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Skipässe für den digitalen Vertrieb aufbereiten

Langsam beginnen die Skifahr-Fans wieder, mit den Hufen respektive den Skiern zu scharren, denn die neue Wintersaison rückt Woche für Woche näher. Mit dieser Perspektive lohnt es sich, einmal kurz innezuhalten, und ein Thema zu beleuchten, das im Alpenbereich bis jetzt noch keine digitale Bedeutung bekommen hat. Der eCommerce hat inzwischen sehr viele Bereiche des Einzelhandels sowie der Tickets- und Veranstaltungssysteme durchdrungen, aber im Bereich des digitalen Skipasses ist die Zeit bisher stehen geblieben.

Wir kaufen unsere Schuhe im Netz, ersteigern Produkte auf Ebay, kaufen Zug- und Flugtickets online und per mobilen Endgeräten, aber beim Skipass stellen wir uns frierend am Morgen in die Schlange, um mit vielen anderen Skifahrern einen Zutritt zum Skigebiet zu erstehen.

Snowbon – ein neuer Akteur am Markt

Genau diesem Thema hat sich Snowbon, der diesjährige Gewinner des VIR Sprungbretts, verschrieben. Noch in der Testphase wird gerade ein System entwickelt, um Skipässe digital vertreiben zu können. Über diese Lösung lassen sich ganz neue Vertriebskanäle für Skipässe aufstellen und auch für Veranstalter bzw. Reseller ergeben sich neue Möglichkeiten, Skipässe als Teilleistung eines Pakets zu verkaufen.

Ein Nebeneffekt des digitalen Vertriebs von Skipässen ist außerdem ein gezieltes Yield-Management. Wo derzeit ein Einheitspreis für die Saison festgelegt ist, kann künftig ein dynamisches Preismodell entwickelt werden. So kann zwischen Spitzen- und wenig nachgefragten Tagen differenziert und der Preis individuell angepasst werden. Was in der Hotellerie und bei Airlines bereits ein gängiges Modell ist, kann somit auch in den Skigebieten Einzug finden.

Wir haben Snowbon für euch getestet und waren mit Treffern für diesen Winter leider (noch) nicht so erfolgreich, für unsere auserwählten Gebiete konnte uns kein Angebot gemacht werden. Man muss jedoch bedenken, dass sich das Ganze noch in der Testphase befindet.

Ergebnis der Suchanfrage auf Snowbon

Trotzallem eine innovative Idee, die noch etwas Zeit und eventuell onsite den Hinweis braucht, dass das Angebot momentan noch nicht vollständig verfügbar ist. Doch wird sie sich grundsätzlich durchsetzen? So lange die Kunden Schlange stehen und die Skigebiete voll sind, sind deren Betreiber nur bedingt aufgeschlossen gegenüber Neuerungen, vor allem bezüglich des Preismodells. Dennoch werden einige Skigebiete gezwungen sein, neue Wege einzuschlagen und Snowbon setzt hier genau an der richtigen Stelle an.

Bei Fragen zu dem Thema freuen wir uns über Kommentare und Feedback!

Viele Grüße,
Jens

1 Kommentar zu
Skipässe für den digitalen Vertrieb aufbereiten

martin

http://www.skihappyhour.com die machen das schon einige jahre. wie gut es funktioniert, weiß ich allerdings nicht.

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