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Anja Kirig: Zukunft beginnt jetzt – mit Neugier und Haltung

Netzwerkpartner*in, Team, Teamentwicklung, Trends, Zukunft, Zukunftsforschung

Anja Kirig22. Sep. 2025

Seit 2005 arbeite ich – Anja Kirig – als selbstständige Zukunfts- und Trendforscherin. Mein beruflicher Weg, meine Projekte und meine Haltung folgen zwei Leitideen: Zukunft verstehen und Zukunft mitgestalten. Entwicklungen zu erkennen und Prognosen zu nutzen ist ebenso wichtig wie das Bewusstsein, dass Zukunft nicht einfach geschieht – sondern von uns beeinflusst werden kann.

Für mich ist Zukunft kein ferner Punkt, sondern ein Möglichkeitsraum im Hier und Jetzt. Die zentrale Frage lautet nicht: Was bringt morgen? Sondern: Was gestalten
wir heute und mit welcher Intention?

Anja Kirig
Anja Kirig: Mit scharfem Blick für die Zukunft.

Ich freue mich sehr, diese Perspektiven, mein Wissen in der Megatrend-Analyse, meine Leidenschaft für gesellschaftlichen Wandel und mein Gespür für zukunftsfähige Lebensräume nun als Netzwerkpartnerin bei Realizing Progress einbringen zu können. Ich möchte dazu beitragen, durch fundierte Zukunftsverortungen Destinationen, Organisationen und Räume strategisch auf kommende Entwicklungen vorzubereiten.

Zeitlose Neugier: Mein Gegengewicht zur Zukunftsangst

Wenn ich meinen Beruf erwähne, begegnen mir meist zwei Reaktionen: Faszination („Sag, wie wird die Zukunft?“) oder Ablehnung („Wird doch sowieso alles schlechter.“). Gerade in den letzten Jahren sind Zukunftsängste und -verweigerung
spürbar gestiegen. Doch wer die Zukunft verweigert, verneint auch die Gegenwart – denn Zukunft passiert jetzt.

Aus diesem Spannungsfeld heraus habe ich die Haltung der zeitlosen Neugier entwickelt – als innere Orientierung und praktisches Werkzeug. Sie schafft Räume, in denen wir nicht vorschnell urteilen, sondern genau hinsehen. In denen Unsicherheit nicht blockiert, sondern neue Perspektiven eröffnet. Und in denen Komplexität nicht abschreckt, sondern zum gemeinsamen Weiterdenken einlädt.

Anja Kirig
Anja Kirig: Eine zeitlose Neugier treibt mich an.

Realizing Progress steht für vieles, was mir wichtig ist: strategische Zukunftsarbeit für Destinationen und Organisationen, die Gemeinwohlorientierung, Nachhaltigkeit und technologische Offenheit miteinander verbindet. Dieser Ansatz ist für mich kein Trend, sondern eine Haltung und eine Frage kultureller Übersetzung: in Alltagspraktiken, Mobilitätskonzepte, Gestaltung.

Ich schreibe, entwickle Konzepte, halte Vorträge, begleite Projekte – immer mit dem Ziel, Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv zu gestalten. Meine Perspektive schafft einen Zoom-Out, macht Potenziale sichtbar und unterstützt dabei, resiliente und gemeinwohlorientierte Zukünfte zu gestalten. Megatrendforschung zeigt, wie große Umbrüche – von Klimakrise über Digitalisierung bis zum Wertewandel – lokale Systeme beeinflussen. Daraus ergeben sich Möglichkeitsräume und Handlungsfelder: für regenerative Destinationen, den
gezielten Einsatz Künstlicher Intelligenz oder zukunftsrobuste Organisationsformen für DMOs.

Im Einsatz für den Zukunftswert von Events in Düsseldorf. Foto: Eugen Shkolnikov

Resonanzräume gestalten

Unsere Gesellschaft sehnt sich nach echter Verbindung – Hartmut Rosa nennt dies Resonanzerfahrung. Sie lässt sich nicht erzwingen, aber bewusst begünstigen: durch Gestaltung, Haltung und Atmosphäre. Für Destinationen heißt das, Räume zu
schaffen, in denen Resonanz zwischen Menschen und mit der Welt (wieder) möglich wird. In der Post-Individualisierung verläuft zwischen Selbstbestimmung und Zugehörigkeit ein schmaler Grat. Zukunftsdestinationen und -organisationen können beides verbinden – als Orte, die Individualität respektieren und zugleich gemeinschaftliches Erleben und Begegnung fördern.

Gesundheit ist ein wesentlicher Faktor im dynamischen Zusammenspiel von Körper, Geist, Kultur und Raum. Touristische Orte können und müssen zu gesundheitsfördernden Lebensräumen werden, die Erholung, Prävention und
Verbundenheit ermöglichen. Für Gäste, Zweitbewohner und lokale Bevölkerung. Der Fokus auf Resonanz, Gesundheit und Lebensqualität ist tief im Nachhaltigkeitsgedanken verankert. Es impliziert nicht nur soziale und kulturelle, sondern auch ökologische Nachhaltigkeit. Regenerative Destinationen gehen genau diesen Schritt: Sie schaffen nicht nur eine ökologische Balance, sondern Zukunftswerte – eine Legacy.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Realizing Progress Impulse für nachhaltige Transformation zu setzen und Menschen, Organisationen und Orte dabei zu begleiten, ihre Zukunft aktiv und bewusst zu gestalten.

Meine Kontaktdaten findest du hier – ich freue mich auf das Gespräch mit Dir.

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Anja Kirig Zukunftsforscherin | Trend-Expertin | Impulsgeberin

Seit 2005 bin ich freiberuflich als Zukunfts- und Trendforscherin tätig. Methodisch nutze ich Megatrends, um die sich daraus ableitenden soziokulturellen Entwicklungen und Transformationen zu analysieren. Als Sozialwissenschaftlerin (Dipl.-Pol) beobachte ich kontinuierlich gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Mein besonderer Fokus liegt dabei auf Tourismus und Destinationen, der Sport- und Freizeitgesellschaft. Besonders die Frage nach den soziologischen Auswirkungen spielt dabei für mich eine Rolle.