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Touristik unternehmerisch denken: Ovid Jacota neu bei Realizing Progress

6. Oktober 1997. Büro von H. G. Kraus, Gründer von Wikinger Reisen.

Ich, Ovid Jacota, sitze ihm gegenüber als frischer Absolvent der englischen Lincoln Universität, voller Selbstbewusstsein, überzeugt davon, dass mir das Studium alles beigebracht hat, was man über Touristik wissen muss. Ich bin bereit, die Branche zu verändern.

Doch dann, in seiner unnachahmlich sympathischen, direkt-unverblümten Art eröffnet er mir seine Sicht: „Junge, du kannst nichts. Das Studium ist eine Sache. Die Realität eines Reiseveranstalters eine ganze andere. Ich stelle dich als Trainee ein. Du fängst im Kundenservice an. Dann sehen wir weiter.“

18 Jahre später, mit vollem Erfahrungsrucksack von Kundenservice und CSR bis Produktentwicklung und Marketing, von Kopierjunge bis Sparringpartner des geschäftsführenden Gesellschafters, verlasse ich Wikinger Reisen, um die Geschäftsführung von Hauser Exkursionen zu übernehmen, dem Marktführer für Trekking Reisen.

Zwischen Trainee und Geschäftsführung liegen unzählige Stolpersteine. Die Realität eines Reiseveranstalters hat mit Lehrbuchwissen wenig zu tun. Ich bin oft gestolpert. Manchmal schmerzhaft. Und nicht selten nur deshalb wieder aufgestanden, weil mich Teams und Weggefährten getragen haben.

Dieses Erfahrungswissen ist heute mein wertvollster unternehmerischer Wert. Nicht Theorie. Sondern das, was in der Praxis funktioniert.

Und genau dieses Wissen stelle ich heute dir und deinem Team zur Verfügung.

Denn, Unternehmen durch Erfahrung zu stärken, ist für mich heute wertvoller, als sie selbst zu führen – es sei denn, wir sprechen über Interimmanagement.

Ovid Jacota Netzwerkpartner von Realizing Progress

Wo mein Mehrwert für dich am größten ist

In drei Bereichen habe ich über mehr als zwei Jahrzehnte die Freiheit gehabt, tief zu analysieren, zu experimentieren und herauszufinden, was in welchem Kontext wirklich funktioniert. Daraus können die passgenaue Hebel auch für dein Unternehmen entstehen.

1. Produktentwicklung – Marge entsteht im Kopf des Kunden

Reisende kaufen keine Transfers, Unterkünfte oder Programmpunkte. Sie kaufen vielmehr Träume, haben hohe Erwartungen, wollen Sehnsüchte stillen.

Sie vertrauen darauf, dass der Veranstalter sie zu Orten der Inspiration führt. Dass sie Abenteurer auf Zeit sein dürfen. Oder willkommene Gäste in Räumen der inneren Ruhe.

Deshalb reduziere ich Produktentwicklung nicht auf Optimierung von Leistungen. Für mich ist Produktenwicklung die Übersetzung von Träumen in wirtschaftlich tragfähige Produkte.

Gemeinsam analysieren wir, wo in deinem Unternehmen die größten Margenhebel liegen – und setzen dort an, wo Wirkung entsteht.

Das Ergebnis: Produkte, die wirtschaftlich tragen, weil sie emotional überzeugen.

Ovid Jacota Netzwerkpartner von Realizing Progress

2. Strategischer Knackpunkt: das Team – Leistung entsteht aus Sinn, nicht aus Benefits

Ich habe als Führungskraft das gesamte Spektrum erlebt: hoch intrinsisch motivierte Leistungsträger – und Menschen, die innerlich längst gekündigt hatten.

Meine Erfahrung: Prämien wirken kurzfristig. Obstkorb, Massage oder Gesundheitskoch wirken selten nachhaltig.

Dauerhafte Motivation entsteht dort, wo die echten Beweggründe der Mitarbeitenden verstanden werden:

  • Was treibt sie wirklich an?
  • Was blockiert Leistung?
  • Was bindet – jenseits von Gehalt und Benefits?

Während meiner Zeit als Geschäftsführer führten Gespräche zwischen Mitarbeitenden und Führung selten zu den gewünschten Durchbrüchen. Heute erlebe ich genau diese Durchbrüche, weil ich von außen komme.

Als neutraler Gesprächspartner öffnen sich beide Seiten schneller. Vertrauen entsteht. Dinge kommen zutage, die intern unausgesprochen bleiben.

Wenn Paartherapie funktioniert – warum nicht auch in der Touristik einen externen Spezialisten einsetzen, der Brücken baut zwischen Team und Führungsebene?

Ovid Jacota Realizing Progress

3. Sparringpartner für Entscheider – Klarheit ist dein stärkster Hebel

Dein Unternehmen kann sich nur so weit entwickeln, wie du dich selbst entwickelst. Wir optimieren, justieren und feilen – immer in der Hoffnung, das kleine Verbesserungen den großen Durchbruch bringen. Doch während wir uns im Detail verlieren, übersehen wir oft den mächtigsten Hebel von allen:

Eine klare, tragfähige Vision, die sich konsequent in deinem Geschäftsmodell widerspiegelt.

Struktur, Kommunikation und Führung sind essentiell, sie allein reichen aber nicht. Der wahre Game-Changer, der darüber entscheidet, ob dein Unternehmen in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, ist die Fähigkeit, diese Vision inmitten einer volatilen Wirtschaftswelt zu entwickeln. Vor allem aber: Sie dann konsequent umsetzen.

In dieser volatilen Wirtschaftswelt wird von dir erwartet:

  • Orientierung zu geben – auch wenn Sicherheiten wegbrechen
    Perspektiven zu öffnen
  • Vertrauen auszustrahlen – auch unter Druck
    loslassen können
  • Veränderung aktiv zu managen – als unternehmerische Kompetenz
  • Entschlossenheit, auch wenn deine Umgebung ins Schleudern gerät
  • Entscheidungen zu treffen auf Basis unvollständiger Informationen
  • Deine Energie und Gesundheit zu halten – vor allem, wenn andere schwächeln

Dafür brauchst du ein Mindset, das nicht bremst, sondern trägt.
Und unternehmerische Klarheit.

Als Sparringpartner kombiniere ich Führungserfahrung mit Coaching-Kompetenz. Ich ermögliche dir, dich aus dem Tagesgeschäft heraus zu zoomen – in die Vogelperspektive. Dort erkennst du mit gezielten Impulsen am klarsten, wo Stärken liegen. Und wo ungenutztes Potenzial schlummert.

Klarheit entsteht. Entscheidungen werden leichter. Und am Ende wirkt sich genau diese Klarheit auf das aus, was zählt: Wettbewerbsfähigkeit. Wirksamkeit. Marge.

Wenn du mindestens ein Unterthema aus diesen drei Bereichen – Produktentwicklung, Teamentwicklung, Entscheider-Mindset – als relevant für deine Marge betrachtest: Lass uns reden. Es kann dein Leben verändern.

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impulse4travel Manifests 2030 – Richtung statt Reaktion

Fünf Jahre sind vergangen, seit Realizing Progress und der Verband Internet Reisevertrieb e.V. das erste impulse4travel Manifest veröffentlicht haben. 2020 war es ein starkes Signal: Tourismus ist mehr als Wirtschaftsfaktor. Tourismus ist Zukunfts- und Lebensraumgestalter.

Seitdem hat sich die Welt nicht beruhigt. Sie ist komplexer geworden. Krisen sind kein Ausnahmezustand mehr, sondern Dauerzustand. Technologische Umbrüche beschleunigen Entscheidungen. Gesellschaftliche Erwartungen steigen. Die Branche steht damit vor einer zentralen Frage: Reagieren wir weiter oder gestalten wir endlich bewusst?

Genau aus dieser Spannung heraus ist die Neuauflage von impulse4travel entstanden.

Warum wir jetzt Richtung brauchen statt Reaktion – impulse4travel 2030

Zwischen April und September 2025 haben wir in Vorab Sessions diskutiert, gespiegelt, verdichtet. Am 28. und 29. Oktober haben wir die Ergebnisse beim Think Tank in Leipzig mit ausgewählten Expertinnen und Experten weiter geschärft.

Das Manifest 2030 ist deshalb kein Kompromisspapier. Es ist ein Orientierungsrahmen. Ein Möglichkeitsraum. Ein strategisches Zukunftsbild für eine Branche, die sich nicht länger über Auslastung definieren will, sondern über Wirkung.

Die zentrale Verschiebung: Vom Produkt zum Lebensraum

Die vielleicht radikalste Aussage des Manifests lautet: Tourismus ist kein Reiseprodukt mehr, sondern ein Lebensraumauftrag.

Destinationen werden nicht länger als Vermarktungseinheiten gedacht, sondern als Räume, in denen Lebensqualität für Einheimische und Gäste entsteht. Das verschiebt Prioritäten. Es geht nicht mehr um Wachstum um jeden Preis. Es geht um Resilienz, Legitimation und gesellschaftliche Wirkung.

Tourismus wird damit vom Nutzer zum Mitgestalter.

Nachhaltigkeit ist
keine Option mehr

Eine zweite revolutionäre Verschiebung betrifft Nachhaltigkeit. Sie wird nicht länger als Zusatz verstanden, sondern als Strukturbedingung.

Nicht wer nachhaltig kommuniziert, gewinnt. Sondern wer Nachhaltigkeit in Werte, Prozesse, Kennzahlen und Investitionsentscheidungen integriert. Quantität verliert an Bedeutung. Wirkung rückt ins Zentrum.

Damit wird auch der Markt neu gedacht. Preis folgt Haltung. Dumping auf Kosten von Umwelt, Mitarbeitenden oder Gemeinschaft verliert Legitimation.

Werte als strategisches Fundament

Das Manifest benennt einen Engpass, den wir lange unterschätzt haben: den Wertewandel.

Strategien scheitern nicht an Tools, sondern an Haltungen. Ohne klare Werte bleiben Narrative leer. Deshalb wird Werteorientierung zur Grundlage der Marktausrichtung. Unternehmen und Destinationen entscheiden bewusster, welche Zielgruppen sie ansprechen wollen und welche nicht.

Das ist unbequem. Aber notwendig.

Technologie ist Beziehung

Ein weiterer mutiger Gedanke betrifft die Rolle von KI. 2030 geht es nicht mehr um die digitale Infrastruktur allein. Es geht um die ethische Gestaltung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine.

Symbiotic Intelligence beschreibt eine Zusammenarbeit, in der KI operative Aufgaben übernimmt, der Mensch jedoch Verantwortung, Urteilskraft und Beziehungshoheit behält. Das ist kein Technikthema. Es ist ein Führungs- und Kulturthema.

Tourismus wird hier zur Gegenbewegung zur digitalen Entfremdung. Technologie ermöglicht, aber sie ersetzt nicht das menschliche Erleben.

Arbeit neu denken

Mit der Verschiebung durch KI verändert sich auch Arbeit. Mitarbeitende werden zur tragenden Säule des Wandels. Gastlichkeit, Kontextkompetenz, Dialogfähigkeit und Urteilskraft werden zur zentralen Infrastruktur.

Das Manifest fordert nichts weniger als einen strukturellen Wandel von Arbeitskultur, Rollenbildern und Qualifizierungslogiken.

Tourismus als politischer Gestalter

Vielleicht am unterschätztesten, aber strategisch entscheidend, ist die politische Dimension. Tourismus soll 2030 nicht mehr Bittsteller sein, sondern Berater und Richtungsgeber.

Mit Evidenz, gemeinsamen Narrativen und klarer strategischer Linie.

Warum dieses Manifest wichtig ist

Das impulse4travel Manifest 2030 ist kein Idealbild. Es ist eine Einladung zur Konsequenz.

Ohne gemeinsamen Zukunftsrahmen fragmentiert sich die Branche. Strategien konkurrieren. Narrative verlieren an Glaubwürdigkeit. Aktivität ersetzt Richtung.

Wir glauben: 2030 wird nicht daran gemessen, wie viele Maßnahmen wir umgesetzt haben. Sondern ob wir den Mut hatten, unsere Rolle neu zu definieren.

Tourismus kann Lebensraum stärken.
Aber nur, wenn wir ihn als Gestaltungsaufgabe begreifen. Jetzt.

impulse4travel Manifest 2030 Cover

Hier geht es zum Download des Manifests. Ebenso erhältlich eine Kurzversion als Präsentation.
Die Dokumente sollen dabei unterstützen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Sie dienen als Impuls und Basis für strategische Maßnahmen und operative Umsetzungen.

Über das impulse4travel Manifest 2030

Das Manifest ist das Ergebnis eines mehrmonatigen brancheninternen Denkprozesses. Aus Vorab-Sessions, dem Think Tank in Leipzig und einem intensiven Co-Creation-Prozess ist ein Dokument entstanden, das Leitgedanken formuliert, den Status-Quo analysiert und konkrete Wege bis 2030 aufzeigt. 

Es versteht sich nicht als fertige Lösung, sondern als Orientierungsrahmen und Möglichkeitsraum für eine Branche, die gestalten will statt verwalten. Getragen und initiiert wurde der Prozess von Realizing Progress und dem Verband Internet Reisevertrieb e.V. Maßgeblich mitgewirkt haben Florian Bauhuber, Michael Buller, Günter Exel, Michael Faber, Catharina Fischer und Anja Kirig stellvertretend für viele weitere Stimmen, die ihre Perspektiven und Expertise eingebracht haben.

 

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Destinationen Seminare Strategie

MICE neu denken: Wie Destinationen von Marktveränderungen profitieren

Meetings, Geschäftsreisen und Teamformate verändern sich. Schneller, als viele Organisationen nachziehen können. Während „klassisches MICE“ (= Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions) weiterhin wichtig bleibt, zeigt der Geschäftsreisemarkt deutlich: Unternehmen suchen Räume, die mehr können als Konferenz. Räume, die Verbindung schaffen und Kreativität ermöglichen. Speziell für die wachsende Zahl an hybriden oder gänzlich remote arbeitenden Teams.

Mit „New Work Experiences“ bildet sich ein neues Zukunftsfeld, rund um Offsites, Retreats und Workations. Viele neue Formate und Begriffe, die gerade im MICE-Markt entstehen. Eine Entwicklung, die auch Destinationen längst nicht mehr ignorieren können. Nicht nur spannend für urbane, sondern vor allem auch für ländliche Regionen.

"Tagen im Pool" - Seminaris Hotel Nürnberg
„Tagen im Pool“ – MICE-Netzwerktreffen von Bayern Tourismus im Seminaris Hotel Nürnberg, September 2025

Warum der Wandel im MICE-Markt gerade jetzt spürbar wird

Die Erwartungen an Meetings und Geschäftsreisen verschieben sich grundlegend. Ein wesentlicher Treiber ist die neue Arbeitswelt: flexible Modelle, hybride Teams, wechselnde Arbeitsorte. Menschen treffen sich seltener, aber bewusster. Und wenn sie zusammenkommen, zählt der Mehrwert.

Aktuelle MICE-Trends unterstreichen diese Entwicklung klar:

  • Erlebnisse werden wichtiger als reine Informationsvermittlung; das Meeting wird zur Experience
  • Flexible Räume, agile Settings und spontane Anpassbarkeit sind heute Standarderwartungen
  • Atmosphäre und Charakter einer Location werden zu entscheidenden Auswahlkriterien
  • Begegnung, Emotionalität und persönliche Momente rücken stärker in den Vordergrund
Innovations-Workshop
Innovations-Workshop. Ein Team kommt zusammen, draußen auf Sitzsäcken.

Warum das auch ein Thema für Destinationen ist 

Der Wandel berührt nicht nur Veranstalter*innen und Locations, er betrifft das gesamte touristische Ökosystem einer Region. Destinationen stehen vor drei zentralen Aufgaben:

  • Sie müssen ihren Geschäftsreisetourismus weiterentwickeln, jenseits klassischer Tagungssäle.
  • Sie brauchen Angebote, die Workation-, Offsite- und Retreat-Zielgruppen ansprechen.
  • Sie sollten ihre Rolle im Zusammenspiel mit lokalen Betrieben neu definieren und stärken: orchestrierend, aktivierend, richtungsgebend.

Insbesondere für ländliche Räume eröffnet dieser Wandel neue Potenziale, vor allem in der Nebensaison: Ruhe, Natur, authentische Lebensräume, kombiniert mit passender Infrastruktur, sind heute zentrale Entscheidungskriterien für Offsites und Workations. Und immer mehr neue Locations zeigen, wie kreative Arbeitsorte regionale Wirtschaft, Community-Building und Naturerlebnis verbinden können.

Neue Team-Formate wie CoWorkations und Offsites stärken den Team-Zusammenhalt. Foto: Greg Snell
Neue Team-Formate wie CoWorkations und Offsites stärken den Team-Zusammenhalt. Foto: Greg Snell

Für Städte wiederum geht es darum, ihr Profil im Meeting- und Business-Travel-Segment zu schärfen. Mit klaren Narrativen passend zur eigenen Marke, neuen Formaten und aktivierten Leistungsträger*innen. Für die New-Work-Zielgruppe gilt es vor allem, relevante Produkte und Angebote sichtbar zu machen und miteinander zu verknüpfen.

Was wir aus Brandenburg gelernt haben

Im Projekt „New Work Experiences für Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB), welches wir begleitet haben, haben wir gesehen, wie stark die Verbindung aus Strategie, Qualifizierung und konkreter Angebotsentwicklung wirkt. Besonders deutlich wurde:

  • Destinationen brauchen Orientierung und ein gemeinsames Verständnis neuer Geschäftsreise- und Arbeitsformate. Dies wirkt auch auf die Kommunikation und Ansprache. Bei New Work Experiences angesiedelt zwischen Leisure & MICE.
  • Regionale Betriebe müssen qualifiziert und gezielt in die Entwicklung eingebunden werden. Strategische Leitlinien entfalten Wirkung erst durch konkrete Angebote.
  • Neue Arbeitsorte leben von Haltung, Community und Story. Nicht nur von Ausstattung.

Mehr zum Brandenburg-Projekt „New Work Experiences“ findest du hier.

Brandenburg zeigt: Mit der richtigen Prozesslogik können Destinationen ein Zukunftsfeld öffnen, das sowohl zur Marke als auch zur regionalen Realität passt.

Auch wir bei Realizing Progress machen regelmäßig CoWorkations - gerne an Orten "off the beaten track". Foto: Greg Snell
Auch wir bei Realizing Progress machen regelmäßig CoWorkations – gerne an Orten “off the beaten track”. Foto: Greg Snell

Zukunft entsteht dort, wo Destinationen mutig handeln

Wenn auch ihr in eurer Destination MICE neu denken, New-Work-Zielgruppen verstehen und Betriebe gezielt einbinden, aktivieren und qualifizieren wollt, um eure Nebensaison zu stärken und Potentiale zu nutzen, empfehlen wir folgende Schritte:

  • Markt und Zielgruppen verstehen.
  • Chancen im Kontext der eigenen Region einordnen.
  • Lokale Akteur*innen einbinden und qualifizieren.
  • Gemeinsam starke Produkte & Angebote entwickeln
  • Und dann: Sichtbar machen & kommunizieren – entlang der Customer Journey
Graphic Recording der Offsite-Session von Vanessa Thielemann beim MICE-Barcamp der HSMA, August 2025

Klingt das spannend auch für eure Destination?

Dann sprich gerne mit Vanessa und/oder Kristine. Vielleicht direkt auf der anstehenden ITB?

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Gemeinsam Zukunft gestalten: Realizing Progress auf der ITB 2026

Die Tourismusbranche steht nicht nur vor Herausforderungen – sie steckt mittendrin: Transformation. Digitalisierung. Künstliche Intelligenz. Neue Rollen, neue Räume, neue Ideen.
Und wir? Wir sind überzeugt: Jetzt ist die Zeit, Dinge neu zu denken und mutig voranzugehen.

Vom 04. bis 06. März triffst du uns auf der ITB Berlin 2026 – ganz persönlich. Wir freuen uns auf Gespräche über Strategien, Strukturen, digitale Lösungen und Transformationsprozesse.

Hier stellen wir dir unser Team vor, welches in Berlin vor Ort ist, und wozu du wen am besten ansprechen kannst.

Strategie & Transformation: Zukunft gemeinsam gestalten

Florian Bauhuber (Di–Do)

Strategie, Zukunft, Transformation

Florian Bauhuber (Foto: Greg Snell)

Die Branche steht vor großen Veränderungen. Die Aufgaben von DMOs verändern sich kontinuierlich. Der Handlungsdruck ist größer denn je – und das bei sinkenden Einnahmen bzw. finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand. Umso mehr brauchst du als DMO heute eine klare Vorstellung davon, welche Rolle du in Zukunft spielen willst und wie du dahin kommst.

Ich helfe dir, genau diese Entscheidungen zu treffen – strategisch, fundiert und praxisnah. Lust, gemeinsam in die Zukunft zu denken? Dann sprich mich an.

 

Kristine Honig (Di–Do)

Strategien für Tourismus und Lebensräume

Kristine Honig (Foto: Greg Snell)

Du willst eine Strategie entwickeln, die wirklich zu deiner Destination passt? Ich unterstütze dich dabei – von Organisationsstrukturen über Zielgruppen und Produkten bis hin zur Frage, wie KI dir dabei helfen kann.

Du willst strategisches Denken in deiner Region verankern? Dann erzähle ich dir gerne mehr über unsere Strategieakademie.

 

Vanessa Thielemann (Di–Do)

Strategie, Transformation & zukunftsfähige Angebote: Leisure & MICE

Vanessa Thielemann

Du willst neu denken – im Angebot, in der Zusammenarbeit oder in der strategischen Ausrichtung? Ich begleite dich bei Transformationsprozessen, entwickle mit dir zukunftsfähige Produkte, Räume und Erlebnisse und im Leisure und MICE-Bereich. Hierzu bringe ich frische Perspektiven mit – agil, kreativ und praxisnah.

Lass uns gerne auch über New Work Experiences (Workations, Offsites und Co.) sprechen – für neue Erlebnisse in deiner Destination.

 

Digitalisierung & KI: Zwischen Vision und Praxis

Alex Mirschel (Di & Mi)

Digitalisierung, Innovation, KI – oder doch wieder back to the roots?

Alexander Mirschel

Ich freue mich riesig, dieses Jahr wieder live dabei zu sein, nachdem ich letztes Jahr die ITB leider kurzfristig absagen musste! Ganz oben stehen für mich nach wie vor Themen rund um Innovation und KI mit einem besonderen Fokus auf echte Wertschöpfung, Digitalisierung mit realen Mehrwerten und menschenzentrierte Transformation.

Weiter wie immer? Seien wir ehrlich, das wird nicht funktionieren. Lust auf einen Blick hinter den Hype und einen ehrlichen Austausch auf Augenhöhe über die vielen Herausforderungen (und Chancen) der Gegenwart und Zukunft? Ich bin da!

 

Roland Trebo (Di–Do)

KI als Treiber für echten Wandel

Roland Trebo (Foto: Greg Snell)

KI ist kein weiteres Tool und mehr als Technologie – sie verändert Prozesse, Entscheidungen und das Zusammenspiel in Organisationen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Aufwand zu reduzieren, schneller zu werden und Ressourcen gezielter einzusetzen.

Ich freue mich auf interessante Gespräche mit dir, teile gerne Erfahrungen aus Projekten, ordne Entwicklungen ein und diskutiere, was für Destinationen heute wirklich sinnvoll und machbar ist. Du willst mit KI echten Fortschritt erzielen? Ich freue mich auf unser Gespräch.

 

Tom Pawlytta (Di–Do)

Mensch und Technologie im Tourismus der Zukunft

Tom Pawlytta (Foto: Jan Wagner)

Als neuer Netzwerkpartner bei Realizing Progress freue ich mich riesig auf das Wiedersehen vor Ort und spannende Gespräche mit neuen und alten Bekannten. Im Fokus steht dabei, KI ganzheitlich als echtes Kooperationsmodell zu integrieren.

Ich zeige dir, wie du KI so in deine Organisation integrierst, dass sie dich und deine Mitarbeitenden entlastet und neue Freiräume schafft. Für Destinationen und Teams, die Technologie nutzen wollen, um wieder mehr Zeit für das Wesentliche zu gewinnen. Lust auf einen Austausch darüber? Dann melde dich gerne.

 

Günter Exel (Di–Do)

Künstliche Intelligenz in die Praxis bringen

Günter Exel Realizing Progress
Günter Exel (Foto: Greg Snell)

Ich bin überzeugt: Künstliche Intelligenz entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn sie im Alltag deiner Organisation ankommt. Gemeinsam mit mir verankerst du KI praktisch: Ich unterstütze dich dabei, konkrete Use Cases zu entwickeln, KI-Workflows zu bauen und dein Team zu befähigen bzw. deine Stakeholder zu motivieren.

Lust auf einen Impuls mit viel Praxisnähe? Dann lass uns zum Gedankenaustausch treffen!

 

Lust auf Austausch und Inspiration?

Dann komm vorbei – auf einen Kaffee und eine gute Unterhaltung. Du findest uns an allen drei Tagen auf der Messe. Sprich uns am besten direkt an und vereinbare einen persönlichen Termin.

Wir freuen uns auf dich.
Dein Team von Realizing Progress

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Destinationen Seminare Strategie

Neue DMO-Kompetenzen: Wie Strategiearbeit heute anders gelingt

Die Anforderungen an Destinationen verändern sich spürbar. Was früher vor allem Marketing und Gästeinformation war, wird immer mehr zur Lebensraumgestaltung – mit all den Chancen und Konflikten, die dazugehören. Die Transformation hin zur Organisation, die Netzwerke koordiniert, Lebensqualität mitdenkt und Verantwortung im Raum übernimmt, ist dabei längst Realität.

Doch genau diese Entwicklung zeigt: Gute Strategiearbeit ist schon lange nicht mehr „Nice to have“. Gute Strategiearbeit ist Voraussetzung dafür, in komplexen Systemen handlungsfähig zu bleiben. Außerdem sorgt gute Strategiearbeit dafür, dass Konzeptpapiere nicht einfach in der Schublade verschwinden. Dafür braucht es neue Formate und Kompetenzen, die in den Destinationen aufgebaut werden müssen.

Sonnenuntergang Baum Bruneck
Strategien müssen Wirkung entfalten

Warum Strategiearbeit heute anspruchsvoller ist

DMOs stehen vor wachsenden finanziellen und organisatorischen Hürden. Budgets sind knapp, Mandate oft unklar, Erwartungen hoch – und die Aufgaben werden demgegenüber immer breiter gefasst. Gleichzeitig lösen sich alte Zuständigkeiten auf: Mobilität, Stadtentwicklung, Klimaanpassung, Kultur, Naturschutz – all diese Bereiche wirken direkt in touristische Entscheidungen hinein.
Dazu kommen neue Stakeholder*innen, neue Gesprächskulturen und die Notwendigkeit, in Beteiligungsprozessen souverän zu moderieren und Orientierung zu geben.

Kurz: Nicht nur die Rolle der DMO verändert sich, sondern mit ihr das Kompetenzprofil ihrer Mitarbeitenden.

Drei Entwicklungen stechen dabei heraus:

  • Aus Ausführung wird Koordination: DMOs müssen Perspektiven zusammenbringen und Konflikte managen. Zwischen Politik, Bevölkerung, touristischen und nicht-touristischen Akteur*innen sowie der Natur.
  • Aus Einzelprojekten wird Prozesslogik: Strategien brauchen heute iterative, adaptive Steuerung statt starrer Pläne für die nächsten zehn oder mehr Jahre.
  • Aus Marketing wird Lebensraummanagement: Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und Raumverantwortung stehen im Mittelpunkt und sind essentieller Bestandteil.
Gemeinschaft ist wichtig – auch und insbesondere in der Strategiearbeit

Was das für Kompetenzen bedeutet

Die Anforderungen steigen – und sie sind nicht allein durch mehr Arbeit zu lösen. Sie erfordern ein anderes „Wie“ im strategischen Arbeiten:

  • strategisch denken und handeln: erkennen, was im System wirklich entscheidend ist und wo Gestaltung möglich wird
  • (externe) Konzepte bewerten und professionell steuern: Agenturen briefen, Qualität sichern, Entscheidungen einordnen
  • Strategien selbst entwickeln und umsetzen: mit praxiserprobten Tools, reflektiert, nachvollziehbar, breit verankert
  • Beteiligungsprozesse moderieren: Interessen ausgleichen, Akteur*innen einbinden, Dialog und Orientierung ermöglichen

Genau diese Mischung entscheidet heute darüber, ob eine DMO nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch zukunftsfähig wird.

Unser Proof of Concept: Die Strategieakademie Brandenburg

Die Transformation des Destinationsmanagements zeigt klar: Es braucht Räume, in denen Kompetenzen aufgebaut, Perspektiven geteilt und Methoden direkt ausprobiert werden können. Orte, an denen Wissen nicht nur vermittelt, sondern angewandt wird – und an denen Strategien nicht abstrakt bleiben, sondern mit echten Praxisfällen verbunden werden.

Genau das haben wir 2025 mit der Strategieakademie Brandenburg umgesetzt. Der Ansatz dort: Theorie und Praxis eng verschränken, Methoden direkt anwenden, individuelle Aufgaben bearbeiten und echte Austauschmomente schaffen.

In der Strategieakademie Brandenburg wurden hierfür digitale Seminare sowie ganztägige Präsenz-Seminare sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die Teilnehmenden – sowohl aus der Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB) als auch aus den verschiedenen regionalen DMOs – durchliefen dabei drei Module:

  • Modul 1: Strategische Grundkompetenz & strategisches Selbstverständnis
  • Modul 2: Strategie konzipieren und umsetzen
  • Modul 3: Moderations- & Präsentationskompetenz

Das Ergebnis macht deutlich: Strategiearbeit wurde hier nicht nur verstanden – sie wurde erlebbar.

Coworking Space Blütenviertel in Caputh

Strategieakademie – ein Format, das in vielen Regionen wirkt

Gerade weil sich die Anforderungen an DMOs überall verändern, wollen wir den Ansatz aus Brandenburg weitertragen. In modularen Varianten, die Präsenz und digitale Formate kombinieren und sich an die jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen anpassen. Nicht als fertige „Lösung“, sondern als Weg: gemeinsam Kompetenzen aufbauen, Orientierung schaffen und Strategiearbeit stärken – dort, wo sie heute am dringendsten gebraucht wird.

Wenn du überlegst, wie deine Organisation in der Strategiearbeit handlungsfähiger werden kann, lass uns gerne sprechen.

  • Willst du mittels mehrerer digitaler Seminare dein Team fit machen in Methoden und Tools rund um die Analyse, die Konzeption und die Umsetzung von Strategien? Und dabei finanziell und zeitlich von einem standardisierten Ansatz profitieren?
  • Oder willst du deine Strategie gemeinsam mit deinen Partnern für die folgenden regionalen Ebenen herunterbrechen? Und dabei neben der Kenntnis von Methoden und Tools auch das generelle strategische Verständnis und das überregionale Netzwerken stärken?
  • Oder siehst du das Thema Strategieerarbeitung und -umsetzung ganz spezifisch und individualisiert für dich aufbereitet? Inklusive weiterer Umsetzungsmöglichkeiten wie bspw. ein Print-Handbuch wie in Brandenburg, ein interaktives KI-Tool oder anderes?

 

Die Möglichkeiten sind vielfältig – lass sie uns auf deine Bedürfnisse und Rahmenbedingungen anpassen. Gerne kannst du auch mit Kristine und/oder Vanessa auf der ITB hierzu sprechen.