestaltung – mit all den Chancen und Konflikten, die dazugehören. Die Transformation hin zur Organisation, die Netzwerke koordiniert, Lebensqualität mitdenkt und Verantwortung im Raum übernimmt, ist dabei längst Realität.
Doch genau diese Entwicklung zeigt: Gute Strategiearbeit ist schon lange nicht mehr „Nice to have“. Gute Strategiearbeit ist Voraussetzung dafür, in komplexen Systemen handlungsfähig zu bleiben. Außerdem sorgt gute Strategiearbeit dafür, dass Konzeptpapiere nicht einfach in der Schublade verschwinden. Dafür braucht es neue Formate und Kompetenzen, die in den Destinationen aufgebaut werden müssen.

Warum Strategiearbeit heute anspruchsvoller ist
DMOs stehen vor wachsenden finanziellen und organisatorischen Hürden. Budgets sind knapp, Mandate oft unklar, Erwartungen hoch – und die Aufgaben werden demgegenüber immer breiter gefasst. Gleichzeitig lösen sich alte Zuständigkeiten auf: Mobilität, Stadtentwicklung, Klimaanpassung, Kultur, Naturschutz – all diese Bereiche wirken direkt in touristische Entscheidungen hinein.
Dazu kommen neue Stakeholder*innen, neue Gesprächskulturen und die Notwendigkeit, in Beteiligungsprozessen souverän zu moderieren und Orientierung zu geben.
Kurz: Nicht nur die Rolle der DMO verändert sich, sondern mit ihr das Kompetenzprofil ihrer Mitarbeitenden.
Drei Entwicklungen stechen dabei heraus:
- Aus Ausführung wird Koordination: DMOs müssen Perspektiven zusammenbringen und Konflikte managen. Zwischen Politik, Bevölkerung, touristischen und nicht-touristischen Akteur*innen sowie der Natur.
- Aus Einzelprojekten wird Prozesslogik: Strategien brauchen heute iterative, adaptive Steuerung statt starrer Pläne für die nächsten zehn oder mehr Jahre.
- Aus Marketing wird Lebensraummanagement: Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und Raumverantwortung stehen im Mittelpunkt und sind essentieller Bestandteil.

Was das für Kompetenzen bedeutet
Die Anforderungen steigen – und sie sind nicht allein durch mehr Arbeit zu lösen. Sie erfordern ein anderes „Wie“ im strategischen Arbeiten:
- strategisch denken und handeln: erkennen, was im System wirklich entscheidend ist und wo Gestaltung möglich wird
- (externe) Konzepte bewerten und professionell steuern: Agenturen briefen, Qualität sichern, Entscheidungen einordnen
- Strategien selbst entwickeln und umsetzen: mit praxiserprobten Tools, reflektiert, nachvollziehbar, breit verankert
- Beteiligungsprozesse moderieren: Interessen ausgleichen, Akteur*innen einbinden, Dialog und Orientierung ermöglichen
Genau diese Mischung entscheidet heute darüber, ob eine DMO nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch zukunftsfähig wird.
Unser Proof of Concept: Die Strategieakademie Brandenburg
Die Transformation des Destinationsmanagements zeigt klar: Es braucht Räume, in denen Kompetenzen aufgebaut, Perspektiven geteilt und Methoden direkt ausprobiert werden können. Orte, an denen Wissen nicht nur vermittelt, sondern angewandt wird – und an denen Strategien nicht abstrakt bleiben, sondern mit echten Praxisfällen verbunden werden.
Genau das haben wir 2025 mit der Strategieakademie Brandenburg umgesetzt. Der Ansatz dort: Theorie und Praxis eng verschränken, Methoden direkt anwenden, individuelle Aufgaben bearbeiten und echte Austauschmomente schaffen.
In der Strategieakademie Brandenburg wurden hierfür digitale Seminare sowie ganztägige Präsenz-Seminare sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die Teilnehmenden – sowohl aus der Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB) als auch aus den verschiedenen regionalen DMOs – durchliefen dabei drei Module:
- Modul 1: Strategische Grundkompetenz & strategisches Selbstverständnis
- Modul 2: Strategie konzipieren und umsetzen
- Modul 3: Moderations- & Präsentationskompetenz
Das Ergebnis macht deutlich: Strategiearbeit wurde hier nicht nur verstanden – sie wurde erlebbar.

Strategieakademie – ein Format, das in vielen Regionen wirkt
Gerade weil sich die Anforderungen an DMOs überall verändern, wollen wir den Ansatz aus Brandenburg weitertragen. In modularen Varianten, die Präsenz und digitale Formate kombinieren und sich an die jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen anpassen. Nicht als fertige „Lösung“, sondern als Weg: gemeinsam Kompetenzen aufbauen, Orientierung schaffen und Strategiearbeit stärken – dort, wo sie heute am dringendsten gebraucht wird.
Wenn du überlegst, wie deine Organisation in der Strategiearbeit handlungsfähiger werden kann, lass uns gerne sprechen.
- Willst du mittels mehrerer digitaler Seminare dein Team fit machen in Methoden und Tools rund um die Analyse, die Konzeption und die Umsetzung von Strategien? Und dabei finanziell und zeitlich von einem standardisierten Ansatz profitieren?
- Oder willst du deine Strategie gemeinsam mit deinen Partnern für die folgenden regionalen Ebenen herunterbrechen? Und dabei neben der Kenntnis von Methoden und Tools auch das generelle strategische Verständnis und das überregionale Netzwerken stärken?
- Oder siehst du das Thema Strategieerarbeitung und -umsetzung ganz spezifisch und individualisiert für dich aufbereitet? Inklusive weiterer Umsetzungsmöglichkeiten wie bspw. ein Print-Handbuch wie in Brandenburg, ein interaktives KI-Tool oder anderes?
Die Möglichkeiten sind vielfältig – lass sie uns auf deine Bedürfnisse und Rahmenbedingungen anpassen. Gerne kannst du auch mit Kristine und/oder Vanessa auf der ITB hierzu sprechen.