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Web2.0 Serie für die Touristik: Web-Technologie: API

API ist die Abkürzung für Application programming interface, zu Deutsch, eine Schnittstelle für Anwendungsprogrammierung (Quelle: Wikipedia). Über derartige Schnittstellen ist es leicht möglich Dienste verschiedener Programme zusammenzuführen und zu einem neuen Dienst zu vereinen. Solche neue Internetdienste werden in der Regel als Mash-ups bezeichnet. (Zu diesem Thema kommt in Kürze ein eigener Bericht.)

Viele große Unternehmen stellen bestimmte APIs zur Verfügung und bieten einen technischen Zugriff auf ihre Daten. Eine bekannte API ist die von Google-Maps. Diese erlaubt anderen Anbieter Karten von Google einzubinden. Amazon oder Ebay bieten ähnliche Möglichkeiten an und meist ist der Zugriff auf die Daten kostenlos.

Wie sieht die API-Welt im Tourismus aus? Beispielsweise bietet Holidaycheck eine kostenlose API an. Über das Partnerprogramm können sämtliche Funktionen von Holidaycheck über eine technische Schnittstelle bezogen werden und somit mit anderen Diensten und Informationen in Verbindung gebracht werden (Quelle openholidayguide).

Auch die IBEs bieten im Allgemeinen eine XML Variante ihrer Technologie an, worüber die Buchungsmasken beliebig eingebunden werden können. Allerdings lassen sich einige Anbieter diese Schnittstelle teuer bezahlen (vgl. Traffics und Traveltainment). Obwohl es einige Möglichkeiten gibt, externe Daten und Dienste im Tourismus einzubinden, so gibt es keine, mir bekannten innovative Webseiten, welche auf solche Dienste aufbauen. Ein Problem mag sicherlich auch darin liegen, dass die Buchungen nachbearbeitet und betreut werden müssen und von der Seite her eine Transparenz der Datenherkunft gegeben sein muss. Aber auch „neutrale“ Informationen, wie die von Wikipedia werden nur selten zu den Buchungsinformationen hinzugefügt. Als einziger Anbieter hat Travel-IT eine Schnittstelle zu Wikipedia hergestellt, über welche Zielgebietsinformationen aufgerufen werden können.

1 Kommentar zu
Web2.0 Serie für die Touristik: Web-Technologie: API

Die Schnittstelle von Travel-IT haben wir uns angeschaut. Wikipedia einzubinden ist relativ einfach, da es eine Logik in deren Links gibt (mod rewrite der URL). Wenn man diese Logik nachbildet, kann man fast 80% der touristisch interessanten Links in Wikipedia trefen. Aber das geht eben nicht immer, was dazu führt das 20% der Links im Nirvana enden. Das müsste also redaktionell nachgearbeitet werden, was Zeit und Geld kostet. Somit kann man nicht von einer API sondern man muss vielmehr von einer Nachbildung des Linkaufbaus von Wikipedia sprechen.
Das ist das ganze Problem bei der Einbindung externer Inhalte (Mashups). Die meisten interessanten Portale mit Content sind da APImäßig noch weit hinten.
Wir werden sehen wohin das ganze führt.

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Jens